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Schütze dich vor Datenkraken

Das Thema Datenschutz wird in der heutigen Zeit immer wichtiger. Wenn Du Dich bislang noch nicht intensiver damit beschäftigt hast, solltest Du Dir so langsam mal Deine Gedanken darüber machen. Oder sollen Google, Amazon & Co. wirklich alles über dich wissen? Das lässt sich nämlich bei Bedarf durchaus auch vermeiden.

Das Internet ist voller sogenannter Datenkraken, die dem Nutzer persönliche und sensible Daten abgreifen wollen. Einer Studie von Anfang des Jahres zufolge werden bei drei Viertel aller Website-Aufrufe im Netz unsichere Daten aufgezeichnet und an Dritte übertragen. Zwar nicht zwangsläufig mit der Intention diese für eigene Zwecke zu missbrauchen, theoretisch möglich wäre dies aber ohne Weiteres.

Als „unsichere Daten“ gelten hierbei nämlich Informationen, anhand derer Internetnutzer identifiziert werden können und so das Surfverhalten einzelner Personen detailliert protokolliert werden kann. Federführend ist diesbezüglich – wenig verwunderlich – Google, das die meisten Tracker betreibt. Bei 40 Prozent aller Seitenaufrufe landen persönliche Daten bei dem Suchmaschinenriesen aus Mountain View.

Anti Tracking 1
© Cliqz

Die anfangs erwähnte Studie bezieht sich auf 200.000 deutsche Internetnutzer – 21 Millionen Seitenaufrufe auf 5 Millionen Internetseiten und 350.000 verschieden Domains wurden dabei analysiert. Durchgeführt wurde sie von dem Unternehmen Cliqz, dem Anbieter eines Internet-Browsers, der seit Version 1.0 über ein spezielles Anti-Tracking-Feature verfügt.  Die Entwickler haben sich auf die Fahnen geschrieben, Webinhalte innerhalb ihres Browsers schnellstmöglich zu liefern, dabei aber die Sicherheit und Anonymität der Nutzer zu wahren.

Jean-Paul Schmetz, Gründer von Cliqz hat zum Thema Datenschutz eine eindeutige Meinung: „Wir sammeln keinerlei Daten von Nutzern, welcher Art auch immer. Als europäisches Unternehmen agieren wir bewusst als Alternative zu Anbietern, die ganz ungeniert mit den privaten Daten ihrer Nutzer umgehen. Wir gehen sogar noch einen Schritt weiter und schützen unsere User aktiv vor den neugierigen Augen von Trackern.“

Das scheint in der heutigen Zeit auch bitter nötig zu sein, denn was Google, Facebook, Amazon & Co. im Detail mit den gesammelten Daten machen, weiß niemand. Wer genau darauf zugreifen kann, ob sensible Informationen mit Geschäftspartnern ausgetauscht werden, oder aber gar auf Anfrage Regierungsbehörden herausgegeben werden – das alles bleibt in der Regel im Dunkeln.

Anti Tracking 3
© Cliqz

Abhilfe schaffen unter anderem Tools wie das in Cliqz integrierte Anti-Tracking-Feature, sowohl unter Android als auch auf iOS, Mac und Windows. Cliqz blockt dabei nicht einfach nur Cookies, alle an Dritte gesendete Daten, anhand derer der einzelne Nutzer identifizierbar sein könnte, werden überschrieben. Interessant ist auch ein Blick darauf, wer dann da gerne das persönliche Nutzerverhalten analysieren möchte – dies lässt sich innerhalb des Cliqz-Browsers übersichtlich einsehen.

 

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CLIQZ Browser + Suchmaschine Install on Google Play

 

Top-Kommentare der Community

  • Aries vor 1 Monat

    WhatsApp und Facebook tauschen Daten von Leuten aus aus, die sich der Sammelwut dieser Konzerne bewußt entziehen und verpflichten ihre Anwender in einer Art und Weise, die vollkommen inpraktikabel ist. Sie wollen sich dadurch aus der ihnen durchaus bewußten Verantwortung ziehen.

    Yahoo lässt sich mal eben 500 Millionen Datensätze kopieren und sagt "Ups, uns ist eine Panne passiert."

    Der NDR deckt auf, was Browser AddOns in Wirklichkeit machen. Ein kostenloser Schnupperdatensatz mit 3 Millionen Daten erlaubt die Identifizierung von prominenten Personen. Namentlich betroffen ist ein AddOn, das dem Namen nach uns User vor genau dem schützen soll.

