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5 Min Lesezeit 16 Kommentare

Samsung Galaxy Camera 2: Kurztest und Bilder der smarten Kamera

Samsung hat 2012 mit der Galaxy Camera eine neue Geräte-Kategorie eingeführt, eine Kompaktkamera mit vollwertigem Android-Bestriebssystem. Jetzt hat der koreanische Hersteller die zweite Generation der smarten Android-Kamera vorgestellt. Wir hatten im Rahmen des Samsung European Forum 2014 die Möglichkeit, die Galaxy Camera 2 kurz anzutesten. 

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Behutsame Weiterentwicklung: Die Galaxy Camera 2 von Samsung. / © AndroidPIT

Design: Behutsames Update mit Lederoptik

Äußerlich hat sich bei der zweiten Galaxy Camera nicht besonders viel getan, die Abmessungen des Gehäuses sind nahezu identisch mit der ersten Generation, der Haltegriff sowie der Auslöser und die Tasten für Power und Blitz auf der Oberseite der Kamera sind ebenfalls unverändert. Neu ist die Leder-Optik, mit der Samsung anscheinend alle aktuellen Geräte ausstattet. Das Kunst-Leder macht die Galaxy Camera 2 sehr griffig, fühlt sich aber nach wie vor billig an, was einem wirklich hochwertigen Eindruck im Weg steht. 

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Lederoptik: Die Galaxy Camera 2 bietet einen neuen Look. / © AndroidPIT   

Software: Erweitertes Android 

Die Software der Galaxy Camera 2 basiert auf Android 4.3 Jelly Bean und unterscheidet sich bei Homescreen und Einstellungsmenü nicht von anderen Modellen der Galaxy-Serie. Die Navigationstasten wurden allerdings virtuell auf dem Bildschirm platziert und nicht, wie sonst üblich, als kapazitive Tasten angelegt. Das erfordert für erfahrene Samsung-Nutzer etwas Umgewöhnung, da die Tasten verschwinden, sobald man die Kamera startet. Die Navigation erfolgt dann über die entsprechenden Symbole im Sucherbild, zurück zum Homescreen gelangt man über ein Icon oben links im Bildschirm. 

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Homescreen und Schnelleinstellungen: Vertrauter Samsung-Look - bis auf die Software-Buttons. / © AndroidPIT

Im Einstellungsmenü findet man ähnliche Optionen wie bei anderen Geräten der Galaxy-Reihe, unter anderem Möglichkeiten zur Steuerung durch Gesten oder Sprache. Zusätzlich gibt es auf dem Homescreen einen Shortcut direkt zur Kamera, ähnlich wie es Samsung mit dem KitKat-Update auch für den Lockscreen des Galaxy S4 und Note 3 eingeführt hat.

Die Unterschiede zum "normalen" Android werden vor allem im Kamera-Menü deutlich, wo es die Möglichkeit gibt, manuelle Einstellungen vorzunehmen. Außerdem gibt es bei der Galaxy Camera 2 deutlich mehr Aufnahme-Modi als bei anderen Galaxy-Modellen. Der Nutzer hat die Wahl zwischen insgesamt 28 verschiedenen Aufnahmemodi, die für jede Gelegenheit die richtigen Einstellungen garantieren sollen. Wie weit sich diese voneinander unterscheiden und wie nützlich ein derart vollgepacktes Menü ist, kann nur ein ausführlicher Test beantworten, Skepsis ist aber angebracht. 

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In den Automatik-Modi hat der Nutzer die Qual der Wahl. / © AndroidPIT

Bildqualität: Mal so, mal so   

Im Kunstlicht der Halle, in der Samsung seine Kameras beim European Forum im spanischen Málaga präsentierte, machte die Galaxy Camera 2 im Schnelltest einen durchwachsenen Eindruck. Makroaufnahmen der Tiere in der eigens aufgebauten Mini-Savanne mit afrikanischer Flora und Fauna gelangen gut, Schärfe und Detailzeichnung liegen etwas über dem Niveau der Kameras des Note 3 und des S4, die im Android-Bereich zu den aktuell besten Kameras zählen. Automatischer Weißabgleich und automatische Belichtung wirkten mitunter etwas willkürlich und lieferten unter identischen Lichtbedingungen teils höchst unterschiedliche Ergebnisse. 

