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Galaxy S10 im Test: Samsung zeigt nur eine Schwäche
Samsung Galaxy S10 Hardware Samsung Unpacked 14 Min Lesezeit 98 Kommentare

Galaxy S10 im Test: Samsung zeigt nur eine Schwäche

Update: Finaler Test

Seit zehn Jahren schon versorgt Samsung mit der Galaxy-S-Reihe die Welt mit hervorragenden Smartphones. Zum runden Geburtstag kommen die Galaxy-Smartphones sogar gleich im Viererpack. Im Zentrum der Aufmerksamkeit dabei: das Galaxy S10 und das Galaxy S10 Plus. Die Frage ist fast unvermeidlich: Ist das Galaxy S10 tatsächlich das beste Smartphone?

Bewertung

Pro

  • Exzellente Verarbeitung
  • Ausgezeichnete Performance
  • Sehr gute Kamera
  • Durchdachte Software

Contra

  • Zu geringe Akkuleistung
  • Extrem rutschiges Gehäuse
  • Biometrische Entsperrung lückenhaft

Das Galaxy S10 knackt die Preis-Grenze

Das Galaxy S10 kostet ab 899 Euro, die Version mit mehr Speicher 1.149 Euro. Wer es bunt mag, darf sich über neue und tatsächlich sehr schöne Farben freuen: Prism White, Prism Black, Prism Blue und Prism Green.

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Die drei Größen des Galaxy S10. / © AndroidPIT

So muss ein Galaxy-Smartphone aussehen

Das Galaxy S10 sieht aus, wie ein Smartphone im Jahr 2019 eben aussehen muss : fließende Formen, ein Rahmen aus Metall, leicht gebogenes Displayschutzglas und möglichst wenig Rand drum herum. Gut so, denn das Galaxy S10 hat damit einen modernen Look, ist toll verarbeitet und liegt hervorragend in der Hand. Links befindet sich wieder der Bixby-Button unterhalb der Lautstärkewippe, rechts sitzt der Powerbutton. Sogar die Klinkenbuchse gibt es noch.

Die Rückseite besteht aus Glas und beherbergt die Kameras, die in einem horizontalen Balken angeordnet sind. Kenner werden schnell fragen: Wo ist denn der Fingerabdrucksensor hin? Der ist nach vorne und ins Display gewandert.

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Von links nach rechts: Galaxy S10, S10 Plus und S10e. / © AndroidPIT

Trotz der filigranen Formen hält das Galaxy S10 einiges aus. Das Smartphone ist in allen Varianten nach IP68 zertifiziert und hält damit Wasser und Staub recht verlässlich draußen. Für intensive Tauchgänge ist das Ganze natürlich trotzdem nicht gedacht.

Wie bei fast allen aktuellen Smartphones ist es auch beim Galaxy S10 der Fall: Die Rückseite verschmiert schnell und zieht Fettfinger quasi magisch an. Immer wieder wischen ist also angesagt. Wer das nicht möchte oder seinem Smartphone gerne mehr Schutz gönnt, dem sei eine der neuen Hüllen für das Galaxy S10 als Herz gelegt. Die gibt es in vielen Farben und Designs, sogar mit Löchern drin und mit versteckten LEDs auf der Rückseite.

Das ist gut am Design des Galaxy S10

Die Verarbeitung ist Samsung mal wieder extrem gut gelungen. Das Galaxy S10 wirkt edel und hochwertig und ist trotz der fließenden Formen sehr stabil gebaut. Es liegt außerdem sehr angenehm in der Hand, die Übergänge vom Glas zum Metallrahmen sind fast nahtlos. In diesem Punkt braucht sich Samsung schon lange nicht mehr vor Apple zu verstecken.

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Samsung bietet viele verschiedene Cases für das Galaxy S10 an. / © AndroidPIT

Das gilt auch beim Zubehör. Davon gibt es nämlich jede Menge, und das ist bei Android-Smartphones längst nicht alltäglich. Hier zahlt es sich aus, auf das Top-Modell des Martkführers zu setzen, denn dafür gibt es unzählige Hüllen, Cases und mehr von Samsung und vielen Drittanbietern.

