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Share Now: BMW und Mercedes fahren jetzt zusammen
Apps Mobilität 3 Min Lesezeit 10 Kommentare

Share Now: BMW und Mercedes fahren jetzt zusammen

BMW und Daimler, die beiden großen Automobilunternehmen aus Deutschland, bringen ihre Car-Sharing-Angebote Car2Go und DriveNow unter einen Hut. Wer aber damit gerechnet hat, dass am Ende nur ein gemeinsamer Dienst steht, der irrt: Es sind gleich fünf.

Auf einer Pressekonferenz in Berlin haben BMW und Daimler die neue Kooperation vorgestellt. Die beiden Unternehmen führen ihre jeweiligen Dienste aus verschiedenen Bereichen zusammen, die derzeit bereits rund 60 Millionen Menschen verwenden. Zunächst werden daraus fünf verschiedene Joint Ventures entstehen, deren Angebote allesamt mit "Now" im Namen enden.

Die Unterschiede der fünf neuen Sharing-Dienste von BMW und Mercedes:

  • Reach Now: Eine Mobilitäs-App, die verschiedenste Arten der Fortbewegung bündeln soll, um möglichst bequem von A nach B zu kommen. Neben klassischem Car-Sharing gehören dazu auch Leih-Räder und Mitfahrgelegenheiten. Auch die Bezahlung wird direkt in Reach Now abgewickelt.
  • Charge Now: Hier stehen Ladestationen für Elektroautos im Fokus. Mit Charge Now sollen sie schnell gefunden und angesteuert werden. Insgesamt sind zum Start rund 100.000 Ladestationen für Elektroautos in 25 Ländern gelistet.
  • Park Now: Mit Park Now soll es den Autofahrern einfacher gemacht werden, Parkplätze zu finden – egal ob in der Stadt oder außerhalb. Mit Park Now können die Autofahrer entsprechend ausgerüstete Parkhäuser und Garagen nutzen, ohne ein Ticket zu ziehen. Bezahlt wird automatisch über die App.
  • Free Now: Bei Free Now geht es ebenfalls um den Weg von A nach B, aber eher als Mitfahrer denn zum Selbstfahren. Taxis, Chaffeurdienste und Mitfahrgelegenheiten werden hier ebenso wie E-Scooter abgebildet. Free Now soll zum Start 21 Millionen Nutzer und 250.000 Fahrer verbinden.
  • Share Now: In Share Now fließen unter anderem die beiden Car-Sharing-Angebote DriveNow und Car2Go zusammen. Share Now wird von 4 Millionen Menschen genutzt werden, die Fahrzeugflotte umfasst derzeit 20.000 Autos in 31 Städten.

Die Investitionssumme, die beide dafür bringen, ist enorm. Eine Milliarde Euro soll zunächst in das gemeinsame Car-Sharing-Abenteuer fließen. Die neuen Now-Dienste sind dabei nur der Anfang, denn sie sollen als Basis für neue Ideen dienen, um die Mobilität der Zukunft zu gestalten.

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Harald Brüger (BMW, Mitte) und Dieter Zetsche (Daimler, rechts) in Berlin. / © AndroidPIT

BMW und Mercedes bleiben Konkurrenten

Die Basis der gemeinsamen Aktivitäten von BMW und Daimler ist Berlin. Dort und in anderen Standorten sollen in den kommenden Jahren zusammen rund 1.000 neue Arbeitsplätze in diesem Bereich entstehen. Daimler-Boss Dieter Zetsche sagt: "Als Premium-Hersteller haben wir lange Zeit Standards gesetzt, in der Automobilindustrie und für unsere Kunden. Im Bereich der Premium-Fahrzeuge werden wir beide [BMW und Mercedes, Anm. d. Red.] weiter um die Kunden kämpfen. Aber unser neues Portfolio für die individuelle urbane 'Mobilität nach Bedarf' stellt eine logische Erweiterung der Geschäfte dar. Am Ende wollen wir dem Kunden so viele Optionen wie möglich bieten, um von A nach B zu gelangen. Kurz gesagt: Es geht um Fahren oder Gefahrenwerden."

Ins selbe Horn stößt BMW-Vorsitzender Harald Krüger: "Wir erschaffen einen weltweiten Game Changer. [...] Wir haben eine klare Vision: Diese fünf Dienste werden immer enger zusammenwachsen und eine einzige Mobilitäts-Plattform bilden mit einer Flotte aus elektrischen, selbstfahrenden Autos, die sich automatisch laden und parken können und mit anderen Transportmöglichkeiten verbunden sind."

Was haltet Ihr von der Entscheidung von BMW und Daimler, beim Car-Sharing künftig zusammen zu arbeiten?

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10 Kommentare

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  • Gibt ja auch das Private Charing wo man sein Auto privat vermieten kann. Aber ohne mich. Passiert was ist es die Versicherung die Schwierigkeiten macht.


  • Schade, bald wohl kein Smart für 26cent/ Min mehr...


  • Seit es diesen Car to Go Kram gibt such ich bei mir immer ewig nach einem Parkplatz.
    Tarifgrenze.
    Und an das Ökoimage kann nicht stimmen. Denn auch diese Autos müssen erst mal produziert werden und verbrauchen Benzin wenn sie fahren.
    Jedenfalls stehen bei mir im Karree Abends locker 10, 11 Smarts und drei bis vier Mercedes A.
    Vor drei Jahren war das noch nicht der Fall.
    Dieser Car to Go Kram sorgt bis jetzt nur für noch mehr Autos auf den Straßen.
    Ein besserer ÖPNV wäre wirklich die bessere Alternative.
    Aber auch nur wenn die Fahrgäste sauber, ruhig und sich gut Benehmend wären.


  • Im zweiten Schritt werden sicherlich noch die Preise angepasst. Ansich keine schlechte Idee, da ich Kunde beider Dienste bin. Ich bin wirklich gespannt wie es weiter geht und wie die neue App funktionieren wird.


  • Und wann soll das los gehen?


  • Na zum Glück haben die ganzen Dienste keine Überschneidungen...
    Warum werden daraus nicht zwei Dienste gemacht? Einer könnte dann sämtliche Funktionen von Reach, Free und Share übernehmen und der andere kombiniert Charge und Park. Vielleicht bin ich einfach nicht weit genug in das Carsharing Thema involviert, aber mir erschließt sich diese extreme Aufspaltung nicht.

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