Der optische Bildstabilisator leistet gute Dienste, vor allem bei voll ausgefahrenem optischem Zoom gleicht er kleine Wackler zuverlässig aus, wodurch trotz des geringen Gewichts der Kamera noch einigermaßen scharfe, verwacklungsfreie Bilder gelingen. Negativ fällt bei voll herausgefahrenem Zoom allerdings die starke Weichzeichnung auf, die zwar das Bild glattbügelt, aber gleichzeitig Details zerstört. Der Weichzeichner findet sich auch in manchen Aufnahmemodi wie dem Selbstporträtmodus wieder, der ein unnatürlich glattes Gesicht zaubert. Hier sollte man lieber auf einen anderen Automatikmodus zurückgreifen. 

Eine Reihe von Testfotos in Originalgröße findet Ihr auf meinem Google+-Profil.

Konnektivität: NFC, Bluetooth, WLAN 

Bilder kann die Kamera direkt über NFC an andere Geräte weitergeben. Das soll ganz ohne Voreinstellungen oder zusätzlich benötigte Apps funktionieren, in meinem Test mit dem HTC One musste ich aber erst eine App herunterladen, bevor die Bilder direkt übertragen werden konnten. Außerdem erkannte mein Smartphone im Anschluss zwar die Kamera, konnte aber keine Verbindung herstellen. Über eine herkömmliche Bluetooth-Verbindung funktionierte die Bildübertragung dann problemlos und zügig. Ein WLAN-Modul hat die Galaxy Camera 2 ebenfalls an Bord, was fehlt, ist ein Steckplatz für SIM-Karten und damit die Möglichkeit, über eine Mobilfunkverbindung ins Netz zu gehen.

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Per Knopfdruck kommt der Blitz aus dem Gehäuse herausgefedert. / © AndroidPIT 

Fazit 

Die Galaxy Camera 2 ist eine vorsichtige Weiterentwicklung der ersten Generation. Wichtige technische Daten wie die maximale Blendenöffnung, die Sensorgröße, der Zoombereich oder der maximale ISO-Wert wurden beibehalten. Auch das Touch-Display ist in seiner Größe unverändert. Punkten kann die zweite Galaxy Camera durch einen schnelleren Prozessor, einen größeren Akku sowie die aktualisierte Software. Auch der Einsatz eines optischen Bildstabilisators macht sich positiv bemerkbar. Die Bildqualität meiner Testfotos war aber nur durchschnittlich, starke Weichzeichnung und nicht immer zuverlässiger Weißabgleich und Belichtung fielen negativ auf. 

Die Galaxy Camera 2 geht im Februar 2014 in den Verkauf und wird in den Farben Schwarz und Weiß erhältlich sein. Die unverbindliche Preisemfehlung liegt bei 449 Euro. Ob sich der Aufpreis zur ersten Galaxy Camera lohnt (derzeit für 279 Euro zu haben), muss ein Direktvergleich zeigen. Wie die erste Galaxy Camera im Vergleich mit dem S4 und dem S4 Zoom abschneidet, könnt Ihr in unserem ausführlichen Test nachlesen.      

  Galaxy Camera 1 Galaxy Camera 2
Display 4,8 Zoll, LCD 4,8 Zoll, LCD
System Android 4.1 Android 4.3 Plus
Prozessor 1,4 GHz, Quad-Core 1,6 GHz, Quad-Core
Sensor 1/2,3 Zoll, CMOS 1/2,3 Zoll, CMOS
Maximale Auflösung 17 MP 17 MP
Blende f/2.8-5.9 f/2.8-5.9
Brennweite 23-483 mm 23-483 mm
Optischer Zoom 21-fach 21-fach
Max. ISO 3200 3200
Bildstabilisator Nein Ja, optisch
Konnektivität WLAN, Bluetooth, 3G WLAN, Bluetooth, NFC
Interner Speicher 8 GB 8 GB
Akku 1.650 mAh 2.000 mAh
Abmessungen 129 x 71 x 19,1 mm 132,5 x 71,15 x 19,3 mm
Gewicht ca. 300 g 283 g
Preis und Verfügbarkeit 279 Euro, verfügbar 449 Euro, ab Februar 2014

16 Kommentare

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  • Soft-Buttons... Gab es die schon mal bei einem Samsung-Gerät?


