Im Rahmen unserer Websites setzen wir Cookies ein. Informationen zu den Cookies und wie Ihr der Verwendung von Cookies jederzeit widersprechen bzw. deren Nutzung beenden könnt, findet Ihr in unserer Datenschutzerklärung.

#IFA18 4 Min Lesezeit 8 Kommentare

Segway Drift W1: Wenn Inline Skates und Hoverboard ein Kind haben

Bei Segway geht es schon lang nicht mehr darum, Touristengruppen zu beschäftigen. Stattdessen sollen elektrische Skates, Einräder, Hoverboards und jetzt auch noch ein Roboter einen bestimmten Lifestyle rüberbringen. Wir haben die neuen E-Skates und den Roboter-Assistent bereits ausprobiert.

Wer den Namen Segway hört, denkt wahrscheinlich zuerst an peinliche Touristengruppen, die auf massiven Elektromobilen die Innenstadt unsicher machen. Nein? Dann vielleicht amerikanische Polizisten und Kaufhaus-Cops, die mit ihrem Segway auf Verbrecherjagd gehen und dabei weniger professionell als einfach albern aussehen.

Doch es wird Zeit umzudenken, denn seitdem Segway 2015 von Ninebot übernommen wurde und so mittlerweile Segway-Ninebot heißt, hat sich viel getan. Statt an Segways, die man zwar immer mal ausprobieren, aber bloß nie darauf gesehen werden wollte, schraubt das Unternehmen mittlerweile an Hoverboards, elektrischen Einrädern, Elektro-Scootern und jetzt auch Elektro-Skates und automatisierte Roboter, die auch gefahren werden können.

Segway Drift W1: Elektrische Rollschuhe mit einer Rolle

Auf der IFA haben wir die zwei Neuheiten des Unternehmens ausprobieren können. Da wären zum einen die E-Skates Segway Drift W1. Dabei handelt es sich in gewisser Weise um ein Hoverboard, dessen beiden Fußkontrollen aber nicht miteinander verbunden sind, sondern wie Rollschuhe separat voneinander gefahren werden. Und weil man sich darunter vielleicht nur schwer etwas vorstellen kann, haben wir uns für folgendes Video auch draufgestellt.

Zum Fahren stellt man sich zunächst auf die rutschfeste Silikon-Oberfläche der Skates und wird anschließend von der stabilen Selbstausgleichstechnik auf der Stelle gehalten. Ein leichtes nach vorne oder nach hinten lehnen und die dadurch verursachte Bewegung in den Fußgelenken wird zum Fahren genutzt. Die nach IP54 zertifizierten Drift W1 erreichen bis zu 12 km/h, schaffen einen Steigungswinkel von 10 Grad und halten mit einer Akkuladung rund 45 Minuten durch. 

AndroidPIT segway drift w1 04
Dank Silikon-Oberfläche hat man einen sicheren Stand. / © AndroidPIT

Die Basis der E-Skates ist aus einem Magnesiumblock gefräst, womit beide Skates mit bis zu zwei Tonnen belastet werden können. Zum Fahren gilt aber ein Maximalgewicht von 100 Kilo. Vorne und hinten gibt es jeweils Silikon-Bumper zum Schutz und Licht, damit man auch bei schlechtem Licht zu sehen ist. Dank eines elastischen Bandes an der Unterseite können die jeweils 3,5 Kilo schweren Skates mit einer Hand getragen werden.

Die E-Skates sollen Spaß machen

Nach kurzer Eingewöhnungszeit klappt das Fahren mit den E-Skates überraschend gut. Hat man sich erst einmal auf das Prinzip eingelassen und probiert nicht gegen die Stabilisierung anzukämpfen, fällt die Kontrolle der E-Skates von Minute zu Minute leichter. Auch rückwärts rollen, Drehungen und das Fahren von engen Kurven, klappen recht schnell. Sollte man doch mal das Gleichgewicht verlieren, ist man dank des Prinzips ohne Halterungslaschen schnell abgesprungen.

Allerdings fährt eine große Gefahr trotzdem immer mit: Driften beide Füße doch mal auseinander, legt man schneller einen Spagat hin, als einem lieb ist. Wer da nicht den Absprung schafft, der durch die rutschfeste Oberfläche auch mal schwerer fällt, zieht sich schnell schmerzhafte Verletzungen zu.

AndroidPIT segway drift w1 03
Irgendwann schafft man dann auch die Pirouette. / © AndroidPIT

Für die Fahrt zur Arbeit sind die Drift W1 aber nicht gedacht, da die Skates weder Kopfsteinpflaster, noch Unebenheiten wie Bordsteinen oder aneinandergereihten Betonplatten mit großen Spalten dazwischen etwas entgegenzusetzen haben. Außerdem dürfen auch die Skates hierzulande nur auf Privatgelände gefahren werden. Wie Rollschuhe sollen sie daher für Freizeitaktivitäten genutzt werden und um einfach Spaß zu haben. Und Spaß machen sie auf jeden Fall!

Loomo: Mini-Segway trifft Roboter-Sidekick

Nicht weniger spannend, aber noch einmal etwas spezieller ist der Segway Loomo, die Kombination aus einem kniehohen Segway mini und einem Roboter. Der soll gleichzeitig zum Umherfahren auf kurzen Strecken als auch als persönlicher Assistent dienen, so die Vorstellung des Unternehmens.

Im Roboter-Modus kann Loomo dank Kameras, Tiefen- und weiteren Sensoren dem Besitzer folgen und dabei Hindernissen ausweichen, Dinge auf den Stellflächen für die Füße transportieren, Fotos schießen, eingesprochene Voice-Nachrichten wiedergeben, wie eine Drohne mit dem Smartphone gesteuert werden, mit Smart-Home-Systemen interagieren oder mit ansteckbaren rudimentären Roboter-Armen interagieren. Spricht der Nutzer die magischen Worte "Let's Go", schaltet Loomo in den Fahrmodus und lässt sich wie ein normaler Segway Mini bewegen.

Die E-Skates Segway Drift W1 können ab sofort hierzulande vorbestellt werden und kosten 399 Euro. Wie teuer der Roboter-Sidekick Loomo werden wird, steht noch nicht definitiv fest, er dürfte aber mindestens 1.300 Euro kosten. Laut Segway-Ninebot sind beide Neuvorstellungen geprüft und für den europäischen Markt zugelassen, dürfen aber wie erwähnt hierzulande nur auf Privatgeländen eingesetzt werden. Erscheinen soll beides im Oktober dieses Jahres.

AndroidPIT segway loomo 02
Der Loomo sieht schon irgendwie süß aus...für einen Roboter-Sidekick. / © AndroidPIT

Was haltet Ihr von den beiden neuen Segways? Würdet Ihr Euch regelmäßig auf die E-Skates stellen oder mit dem Roboter-Sidekick durch das Büro cruisen?

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern

8 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
Alle Änderungen werden gespeichert. Änderungen werden nicht gespeichert!

Empfohlene Artikel

Dank ist diese Seite frei von Werbebannern