Das ist schlecht am Design des Galaxy S10

Das mit den Fingerabdrücken ist klar und ein Problem von fast allen modernen Smartphones. Damit kann ich leben. Schwieriger finde ich drei andere Dinge. Erstens die Oberfläche, denn die ist extrem rutschig. Ohne Hülle flutscht das Galaxy S10 ziemlich schnell aus der Hand oder der Hosentasche. Der zweite Punkt ist der Powerbutton. Der ist ein bisschen zu weit oben für meinen Geschmack. Das stört beim kleinen S10 zwar nicht so sehr wie beim Galaxy S10 Plus, könnte aber trotzdem angenehmer sein. Der letzte Kritikpunkt: An den Kanten des Kamera-Moduls sammeln sich ziemlich schnell Dreck und Staub, das sieht unschön aus.

Das Galaxy S10 hat ein tolles Display

Displays bauen, das können die Samsung-Ingenieure einfach , und das sieht man auch beim Galaxy S10. Die Super-AMOLED-Displays in den beiden neuen Galaxy-Smartphones sehen traumhaft aus, haben satte Farben, tolle Kontraste und sind strahlend hell. Beim Galaxy S10 ist das Display 6,1 Zoll in der Diagonale, beim S10 Plus sind es 6,4 Zoll. Und das Beste dabei: Samsung kommt immer noch ohne Notch aus!

Die Frontkamera versteckt sich beim Infinity-O-Display hinter einem kleinen Loch oben rechts, das gut einen halben Zentimeter im Durchmesser groß ist. Es wird mit einem Laser ins Panel geschnitten. Auch daran muss man sich optisch zwar gewöhnen, das Loch nimmt aber auf jeden Fall weniger Platz weg als die meisten Notches. Ich habe mich sehr schnell daran gewöhnt und nehme es kaum noch wahr.

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Das Display des Galaxy S10 Plus sieht toll aus. / © AndroidPIT

Das Loch im Bildschirm hat aber auch ein Opfer gefordert: Samsung verzichtet beim Galaxy S10 auf den Iris-Scanner. Auch eine 3D-Gesichtserkennung gibt es nicht, Face Unlock wird hier nur in 2D über die Frontkamera abgewickelt. Das ist technisch gesehen unsicherer als über eine 3D-Abtastung.

Übrigens: Die Auflösung ist standardmäßig beim Galaxy S10 auf Full HD+ eingestellt. Wer die maximale QHD+-Auflösung genießen möchte, muss das in den Systemeinstellungen manuell ändern.

Das ist gut am Display des Galaxy S10

Alles. Ja, tatsächlich, alles.

Das ist schlecht am Display des Galaxy S10

Nichts, wirklich gar nichts. Die Edge-Funktionen für die minimal gebogenen Ränder brauche ich zwar nicht, aber man kann sie abschalten. Ansonsten ist das Display perfekt. Punkt.

Samsung hat bei der One UI stark aufgeräumt

Auf dem Galaxy S10 läuft Android 9 Pie in Verbindung mit der neuen One UI von Samsung. Die wirkt sehr aufgeräumt und durchdacht. Die Benutzeroberfläche trägt auch der Tatsache Rechnung, dass die Smartphones immer größer werden und die Benutzer Schwierigkeiten haben, sie mit einer Hand zu bedienen. Die Lösung von One UI: Im oberen Drittel des Bildschirms werden hauptsächlich Dinge dargestellt und Informationen angezeigt, während die unteren zwei Drittel zur Bedienung gedacht sind - clever.

Das ist gut an der Software des Galaxy S10

Die neue Ausrichtung der meisten Bedienelemente in den unteren Bereich des Bildschirms ist großartig. Ich habe zwar ziemlich große Hände, freue mich aber trotzdem darüber, alles bequem mit einer Hand und dem Daumen erreichen zu können.

Ein großes Lob muss ich Samsung außerdem für den systemweiten Dark Mode aussprechen. So etwas ist natürlich Geschmackssache, aber gerade wenn es dunkel ist, schont das die Augen. Insgesamt hat Samsung derartig viele Optionen in seiner One UI versteckt, die es möglich machen, das Smartphone so individuell wie möglich einzustellen, dass alle Nutzer damit glücklich werden sollten.

Das ist schlecht an der Software des Galaxy S10

An manchen Stellen geht mir die Vereinfachung von One UI ein bisschen zu weit. Die oberste Ebene der Systemeinstellungen wurde so verkürzt, dass ich mich immer weiter durch Untermenüs wühlen muss, um zu finden, was ich suche. Immer wieder muss die Suchfunktion herhalten, weil sich das Menü so stark vom "normalen" Android und auch früheren Samsung-Smartphones unterscheidet.