  •   20

    Was hier zu Macro-Aufnahmen gesagt wird (liegen etwas über dem Niveau des S4 oder Note3) sagt doch schon alles, oder? Wenn ich schon ein weiteres Gerät neben meinem Smartphone mitführen muss, dann doch wohl weil es in seinem Spezialgebiet (Kamera = Fotos) wesentlich besser ist, als mein All-in-one-Smarti... Ansonsten lohnt die Anschaffung für mich nicht.


  • Ich warte auf den Tag, an welchem ein Tester mal den minimalen Weitblick besitzt, einen Popup-Blitz zu kritisieren. Diese Blitze sind permanent im Weg und wirken zudem als Sollbruchstellen. Meine zwei Kompakten mit einem solchen Blitz waren bereits drei mal deswegen in Behandlung. Ein Popup-Blitz soll bei Konpaktkameras eine gewisse Professionalität vortäuschen. Mehr nicht. Leider sind fast alle Hersteller auf diesen gut vermarktbaren Irrweg abgebogen, analog dem Pixelwahn.


    • Nicht ganz, schau dich mal bei Canon um, die damals bei der Ixus 300HS bewusst den Weg des größeren Sensors bei gleichbleibender, bzw. geringerer Auflösung (10MP sind für ne kompakte mit nem 1/1,8 Sensor vollkommen ausreichend mit einer TOP-Lichtempfindlichkeit).
      Und bei der Ixus Reihe wurde noch NIE ein Pop-Up-Blitz verwendet, alle vollintegriert ;-)


    • Ich halte generell wenig von den eingebauten Blitzen bei solchen Kameras und bin der Meinung, dass man ihre Verwendung vermeiden sollte, wo es nur geht. Du hast aber insofern Recht, als dass der Blitz der Galaxy Camera keinen besonders stabilen Eindruck macht.



  • Hab sie damals für 100€ bei einer Vertragsverlängerung bekommen. Den Kauf habe ich nicht bereut. Klar gibt es preis Leistung (uvp) bessere Angebote, aber gerade die 3G Anbindung und die vielen automatischen Einstellungen finde ich super. Mir als leihe hilft das. Wenn ich sehe was ein bekannter ständig an seiner cam rumdrehen und schalten muss für irgendwelche Belichtungszeiten... Bis dahin wäre das Motiv längst weg.


  • Vielleicht eine besonderes Version von 4.3? :D

    MfG


  •   28

    Also ich persönlich finde das Teil extrem unnütz. Entweder fürs selbe Geld ein richtigen Fotoapparat oder ein richtiges Handy. Aber mit so einem komischen Mischmasch kann ich nix anfangen.


  • Wo habt ihr den Preis her..... interessiere mich für die Camera 1


  • Für das Geld bekommt man schon fast ne Einsteigerspiegelreflex.
    Diese macht dann unter Garantie noch bessere Bilder.


  • Für das Geld würde ich mir ne "richtige" Kamera kaufen. Ne Sony NEX z. Bsp.


  • Was ist denn Android 4.3 Plus? :D


    • Das ist eine erweiterte Version von Android 4.3. Tatsächlich wurde das "Plus" von Samsung nicht weiter erläutert, bei einem Blick in die Software findet sich aber das vertraute Samsung/TouchWiz-Bild, dazu aber ein paar spezifische Neuerungen, die man so von anderen Galaxy-Modellen nicht kennt.


  • Ich finde die Kamera richtig toll!! Das Design spricht mich an und die Kamera Funktionen sind auch Gut

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