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SmartHalo: So wird Euer Fahrrad zum Smart-Bike

Ist man mit dem Rad unterwegs und auf die GPS-Navigation angewiesen, um ans Ziel zu kommen, hat man oft nicht nur die Hände voll, sondern auch die Ohren. Natürlich bieten Smartphone uns auch die Wegweisung per Vibration an, zum Beispiel mit Google Maps, wenn die Sprachhilfe ausgeschaltet ist. Einen anderen Ansatz verfolgt CycleLabs mit SmartHalo: Das Gadget "leuchtet" Euch den Weg voraus.

Das kanadische Unternehmen CycleLabs will Radfahrern mit SmartHalo ein Gadget bieten, das für mehr Sicherheit und eine sichere Navigation sorgen soll. SmartHalo montiert Ihr einfach auf den Fahrradlenker, wo es gut sichtbar Euch per integriertem Lichtkranz zum Ziel navigiert.

Ein Teil des Lichtkranzes leuchtet grün auf, der so die Richtung vorgibt. Leuchtet der SmartHalo rot auf, fahrt Ihr in die falsche Richtung. Am Ziel angekommen leuchtet der ganze Lichtkranz dann grün auf. Praktisch: Das Halo passt sich den gegebenen Lichtverhältnissen an, sodass es immer gut lesbar ist. Das Gadget agiert auch als Frontlicht mit 250 Lumen, dass sich automatisch anschaltet, sobald die Sonne untergeht und sich auch von selbst abschaltet, wenn das Rad nicht verwendet wird.

cyclelabs smarthalo function
SmartHalo agiert als Navi und misst zudem auch die Fahrdaten. / © CycleLabs

Mit einer entsprechenden Companion-App koppelt Ihr SmartHalo mit dem Smartphone, wobei die Anwendung nicht nur für die Navigation zuständig ist, sondern auch Eure Fahrdaten aufzeichnet, unter anderem die Geschwindigkeit und verbrannte Kalorien. Praktischerweise zeigt sie Euch auch an, wo Ihr Euer Rad geparkt habt und führt Euch mit der App zum Rad.

Einmal am Lenker angebracht, soll das Gadget auch vor Diebstählen schützen. Das Unternehmen hat beim SmartHalo ein Schließsystem verwendet, das auch das kanadische Militär benutzt, um das Gadget diebstahlsicher zu machen. Trotzdem lässt sich das SmartHalo mit einem entsprechenden Schlüssel vom montierten Dock abnehmen, etwa um den Akku aufzuladen. Und damit das Rad nicht geklaut wird, fungiert SmartHalo auch als Bike-Alarmanlage. Sobald Du dich mit deinem Smartphone vom Bike entfernst, aktiviert sich die automatische Diebstahlsicherung.

Sollte bei Eurer Abwesenheit doch jemand versuchen, das Fahrrad zu klauen, erkennt das der integrierte Bewegungssensor im SmartHalo und löst einen Alarm aus. Im Falle, dass das Smartphone abhanden kommt oder einfach keinen Saft mehr hat, könnt Ihr SmartHalos Alarmfunktino auch mit einem Passwort deaktivieren. Ihr tippt den Code wie Morsezeichen einfach auf dem Gadget ein.

SmartHalo sorgt sogar dafür, dass Ihr bei der nächsten Radtour durch die Stadt keine Anrufe oder Wettervorhersagen verpasst. Ruft jemand Euch auf dem gekoppelten Smartphone an, leuchtet nicht der Lichtkranz auf, sondern ein blauer Punkt in der Mitte des SmartHalo. Auf ähnlich Weise soll das Gadget auch vor Regen und anderen schlechten Witterungsbedingungen vorwarnen und ist selbst gegen Wettereinflüsse geschützt.

smarthalo night
Bei Dämmerung aktiviert sich das Frontlicht des SmartHalo automatisch. / © CycleLabs

Das SmartHalo misst 81 x 67 x 20 Millimeter (/69 Millimeter samt montierbarem Clip) und wiegt rund 150 Gramm. Dank des integrierten 2.000-mAh-Akkus soll das Gadget bis zu drei Wochen durchhalten. Strom lädt das Gerät per USB-Kabel. Sowohl Android-Smartphones als auch iPhones ab dem 4s sind mit dem SmartHalo kompatibel, sofern die Geräte Bluetooth 4.0 unterstützen.

Wer Lust auf das SmartHalo bekommen hat, darf es auf der Crowdfunding-Plattform Kickstarter mitfinanzieren. CycleLabs hat bereits das gesteckte Ziel von rund 45,000 Euro erreicht und die Finanzierung liegt derzeit bei rund 250,000 Euro (379,000 kanadische Dollar). Damit wurde auch das erste Stretch Goal erreicht, sodass das SmartHalo nun um eine Option ergänzt wird, die es erlaubt, die Fahrdaten und die GPX-Daten zur Navigierung zu anderen Apps exportieren kann, etwa Google Fitness oder Apple Health Kit). Sollte das Unternehmen 400,000 kanadische Dollar finanziert bekommen, so werden zusätzliche Funktionen, wie eine Klingel oder ein visueller Geschwindigkeitsmesser integriert. So soll es dann auch möglich sein, nur die Richtung des Ziels vorzugeben, sodass man narrenfrei die Route bestimmen kann. Auch ein Disco-Modus soll beim zweiten Stretch Goal mit dabei sein, der das SmartHalo zu einer leuchtenden Discokugel verwandeln soll, warum auch nicht?