Was mich zudem stört, ist, dass Samsung immer noch so sehr sein eigenes Süppchen kocht, um eine Unabhängigkeit von Google zu demonstrieren, die es ohnehin nicht gibt. Eigener Kalender, eigener Browser, eigene Bildergalerie, eigene Apps für quasi alles und sogar noch ein zusätzlicher App-Store - das ist einfach nicht nötig und oft sogar störend. Wer einmal versucht, den Passwort-Manager von Google auf dem Galaxy S10 zu benutzen und nicht den eigenen von Samsung (ja, den gibt es auch), der weiß, wovon ich rede.

Galaxy S10 mit Power und Speicher ohne Ende

Mit der One UI und dem neuen Exynos 9820, der in der europäischen Variante steckt, ist das Galaxy S10 flotter unterwegs als der Vorgänger. Ruckler und Gedenksekunden gibt es nicht, denn das Galaxy S10 marschiert flott durch Menüs, Apps und den Browser, alles startet ohne Verzögerung, Multitasking bereitet dem Galaxy-Smartphone ebenfalls keine Probleme. So muss das sein. Die Variante mit dem Snapdragon 855 wird sich an dieser Stelle kaum unterscheiden. Das S10 hat 8 GByte RAM und wahlweise 128 oder 512 GByte interne Kapazität, natürlich erweiterbar.

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Das Galaxy S10 in allen Farben und Varianten. / © AndroidPIT

Das ist gut an der Performance des Galaxy S10

Die Leistung des Galaxy S10 ist rundum gelungen. Selbst wenn das Samsung-Smartphone im Test noch immer nicht so zackig und schnell unterwegs ist wie etwa das OnePlus 6T, ist es mir nicht gelungen, das Ding irgendwie an die Grenze seiner Power zu bringen. Egal ob viele offene Apps, große Spiele, hochauflösende Videos oder alles zusammen: Das Galaxy S10 macht alles mit. Es wird zwar warm, wenn man es ordentlich fordert, aber nicht unangenehm oder bedenklich.

Das ist schlecht an der Performance des Galaxy S10

Beim Thema Performance auch wichtig: der neue Fingerabdrucksensor im Display. Der arbeitet mit Ultraschall statt optischer Abtastung und ist im Test schneller und zuverlässiger als etwa der Sensor im Huawei Mate 20 Pro. Trotzdem kommt es immer wieder vor, dass der Fingerabdruck erst beim zweiten oder dritten Mal richtig erkannt wird. Die Gesichtserkennung geht schneller, arbeitet aber nur noch in 2D über die Frontkamera. Sie lässt sich ziemlich einfach austricksen, etwa mit einem Selfie-Video. So richtig überzeugt bin ich von den biometrischen Merkmalen im Galaxy S10 deshalb nicht.

Samsung Galaxy S10 in Benchmarks

Test Ergebnis
3DMark Sling Shot Extreme 4.299
3DMark Sling Shot Vulkan 4.197
3DMark Sling Shot 4.381
3DMark Ice Storm Extreme 54.749
Geekbench (Single / Multi) 4.406 / 9.998
PassMark Memory 19.720
PassMark Disk 75.832

Samsung setzt auf Sound

Das Galaxy S10 hat einen Lautsprecher an der Unterseite, nutzt aber zusätzliche die Hörmuschel für ein bisschen Stereo. Neben dem USB-Anschluss sitzt eine Klinkenbuchse, das ist fast schon eine Rarität bei Smartphones heutzutage.

Das ist gut beim Sound des Galaxy S10

Der Klang der Lautsprecher im Galaxy S10 ist viel besser als bei früheren Samsung-Smartphones. Damit kann man durchaus mal zwischendrin ein Video schauen oder Musik hören. Die Klinkenbuchse ist ein echtes Plus, auch wenn ich meist Bluetooth-Kopfhörer benutzt. Apropos: Wer das Galaxy S10 vorbestellt hatte, bekam die Galaxy Buds gratis obendrauf. Ich mag diese Kopfhörer sehr.

Wer es lieber per Kabel mag, freut sich beim Galaxy S10 über die AKG-In-Ears, die zum Lieferumfang gehören. Deren Kabel ist mit Stoff ummantelt, eingestöpselt werden sie per Klinke. Der Klang ist rundum gelungen, sehr voll und mit einer guten Balance ausgestattet. Das ist sicher eines der besten Headsets, die man von den Smartphone-Herstellern bekommt.

