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Shazam gibt Standortdaten ungefragt zu Werbezwecken weiter

Und wieder ist eine populäre App aufgefallen, weil sie scheinbar unredlich mit den Daten ihrer Nutzer umgeht. Dieses Mal ist es der Musikerkennungsdienst Shazam. Ohne ersichtlichen Grund teil dieser unter anderem den Standort seiner Nutzer an obskure Werbepartner, selbst wenn das Teilen der ortsbezogenen Daten explizit deaktiviert wurde.

shazam map teaser
© Shazam

Wozu eine App, die Soundschnipsel analysiert und dadurch Songs identifiziert, überhaupt den Aufenthaltsort ihrer Nutzer kennen muss, ist erst mal nicht klar ersichtlich. Dennoch sammelt Shazam laut einem Bericht von heise online diese Daten und mehr (darunter eine Liste der installierten Apps und die IP-Adresse und Android-ID) gibt sie weiter.

An wen? Die Empfänger sind zwei Werbenetzwerke namens Mologig und AdMarvel. Recherche von heise ergab wenig Erhellendes. Mologig ist im kalifornischen San Diego gemeldet und hat auf seiner Website nicht mal ein Impressum. Man bezeichnet sich dort stattdessen offen als “geheim agierendes Start-Up” - wenig vertrauenserregend.

Die Weitergabe der Daten wird grundsätzlich in den Nutzungsbedingungen angekündigt, jedoch soll diese offiziell nur mit Nutzererlaubnis erfolgen. Stattdessen aber soll dem nicht so sein. Selbst wenn der App-Nutzer die Verknüpfung von identifiziertem Song und dem örtlichen Kontext deaktiviert, sollen die Daten weitergegeben werden. 

Es ist nicht klar, was mit diesen Daten geschieht, womöglich hat das Ganze keinerlei spürbare negative Konsequenzen für die Nutzer. Aber das ist für die meisten auch nicht der Punkt. Die Tatsache, dass personenbezogene Daten weitergegeben werden, obwohl dies vom Nutzer aktiv untersagt wurde, ist mindestens bedenklich.

Shazam – Musik Install on Google Play

Quelle: heise online

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32 Kommentare

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  • habe nach der Meldung Shazam sofort Deinstalliert . So etwas akzeptiere ich nicht . Was so spioniert fliegt im hohen Bogen vom Gerät .

  •   16

    Und somit habe ich langsam keine Lust mehr auf Android. Andauernd so ein Müll, zumal die Steuerung der Hardware von Anwendungen eh ein verdammt schlechter Witz ist. Um auf die Taschenlampe zuzugreifen braucht man gleich Berechtigungen für die ganze Kamera. Wenn man dann noch Netzwerk hat, kann man schön ausspioniert werden.
    Also echt... Ich finde das inzwischen einfach nur traurig, dass alles derart ausartet und man sich für jedes Feature gleich komplett ausspionieren lassen muss...

    •   32

      Leider die Wahrheit.
      Und bei AndroidPit werden immernoch nicht die Rechte bei Vorstellungen einbezogen !

      Und unsere Datenschutzbeauftragte sind am Smartie ein TOTALAUSFALL.

      @ Hendrik

      Nicht zu weit aus dem Fenster lehnen. Es gibt durchaus Leute die das derzeitige System verstehen und kein facebook und co verwenden.
      Ich selber hab meine Apps auf eine Hand voll reduziert, nur was "wirklich" verwendet" wird. Davon ist die hältfe Google original Apps. Das Handy ein n5. Somit reduziere ich auf Google. Das kann ich nicht umgehen wenn ich das Phone nutzen will. Aber man könnte klar sagen dass auch das scheinheilig ist.

      Windows und Google-nexus will ich derzeit nicht absetzen. Aber einschränken kann ich !

      Es gab hier einen Artikel zum neuen Samsung TochWiz OS. Hier soll von den ganzen Samsung Doppel Diensten jetzt auch geschnüffelt werden. Da gibts Leute die sagen - ist OK. Machen andere auch. Geben wir allen einen Freibrief weil es andere auch machen - Bullshit.
      Samsung - behaltet euer Zeug -

  • Und 5 Minuten später nach dem Leute sich über shazam aufgeregt haben, teilen sie ihren Standort auf Facebook. ;-)

  • ist das bei encore auch so?

  • TrackID von Sony (im PlayStore erhältlich) ist ohnehin zuverlässiger.

  • Nutze eigentlich nur noch die sprachsuche von Googlenow zur Musik Erkennung. Funktioniert ohne zusatzapp und auch recht zuverlässig.

    •   32

      Genau. Warum shazam, wenn Google es schon drin hat. Ich vermeide Apps wo es geht mittlerweile. Auch Andoidpit läuft bei mir über den Browser.

  • Das hätte einem Android Blog doch schon früher auffallen müssen. Selbst als interessierter Laie konnte ich das mit Hilfe vom LBE Guard schon vor Jahren feststellen...

    •   25

      Jain. Ja LBE Guard hätte gemeldet wenn auf Internet zugriffen worden wäre (nützt nicht viel denn es sagt nicht was und so) und wenn auf den Standort zugriffen worden wäre. Nein, da LBE nicht sagt was übertragen wird und wohin. Das z.B. die IP-Adressse mit Übertragen wird, kann man nicht so von LBE erfahren...

  • ich kennen nur Peter Shaw! Die drei ???

  • Hab mir eine App Permission Control App geholt und Shazam sofort eingeschränkt. Endlich hat es einen Zweck dass ich Xposed Framswork installiert habe.

  •   32

    Von mir aus sollen Apps Geld kosten ! Mein Vertrauen tendiert mittlerweile gegen null.
    Warum wird sowas geduldet ? Geld Geld Geld.
    Ich hab nur 6 Apps am Handy. Der Rest ist Vanilla. Nach 4 Jahren Android in Gebrauch lässt das Fieber erheblich nach. Nexus5 und gut is.

  • Also, ich hab das schon vor 1,5 Jahren gesehn, dass die App alles mögliche Speichert. Die App wird nie wieder in Kontakt mit einem Meiner Android Geräte kommen

  •   25

    Die AndroidPit-App hat ja gerade einen ähnlichen Skandal. Was liest man da? In der neuen Version werden keine Geodaten mehr gesammelt, wenn man das ausgeschaltet hat.. Ach und vorher habt ihr fleißig gesammelt?

  • Diese Musictracker waren mir schon lange suspekt, brauchen viel zu viele Rechte die Apps....

  • Ich finde es völlig normal, dass von anderen Seiten und Quellen "abgeschrieben" wird. Journalismus ist eben in gewisser Weise ein Geben und Nehmen und bei AndroidPIT findet man immer die Quellen unten angegeben. So gehört es sich und es gibt ja auch mehr als genug Artikel, die nur auf AndroidPIT existieren. Leider liest man hier ja fast unter jedem Artikel solche Kommentare...
    Abgesehen davon: Danke für den Artikel, Shazam ist bei mir jetzt durch SoundHound ersetzt worden.

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