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Selbstfahrende VWs in Hamburg unterwegs
Mobilität 3 Min Lesezeit 11 Kommentare

Selbstfahrende VWs in Hamburg unterwegs

Die Stadt Hamburg und Volkswagen starten gemeinsam den Testbetrieb für autonomes Fahren. Fünf modifizierte Elektro-Golfs sind bis Ende Juni Teil des öffentlichen Straßenverkehrs – wenngleich nur auf einem begrenzten Abschnitt und für einen kurzen Zeitraum. Das Projekt gilt jedoch als Auftakt für eine Reihe vieler derlei Tests, die die Elbmetropole in ein Schaufenster auf kommende Robotertaxis verwandeln könnte.

Mit elf Laser-Scannern, sieben Radarsensoren und 14 Kameras hoffen Volkswagen und die Stadt Hamburg darauf, dass die Test-E-Golfs unfallfrei durch den lebhaften Hamburger Stadtverkehr manövrieren. "Die Autos sind von der Technik her das massivste, was wir derzeit zu bieten haben", zitiert Spiegel Online Axel Heinrich, Leiter der Konzernforschung bei VW.

Der Computer im Kofferraum des E-Golf soll demnach eine Rechenleistung von 15 Laptops haben und "pro autonomer Fahrminute bis zu fünf Gigabyte Daten verarbeiten", heißt es weiter. Der Test begrenzt sich auf eine Geschwindigkeit von höchstens 50 km/h und eine vom Hamburger Senat eingerichteten Teststrecke für automatisiertes und vernetztes Fahren (TAVF).

VW erhielt hierbei die Ausnahmegenehmigung, um automatisiert bis zum Level 4 zu fahren; einen Überblick über die Stufen habe wir Euch im separaten Artikel aufbereitet:

In der vom Senat errichteten Teststrecke sollte der Fahrer also nie eingreifen müssen. Zur Sicherheit setzt Volkswagen dennoch immer einen Testfahrer ans Steuer. Die Teststrecke in Hamburg ist nach Fertigstellung neun Kilometer lang; aktuell sind erst drei dieser Kilometer nutzbar.

Der Umbau betreffe insbesondere Ampelanlagen und eine Brücke, per WLAN (ja, nicht per 5G) direkt mit den Fahrzeugen kommunizieren. Die Kosten dafür sollen sich auf rund 21,8 Millionen Euro belaufen.

Wenn der Testbetrieb von VW in Hamburg Mitte dieses Jahres endet, sollen andere Autohersteller folgen, wird Hamburgs Verkehrssenator Michael Westhagemann zitiert. Auf der Teststrecke wolle Hamburg auch autonome Busse fahren lassen.

München kennt das Spielchen schon; US-Marken warten nur noch auf das Go der Gesetzgeber

Auch BMW entwickelt im Schulterschluss mit Daimler selbstfahrende Autos. Die Bayern testen bereits seit 2017 Level-4-Fahrzeuge in der Heimat München. Das Know-how teilt man sich mit den Schwaben, denn nur zusammen kann man die überlegene Konkurrenz unter anderem aus den USA ein- und vielleicht irgendwann überholen. Alphabet-Tochter (und Google-Schwester) Waymo tüftelt schon an Level-5-Fahrzeugen.

Und Tesla hat die vermutlich größte Flotte selbstfahrender Fahrzeuge bereits auf die Straßen gebracht. Millionen von Kunden warten nur noch auf grünes Licht durch die Behörden, damit sie den Autopiloten auf Elon Musks Fahrzeugen einfach per Software-Update aktivieren dürfen.

Die Level-4-Tests in den deutschen Metropolen dürfen dennoch als Meilenstein gewertet werden. Hamburg präsentiert sich damit als bereit, zur Smart City zu werden und den dort oft verstopften Straßenverkehr in neue Bahnen zu lenken.

Würdet Ihr in einer Großstadt den Autopiloten aktivieren? Hinterlasst einen Kommentar mit Euren Ideen zum Thema.

Quelle: Bloomberg, Spiegel

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11 Kommentare

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  • Nur bis 50 km/h? Und wem zeige ich dann den Finger wenn ich endlich an dem Trödler vorbei komme?


  • Je frueher das autonome Fahren kommt, desto besser.


  • Hm, hoffe bloss das niemand verletzt wird. Mir gefällt das nicht. Obwohl so manches Auto wäre vielleicht doch ohne Mensch hinter dem Steuer sicherer. Der Technik die Steuerung eines Autos zu überlassen, da fehlt mir persönlich einfach das Vertrauen in diese Technik...


  • Ich wohne auch in Berlin und könnte mir besonders im Stadtverkehr nichts schöneres vorstellen. Sich durch volle Straßen zu quetschen macht wirklich keinen Spaß. Allerdings denke ich, dass die Autos erst zugelassen werden sollten, wenn sie Stufe 5 sicher beherrschen. Da es für die meisten Menschen sehr schwierig wäre, wenn das Fahrzeug zu über 90% selbständig fährt, sie dann aber doch plötzlich mal eingreifen müssten.


    • Na ja. So wie ich Stufe 4 verstehe, werden sich entsprechende Fahrzeuge einfach weigern, abgesteckte Zonen zu verlassen. Innerhalb derselben fahren sie interventionsfrei. Könnte heißen, außerhalb des Rings müsste man dann auf ein Sharing-Auto oder einen bemannten Fahrdienst umsteigen.


    • Solange man noch eingreifen kann oder gar muss ist das nicht autonom. Dann fahre ich lieber gleich selber.


  • Ich lebe in Berlin und kann und will mir das hier nicht vorstellen. Vor kurzem hatte ich mit einem Freund eine beindruckende Probefahrt im Tesla Model 3 aber so ganz Autonom, nee danke.

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