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Alles nur geCloud: Ist Cloud-Speicher sicher?

Das Speichern in der virtuellen Cloud wird immer bedeutender, trotzdem gibt es noch weit verbreitete Skepsis, insbesondere in Sicherheitsfragen. Viele vermuten, dass diese Cloud-Dienste leicht zu hacken sind beziehungsweise Betreiber, NSA und Co. so Zugang zu allen Nutzerdaten haben. Doch ist wirklich etwas dran an diesen Ängsten?

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Die Cloud ist eine attraktive Speicheroption, doch Vorsicht ist geboten. / © Stokkete/ Shutterstock

Es gibt keine Garantien

Ein Thema, über das relativ wenig gesprochen wird, ist die Speicherdauer der Daten. Mit anderen Worten: Wenn beim Cloud-Anbieter etwas schiefgeht, was passiert dann mit meinen Daten? Als Megaupload einst dichtgemacht wurde, löste sich ein riesiger Datenberg buchstäblich in Luft auf.. Die meisten Cloud-Anbieter garantieren daher nicht, dass die bei ihnen hinterlegten Daten fortwährend zugänglich und intakt sein werden. Das ist wichtig im Hinterkopf zu behalten, und es lohnt sich, vorher zu recherchieren, was für Protokolle für den Fall existieren, dass der Dienst offline geht oder der Nutzer-Account deaktiviert wird, aus welchen Gründen auch immer.

Verschlüsselung

Das ist die nächste Frage: Sind meine Daten verschlüsselt während sie hoch- und runtergeladen und natürlich während sie in der Cloud gelagert werden? Natürlich kann man immer die Nutzungsbedingungen lesen. Wer darauf keine Lust hat, kann natürlich mal einen Test-Upload machen und darauf achten, ob die URL mit “https” beginnt und das Schlosssymbol in der Browser-Zeile erscheint.

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Wusstet Ihr, dass Smartphone-Inhalte auch lokal verschlüsselt werden können? / © AndroidPIT

Mein Account

Dann will ich selbstverständlich wissen, wie mein Account deaktiviert werden kann und was in einem solchen Fall mit meinen Daten geschieht. Angenommen, ich werde aus meinem Account ausgesperrt, sagen wir, weil ich im Zahlungsrückstand bin, werden meine Daten dann gelöscht oder wird mir lediglich der Zugang verwehrt? Und wie lange bleiben sie gesichert bis sie nicht mehr zugänglich sind?

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Eure Account-Modalitäten solltet Ihr so gut kennen wie Euer Passwort. / © Melpomene/ Shutterstock

Alleine deswegen ist es wichtig, auf eine Redundanzstrategie zu setzen, das heißt, sich nicht einzig und allein auf die Cloud zu verlassen, vor allem nicht auf einen einzigen Dienst. Zum jetzigen Zeitpunkt ist die Cloud am besten als flexibler Sicherungsort verstanden. Externe Festplatten gehören noch nicht auf den Müllberg der Geschichte.

Zugang

Die größte Frage ist selbstverständlich: Wer hat Zugang zu meinen Daten? Selbst wenn Up- und Downloads effektiv verschlüsselt sind und der Account das sicherste Passwort der Welt hat, was ist all das wert, wenn Regierungsorganisationen wie die NSA, die Cloud-Betreiber und im schlimmsten Fall bald auch die Werbeindustrie Zugang zu den Daten hat? Hier ist die politische Sachlage von Bedeutung. 

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Es gibt Dinge, die im Verborgenen bleiben sollten. / © AndroidPIT

Viele Dienste haben ihre Server in den USA. Und dort ringen die politischen Kräfte seit 2011 um eine Gesetzesinitiative namens CISPA (Cyber Intelligence Sharing and Protection Act), die es Cloud-Betreibern implizit erlauben würde, bei ihnen gespeicherte Daten zu überwachen, um verdächtige Inhalte der Regierung zu melden. Solche Gesetze können auch unter dem Mantel der nationalen Sicherheit als Freifahrtschein zum Verstoß gegen Datenschutzrechte gesehen werden. Und dagegen gibt es keinen effektiven Schutz außer politische Partizipation.​​

Genau Vergleichen

Wer sich einen Cloud-Service sucht, sollte vergleichen. Man muss kein Profi sein, um gewisse Standards zu erkennen. 256-Bit-Verschlüsselung ist offensichtlich besser als 128-Bit-Verschlüsselung. Institutionen wie die Stiftung Warentest vergleichen darüber hinaus immer wieder Cloud-Dienste, auch hier lohnt sich ein Blick. Dann sollte man herausfinden, ob der Anbieter mehrere Versionen der Daten speichert, um so gegen unintendierte Datenverluste beispielsweise durch Server-Abstürze abgesichert zu sein. Auch Zwei-Faktor-Authentifizierung ist ein Schlüsselwort, auf das man achten sollte.

