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3 Min Lesezeit 18 Kommentare

Smartphone selbst reparieren: Das sind die Vor- und Nachteile

Euer Smartphone ist kaputt gegangen? Kann passieren, doch was macht man dann? Reparieren lassen? Oder doch selbst mal versuchen, den Schaden zu beheben? Für beide Optionen gibt es gute Argumente.

Vorteile

Die Reparaturkosten sind geringer

Versicherungen, Reparatur-Shops oder Service-Center hin oder her: Wer sein Smartphone selbst repariert, spart in aller Regel bares Geld. Die Ersatzteile sind im Internet meist schnell und relativ günstig beschafft, und Eure eigene Arbeitszeit stellt Ihr Euch ja vermutlich nicht in Rechnung. Zugegeben: Ein bisschen Werkzeug, etwa spezielle Schraubenzieher, Schaber zum Öffnen vor Verklebungen und andere Dinge braucht man, und die kosten auch Geld. Vieles kann man sich aber von Freunden oder Familie leihen. Außerdem gibt es Repair-Cafés überall in Deutschland, die Werkzeug ebenso zur Verfügung stellen wie Hilfe in Rat und Tat.

Die Umwelt freut sich

Nicht nur der Geldbeutel freut sich über eine Selbst-Reparatur, sondern auch die Umwelt. Viel zu viele technische Geräte werden weggeworfen und durch neue ersetzt, wenn sie einen Schaden haben, auch Smartphones. Viele Reparaturen sind schnell erledigt und problemlos selbst zu durchzuführen, und wenn man nur ein Teil austauschen muss, damit das Gerät wieder funktioniert, muss der Rest nicht direkt neu produziert werden.

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Smartphone kaputt? Nicht ärgern, reparieren! / © AndroidPIT

Man hat es selbst gemacht

Das klingt vielleicht banal, ist aber tatsächlich so: Wenn man etwas selbst repariert, gibt das ein gutes Gefühl. Es ist ein kleiner persönlicher Sieg gegen die immer kompliziertere Welt, wenn man so will. Die Befriedigung darüber, so ein komplexes Gerät wie ein Smartphone selbst wieder in Gang gebracht zu haben, ist etwas wirklich schönes und steigert das Selbstwertgefühl.

Nachteile

Die Herstellergarantie ist in Gefahr

Machen wir uns nichts vor: Wenn Ihr selbst an einem Smartphone herum bastelt, dann wird der Hersteller das merken, wenn er das Smartphone irgendwann in die Finger bekommt. Dafür gibt es interne Sicherheits- und Prüfmechanismen sowohl auf Seiten der Hardware als auch der Software. Sollte Euer Smartphone noch Garantie haben, ist die bei einer selbst durchgeführten Reparatur ziemlich sicher futsch.

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Ein kaputtes Smartphone selber reparieren, geht das? / © ANDROIDPIT

Man kann noch mehr kaputt machen

Nicht jeder Defekt an einem Smartphone bedeutet, dass das ganze Gerät nicht mehr funktioniert. Ist zum Beispiel der Kopfhörer-Anschluss defekt und Ihr wollt ihn selbst reparieren, kann es sein, dass Ihr dabei etwas anderes kaputt macht. Das sollte man vor der Reparatur im Kopf haben und sich genau informieren, was zu tun ist, um abschätzen zu können, ob man sich die Reparatur zutraut.

Der Aufwand ist größer

Klar ist außerdem: Der Aufwand, ein Smartphone selbst zu reparieren statt einzuschicken oder zum Kundendienst zu bringen, ist ungleich größer. Ihr müsst Ersatzteile und eventuell Werkzeug besorgen, den Defekt genau untersuchen und Euch darüber schlau machen, wie der Schaden zu reparieren ist. Das dauert schlicht und einfach länger und macht mehr Arbeit.

Was überwiegt für Euch, die Vorteile oder die negativen Aspekte? Und habt Ihr schon einmal ein Smartphone selbst repariert?

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Top-Kommentare der Community

  • markus vor 1 Woche

    Ihr vergleicht hier Selbstreperatur mit Fremdreperatur und bringt als Vorteil "Die Umwelt freut sich".

    Das müsst ihr mir genauer erklären, warum eine Werkstatt mehr Abfall erzeugt als die Selbstreperatur?

    Ich würde sogar das Gegenteil behaupten, da (wie bei den Nachteilen erwähnt) die Gefahr eines Totalschaden größer ist und somit mehr Müll anfällt.

