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SilentCircle Blackphone 2: Release, Preis und technische Daten

Das Blackphone gilt im Bereich Datenschutz als eines der interessantesten Projekte im Android-Bereich. Die Smartphone-gewordene Machbarkeitsstudie zeigt, dass sich Googles Betriebssystem Android und Privatsphäre unter einen Hut bringen lassen. Erfahrt hier alles über Release, Preis und technische Daten des SilentCircle Blackphone 2.

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Das Blackphone 2 wurde offiziell vorgestellt und es verspricht erneut "Best in Class Privatsphäre und Sicherheit". Wie es dieses Versprechen hält und was es im Gegenzug von Euch verlangt, klären wir hier auf.

Blackphone 2: Release und Preis

Das Blackphone 2 wurde bereits auf dem Mobile World Congress im März 2015 angekündigt. Der Release des Blackphone 2 wurde zwar für September 2015 versprochen, bisher jedoch nur für Nordamerika eingehalten. Für alle anderen Regionen heißt es bisher "Coming Soon"; und wenn es so weit ist, wird das Blackphone 2 auf der SilentCircle-Website verfügbar sein.

Der Preis des Blackphone 2 liegt mit 799 Euro über dem ähnlich ausgestatteter Smartphones, da SilentCircle außerhalb des Gerätes eine Menge Infrastruktur zur verschlüsselten Kommunikation kostenlos bereitstellt, für die die anderen Service-Teilnehmer monatliche Gebühren entrichten.

Blackphone 2: Software und Besonderheiten

SilentCircles Herstelleraufsatz für das Blackphone 2 heißt Silent OS. Er basiert zwar auf Android 5.1.1 Lollipop, soll aber laut den ersten Praxiserfahrungen bei Ars Technica intensive Veränderungen erfahren haben. Dennoch geht SilentCircle nicht so weit wie Amazon und versieht sein BlackPhone 2 nach wie vor mit einem Zugriff auf Googles Play Store.

Angereichert wird die Software des BlackPhone 2 insbesondere mit der App Silent Phone, einer Kommunikations-App, die verschlüsselte Anrufe, Konferenz-Calls und Videokonferenzen ermöglicht. Auch Textnachrichten und Dateien kann man über das Ende-zu-Ende-verschlüsselte Peer-to-Peer-Netzwerk austauschen. SilentCircle hatte Reporter in Syrien mit Blackphones ausgestattet, damit diese ihre Berichte nach Hause senden konnten, ohne dass jemand die Übertragung hätte abhören können. Dieser Service kostet üblicherweise 25 Euro pro Monat, Blackphone-2-Käufer bekommen diesen Dienst ein Jahr lang kostenlos.

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Das Design des Blackphone 2 ist altbacken und langweilig. / © SilentCircle

Ein weiterer Bestandteil der Blackphone-2-Software ist das Sicherheits-Center, in dem man App-Berechtigungen nachträglich entziehen kann. Auf den Screenshots von Ars Technica sehen diese exakt so aus wie das Datenschutz-Menü von CyanogenMod; also umfangreicher und besser als das, was wir in der Android Marshmallow Developer Preview kennen gelernt hatten. Mit dem Blackphone wird dieses Feature vielleicht ein wenig populärer; immerhin hatte man zu Promotion-Zwecken bereits einige Passanten für das Thema App-Berechtigungen sensibilisiert:

Ein weiterer Baustein der Blackphone-2-Software wird die Trennung geschäftskritischer Daten und privater Daten. Diese erfolgt durch so genannte Räume, die, ähnlich wie der Multi-User-Modus von Android Lollipop, unterschiedliche, gegeneinander gesperrte Bereiche schaffen. Ihr könnt also für unterschiedliche Speicherbereiche unterschiedliche Passwörter festlegen und Dateien und App-Konfigurationen vor anderen verbergen oder vorübergehende Wegwerf-Räume erstellen, um etwa Apps zu testen oder heikle Websites aufzurufen.

Blackphone 2: Technische Daten

Während das erste Blackphone noch auf unorthodoxe Nvidia-Hardware gesetzt hatte und damit einige Apps nicht so richtig laufen wollten, kauft SilentCircle diesmal bei Qualcomm ein und verwendet einen sehr gewöhnlichen Snapdragon 615. Der Achtkerner kommt unter anderem auch im Motorola Moto X Play zum Einsatz und gilt eigentlich als Mittelklasse-Prozessor, sodass man sich einmal mehr wundert, warum das Blackphone 2 so teuer ist.

Silent Circle Blackphone 2: Technische Daten

Abmessungen: 152,4 x 76,4 x 7,9 mm
Gewicht: 164 g
Akkukapazität: 3060 mAh
Display-Größe: 5,5 Zoll
Display-Technologie: LCD
Bildschirm: 1920 x 1080 Pixel (278 ppi)
Kamera vorne: 5 Megapixel
Kamera hinten: 13 Megapixel
Blitz: LED
RAM: 3 GB
Interner Speicher: 32 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 615
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 1,7 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, Bluetooth 4.0

Blackphone 2: Fazit

SilentCircle hat im Vergleich zum Vorgänger ein beinahe normales Smartphone herausgegeben, das paranoide Herzen höher schlagen lässt. Aber den doppelten Preis eines Moto X Play zu verlangen, das man mit CyanogenMod und einer verschlüsselten Chat-App ebenso sicher hätte machen können, ist ein wenig frech. Vielleicht besinnen sich die Schweizer noch auf einen vernünftigeren Preis, ansonsten handelt es sich hierbei um nichts als Machbarkeitsstudie Nummer 2.

Quelle: SilentCircle

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