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Smart Home: Wie hoch ist der Stromverbrauch wirklich?
Amazon Echo Dot (3. Gen.) Google Smarthome 8 Min Lesezeit 19 Kommentare

Smart Home: Wie hoch ist der Stromverbrauch wirklich?

Vor einigen Wochen haben wir Euch gefragt, ob Ihr daran interessiert seid, etwas über den Verbrauch der beliebtesten Smart Home Gadgets zu erfahren. Das Ergebnis war sehr interessant: Ihr interessiert Euch für den Verbrauch der Haustechnik, haltet die Kosten aber eigentlich für irrelevant. Wir haben untersucht, wie hoch die Stromkosten für Smart Home wirklich sind.

Vorbemerkungen

Für die Messungen wurde ein Messgerät vom Typ Brennenstuhl PM 231 E verwendet, das ohne Verteiler direkt an eine Steckdose angeschlossen war und an die wir jedes uns zur Verfügung stehende Smart-Home-Gerät einzeln angeschlossen haben. Der Verbrauch im Standby und während der Nutzung der untersuchten Geräte wurde beobachtet, um zu ermitteln, wie sehr sich ein intelligentes Zuhause auf die Stromrechnung auswirken kann.

Unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Kosten pro Kilowattstunde errechnen wir den hypothetischen Verbrauch von Smart Devices, wenn sie 365 Tage im Jahr im Standby-Modus bleiben. Auf diese Weise ist es möglich, zu überprüfen, wie viel Energie im schlimmsten Fall verschwendet wird, wenn die Gadgets rund um die Uhr im Standby mit dem Netzwerk verbunden, aber nie in Verwendung sind.

Kosten kWh (Rohstoff + Aufwendungen und Kosten + Steuern) durchschnittlich 2018: 0,2942 Euro/kWh

Die getesteten Geräte:

Netgear

Alle Informationen der Smart-Home-Geräte laufen über den oder die Router. In unserer vernetzten Wohnung verwenden wir aktiv ein Netgear Orbi RBK40 Kit, das mit zwei Repeatern ausgestattet ist, die via Mesh-WLAN verbunden sind. Router und Repeater haben den gleichen Energieverbrauch. Die Leistung variiert kaum und bleibt unabhängig von der Auslastung immer im Bereich von 6-7 Watt.

Verbrauch Netgear Orbi RBK40

Modus Verbrauch (Watt)
Durchschnittlicher Verbrauch 6,6 W (für Repeater)
Jährliche Kosten:
Verbrauch (6,6 W x 24 h x 365 = 57,816 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 17,01 Euro
AndroidPIT netgear orbi 9274
Nicht der kompakteste der Mesh-Router ... / © AndroidPIT

Philips Hue

Smarte Lampen und Leuchtmittel könnten eine Menge Geld auf der Jahresrechnung sparen, indem sie einfach die traditionellen Glühbirnen ersetzen. Selbst unter Berücksichtigung des maximalen Verbrauchs der Bridge (das ist das Steuergerät, das alle Leuchten steuert) und der einzelnen Glühlampen werden sie den Energieverbrauch der inzwischen veralteten Glühlampen nie erreichen.

Der Verbrauch entspricht denen klassischer, nicht intelligenter LED-Glühbirnen. Der einzige Unterschied, den Ihr sehen könnt, ist, dass der Stromverbrauch im Standby-Modus nicht auf Null sinkt, es sei denn, Ihr trennt die Birnen mit dem Schalter physisch vom Netz.

