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Samsung: "Context"-Service soll umfangreiche Nutzerdaten sammeln

Samsung möchte in Zukunft das Nutzungsverhalten seiner Kunden gezielt analysieren und umfangreiche Daten zu deren alltäglichen Smartphone-Gebrauch sammeln. Was der Dienst, den Samsung "Context" nennt, den zahlreichen Galaxy-Nutzern bringt, ist unklar. 

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© Stokette/Shutterstock ( Businessman looking through keyhole), Samsung; Montage: AndroidPIT

Context will alles wissen

Facebook und Google machen es vor, sie werten das Surfverhalten ihrer Kunden aus, analysieren Vorlieben und Suchanfragen und verkaufen diese Informationen gebündelt an Werbepartner, die die Internetnutzer dann mit gezielten Werbebotschaften bombardieren können. Wenn es nach Samsung geht, kommen bald auch die zahlreichen Nutzer der Galaxy-Smartphones in den zweifelhaften Genuss dieser "Dienstleistung".

Wie The Verge unter Berufung auf The Information berichtet, möchte der koreanische Konzern mit seinem Dienst "Context" im großen Stil Nutzungsdaten erheben. "Context" soll ermitteln, welche Apps die Samsung-Kunden benutzen, welche Wörter sie häufig eingeben und welche Daten die Sensoren des Telefons speichern. Kombiniert man diese Daten, lässt sich für jeden einzelnen Kunden ein derart präzises Profil erstellen, dass es jedem halbwegs um seine Privatsphäre besorgten Smartphone-Nutzer Angst und Bange werden kann.

Besseres Nutzererlebnis oder zielgerichtete Werbung?

Dienen soll Context laut BGR vor allem einer besseren "App Experience", also einem besseren Nutzererlebnis. Wenn Samsung aber SMS, E-Mails und Nachrichten mitliest, Bewegunsprofile aufzeichnet, die App-Nutzung analysiert und Suchanfragen und Surfverhalten ebenfalls in das Profil mit einbezieht, gibt es kaum etwas, was dem Konzern verborgen bliebe. Nützlich wäre "Context" vor allem für die gezielte Schaltung von Werbeanzeigen. Ob Samsung seine "Context"-Pläne umsetzen wird, ist noch offen und hängt wohl auch davon ab, ob die Kunden diese bittere Pille schlucken werden oder ob sich Protest gegen den Erhebungswahn regt. Wenn Samsung Ende Februar das Galaxy S5 vorstellt, werden wir auch eine neue Version der Samsung-Benutzeroberfläche TouchWiz zu sehen bekommen und erfahren, ob und wie Context darin eingebunden ist.   

Via: The Verge Quelle: The Information

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Top-Kommentare der Community

  • Gaby S. 12.02.2014

    Hab auch nichts zu verbergen. Aber mein Nutzungsverhalten geht niemanden etwas an. Privat ist privat! Und was ist eigentlich mit dem vielzitierten Datenschutz?

49 Kommentare

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  •   25

    90 % der Kommentatoren blicken nicht dass wenn Samsung das wirklich macht machen die nichts anderes als Google jetzt schon. Was sind das für Naivlinge die jetzt aufgeschreckt werden und meinen bei den anderen Herstellern sei es besser!

  • 90% der Nutzer bekommen das doch gar nicht mit. Also wird Samsung weiter verkaufen wie blöde. Ich selber mag Samsung nicht (nicht erst seit jetzt, hat andere Gründe), aber am Erfolg wird sich leider nichts ändern. Wir, die in solchen Foren unterwegs sind, sind doch die absolute Minderheit. Sehe ich jedesmal, sei es im Kollegen- oder Freundeskreis.

  •   22

    Neulich las ich, dass Samsung eine strategische Allianz mit Google eingehen will. Im Ergebnis dessen werden einige Google-Phones vom Markt verschwinden. Google geht niemals eine Partnerschaft ein, ohne Vorteile auszuloten. Samsung ist im Absatz der Androidler mengenmäßig gesehen Nr. 1, Google auf seinem Gebiet ebenso. Es liegt auf der Hand, dass beide richtig Asche machen wollen, und als quasi Konglomerat aus Hardware und Software ein Duo bieten, was der wachsame User zunehmend misstrauisch beäugen könnte. Bleibt zu hoffen, dass andere Hersteller nicht damit nachziehen.

    Irgendwie hat das alles verdammt was von Orson Welles ...

    •   25

      Naja Google wertet schon lange ALLE Nutzungsdaten aus und gibt sie sogar an die NSA weiter. Das ist Fakt. Was Samsung vielleicht in Zukunft macht, ist nichts anderes als das was Google schon lange macht.

      Und nein wir werden nicht in Zukunft überwacht, sondern schon jetzt. Aufwachen aus dem Dornröschenschalf und mal lesen was Snowden über die NSA veröffentlicht hat.

  • Und wieder lotet Samsung die Kundenakzeptanz aus, um dann beim Eintreten des Shitstorms zurück zu krebsen und zu dementieren...

    • Ich hoffe sehr sie krebsen zurück :) An sich finde ich Samsung-Geräte nämlich nicht schlecht und nutze sie gern, da finde ich den Ausblick auf derartige "Verschlechterungen" an sich unattraktiv (auch wenn natürlich hinreichend Alternativen existieren).