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Die Galaxy Buds bekamen Vorbesteller gratis. Sie sind hervorragend. / © AndroidPIT

Das ist schlecht beim Sound des Galaxy S10

Ganz ehrlich: Nichts. Da ist alles dran, was ich von einem Smartphone in Sachen Sound erwarte, und sogar noch ein bisschen mehr. Nichts zu meckern.

Samsung legt bei den Kameras im Galaxy S10 mächtig nach

Viel hilft viel : Die alte Maxime gilt auch bei Kameras - zumindest bedingt. Mehr Objektive und mehr Megapixel machen an sich ja noch kein gutes Foto. Aber: Mehr Auswahl bei der Brennweite sorgt für mehr Spaß und mehr kreative Möglichkeiten. So ist das auch beim Galaxy S10, denn das jede Menge Kameras an Bord. Hinten sind das:

  • 16 Megapixel Ultra-Weitwinkel (123 Grad), f/2.2
  • 12 Megapixel Normalbrennweite (77 Grad), Dual-Pixel-AF, OIS, f/1.5-2.4
  • 12 Megapixel Tele (45 Grad), PDAF, OIS, f/2.4
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Die doppelte Frontkamera am Galaxy S10 Plus hat kaum einen Mehrwert. / © AndroidPIT

An der Vorderseite verlässt sich das Galaxy S10 auf eine einzige 10-Megapixel-Selfie-Knipse. Die Qualität der Fotos ist insgesamt sehr gut, die Kamera ist nach wie vor extrem schnell und schaltet auch flott zwischen den einzelnen Objektiven hin und her.

Samsung setzt auf KI

Mit dem neuen Exynos 9820 hat Samsung nun auch einen Prozessor mit NPU-Einheit, und die nutzen die Koreaner ähnlich wie die Konkurrenz bei der Kamera. Automatische Szenenerkennung, Bokeh-Effekt, Live-Filter und besonders aufwendige Bildstabilisierung bei Videos sind einige Aspekte, bei denen die KI im Galaxy S10 helfen soll.

Auf Wunsch lässt sich die NPU auch nutzen, um die Komposition, also den Bildaufbau bei Fotos zu verbessern. Der Assistent zeigt dann einen Punkt und einen künstlichen Horizont an, den der Fotograf nur noch übereinander führen und auslösen muss, um das perfekte Bild zu schießen.

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Drei Kameras mit unterschiedlichen Brennweiten machen Spaß. / © AndroidPIT

All diese Helferlein lassen sich in der Kamera-App ein- und ausschalten. Die Szenenerkennung hat sogar ein eigenes Icon unten rechts in der Ecke bekommen. Das ist praktisch, wenn man beim Blick auf das Display feststellt, dass die KI nicht den gewünschten Effekt erzielt. Um die Kompositions-Hilfe auszuschalten, ist aber der Weg über das Menü nötig.

Das ist gut an der Kamera des Galaxy S10

Mich beeindruckt nach wie vor die Schnelligkeit des Galaxy S10 beim Fokussiern, Auslösen und Speichern der Fotos. Auch der Wechsel zwischen den drei Objektiven geht ziemlich flott. Ich bin zudem mit der Kamera-App von Samsung ziemlich zufrieden. Generell ist der Trend, Objektive mit unterschiedlichen Brennweiten zu kombinieren, hervorragend, denn damit kann man mit der Smartphone-Kamera richtig kreativ werden.

Beim Galaxy S10 hat mir zudem die Bildstabilisierung bei Videos imponiert. Selbst beim Rodeln mit dem Smartphone in der Hand - das Video findet Ihr in dem Ordner mit den Bildern oben - wird das alles nicht zu hektisch. Gut gemacht!

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Mit dem Galaxy S10 kann man tolle Fotos machen. / © AndroidPIT

Das ist schlecht an der Kamera des Galaxy S10

Das Ultraweitwinkel-Objektiv von Samsung verzerrt ziemlich stark, mehr zumindest als beim LG V40 ThinQ oder dem Mate 20 Pro. Wer diese Kamera verwendet, sollte dringend darauf achten, den Horizont möglichst in der Mitte des Bildes zu halten. Vor allem bei Low-Light-Fotos ist die Weitwinkel-Optik zudem schwächer als die anderen beiden Kameras.

