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Samsung Pay: Die nächste Front in Samsungs Kampf gegen Apple

Im Rahmen des großen Unpacked Events in New York hat Samsung nicht nur das Galaxy Note 5 und das Samsung Galaxy S6 Edge Plus vorgestellt, sondern auch das neue Bezahlsystem Samsung Pay präsentiert. Damit tritt Samsung in direkte Konkurrenz zu Apple (Apple Pay) und Google (Android Pay). Wer diese Schlacht um Eure Geldbeutel gewinnen wird, bleibt abzuwarten, hier nun alle wichtigen Infos rund um unterstützte Geräte, Features und Verfügbarkeit von Samsung Pay.

So funktioniert Samsung Pay

Samsung Pay macht auf den ersten Blick nichts grundlegend anders als Apple Pay und Android Pay. Es handelt sich bei der Bezahlmethode via Smartphone also schlicht um einen virtuellen Geldbeutel, mit dem man an bestimmten Terminals seine Rechnung begleicht. Der Unterschied besteht in der verwendeten Technik: Samsung Pay funktioniert unter anderem über Lesegeräte mit der "Nahverbindung" NFC (Near Field Communication). Hier erfolgt die Freigabe des Geldes dadurch, dass der Samsung-Pay-Nutzer das Smartphone an das Terminal hält und das Geld via Fingerabdruck-Sanner freigibt.

Bei der anderen verwendeten Technik handelt es sich um die "Magnetic Secure Transmission" (MST). Damit ist es möglich, per Smartphone auch Daten an handelsübliche magnetische Empfänger ohne NFC zu versenden. Einfach gesprochen: Wenn in einem Laden ein Kreditkarten-Lesegerät (Magnetstreifengerät) steht, kann dieses Gerät die Daten von Samsung Pay empfangen, beziehungsweise es wird der virtuelle Magnetstreifen, der im Samsung-Smartphone hinterlegt ist, im Grunde durch das Gerät gezogen. 

Jedoch scheint die Bezahlmethode über den Magnetstreifen langsam abgeschafft zu werden. Anstatt die Kreditkarte am Bezahlgerät durchzuziehen, wird vermehrt auf die Methode mit einem Pin gesetzt. Ob die Lesegeräte dann ebenfalls aus den Geschäften verschwinden und Samsung Pay somit ein wichtiges Standbein verliert, ist unklar.

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Samsung Pay ist unter anderem mit dem Galaxy S6 möglich. / © Samsung

Wie sicher ist Samsung Pay?

Das Thema Sicherheit und Schutz der eigenen Daten kommt schnell auf, wenn es um Bezahlmethoden via Smartphone geht. Wie auch im "richtigen" Leben, wird es auch bei Samsung Pay keinen hundertprozentigen Schutz geben, die Sicherheitsvorkehrungen hören sich aber durchaus vielversprechend an.

So übermittelt Samsung Pay Kreditakrten-Daten, die auf dem Smartphone hinterlegt sind, nicht direkt zum Händler, sondern es wird eine Art Zwischenschritt eingebaut, der die Informationen weiterleitet. Es finden also zwei Transaktionen statt: eine zwischen dem Verkäufer und Samsung, bei der der Händler bezahlt wird, und die zweite dann zwischen Samsung (Pay) und dem Käufer. Hier bezahlt der Käufer dann bei Samsung.

Diese Methode ergibt vor allem deshalb Sinn, weil bei früheren Hacker-Angriffen die Systeme der Händler attackiert wurden und nicht die der meist besser geschützten Banken. Falls bei einem Hacker-Angriff das System eines Händlers attackiert wird, sind diese Daten für die Diebe dann wertlos. 

Hier nochmal zusammengefasst, was man für Samsung Pay benötigt:

  • Ein Terminal, das Samsung Pay unterstützt.
  • Eine Kreditkarte oder ein Bankkonto, mit dem man Samsung Pay verbinden kann.
  • Die Applikation der eigenen Bank wird von Samsung anerkannt und Daten können zwischen dem Smartphone und der Bank ausgetauscht werden.
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Einfach auswählen und die Rechnung mit Samsung Pay bezahlen: So soll es bald Standard sein. / © Samsung

Mit welchem Smartphone kann ich Samsung Pay nutzen?

