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Samsung spricht über Bixby: Nicht nur ein weiterer Assistent

Über das Samsung Galaxy S8 ist schon eine Menge bekannt, wie auch unsere umfangreiche Übersichtsseite beweist. Große Geheimnisse gibt es kaum mehr und nun hat Samsung über die Features des digitalen Assistenten Bixby geplaudert.

Bixby: Samsungs neues Steuerungskonzept

Zunächst bestätigt Samsung in seiner Mitteilung, dass der Assistent tatsächlich Bixby heißen wird. Und auch sonst hat Samsung eine Menge zu berichten. Denn Samsung bevorzugt die Bezeichnung Agent und will gerade keinen weiteren Assistenten entwickeln. Stattdessen sei Bixby ein Bedienungskonzept, dass gegenüber anderen Angeboten wie Google Assistent oder Microsofts Cortana nicht dazu diene, Wetterinformationen oder ähnliches zu präsentieren. Vielmehr denkt Samsung daran, Bixby als Sprachsteuerungsschicht zu konzipieren, die ganze Apps erfasst: Bixby-fähige Apps werden also via Touchscreen und Sprachsteuerung im gleichen Maße bedienbar sein.

Samsung hat als Ziel ausgegeben, dass Bixby zum Start weg von einigen vorinstallierten Apps auf dem Galaxy S8 unterstützt wird. Diese sollen dann sowohl via Touchscreen als auch über Sprachkommandos steuerbar sein. Weiterhin wird Samsung seinem kommenden Vorzeige-Smartphone einen eigenen Hardware-Button für Bixby spendieren. Dies entlaste den Homebutton, der sonst für viele Assistenten ein Startpunkt sei, so InJong Rhee, bei Samsung für Forschung und Entwicklung rund um Software-Services zuständig.

injong rhee samsung
InJong Rhee spricht über Bixby / © Samsung

The Verge merkt richtig an, dass diese Designentscheidung eine mutige Wette ist: Der Bixby-Button könnte einerseits zur Verbreitung beitragen, allerdings auch als ungenutztes Fiasko enden. Bixby könne außerdem Apps miteinander verbinden. Zum Beispiel lasse sich ein Bild der Fotogalerie direkt mit einem SPrachbefehl an einen Kontakt schicken.

Überhaupt sei Bixby mit drei wesentlichen Eigenschaften ausgestattet, die andere Sprachassistenten in der Form nicht aufweisen. Der Aspekt "Vollständigkeit" ist bereits oben aufgeführt und meint, dass User Bixby-aktivierte Apps komplett steuern können. Kontextbewusst bedeutet, dass es keinen Unterschied macht, wie man eine App bedient: Es ist also vorgesehen, nahtlos zwischen Sprach- und Touchscreen-Steuerung hin- und herwechseln zu können - Bixby stellt sich darauf ein. Drittens sei Bixby offen für unvollständige Befehle; für eine Aktion fehlende Informationen frage Bixby bei Bedarf nach.

Bixby wird die Welt nicht im Sturm erobern

Samsung ist sich der großen Herausforderung offenbar bewusst. InJong Rhee sagt zwar, Samsung habe große Ziele, aber der Start mit "dem nächsten Gerät" werde diese noch nicht vollständig erfüllen. Stattdessen will Samsung die Plattform offenbar langsam aufbauen. The Verge schreibt, zunächst werde Bixby in Englisch und Koreanisch aktiviert, weitere Sprachen sollen schnell folgen. Über Deutsch erfährt man leider nicht viel.

Später soll es auch ein Software Development Kit (SDK) geben, mit dem Drittanbieter ihre Apps Bixby-tauglich machen können.

Wenn alles klappt, was Rhee sich vorstellt, dann wird Bixby eines Tages die Bedienung von Smartphones revolutioniert haben. Samsung arbeite jedenfalls mit Tausenden von Entwicklern daran, dass diese Vision Realität wird.

InJong Rhee spricht im Oktober 2016 über die Viv-Übernahme

Teile des Ursprungs von Bixby stammen von Viv Labs, die im Oktober 2016 von Samsung übernommen wurden. Im Video äußert sich InJong Rhee zu den Plänen.

Glaubt Ihr, dass sich Bixby einen Platz neben Alexa, Google Assistant und Cortana sichern kann?

Quelle: The Verge

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