    Edward Snowden hat eigentlch schon vor zwei Jahren deutlich gemacht, was in der Welt abgeht. Aber wir machen fröhlich weiter und nickn alles ab und stellen uns Wanzen ins Haus wie Google Home oder Amazon Echo.

    Wer darauf hinweist, der muss sich diffamieren lassen. Wann wachen wir endlich auf?

    Ich werde mit Clicqz mal ansehen. Aber kritisch! Wäre ja nicht das erste Mal, dass...

68 Kommentare

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  • Habt ihr wirklich geglaubt dass Cliqz aus reiner Menschenfreundlichkeit (kostenlos) einen "sicheren" Browser zur Verfügung stellt?
    Die werden schon auf ihre Kosten kommen mit euren Daten.

    • Thomas hier von Cliqz. Die Cliqz GmbH gehört Mozialla und Burda. Das Geschäftsmodell von Cliqz ist datenschutzfreundliche Werbung. Cliqz speichert keinerlei Daten über Nutzer. Damit wollen wir uns als Newcomer von den Platzhirschen differenzieren.

  • Ich habe nach einigem probieren Cliqz als mehr oder minder funktionslos wieder deinstalliert. Während Cliqz mir die Seite von AndroidPit als sauber mit Null blocks angezeigt hat - auch nach mehrmaligem auffrischen der Seite - konnte ich mit uBlock origin unter anderem folgende Anfragen blockieren:

    ajax.googleapis.com
    digidip.net
    googletagmanager.com
    googleusercontent.com
    ioam.de
    pagefair.com
    pagefair.net

    Also Google-frei sieht für mich anders aus.

    • Izzy vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Autsch. Das entspricht keinesfalls den Erwartungen, welche App-Beschreibung sowie Advertorial wecken. Google Analytics wurde wohl auch von uBlock übersehen? Und was ist mit fonts.gstatic.com sowie fonts.googleapis.com?

      • Dank Browser-Add-on zur Deaktivierung von Google Analytics habe ich damit keine Berührungspunkte ;-) Ist übrigens Pflicht für jeden Webshopbetreiber, der google Analtytics verwendet, die Option für Opt-out oder das Addon nebst Hinweis, wie man dieses installieren kann, auf der website in der Datenschutzerklärung anzugeben. Wenn nicht kann man sehr teuer abgemahnt werden.

        https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/achtung-neue-vorschriften-beim-einsatz-von-google-analytics/
        https://www.datenschutzbeauftragter-info.de/fachbeitraege/google-analytics-datenschutzkonform-einsetzen/

        Remote-fonts sind geblockt.

      • Izzy vor 1 Monat Link zum Kommentar

        Ah, da kümmert sich schon ein anderes Addon drum – das erklärt die Sache (schaut bei mir übrigens ähnlich aus). Ich müsste meine "Herde" auch mal wieder auf Vordermann bringen. Habe z.B. noch immer das (alte, 5.x) Ghostery im Einsatz, da ich dafür noch keinen richtigen Ersatz finden konnte (seit 6.x läuft das ja nicht mehr "völlig lokal", sondern z.B. die Konfiguration ist auf deren Server ausgelagert worden). Welche Kombination setzt Du da eigentlich ein?

        PS, Korrektur: ABP+Ghostery+WasWeißIchNoch ersetzt durch "uBlock Origin" :D

      • Ich schicke Dir eine PM mit meinem XMPP-account ;-)

      • Adguard blockt doch so ziemlich alles - sowohl auf Handy als auch PC. Auf PC kann man zusätzlich noch Privacy Badger einsetzen.

      • uBlock Origin hatte ich auch mal getestet, hat mir aber bei zu vielen Seiten Fehler produziert (also das sie nicht mehr richtig geladen wurden, Dinge nicht mehr anklickbar waren, keine Funktion mehr hatten und ähnliches). Kann einem grundsätzlich bei jedem Adblocker passieren, aber Adblock Plus und Adguard verhalten sich da besser.

      • Izzy vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        @Blowfly Kann ich bestätigen: Ich verwende auf meinem Rechner daheim uBlock, auf einem anderen Adguard. Letzteres ist insbesondere für "technisch weniger versierte" einfacher, und macht selbst in der Standard-Konfiguration kaum Probleme. uBlock ist weitaus umfangreicher und, sagen wir einmal, etwas "radikaler": aktiviert man da zu viel, klemmt es schnell einmal. Bislang hatte ich nichts, was sich nicht beheben ließ – aber für Einsteiger sähe das durchaus anders aus.