Samsung Pay wird bislang nur von den neuesten Samsung-Smartphones unterstützt. Diese sind: 

Klar ist noch nicht, wie weit Samsung seinen Bezahldienst abwärtskompatibel machen wird, schließlich sind Modelle wie das Galaxy S5 und Galaxy S4 immer noch sehr populär. Ob ältere Samsung-Modelle Samsung Pay erhalten werden, wird in erster Linie damit zusammenhängen, wie erfolgreich der Bezahlservice ist und wie schnell er sich durchsetzt. Abhängig davon könnte es wirtschaftlich weitaus mehr Sinn ergeben, darauf zu warten, dass Nutzer auf neuere Geräte umsteigen, als ihnen entgegenzukommen. Die schiere Verbreitung und Popularität der iPhones bedeutet jedoch auch, dass Samsung einen Anreiz haben sollte, all seine populärsten und am weitesten verbreiteten Modelle in Samsung Pay zu integrieren.

Wann steht Samsung Pay zur Verfügung?

Der Samsung-Pay-Release ist laut jetzigem Stand für den 20. August 2015 in Südkorea geplant, am 28. September 2015 wird dann der US-Markt bedient. Die ersten europäischen Länder, in denen Samsung Pay angeboten wird, sind Großbritannien und Spanien. Konkrete Release-Termine gibt es für unseren Kontinent noch nicht, auch ist unklar, wann der Deutschland-Start von Samsung Pay angesetzt ist. Als grober Release-Zeitraum nannte Samsung bislang nur "2016".

Rechnet Ihr Samsung Pay gute Chancen gegen Apple und Google aus?

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90 Kommentare

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  • DOA - dead on arrival

  • Und wer die App nicht haben will bekommt sie wahrscheinlich trotzdem Zwangsweise. Und dann wird sie genau wie Wallet nich deinstallierbar oder deaktivierbar sein. Meine Bankkarte konnte auch mal funken, das hab ich ihr abgewöhnt.

  • Die Artikel über Samsung nerven langsam aber sicher. Man muss ja nicht permanent auf Samsung rumhacken. :D

  •   58

    "Samsung Pay: Die nächste Front in Samsungs Kampf gegen Apple"

    Sollte es nicht besser heißen: "Der nächste Versuch, sich mit einer unüberlegten Apple-Kopie lächerlich zu machen"?

    Samsung hebt die Gerätepreise auf iPhone-Niveau und glaubt dann auch im "Premium-Sektor" ein Wörtchen mitreden zu können. Nun springt man eben auf den E-Pay-Zug. Dabei fehlt Samsung ein ganz wichtiger Aspekt, der ihnen immer ggü. Apple fehlen wird: Die entsprechende Infrastruktur samt Serverfarmen, App- und Medienstores, ineinander greifende Anwendungskonzepte und innovative Angebote.

    Samsung hechelt immer hinterher - und das auch noch zumeist mit halbgaren, oft nicht zu Ende überlegten Kopien der Ideen Anderer. will man einen fallenden Sterns sehen, so schaue man sich die Mobile-Sparte des südkoreanischen Elektronik-Multis an.

  • Apple Pay ist ja die eine Sache, aber ähhhm... jeder, der ein Samsung Smartphone hat, hat automatisch auch Android und damit die Möglichkeit von Google Pay. Warum zur Hölle sollte dann jemand Samsung Pay nutzen!? Wegen der Magnetstreifenkompatibilität? NFC verbreitet sich immer mehr, während Magnetstreifen langsam verschwinden. Und ob ich jetzt ne Karte hinhalte oder mein Smartphone ist eigentlich piep egal.

    Dieses speichelleckende Hinterherrennen hinter Apple ist einfach nur noch peinlich, Samsung!

    • Ja das verstehe ich auch nicht ganz. Wie du schon selbst gesagt hast, macht Apple Pay ja Sinn. Aber Samsung Pay wenn es vor allem dann auch Google Pay gibt. Naja....