Ich hätte mit außerdem einen dedizierten Nachtmodus gewünscht, wie ihn Google und Huawei anbieten. Damit kann man sich bewusst dafür entscheiden, unter Umständen etwas länger für ein Foto im Dunklen zu brauchen, aber bessere Ergebnisse zu bekommen. Bei Samsung regelt alles die Automatik, und gerade im Low-Light-Bereich liegt die Kamera des Galaxy S10 ein wenig hinter den Anderen zurück.

Galaxy S10 kupfert beim Mate 20 Pro ab

Im Galaxy S10 steckt ein Akku mit einer Kapazität von 3.400 mAh. Das ist ordentlich, auf dem Papier aber nicht herausragend. Geladen wird wahlweise über USC-C oder drahtlos via Qi. Dank Wireless Power Share kann das Galaxy S10 auch andere Geräte mit Strom versorgen. Experten kennen das bereits vom Huawei Mate 20 Pro.

Das ist gut am Akku des Galaxy S10

Egal ob von Huawei abgekupfert oder nicht, finde ich Wireless Power Share sehr praktisch, vor allem auf Reisen in Verbindung mit den Samsung Galaxy Buds. Mit solchem Zubehör ist das mehr als ein nutzloses Gimmick. Die Möglichkeit, den Akku drahtlos zu laden, begrüße ich ebenfalls.

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Das Galaxy S10 kann mit Wireless Power Share andere Geräte drahtlos laden. / © AndroidPIT

Das ist schlecht am Akku des Galaxy S10

Das Wichtigste an einem Akku ist nach wie vor die Laufzeit, und da enttäuscht mich das Galaxy S10 regelmäßig. Wer sich in Gegenden mit eher schwachem Mobilfunk-Empfang bewegt, wird gegen 15, 16 Uhr nach einer Steckdose suchen müssen, so ging es mir zumindest im Urlaub - und das, ohne besonders viel mit dem Galaxy S10 zu tun. Aktive Accounts bei Social Media und Mail, ein paar Fotos und ein wenig surfen - wir reden hier von vielleicht einer Stunde insgesamt - reichen schon aus, um den Akku in die Knie zu zwingen. Das ist einfach zu wenig.

Selbst hier in Berlin, wo ich zuhause und im Büro sehr guten Empfang habe, ist der Akku gegen 22 Uhr regelmäßig auf rund 15 Prozent gelandet und das Smartphone verlangt nach Strom. Auch der Standby-Verbrauch ist ziemlich hoch. Liest man die Tests aus den USA, wo statt des Exynos-Prozessors ein Snapdragon im Galaxy S10 steckt, klingt das deutlich besser. Es hilft auch nur ein wenig, die Auflösung des Bildschirms auf FHD+ zu reduzieren.

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Egal ob mit QHD+ (links) oder FHD+ (Mitte), der Akku des Galaxy S10 ist schwach. / © AndroidPIT

Apropos Akku und Auflösung: Samsung bietet die Option "Adaptives Energiesparen" an. Damit soll das Galaxy S10 automatisch den Energiemodus so einstellen, dass der Akku länger hält. Die Option habe ich aktiviert, musste dann aber feststellen, dass das Galaxy S10 immer wieder die Auflösung von QHD+ auf FHD+ herunter setzt. Nicht alle Apps kommen damit klar, Facebook etwa muss man bei jeder Umstellung manuell beenden und neu starten. Samsung sagt allerdings explizit, dass das adaptive Energiesparen die Auflösung eben nicht verändert. Tut es aber doch - und das nervt.

Nicht besonders gelungen ist außerdem die Schnellladetechnologie, denn sie ist, nun ja, im Vergleich nicht besonders schnell. Oppo, OnePlus oder Huawei laden ihre Akkus deutlich flotter. Gerade wenn die Laufzeit nicht das Gelbe vom Ei ist, wäre eine schnelle Ladung für Zwischendurch wichtig gewesen.

Samsung Galaxy S10: Technische Daten

Abmessungen: 149,9 x 70,4 x 7,8 mm
Gewicht: 157 g
Akkukapazität: 3400 mAh
Display-Größe: 6,1 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 3040 x 1440 Pixel (551 ppi)
Kamera vorne: 10 Megapixel
Kamera hinten: 16 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 9 - Pie
RAM: 8 GB
Interner Speicher: 128 GB
512 GB
Wechselspeicher: microSD
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 855
Samsung Exynos 9820
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,8 GHz
2,7 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 5.0

Ist das Galaxy S10 das beste Smartphone?