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Nur weil Ihr paranoid seid, heißt das nicht automatisch, dass Ihr nicht tatsächlich beobachtet werdet. / © Arcady/ Shutterstock/AndroidPIT

Fazit

“Sicher” ist ein relativer Begriff, wenn es um das Internet geht. Wer damit keinen Frieden schließen kann, dem bleibt nur der Rückzug ins Offline-Zeitalter. Andererseits ist das Cloud-Speichern nicht unsicherer als jede andere Online-Aktivität. Es gibt Dinge, die man tun kann, um wenigstens ein sicheres Gefühl zu haben und sich das Leben in schlimmen Fällen womöglich leichter zu machen. Manches davon mag banal klingen, sollte aber nicht unterschätzt werden:

  • Lest die Nutzungsrichtlinien Eures Cloud-Anbieters.
  • Geht sicher, dass Eure Up- und Downloads verschlüsselt sind und, wenn möglich, auch die ruhenden Daten in der Cloud.
  • Ladet keine Inhalte über öffentliche Netzwerke in die Cloud und schützt Euer heimisches WLAN-Netz mit einem guten Passwort.
  • Vorverschlüsselungs-Tools wie Boxcryptor und Spideroak sind eine sehr gute Idee. Sie verschlüsseln Eure Daten bereits bevor diese in die Cloud gelangen.
  • Speichert nichts in der Cloud, das illegal oder höchst sensibel ist (z.B. intime Bilder, Bankdaten...).
  • Nutzt mehrere Cloud-Dienste und physische Speichermedien, um einen hohen Grad an Redundanz zu schaffen.
  • Plant Worst-Case-Szenarien ein (Server-Abstürze, deaktivierte Accounts, gestohlener Laptop) und denkt darüber nach, wie Ihr verfahren wollt, wenn diese eintreten.​

33 Kommentare

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  • Ich bin ein Fan von Magenta Cloud (ehem. Mediencenter), OneDrive und Mega Sync.

    Mein erstes Mal hatte ich mit Dropbox :-)

  • ich verwende http://arXshare.com, da hat man seine Daten sicher verschlüsselt und privat gespeichert.

  • Ich benütz jay-win, ist noch ein junger Anbieter, aber gehosted in Deutschland und faire AGBs. Das kostet zwar was, aber wer ś umsonst haben will muss sich damit zufrieden geben dass der cloud Provider die laufenden Kosten ja iwie decken muss... also wohl mit Hilfe der Werbeindustrie.

  • Bitte Stephan, nimm Kontakt mit mir auf - ich bin neu und darf nur antworten!

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  • Hallo Kris,

    wir würden gerne Deine Story "Alles nur geCloud: Ist Cloud-Speicher sicher?" bei uns in voller Länge bringen - natürlich mit (c) und Link!

    Wir sind ein rein lokales Portal, allerdings mit über 150.000 Usern / Monat. www.info-graz.at

    Wäre super.

    LG Heinz

  • Bei dem besitzervon mega nie

  • Nehmt doch einfach die Cloud von Mega! Hier erhaltet ihr sofort 50GB (!) kostenlosen (!) Cloud Speicher zur verfügung. Zudem verschlüsselt Mega schon im Browser den Upload, und entschlüsselt beim Download im Browser alle Daten. Wenn nicht irgend ein Trojaner auf dem PC installiert ist, kann hier sehr schlecht mitgelesen werden. Dazu gibt es von Mega ein Sync Programm welches es in sich hat. Ihr könnt beliebig viele Ordner in Windows erstellen, die mit der Mega Cloud snychronisiert werden sollen. Das hat Dropbox & Co nicht drauf mit ihrem ein-Ordner-Snyc-System. Natürlich ist heutzutage nichts mehr sicher, aber beim Thema Cloud ist Mega für mich das Non Plus Ultra.