Verbrauch Philips Hue Bridge (2. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 0,1W
Maximaler Verbrauch 1,5W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (0,1 W x 24 h x 365 = 0,876 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 0,26 Euro

Glühlampenverbrauch E27 weiß und farbig (3. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Kaltweiß (maximale Helligkeit) 6,1W
Warmweiß (50% Helligkeit) 1,7W
Rot (maximale Helligkeit) 2,5W
Grün (maximale Helligkeit) 5,1W
Blau (maximale Helligkeit) 3,5W
Standby 0,2W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (0,2 W x 24 h x 365 = 1,752 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 0,52 Euro
AndroidPIT philips hue smart home smart lights 9488
Die Philips Hue kann Euer Zuhause mit einem Touch verändern. / © AndroidPIT

Amazon

Der amerikanische E-Commerce-Riese hat mit den Echo-Geräten vernetzte Lautsprecher mit Sprachassistent im Sortiment. Amazon ist so freundlich, offizielle Verbrauchsdaten für einige seiner Geräte wie den Amazon Echo (1. und 2. Generation), Echo Spot und Echo Show zur Verfügung zu stellen. Während unserer Tests haben wir zudem einen Echo Dot der ersten Generation und einen Echo Plus der zweiten Generation getestet.

Hinweis: Um in den Aus-Modus zu gelangen, muss der Benutzer gleichzeitig die Aktionstaste drücken und halten und die Aus-Taste des Mikrofons an der Oberseite des Geräts doppelt antippen. Die Geräte wechseln nach fünf Sekunden Inaktivität automatisch in den Standby-Modus.

Verbrauch Amazon Echo (1. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 0,5W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone ein) 3W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone aus) 3,6W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (3 W x 24 h x 365 = 26,28 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 7,73  Euro

Verbrauch Amazon Echo (2. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 0,5W
Vernetztes Standby (automatischer Schlafmodus, Mikrofone an) 1,7W
Vernetztes Standby (automatischer Schlafmodus, Mikrofone aus) 2,4W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (1,7 W x 24 h x 365 = 14,892 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 4,38 Euro

Verbrauch Amazon Echo Spot

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 0,258W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofon/Kamera ein) 2,18W
Vernetzter Standby-Modus (Privatsphärenmodus, Mikrofon/Kamera Aus) 2,21W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (2,18 W x 24 h x 365 = 19,096 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 5,61 Euro

Verbrauch Amazon Echo Show

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 0,1W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofon/Kamera ein) 4W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone ein, Kamera aus) 2,5W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (4 W x 24 h x 365 = 35,04 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 10,31 Euro

Verbrauch Amazon Echo Dot (1. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 1,7W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone ein) 2,8W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone aus) 3W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (2,8 W x 24 h x 365 = 24,528 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 7,21 Euro

Verbrauch Amazon Echo Plus (2. Generation)

Modus Verbrauch (Watt)
Energiesparmodus (Aus-Modus) 2,4W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone ein) 3,5W
Vernetzter Standby-Modus (Mikrofone aus) 4,3W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (2,4 W x 24 h x 365 = 21,024 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 6,19 Euro
amazon echo 02
Amazon hat mittlerweile viele verschiedene Alexa-Geräte im Angebot. / © AndroidPIT

Google

Für viele Android-Fans muss ein Smart Speaker den Google Assistant besitzen und am besten direkt von Google kommen. Die Lautsprecher des Internet-Giganten sind auch bei uns längst angekommen und haben vor allem in der Mini-Version ihren Platz bei vielen Anwendern gefunden.

Im Standby-Betrieb haben die beiden von uns getesteten Modelle keinen besonders unterschiedlichen Stromverbrauch, was darauf hindeutet, dass sich die verwendete Hardware nicht sehr stark unterscheidet. Beim Hören von Musik ändert sich die Situation: Die Anzahl und Leistung der Lautsprecher bestimmt die maximale Leistung, die diese Lautsprecher aufnehmen können.

Schon während des Gesprächs sieht man einige Unterschiede: Der Google Home Mini hat einen fast stabilen Verbrauch, während der Google Home zwischen 2 und 4 Watt schwankt. Das liegt an der größeren Anzahl an Lautsprechern, die betrieben werden müssen.