Ist das Galaxy S10 das beste Smartphone auf dem Markt? Kommt ganz auf die eigenen Wünsche und Ansprüche an. Doch die Zutaten stimmen, und es wird auch im zehnten Jahr der S-Klasse an Samsung kein Weg vorbei führen, wenn es um die Smartphone-Spitze geht. Das Display ist traumhaft, die Kamera vielseitig und die Bedienung komfortabel. Bei der Software hat Samsung massiv aufgeholt, hoffentlich wird die Update-Versorgung ebenfalls verbessert.

Das Gesamtpaket überzeugt beim Galaxy S10 auf ganzer Linie - oder besser: fast auf ganzer Linie. Denn die Schwächen beim Akku sind ein echter Haken am Galaxy S10. Verglichen mit anderen Top-Smartphones ist die Laufzeit unterdurchschnittlich und die Aufladung nicht ganz so schnell. Sollte Euch das vom Kauf abhalten? Das müsst Ihr selbst entscheiden. Für mich bietet Samsung auf allen Gebieten das, was ich mir wünsche und noch mehr - nur beim Akku eben nicht. Schade.

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Top-Kommentare der Community

  •   24
    Gelöschter Account vor 2 Monaten

    Lieber eine Loch in der Ecke, als Mittig einen Balken. Besonders bei Filmen wird die Kamera vom schwarzen Filmbalken versteckt. Der Notch ragt immer ins Bild hinein oder ein Teil wird komplett abgeschnitten. Was daran jetzt besser sein soll, erschliesst sich mir nicht....Ausserdem kann ich dieses Apple-Nachgeäffe nicht mehr sehen.

  • Blurryface
    • Blogger
    vor 2 Monaten

    Das Ding ist einfach nur hässlich. Die Rückseite...
    Ganz zu Schweigen von dem Loch im Display.

  • Nuckelpinne21 vor 1 Monat

    @Karsten
    Ich werde das Gefühl nicht los das du mit deiner Interpretation ziemlich falsch liegst.
    Die Meisten legen das Smarthone aus 2 Gründen auf den Tisch.
    1. Wollen sie immer im Blick haben wann eine Benachrichtigung kommt.
    2. Die Teile sind auf Grund der Größe ziemlich unbequem in der Hosentasche wenn man sitzt.

    Als Statussymbol taugen die Teile schon lange nicht mehr weil sich fast jeder per Vertrag auch die teuersten Modelle leisten kann.

  • Tim vor 1 Monat

    Immerhin sind die Akkuangaben mal wirklich nachvollziehen. Und für 3400 mAh sind die Werte schon ein Witz. Mich würde echt mal interessieren, was da manche bitte machen, um mit dem Exynos angeblich Werte, wie mit dem QSD zu erreichen (wenn man den Angaben derer Glauben schenkt...).
    Man muss sich einfach mal vor Augen führen, welche traumhaften Laufzeiten bspw. das Galaxy Note4 damals mit 3220 mAh erreicht hat. Und das auch mit QHD-Screen... so viel zur angeblich jedes Jahr 30%+ besseren Effizienz.

  • Karsten 🍩😋🥛 vor 1 Monat

    Nur eine Schwäche, Herr Herget? Bei Contra stehen aber 3 Schwächen:

    Zu geringe Akkuleistung

    Extrem rutschiges Gehäuse

    Biometrische Entsperrung lückenhaft.

    Der Akku ist die größte Schwäche und die unfertige , noch fehlerhafte Software. Da muss Samsung noch ordentlich nachbessern.

98 Kommentare

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  • Das Gerät ist zu teuer damit ich auch nur 800euro ausgebe, darf das Gerät keinen negativen markel haben und ein Loch im Display nur 2 Größe updates da sind 1250euro einfach viel zu viel. Ergo Samsung nein S10+ ohne mich.


  • Also mein letztes Samsung Gerät ist etwas her...Note 4. Kamera und Display waren damals schon sehr gut, Akku allerdings auch. Das geht gar nicht!


  • 5000 mAh Akku wäre hier sinnvoll gewesen. Beim Samsung Galaxy M20 geht es ja auch.

    H G


    • Das M20 ist auch ein 6.4" Phablet und nicht vergleichbar mit dem 6.1" S10.


