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Schlag den Raab - das Spiel: Nichts für ungeduldige Zocker

Habt Ihr Euch schon mal gefragt, wie Ihr Euch bei einem Wettkampf mit Stefan Raab anstellen würdet? Vielleicht seid Ihr nicht schwindelfrei, doch dafür sind Eure Reflexe viel besser als die des feixenden Showmasters? Wie ein Battle auf der Handyshowbühne aussieht, lest Ihr in diesem Testbericht.

Smartphone-Meldung: “Nicht genug Speicherplatz verfügbar.”
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12292 Teilnehmer

Bewertung

Pro

  • Übungsmodus
  • Ausführliche Spielanleitung und Navigation

Contra

  • Aussetzer
  • Suche nach Downloads bei jedem Start
  • Eingeschränkte Dialogauswahl der Figuren
  • Langatmigkeit
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Samsung Galaxy Ace 2 4.1.2 Nein 1.15 1.26

Funktionen & Nutzen

Schlag den Raab ist ein Mix aus verschiedenen Disziplinen, von denen viele dem Zuschauer der Show sicher bekannt sind. Gefragt sind Eure Schnelligkeit, Geschicklichkeit oder Euer Allgemeinwissen. Je nachdem müsst Ihr also möglichst genau zielen, die richtige Antwort auswählen, so schnell wie möglich wischen oder klicken oder Euch die Abfolge von Tönen merken. Zunächst landet Ihr in der Liveshow, untermalt von der berühmten Titelmusik und aufmunterndem Zuschauergejubel. Aus fünf verschiedenen Figuren wählt Ihr Euren Kandidaten aus, der mit dem breit grinsenden Stefan Raab ins Rennen geschickt wird. Kommentiert werden Glanz und Missgeschick von Moderator Steven Gätjen.

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Kuhmelken erfordert Feingefühl. / AndroidPIT

Der Wettkampf besteht aus unterschiedlichen Disziplinen: "Kuh melken" erklärt sich selbst, beim Allgemeinwissenspiel "Blamieren oder Kassieren" gibt es ein Wiedersehen mit Elton und der berühmte rote Buzzer kommt zum Einsatz. Vor jeder anstehenden Disziplin erhaltet Ihr eine Spielinfo, in der kurz beschrieben wird, worauf es ankommt. Außerdem könnt Ihr Hilfe bezüglich der Steuerung einholen und vorher ein Probespiel absolvieren, doch in der Regel erklärt sich die Nutzung von selbst. Auch Anfänger stehen einem milden Gegner gegenüber, vor dem man sich nicht halb so in acht nehmen muss, wie das hinterhältige Grinsen verspricht. Je nach Aufgabe wechselt das Setting und somit variiert auch die grafische Qualität sehr stark.

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Gegner Raab beim Schießen. / © AndroidPIT

Zwischen jedem neuen Spiel gibt es einen kurzen Überblick der bisher gesammelten Punkte, und wie viele es noch zu holen gibt. Geht Euer Kandidat als Sieger hervor, gibt es tosenden Applaus und Creditpoints. Verlierer müssen sich nicht grämen: Wer mit seinen Fähigkeiten unzufrieden ist, kann solange im Übungsmodus die Scheiben über das Shuffleboard schießen oder nach Herzenslust Kühe leer melken, bis er oder sie sich für das nächste Match bereit fühlt.

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Wer schneller die Punkte zählt als die Käfer laufen, ist im Vorteil. / © AndroidPIT

Im Spielemenü findet Ihr den Shop, wo Ihr Creditpoints gegen Charakter-Outfits, Charakter-Illustrationen oder Show Facts eintauschen könnt. Wer den recht kurzen Wettkampf um weitere Disziplinen erweitern will, kann zusätzliche Spiele einzeln oder in Paketen erwerben, allerdings nur gegen Bares.

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Spieleangebote im Shop. / © AndroidPIT

Bildschirm & Bedienung

Wie bei einer Studiokamera wird mit großem Schwung durch den Zuschauersaal hin zur Bühne gezoomt, doch Livestimmung will nicht so recht aufkommen. Die Navigation durch das Spiel ist problemlos. Es gibt häufiger das Hintertürchen, mit dem man den Rückzug antreten kann, um die Optionen zu ändern. Die Menüpunkte sind recht übersichtlich. Wer sich die einleitenden Sprüche des Moderators sparen will, kann mit einem Fingertipp vorspringen. Wer Stefan Raab nicht beim Schießen zuschauen will, kann die Vorspultaste bedienen. Vor dem Spiel solltet Ihr unter Einstellungen die Anzeigen verändern, damit Ihr nicht plötzlich von einem zappendusteren Bildschirm überrascht werdet.