    • Ich denke, dass wenn Samsung irgendwann nur noch das eigene Tizen OS benutzt, Samsung Pay ein wenig mehr Sinn machen würde. Aber du hast Recht, im Moment macht das noch wenig Sinn.

      • Stimmt, macht sinn für die neue Uhr von Samsung. Apple Pay auf der AppleWatch soll ja auch sehr beliebt sein, da man nichtmal das Telefon aus der Tasche holen muss um zu bezahlen.
        Außerdem verdient mit SamsungPay auch Samsung an der Transaktionen und nicht nur google. Bei google muss man dann auch wieder Angst um seine Daten haben...

      • Wir wissen aber auch nicht, wie Samsung mit unseren Daten tatsächlich umgeht. Ich kann mir die Schlagzeile dann schon gut vorstellen: "Samsung gehackt - tausende Kreditkartendaten gestohlen".

      • Na das kann ja überall passieren, mit Angst um seine Daten meine ich kein gehackt werden. Eher das Benutzen und weitergeben der Daten. Ist doch sehr interessant für Google was man so kauft. Und da kann man nur hoffen das Samsung den Weg wie Apple einschlägt, die Daten nicht auszunutzen.
        Damit würde sich der hohe Preis der Samsung Geräte auch rechtfertigen.

      • Genau, mit Tizen wäre es dann sinnvoll!

  • Also ich denke ja, dass so lange die Hersteller da uhr eigenes Süppchen kochen keiner Riesen Erfolge erzielen wird.
    Welches Unternehmen wird sich den festlegen und sagen, nur der und der pay dienst funktioniert bei uns bzw wird akzeptiert? Oder gar, falls nötig mehrere Geräte kaufen, damit alle möglichen pay Dienste funktionieren?!

  • Ich betätige mich mal als Hellseher: Der nächste Rohrkrepierer aus dem Hause Samsung.

  • AndroidPIT, könnt ihr mal aufhören, andauernd alles über Samsung zu berichten.

    Samsung S6 + Und das Note 5 überall zu lesen ist langsam nervig. Danke

  • Das System ist allein schon dadurch das es Android Pay gibt Uninteressant!

    • Scheint mal wieder der Versuch von Samsung zu sein, ein bereits vorhandenes System von Google zu kopieren!
      Ähnliches wurde mit Video, Books und Music Hubs gemacht.

  • Es gibt schon seit längerer Zeit Pläne echtes, physisches Geld abzuschaffen.
    Die Sparstrumpfsparer sind den Banken ein Dorn im Auge, weil sie nicht kontrollierbar und nicht steuerbar sind.
    Wenn immer mehr sagen, “ich pfeife auf die 0,2% Zinsen von der Bank, Strecke das Geld in ein Sparschwein und habe dafür volle Kontrolle über mein Erspartes“ müssen sich die Banken erste Gedanken machen.
    Solange nur die privaten Sparer so handeln, kein Problem. Wenn auch die Kleinbetriebe, Handwerker usw. dem Beispiel folgen und den größten Teil des Firmengeldes im Safe halten, könnte das in der Bankenpolitik erste Auswirkungen geben.
    Wie schnell das zarte Gleichgewicht der Banken- und Staatspolitik erschüttert wird, sehen wir seit einigen Jahren, zuerst in den USA, jetzt in Griechenland.
    Das bargeldlose Zahlungssystem ist keine ernste Bedrohung für die persönlichen Daten jeden von uns (jedenfalls global gesehen, nicht).
    Es ist ein Angriff auf unser Bargeld und die Freiheit das mit ihm zu tun, was wir wollen (und nicht die Banken) .

    • Ich weiß ja nicht wie das bei dir ist, aber ich kann selbst noch entscheiden wofür ich wann mein Geld ausgebe. von wegen "Kontrolle abgeben". Und wenn es dir wichtig ist, dass deine Banken dein Geld nur in ökologische/soziale/... Dinge investiert, ja dann steht es dir frei dir eine solche zu suchen.

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