      • S10 plus ist auch ein Phablet mit 6,4 Zoll Display und da wäre ein größerer Akku besser geeignet als das was jetzt verbaut ist mit nur 4100 mAh zumal der Prozessor vom S10 Plus ordentlich Strom braucht.


  • Ich habe das S10 seit Release und habe danke Couponcode mit den Buds 689€ bezahlt. Bisher bin ich mit dem UI, der Kamera und dem Handling gesamt unglaublich zufrieden!
    Die Steigerung zu meinem Xperia XZ ist enorm.
    Der Ultraschallsensor hat ab und an seine Macken bis man den Dreh heraus hat, was mich bisher aber nicht stört.
    Der Akku ist mMn besser als der meines alten Sonys, aber nicht ganz das, was ich mir erhofft habe. 5h DoT schaffe ich aber bisher ohne Probleme, wobei ich mein Handy meistens eher 2-3h am Tag nutze. Ich würde sogar behaupten, dass der Akku unter richtiger Benutzung mit YT, Twitch und co ziemlich gut durchhält, allerdings der Standbyverbrauch zu hoch ist.
    Für mich wirkt es so, als ob das S10 unter Last effizienter arbeitet als im Standby. Ein Update dafür soll ja bald kommen.


  • Wenn ich bei den Preisen immer noch Kompromisse eingehen muss, finde ich das schon sehr bedenklich.
    Aber bis der Preis seinen natürlichen Verlauf genommen hat, hat Samsung ja eventuell auch die nötigen Updates geliefert und das Gesamtbild stimmt.


  • Oha, da lief ja wirklich garnix an Apps. Sollten da nicht die meist genutzten Apps zu sehen sein? Entweder das ist ein Bug oder es wurde wirklich nix länger als ein paar Minuten genutzt. Da heißt es der Akku des Xperia 10 Plus sei schwach aber das hier ist ne ganz andere Hausnummer. Autsch. Ich glaube sobald man drauf Videos konsumiert oder spielt kann man dem Akku beim sinken zusehen. Da bringt das ach so tolle Display garnix wenn man es nicht ausnutzen kann ohne nachmittags mit leerem Akku darzustehen.. Bei dem Preis (und der Historie an schlechten Akkus) sollte man wirklich mehr erwarten können.

    H G


    • Bastian Siewers
      • Admin
      • Staff
      vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Die Liste der Apps ist ja an der Stelle nicht unbedingt beendet. Ich habe die Darstellung live nicht gesehen, aber für mich sieht das eher danach aus, dass das die Top 5 Verbraucher sind, darunter werden wohl noch mehr auftauchen.


  • Guter Test, Steffen! Was Samsung wirklich kann sind: Display und Kamera - in meinen Augen.


  • Die "Galaxy Buds" hervorragend? Das möchte ich doch sehr stark bezweifeln. Denn um "hervorragend" zu sein müssten sie besser sein als die Referenzklasse, oder zumindest genauso gut wie die Referenzklasse. Daran glaube ich aber nicht.


    • @Rene: Glaub', was Du willst. Ich hab mir selbst ein Bild gemacht. Die Dinger haben für meinen Geschmack einen sehr guten Klang und sind sehr klein und leicht.


  • Hallo,

    ich habe das S10 nun seit 11 Tagen und bin absolut begeistert.

    - die Verarbeitung ist top
    - das Display ist super
    - das Loch im Display stört absolut nicht und gefällt mir besser als eine Notch, die man ewig im Display hängen hat.
    - auch ist das Display nicht wirklich anfällig für Tapser
    - der Fingerabdrucksensor funktioniert tadellos
    - die Kamera ist wirklich sehr gut
    - über den Akku, kann ich auch nicht maulen. Nutzt man das S10 viel, dann kommt man halt nicht so lange mit dem Akku aus... nutzt man das S10 normal, reicht ein Mal am Tag aufladen.
    Ich muss in der Regel morgens und abends aufladen, zumal ich immer nur bis maximal 80% auflade und nie weiter runter als 20% gehe.
    Aber damit kann ich gut leben, denn das S10 ist ein absolut geniales Smartphone.

    Ich habe noch keinen Tag bereut, vom S7 Edge auf das S10 umgestiegen zu sein.