18 Kommentare

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  • Als ich mit 14 meine erste hifi Anlage selbst wieder repariert habe, war das schon ein super Gefühl. Leider werde heutzutage die meisten Geräte so gebaut, dass man nicht oder nur sehr schwer reparieren kann. Die hersteller wollen halt verkaufen. Der Laserdrucker von meinem Vater hat über 10 Jahre gehalten. Meiner ist schon nach 1000 Seiten "LEER"

    Ina


  • Bei meiner Geschicklichkeit und unendlichen Geduld ist mir die Gefahr zu groß, das Handy noch kaputter zu reparieren ;-)


  • Dank den exzellenten Videos auf JerryRigEverything ist imho eine DIY Reperatur nicht allzu schwierig, das richtige Werkzeug vorausgesetzt!


  • Älter Handys lassen sich sehr gut selbst reparieren aber seit dem die Smartphones verklebt sind ist der Gang zur Werkstatt besser und billiger und erspart den Ärger wenn eine Reparatur schief läuft. Dann hat die Werkstatt die Verantwortung zu tragen.


  • Den will ich haben in der C Variante. Wir haben aktuell einen und es ist das coolste Gokart das man sich vorstellen kann.


  • Leider lassen sich nur ältere Devices gut reparieren...

    Seit 2017 ff. sind viele Geräte stark verklebt und nicht Jeder hat in seiner Werkstatt eine "Heatgut" um den Kleber zu lösen 😳📱🔋


  • Ihr vergleicht hier Selbstreperatur mit Fremdreperatur und bringt als Vorteil "Die Umwelt freut sich".

    Das müsst ihr mir genauer erklären, warum eine Werkstatt mehr Abfall erzeugt als die Selbstreperatur?

    Ich würde sogar das Gegenteil behaupten, da (wie bei den Nachteilen erwähnt) die Gefahr eines Totalschaden größer ist und somit mehr Müll anfällt.


    • Nicht nur das. Wenn sich jeder, der mal ein Gerät reparieren will, gleich 'n "Männer-Fön" und das benötigte Werkzeug kauft, was dann vergleichsweise selten oder möglicherweise nie wieder benutzt wird, wird ebenfalls viel mehr produziert, als eigentlich nötig.

      Aber ich denke der Absatz macht eigentlich schon klar, dass sich der Umweltaspekt auf den Vergleich Reparatur vs. Neukauf bezieht. Ist an der Stelle vielleicht ungünstig platziert und hätte eher in den allgemeinen Teil der Einleitung gehört. Ändert aber nichts an der Richtigkeit der Aussage, dass Reparatur nachhaltiger ist, als Neukauf.


    • Android-Pit-Qualität. :)


  • Also auf YouTube gibt es wirklich Top Videos habe nach der Anleitung dort bei einem Galaxy S3 nur das Display Glas und bei einem Galaxy Note 10.1 die Ladebuchse gewechselt und hat alles wunderbar geklappt . Mache sowas aber nur bei älteren Geräten wenn da mal was nicht klappt hat man höchsten 50-100 Euro in die Tonne gekloppt .


  • Ich habe schon selbst sämtliche Smartphones repariert. Dass dabei etwas anderes kaputt geht, kam bei mir am Anfang auch vor, aber mit jedem Mal mehr wird man schlauer ;-) Mittlerweile klappt alles.
    Aber ich denke, dass das nicht jeder hinbekommt, da schon etwas Hintergrundwissen, Feintuning und vor allem Geduld nötig ist. Für wen das kein Problem ist, nur zu...
    Nur leider ist das mit der Garantie dann wirklich ein Problem :-(


  •   12
    Gelöschter Account vor 1 Woche Link zum Kommentar

    Also beim iPhone habe ich auch schon mal den Akku und den Homebutton getauscht. Das Gerät hat danach übrigens noch einwandfrei funktioniert 😉 Aber mehr traue ich mir dann doch nicht zu 🙈

    NilsD


  • Ich denke für Otto Normal, der aller Jubeljahre mal einen Smartphone-Defekt hat, ist der Gang zur Werkstatt die vernünftigere und wirtschaftlichere Lösung.

    Wer so was gern selbst machen will, sollte dann schon beim Kauf drauf achten, dass das Gerät entsprechend aufgebaut (fairphone oder Shiftphone) oder eben nerdig genug sein, sowas als Hobby zu sehen.

    An ein Gerät, dass wirklich abgeschrieben und reif für die Tonne ist, würde ich mich zur Not auch noch ranwagen. Ein Gerät, das noch Garantie besitzt, würde ich grundsätzlich nicht selbst machen.
    Allerdings hatte ich in > 20 Jahren Mobiltelefonnutzung noch nicht einmal einen Reparaturfall und das obwohl ich die Geräte meist sehr viel länger als die üblichen 2 Jahre benutze. Einzig ein Problem, das ohne weiteres über die Händler Gewährleistung geregelt wurde.


  • "Kopfhörer-Anschluss"

    Der muss erst mal vorhanden sein. 😉


  • Das sind ja alles Erkenntnisse, auf die man selbst nie kommen würde. 😉

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