Um das SmartHalo vorzubestellen, zahlt Ihr rund 88 Euro (plus Versandkosten und Zoll) und könnt es im Mai 2016 vor Eurer Haustür erwarten. Hinweis: Wie bei Crowdfunding generell anzumerken ist, können auch erfolgreich finanzierte Projekte noch scheitern oder verspätet geliefert werden.

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Top-Kommentare der Community

  • Eun-Yong Park 15.09.2015

    Ich finde, dass alle wichtigen Punkte mit diesem Gadget angepackt werden, ohne grundlos funktionell zu werden. Ich finde es sehr praktisch, und mein Premium-Smartphone gehört bei einer Radtour nicht auf meinen Lenker, das ist mir zu riskant!

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  • in verbindung mit einem Rücklicht, das beim Bremsen noch heller leuchtet, würde die sache erst recht interesant machen


  • Smartes bike? Wie geil ist das denn? Ich liebe alles smarte. Bald ist die kloschüssel auch noch smart und sagt dir das du von gestern auf heute 200 Gramm abgenommen hast, dein Haufen gestern viel schöner war. Gespült wird natürlich automatisch mit angepasster Wassermenge. Verabschiedung : gut gemacht Michael, ich hoffe dein Arbeitstag wir so erfolgreich wie dein Geschäft hier!

    Kein Sarkasmus, ist doch echt cool. :-)


    • Smarte Toiletten gibt es schon längst, siehe Südostasien!


      • Hihi ja ich weiß, ziemlich lange sogar schon. Leider wohne ich nicht in Südostasien und ein schönes modernes Design is ja auch nicht zu verachten. Zumindest früher waren die Dinger abartig hässlich.


  • Da klingt schön und gut, allein mit fehlt der glaube, das navigieren damit sinnvoll möglich ist. Schon akustisch ist es nahezu unmöglich sich richtig leiten zu lassen, da die Navi-apps immer wieder Kurven als abbiegen interpretieren und geradeausfahrten durch spitze Winkel andockender Straßen als abbiegen. Ohne Blick auf die Karte lässt sich so oft nicht wirklich sagen, wohin man eigentlich soll. Das das durch ein Blinklichtchen anders werden soll glaube ich erst, wenn ich es sehe. Ansonsten klingt es allerdings äußerst spannend, wenn alles funktioniert, wie es soll.


  • Konzentriert euch lieber auf die Straße ihr Radfahrer, und fährt nicht über rote Ampel, dann haben wir alle was davon.


  • Ich finde es sehr nützlich und werde es im Auge halten. Da ich viel mit dem Rennrad unterwegs bin, wäre es damit einfacher vorher die Strecke einzugeben und dann ohne dauernd auf Smartphone schauen zu müssen die Route ab zufahren. Das gilt natürlich nur bei noch unbekannten Stecken. ;-)


  • Hört sich auf jeden Fall geil an


  • Mit diesem Ding werden zu viele Problem auf einmal gelöst, sowas macht mich immer skeptisch.

    Aber wenn das Hauptproblem die Navigation ist, warum nicht einfach für 30 EUR eine Handyhalterung für's Fahrrad kaufen?


    • Ich finde, dass alle wichtigen Punkte mit diesem Gadget angepackt werden, ohne grundlos funktionell zu werden. Ich finde es sehr praktisch, und mein Premium-Smartphone gehört bei einer Radtour nicht auf meinen Lenker, das ist mir zu riskant!


    • Bei solchen Systemen muss ich auch immer schmunzeln.
      Navi habe ich am Lenker mittels Smartphone.
      Wenn ich Fahrrad fahre interessiert mich keine SMS oder ein Telefonat.
      An meinem Rad ist eine Lampe angebaut und nicht son Teelicht.
      Und die Alarmanlage funktioniert mittels Gps und stillem Alarm. Zusätzlich ein 140db Bewegungsmelder.
      Der einzige Vorteil ist die Kompaktheit.
      Zudem würde es nicht an mein Fahrrad passen, da eine Montage bei mir am Lenker das ganze Teil unter meinem Hintern sitzen würde.


  • Geiles Teil aber 115€ (aktuell) sind mir doch zu viel für ein Bluetooth Teil mit nen Paar LEDs. Ich meine da hole ich mir lieber eine SmartWatch. Dann noch ohne Solar. Oder habe ich irgendwas überlesen, was das Ding kann?


  • Schade das es keine Solarzellen hat. Wieder ein Gerät mehr was man laden muss um Fahrrad zu fahren.
    Also muss ich jetzt mein smartes E-Bike, mein Smartphone und dann das SmartHalo vorher laden o.O
    Das wir dann echt sressig. Mal abgesehen davon ist an dieser Stelle des Lenkers bei vielen E-Bikes das eigene HUD schon installiert. Dann doch lieber erstmal weiter mit den Kommentaren der netten Frau aus den Kopfhörern ;-)

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