Speed & Stabilität

Während des Testzeitraums wurde beim Starten der App vorab fast jedes Mal der Download überprüft, was irritierte. Doch spätestens dann, wenn es nur nach dem harmlosen Auswählen eines Spiels im Übungsmodus geschieht, oder man einfach so aus dem Programm fliegt, macht sich Ärger breit.

Preis / Leistung

Die Spiele-App kostet 2,69 € und beinhaltet sechs Spiele. Jedes weitere Minispiel kostet 89 Cent bis 1,79 €, außerdem werden unterschiedlich große Spielepakete angeboten, von denen man leider nicht in Erfahrung bringen kann welche der Spiele sie beinhalten. Das Gesamtpaket für Fans, die nicht genug bekommen können, kostet stolze 13,99 €. Für die oben genannten Aussetzer ist das bereits viel zu teuer.

Abschließendes Urteil

Ich gebe zu: Die TV-Show „Schlag den Raab“ mit einer Spiele-App vergleichen zu wollen, ist als würde man Äpfel mit Birnen vergleichen. Die Show lebt von der Live-Atmosphäre, in der Zuschauer gespannt mitverfolgen, wie sich die Kandidaten nicht nur psychischen sondern auch physischen Herausforderungen stellen. Diese fällt in dem Spiel komplett weg. Ebenso die ironischen Sprüche des Hauptgegners Stefan Raab. Daran ändert auch seine Originalstimme, die sein alter ego eher sparsam einsetzt, oder die Kommentare des Moderators nichts. Im Gegenteil, sehr bald kennt man die sich wiederholenden Satzphrasen der Spielecharaktere so gut, dass man sie genervt abschalten will. Spätestens da ist Schluss mit live und direkt.

Die Mini-Spiele bringen kurzweiligen Spaß und Ablenkung, sind aber nicht einmal für Anfänger eine echte Herausforderung. Richtige Gameprofis, die hungrig auf Action sind, werden sich hier sehr schnell langweilen. Die Geduld wird zusätzlich auf die Probe gestellt durch die Einblendungen in die nächste Runde, der überflüssigen Anmoderation oder die Übergänge zwischen den Spielzügen. Es ist eben nicht besonders spannend, einer Stefan-Raab-Spielerfigur dabei zuzuschauen, wie sie auf eine Zielscheibe schießt, auch wenn die Karikatur bemerkenswerterweise sehr gut gelungen ist. Zwar habt Ihr die Option, so manch langatmige Phase zu überspringen, doch das Spiel zieht sich und Lust auf mehr vergeht.

Wer trotzdem den Wettkampf ausdehnen will, kann noch weitere 20 Spiele einzeln hinzukaufen, jedoch auf die Gefahr hin, dass das neue nicht unbedingt spannender ist. Schneller als man denkt, hat man aus Frust drei weitere Spiele dazugekauft und die 5-Euro-Marke überschritten, was viel zu teuer ist für eine App, die nur ein bisschen Ablenkung bietet. Über ein Anfangsset, das abwechslungsreicher ist und den Ehrgeiz weckt, hätte ich mich mehr gefreut. Stattdessen bleibt ein Eindruck von Langeweile und Enttäuschung zurück.

4 Kommentare

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  • Hä?
    In der Sendung sinds doch immer die selben Spiele.


  • Jetzt gibt es von dem Volldrops auch noch ein Spiel....
    Na ja wers braucht...


  • Ich frage mich, warum den nicht mal jemand trifft. kommen doch alle nahe genug an den ran. Dabei müsste doch gerade, wenn das Klischee keines ist, die Zielgruppe der bildungsfern Sehenden noch richtig zuschlagen können..


  • Schlag den Raab lebt nun mal davon, dass es immer wieder neue Spiele gibt. So schnell kann man nicht nachprogrammieren. Und 90% der Spiele lassen sich auf einem Handy eben nicht gut spielen und sind deshalb nicht in der App. Ich hab mit also gleich gedacht, dass sie so schlecht ist. Naja, schade. Auf Wii geht's etwas besser, muss aber auch nicht sein.

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