Verbrauch Google Home

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 2W
Verwendung (Gespräch) 2-4W
Maximal deklarierte Leistung 33W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (2 W x 24 h x 365 = 17,52 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 5,14 Euro

Verbrauch Google Home Mini

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 1,4W
Verwendung (Gespräch) 1,8W
Maximal deklarierte Leistung 9W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (1,4 W x 24 h x 365 = 12,264 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 3,61 Euro

Sonos Play:1

Sonos-Lautsprecher sind bekannt für ihre Qualität, die Unterstützung praktisch jeder Audioquelle und ihre extreme Flexibilität innerhalb des Smart Homes. Der von uns getestete Sonos Play:1 verwendet auch Sprachassistenten, um zu versuchen, die meisten Mainstream-Nutzer zu erreichen und gleichzeitig den Standby-Konsum zu erhalten, arbeitet in diesem Punkt aber nicht auf dem Niveau der beliebtesten Smart-Speaker von Google und Amazon.

Verbrauch Sonos Play:1

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 3,8W
Nutzung (25% Lautstärke) 5,6W
Nutzung (80% Lautstärke) 11,2W

Spezifikationen auf der Website des Herstellers

Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (3,8 W x 24 h x 365 = 33,288 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 9,79  Euro
AndroidPIT Sonos one play one smart speaker 0646
Der Sonos Play:1 ist in schwarz und in weiß erhältlich. / © AndroidPIT von Irina Efremova

NOW TV Smart Stick

Der NOW TV Smart Stick hat einen sehr konstanten Stromverbrauch. Die jährlichen Ausgaben bleiben nahezu gleich, unabhängig davon, ob man ihn aktiv nutzt oder nur im Standby verbunden lässt. In beiden Fällen betragen die Kosten weniger als 1 Euro pro Jahr.

Verbrauch NOW TV Smart Stick

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 2,1W
Verwendung (Videowiedergabe) 2,2W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (0,2 W x 24 h x 365 = 1,752 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 0,52 Euro

Nvidia Shield TV

Schließlich gibt es hier noch die Set-Top-Box von Nvidia, die dem Spielen im Wohnzimmer gewidmet ist. Der Shield TV ermöglicht es Euch, exklusive Titel wie Portal oder Half Life 2 zu genießen, aber auch Spiele auf dem mit Nvidia-Grafikprozessoren ausgestatteten PC zu streamen, sowie verschiedene Apps zum Streamen von Videoinhalten und die Interaktion mit dem Google Assistant. Die Stromkosten für den Nvidia Shield TV sind moderat.

Verbrauch Nvidia Shield TV TV

Modus Verbrauch (Watt)
Standby 1,5W
Startseite 3W
Videowiedergabe 4,5W
Spiele 7,6W
Jährliche Kosten im Standby-Modus:
Verbrauch (1,5 W x 24 h x 365 = 13,14 kWh) x Energiekosten (0,2942 Euro/kWh) = 3,86 Euro
nvidia shield package
Der Nvidia Shield TV hat auch 2019 noch viel zu bieten. / © ANDROIDPIT

Fazit

Aus diesen Messungen und Berechnungen lässt sich ableiten, dass die Einführung von Smart-Home-Gadgets in einem Haus oder einer Wohnung keine exorbitanten Auswirkungen auf die Stromrechnung hat. Allerdings funktionieren nicht alle Smart Homes gleich.

Während einige Geräte, die an die Stelle anderer "nicht-intelligenter" Produkte treten können, den Gesamtverbrauch reduzieren können, etwa die Philips-Hue-Glühbirnen, sind andere Geräte reine Ergänzungen zum heimischen Ökosystem - ihre Kosten müssen zu den normalen jährlichen Ausgaben addiert werden.

Dabei ist auch zu berücksichtigen, inwieweit die verschiedenen Geräte tatsächlich genutzt werden. Ein Gerät, das ständig im Standby-Modus bleibt und nie benutzt wird, bedeutet Energieverschwendung. Ein ständig benutztes Gerät wird die Rechnung zwar stärker belasten, bringt aber auch einen Mehrwert. Es sind stets Kompromisse zwischen Nutzen, Zweckmäßigkeit und Kosten.