        Was ich bei uBlock begrüße ist, dass es sich wirklich derart umfangreich und detailliert konfigurieren lässt. Kostet vielleicht etwas mehr Zeit, aber der Einsatz lohnt sich meines Erachtens. So hat uBlock bei mir mehrere andere Addons überflüssig gemacht: Klar ist ABP "geflogen", ebenso aber auch Ghostery. Und auch für Google Analytics brauche ich (anders als C.F.) kein separates Addon.

        Übrigens erschreckend wenn man sieht, wie viele Seiten als sich Sicherheits- und Privacy- orientiert bezeichnen und dennoch (meist unbewusst) zahlreiche "Tracker" eingebaut haben. Bei einigen habe ich einmal "angeklopft", und sie waren dann selbst erschrocken ("Da kümmern wir uns umgehend drum!"). Die "klassischen Beispiele" sind da Google Fonts, Google Tag Manager, und Google APIs, gelegentlich sogar Google Analytics.

        PS: Schau Dir APit mal im "blocked resources" Reiter/Fenster an, kriegst Du große Augen. Allein etwa 20 verschiedene Google-Fonts. Braucht es so etwas wirklich?

        PPS: Wirklich schätzen gelernt habe ich auch "SDC" (Self-Destructing Cookies). Spart mir das ständige manuelle Löschen der Kekse von Amazon und Google Suche (bei letzterer somit auch das nervige Popup zur "Einwilligung ins Datensammeln").

      • UbIx vor 3 Wochen Link zum Kommentar

        Zu beachten ist es, dass es zwei Plugins gibt. Ein mal uBlock und ein mal "uBlock Origin" - letzteres verwende ich in Kombination mit Ghostery. Beide verwende ich eigentlich mit jeden Browser (Firefox und Iron auf dem Linux Desktop sowie auf dem Firefox für Android) und habe bisher keine Probleme bemerkt.

    • Gewöhnliche Cookies werden auf Browser-Ebene blockiert, die kannst du als erledigt betrachten und daher zeigen wir sie gar nicht an. Du siehst bei Cliqz die nur die Versuche von Tracking-Skripten, auf andere Weise an Daten zu kommen, anhand derer du identifiziert werden könntest (z.B. mittels Fingerprinting). Tracker, die nur anonyme statische Daten senden, werden von der Cliqz Anti-Tracking-Funktion nicht beeinträchtigt und nicht angezeigt. Zudem behandelt Cliqz nur Tracker Dritter, nicht aber die legitimen first party-Tracker der Website-Betreiber.

  • Der beste Schutz vor Datenkraken ist doch eigentlich erstmal der Verzicht auf Smartphones, vor Allem auf Androide ;) Wobei auch Apple/MS Nutzer relativ gläsern werden, sobald sie sich den Bequemlichkeiten der Nutzung eines Smartphones hingeben.

    • Der Artikel beschreibt einen Browser, der vor Risiken schützen soll, die nicht nur auf dem Smartphone existieren. Es ist auch Dein Privat-PC davor nicht sicher. Dein Arbeitgeber könnte Dich auf diese Weise kontrollieren.

      Abgesehen davon kann man durch Nichtnutzung nicht verhindern, dass keine Daten über einen gesammelt werden, solange jeder einzelne sich nicht klar macht, was er mit seinen Geräten tagtäglich an Daten in die Welt hinausposaunt. Auch Daten, die man nichtmal dem besten Freund erzählt.

      • Naja ich meinte damit, wenn man auf der einen Seite mit einem Smartphone in der Tasche durchs Leben spaziert und auf der anderen Seite diese. Cliqz-Browser nutzt ist es ein bisschen inkonsistent ;).

      • Den Cliqz-Browser mit Tracking-Schutz gibt's auch für Windows, Mac und Linux.

  • ja ne ist klar ... der Browser ist genauso vertrauenswürdig, wie der eblocker der von etracker kommt ... scheint wohl Mode zu werden, das einige plötzlich auch auf die andere Seite wechseln und der WoT Vorfall macht es sicher nicht besser das Vertrauen der Nutzer zu gewinnen

  • Ich traue CLIQZ nicht. Habe mir den Browser für Android installiert und alleine durch den ersten Start, ohne Aufruf einer Website, werden zahlreiche Verbindungen zu Amazom AWS-Servern, Facebook und Cloudfront hergestellt (innerhalb von Sekunden ca. 20 Verbindungen).

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