  • Heimlich, still und leise verschwindet die Benachrichtigungs-LED bei Samsung und keiner merkt' s. Ja und die Ursache des schlechten Akkus ist wohl sogar ein Bug.
    Für den aufgerufenen Mondpreis ist beides für mich eher unverschämt.

    PS: Wer ordentliche Weitwinkelfotos machen möchte, nimmt halt eine richtige Kamera zur Hand und keine Handy-Knipse... ;o)


    • Das mit der Kamera wurde hier auf APit schon oft erwähnt. Vor allem das mit dem Nachtmodus finde ich überflüssig. Denn Langzeitbelichtung ist ohne Stativ und ohne hohe Belichtungszeiten nicht möglich, zumindest bekommt man so keine guten Fotos. Noch besser ist natürlich ein Lichtstarkes Objektiv (1:2,8 oder besser 1:1,2), was es bei Smartphones aber technisch bedingt nicht geben kann.


      • 1. doch, es ist möglich. Das beweisen Huawei und Google.
        2. wieso sollte keine F2.8 bzw. F1.2 Blende bei Smartphones möglich sein? Diese Angaben sind nichts weiter als Zahlen und nicht wirklich aussagekräftig. Auch eine DSLR mit APS-C Sensor hat eine andere Blendengröße, als eine DSLR mit Vollformat. Auch wenn auf dem Papier beide F2.8 haben.
        Und auf dem Papier kann auch ein Smartphone theoretisch eine offene F1.2 Blende haben. Wir sind schließlich schon seit Jahren bei F1.5.
        Aber wie gesagt - dieser F-Wert ist auf dem Papier nichtssagend 🤷🏻‍♂️


  • Das S10/S10 ist sicherlich mit ein paar wenigen schwächeren Punkten ein Top-Smartphone. Die oft kritisierte Anfälligkeit für die Tapser & Displaybeschädigungen sind doch leicht z.B. mit einem Samsung Clear View Standing Cover zu vermeiden. Dass die schöne Optik etwas versteckt wird, nehme ich als leichten Nachteil zugusten eines unversehrten Smartphones gerne in Kauf. Unser blaues S8+ ist mit o.g. Original Cover in gleicher Farbe fast gleich hübsch wie ohne Schutzhülle.


  • Guten Tag,

    dieses ganze Gejammer, kann es echt nicht mehr hören...
    Jeder Hersteller bau Jahr für Jahr, allem voran Apple das gleiche Gerät, nur mit besserer Hardware und ein paar neue features, das war es auch schon.

    Ich nutze das Gerät seit dem ersten Tag und bin voll zufrieden damit. Natürlich habe ich die normale Version mit dem Exynoss und ich habe es letzte Nacht erst getestet. Das Geröt hat bei mir mit aktiviertem Wlan und Bluetooth und mit aktivem AOD 3 Prozent verloren. Habe es heute Abend das erste mal angesteckt, nach dem ich es gestern Morgen mit 100 Prozent vom Netz genommen habe.

    Das Loch im Display sieht meiner Meinung nach einfach viel moderner aus wie all die anderen Geräte. Man geht einen eigenen Weg und dieser Unsinn mit den Slidern ist ja noch schlimmer. Man geht seinen eigenen Weg und macht nicht andere Hersteller nach, alleine dafür bekomme sie von mir einen Daumen nach oben.

    Damals haben sie sich viel abgekupfert, aber mittlerweile springt Samsung nicht mehr auf jeden Zug auf sondern versucht eigene Wege zu gehen und das finde ich toll.

    Tolles Gerät, super verarbeitet und ein wahnsinns Display. Die Kamera ist sehr gut, auch wenn noch Verbesserungswürdig und es bietet eine super Perfomrance.

    Alles im allen bin ich super zufrieden und bereue den Kauf nicht. Und dazu sei noch gesagt, ich bin vom S9 gekommen und bevor alle denken, bescheuert da diesen Preis zu zahlen. Euch sei gesagt, es gibt zwei Gründe dafür.

    Grund 1: Ich wollte es und mir war es bewusst.

    Grund 2: Weil ich es einfach kann!


    • Bei den Preisen wird immer gejammert. Ich werde auch immer dumm angeschaut wenn ich mit meinen teuren Kopfhörern komme. Niemand kann verstehen weshalb manche Menschen viel Geld für sowas ausgeben. Die Hersteller können soviel Geld verlangen weil die Menschen ihn zahlen, würde niemand soviel zahlen würden die Preise schnell sinken,

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