  • Obwohl in der Vergangenheit teilweise unausgreift, ist die UbuntuOne Cloud eine (soweit möglich) sichere und bis 5GB kostenlose Alternative zu sein. Der Client sowie Übertragungsprotokolle sind Open Source und frei zugänglich. Es gab Fälle in denen Dateien verloren gingen, laut Erfahrungsberichten der Community ist das Supportteam in solchen Fällen hilfsbereit und hilfreich. Die Software wird ständig verbessert und stellt eine wirkliche Alternative dar. (Verständlicherweise) gibt Ubuntu/Canonical lediglich die im Gesetz verankerten Garantien, was die Verfügbarkeit des Services angeht.

    Der Traffic in und von diesem Dienst ist standardmässig verschlüsselt, auch verschlüsselte Filesysteme lassen sich synchronisieren, das Webinterface ist ausschließlich über eine SSL/TLS gesicherte Verbindung möglich. Der Client bietet eine umgängliche graphische Oberfläche, oder aber ein textbasiertes interface für den "versierteren" Cloud User.

    Die Performance ist - zumindest auf älteren Systemen - nicht die Beste, vermutlicherweise auch abhängig davon, wo sich die Server befinden. Die Datenschutzrichtlinien sind klar und verständlich formuliert - das von Torsten Meyer angesprochene Manko den Versprechen des Serverbetreibers vertrauen zu müssen, ist natürlich auch bei diesem Clouddienst gegeben und ist IMHO inherent in dieser Technologie.

    Google Drive ist sicherlich bedienungsfreundlicher und bietet ein ausgereiftes Portfolio an Diensten. Was die kostenlose Verfügbarkeit anbelangt, so ist Google meines Wissens nach kaum zu überbieten. Das Dilemma des Vertrauens ist wie gesagt implizit gegeben, trotz des großen Wertes den Google als Unternehmen der Privatsphäre beimißt (natürlich/leider innerhalb der gesetzlichen Rahmenbedingungen).

    Es erscheint daher vernünftig - wie auch andere bereits zu diesem Artikel bemerkt haben - sich nicht auf ein einzelnes CloudService zu verlassen und besonders sensible Daten nach Möglichkeit zu verschlüsseln. Boxcryptor.com bietet diese Möglichkeit für Google Drive, selbst als Chrome-Browser-Plugin in einer Beta-Version, allerdings (noch) nicht für linux-basierte Betriebssysteme (wenn man Android ausnimmt). Bei UbuntuOne ist dieses Feature von Haus aus integriert, weshalb es - zumindest was
    die Sicherheit sensibler Daten angeht - einen jener CloudServices darstellt, der sich lohnen kann.

  • mediencenter.t-online.de

  • Mann kann nur das beste daraus machen, und bevor man die Informationen der Cloud anvertraut, selbst die Daten so gut wie möglich verschlüsseln.
    Speziell bei Google Drive oder Cloud Diensten deren Server sich auf amerikanischen Boden befinden.

  • wie waere es denn wenn ihr zu dem bericht gleich in der test sektion einen test macht bzw ein vergleich zu den verbreitesten Anbietern.
    wenn ihr schon sagt ihr testet keine einfachen apps, waere das doch die gelegenheit mehrere apps uns anbieter zu vergleichen.

    ansich netter beitrag, aber an die gefahr (Verlust der daten) und keine privaten daten hochladen ist wohl allgemein bekannt.

    sowas wie das von thorstens link. da der dortige test schon fast 2 jahren auf dem buckel hat, waere ein aktueller test doch nice.
    und dabei noch die dazugehörige app mittesten vll.

  • Dropbox ist kein Backup sondern nur ein Tempordner. Ich nutze für meine Bilder-Backups Wuala, und würde derzeit auch nichts anderes nehmen. Server in der Schweiz.

  • 37

    Aktuell läuft im Forum auch eine interessante Diskussion zum Thema Cloud. http://www.androidpit.de/de/android/forum/thread/596008/suche-eine-cloud-wo-ich-alles-moegliche-reinwerfen-kann

  • Dropbox ist eigentlich das einzige, was ich aktiv nutze und das auch nur für Fotos mit dem direkt upload. dann sind die Bilder gleich zu hause auf dem Rechner und der bekommt regelmäßig sein time machine backup auf ne externe platte zu hause, somit is da alles schön redundant und keine heiklen Dateien in der cloud.

  • Ich habe ein 15 GB Truecrypt-Archiv auf copy.com liegen. Neben dropbox der einzige Cloud-Anbieter ohne Dateigrößenbeschränkung den ich kenne.

  • Lade meine Bilder und Filme bei Google hoch. Wenn die NSA mitschauen will soll sie das tun. Eine externe Festplatte habe ich auch als Backup, aber wenn die Bude abbrennt, ist die sich Geschichte.

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