Wie viele vernetzte Geräte verwendet Ihr zuhause?

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19 Kommentare

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  • Smart ist nicht eine philips Hue zu haben und diese per Smartphone zu steuern , sondern diese automatisch AN und viel wichtiger diese wieder AUS zu schalten. So kann es günstiger werden.

    Was ich mir als Ergänzung wünschen würde, wären tuya WiFi Steckdosen und richtige smart Home Geräte wie EQ3 Lichtschalter.

    Danke


    • Jap, solche Geräte wie die ganzen Homematic Sensoren und Aktoren (ohne angeschlossene Verbracher) wären sehr interessant. Aber weil sie oftmals mit Batterien betrieben werden, ist hier die Messung etwas aufwendiger.


  • Das Mesh System Kit verbraucht deutlich mehr. So wie jedes Mesh System. Im Leerlauf 13 und im Betrieb 18,4 Watt:
    kb.netgear.com/de/31141/How-much-power-does-my-Orbi-system-use

    Und da selten jemand alle seine Clients nachts abschaltet, sind sie immer im Betrieb. Zusätzliche Mesh APs verbrauchen natürlich noch mal mehr.

    Auch wegen dem Stromverbrauch rate ich jedem von Mesh ab. Normale verkabelte APs schalten sich selektiv ab und verbrauchen durch den fehlenden Rückkanal grundsätzlich weniger Strom.


  • Toaster mit wlan, Glühbirne mit WLAN, Wasserkocher mit WLAN,...🙄...Dinge die die Welt nicht braucht.


  • Der gesamte finanzielle Aufwand ist mir zu groß in Anbetracht der Tatsache, dass das System auch Nachteile mit sich bringt! 1. Fehlauslösungen der Sprachsteuerung. 2. Bei lauter Musik muss ich vorher die Musik leiser machen, das Smartphone bedienen (eventuell noch entsperren bzw. die App aufrufen), oder den Dimmer manuell bedienen; was gegenüber einem herkömmlichen Dimmer länger dauert, bzw. umständlicher ist. Es ist nicht alles Gold, was glänzt.


  • Ich sehe das durchaus kritisch.

    Aber einer muss ja den Advokatus Diaboli spielen.

    Rechnen wir für die nächsten Jahre mit zwanzig Millionen Haushalten.

    Dazu den zusätzlichen Stromverbrauch durch das Internet.

    Die zusätzliche Recourcenauschöpfung.

    Ökologisches handeln sieht anders aus.

    Oh je.
    Schon wieder konsum - und wirtschaftsfeindlich geäußert.
    Irgendwann werde ich morgens um 3 abgeholt😉.


  • Nette Auflistung aber wo sind jetzt die smart home Geräte?


  • Ein wirklich interessanter Artikel, dem ich gerne einen "Daumen hoch" geben würde, wenn das ginge.
    Der hohe Standby-Verbrauch mancher der genannten Produkte erscheint schon erschreckend hoch, vor allem wenn man ihn an den gesetzlichen Vorgaben misst:

    https://www.heise.de/ct/artikel/Ein-Watt-Verordnung-291868.html

    Hier wäre das Nachreichen eines Leistungsfaktors interessant, den das verwendete Messgerät laut Beschreibung ebenfalls erfassen kann. Daraus lässt sich der Wirk- und Blindleistungsanteil errechnen. Der Blindleistungsanteil ist zwar ebenfalls letztlich verlorene Energie, wird aber interessanterweise vom Verbraucher nicht direkt bezahlt, zumindest wenn er noch einen herkömmlichen Ferrariszähler (mit mechanischem Zählwerk und Anzeige) besitzt, die prinzipbedingt nur den Wirkleistungsanteil erfassen. Ob das für smarte Zähler (mit LCD-Anzeige und uC-Messwerk) auch noch gilt, entzieht sich meiner Kenntnis.
    Ebenfalls interessant wären die Verbrauchswerte smarter Schaltsteckdosen, mit denen man komfortabel Geräte mit hohem Standbyverbrauch vom Netz trennen könnte, den Standby quasi extern verbessern würde, wenn diese längere Zeit ausser Betrieb sind. Das lohnt sich allerdings nur, wenn Standby- und Nutzwerte deutlich unter dem Standbyverbrauch des geschalteten Gerätes liegen, und auch dann erst nach mehreren Jahren.
    Bei OLED-Fernsehern und Tintenstrahldruckern ist aber von einer kompletten Netztrennung im Standby abzuraten, ausser dieser dauert sehr lange (mehrere Wochen).
    Viele OLED-Fernseher "regenerieren" ihr Display im Standby, können sie das nicht, leidet die Lebensdauer darunter. Etliche Tintenstrahldrucker führen eine Düsenreinigung durch, wenn sie mit dem Netz verbunden werden. Die dafür verwendete Tinte kostet ein Vielfaches des eingesparten Standbystroms.
    Ob eine vollständige Netztrennung im Standby also unschädlich und vorteilhaft ist, sollte man im Zweifelsfall, auch bei anderen Gerätetypen, beim Hersteller nachfragen, in den Bedienungsanleitungen steht oft nichts darüber.

    Dem Fazit des Autors kann auch zugestimmt werden. Es kann durchaus Gründe geben, ein Smarthome nicht zu brauchen oder zu wollen, der zusätzliche Energieverbrauch ist eher keiner.
    Der genannte Durchschnittspreis pro Kilowattstunde hat durchaus Luft nach unten. Wer regelmäßig seinen Stromanbieter wechselt, profitiert regelmäßig von Neukundenbedingungen.
    Wechselt er über die bekannten Vergleichsportale, können zusätzlich Boni dieser Portale drin sein.

    Quelle: heise.de/ct


    • by the way: Ich glaube nicht, dass man verschlissene OLEDs wirklich regenerieren kann; es ist wohl eher der Versuch, die weniger verschlissenen LEDs an die mehr verschlissenen anzugleichen.


      • Der Vorgang, den LG als "Kompensation" bezeichnet, ist mir im Detail leider nicht bekannt. Dass es diesbezüglich überhaupt notwendig sein kann, OLED-Fernseher auch im Standby am Netz zu lassen, habe ich erstmals hier erfahren:


        https://www.heise.de/select/ct/2018/22/1540617472341234

        Quelle: heise.de/ct

        UbIx


      • Das größte technische Problem stellt die vergleichsweise geringe Lebensdauer mancher aus organischen Materialien bestehenden Bauelemente dar. Bei (O)LEDs bezeichnet man als Lebensdauer die mittlere Betriebszeit, nach der die Leuchtdichte auf die Hälfte abgesunken ist. Dabei haben blaue OLEDs die geringste Lebensdauer. Für weiße Lichtquellen, wie bei Monitoren, ist für die insgesamt nutzbare Lebensdauer daher die blaue Komponente die begrenzende.

        UbIx


  • Bequemlichkeit kostet eben: Anschaffungs- und Ersatzkosten sollte man natürlich auch berücksichtigen.


  • Sehr interessant. Beim NOW TV Stick scheint die Rechnung aber nicht zu stimmen.


  • Mit aktivierten Plexserver verbraucht die Shield bei mir schon im Standby / Ruhezustand 4,5 Watt. Auch interessant finde ich, dass die Echo Geräte mit ausgeschalteten Mikrofon mehr verbrauchen, ist das auch kein Dreher?


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Hi, nein, das sind tatsächlich die offiziellen Angaben von Amazon. Wir waren auch etwas sprachlos, aber entweder Amazon vertut sich hier oder die Mikrofone werden wohl nicht abschalten, sondern anders unterdrückt.

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