      •   32

        Für mich als Ex-SGS-Fan hat Samsung außer SD Slot nichts mehr zu bieten. Nur noch minus Punkte. Amoled ist übersättigt, TW total überladen, Root Counter, Knox, Region Lock, Design ab S3 - Verarbeitung des Polycarbonat - oder auch Leder Imitat, ruckelt, Updates schlechte Qualität. Alles was Software betrifft ist Samsung nicht gut.
        Ich verstehe absolut nicht warum Samsung diese Verkaufszahlen hat.

        Traudig das ich sowas sowas schreiben muss nach drei GSG Modellen.
        Bis auf die Kamera ist das nexus5 in jeder Hinsicht das bessere Gerät. Aber auch andere zeigen was geht. Zwar hat Samsung seine Absatzzahlen, aber besser als die anderen - nein. Was Samy oben hält ist Akku und SD.

      • Für mich macht's der Stift bei den Notes, ein praktisches Ding in manchen Situationen. Quasi das Zünglein an der Waage bei der Entscheidung (und der Rest ist Gewohnheitssache... oder Faulheit). Und mir persönlich gefällt AMOLED an sich ganz gut (kann man übrigens auch etwas "farbloser" regeln), TouchWiz hat ein paar schöne Features, ist allerdings auch teils arg unübersichtlich (und hat auch Features die ich nie benutze), der Root Counter, Knox und Region Lock sind bei meiner persönlichen Nutzungsweise irrelevant, das Lederdesign finde ich zwar nicht top, aber akzeptabel (es gibt schönere und hässlichere Geräte anderer Hersteller) und in meinen Augen ein deutlicher Schritt vorwärts zum furchtbar glitschigen und auch unansehnlichen Klavierlackdesign der vorangegangenen Modelle, das Ruckeln kann in der Tat ein wenig nervig sein, aber nicht so dass ich anfange mich aufzuregen (viel schlimmer finde ich, dass das Telefon beim Einspielen von App Updates halb gelähmt ist, ist das bei anderen Herstellern auch so?). Und woher die hohen Verkaufszahlen - starke Präsenz im Vertrieb, die Dinger stehen in jedem Mobilfunkladenschaufenster, sind überall angeschrieben, werden im Bundle mit Mobilfunkverträgen angeboten, etc., dazu kommt dann noch klassische Werbung. Die Teile sind einfach "sichtbar".

  • Wer sich in das WWW begibt, egal mit welchem Gerät, wird heute doch an allen Ecken sowieso schon ausspioniert. Ob da Samsung nun noch eine Extrawurst ausrollt fällt schon garnicht mehr ins Gewicht. Ärgerlich ist es natürlich. Die Einzige Alternative wäre ganz auf alles mit Verbindung nach außen zu verzichten. Nur wer würde freiwillig diesen Schritt zurück gehen? Also nimmt man alles Zähne knirschend hin um weiter Spaß an der Technik zu haben. Wer die Qual hat, hat die Wahl.

  • Wie schön doch Vanilla Android ist... Da sammelt NUR Google und niemand anderes...

  • Ich finde solche Dinge wenn es um die Privatsphäre oder Datensammlung geht recht amüsant.Wer nicht will das Daten von einem gesammelt werden der solle keine Multimedialen Medien nutzen.Wenn Leute bei FB oder Google suchen interessiert es auch niemanden das Daten gesammelt werden.Also wer nicht möchte das Daten von einem gesammelt werden der solle ohne Telefon,Handy,Computer usw... leben selbst beim Einkaufen und beim Arzt werden Daten gesammelt.Die Leute die am meisten rumquietschen sind diejenigen die überall angemeldet sind und ihre Daten Preis geben.

    •   32

      Da lehnst dich aber weit aus dem Fenster

      • Er hat aber auch in gewisser Weise recht - bei manchen Datensammlungen wird laut "geht gar nicht" geschrien, an viele haben wir uns gewöhnt, sie sind uns egal oder wir nehmen sie gar nicht mehr wahr. Andererseits folgt daraus jedoch nicht, dass jede weitere Datensammlung mit einem Achselzucken einfach hinzunehmen ist, insofern ist ein Protest gegen "Context" angebracht - noch dazu da für mich aus obigem Artikel nicht ersichtlich wird, wo der Nutzen für den Anwender liegen soll, sprich was der Anwender für den Preis der Daten über sein Nutzungsverhalten im Gegenzug erhält.

      •   32

        Bei Google und Windows kann ich es schlecht umgehen. Aber Plattformen wie facebook und Konsorten schon. Dazu zählt dann Samsung dann wohl auch.
        Wäre ich Fan von Samsung würd ichs klar Zähneknirschend hinnehmen müssen.

      • Es gibt sowohl zu Google als auch zu Windows Alternativen, die weniger Datensammlungen ihrer Nutzer anlegen, nur in wenigen Fällen ist jemand mehr oder minder gezwungen Produkte dieser Hersteller zu nutzen (beispielsweise bei beruflich erforderlicher Software, die es nur für Windows gibt). Aber die Anwender wollen halt nicht auf den Komfort / Nutzen verzichten. Kann man letztendlich so auch auf soziale Netzwerke anwenden - die Nutzer wollen nicht auf deren Funktionalität verzichten und nehmen dafür die Datensammelei in Kauf. Ebenso ein Samsung-"Fan" (ich zweifle ja daran, dass es viele "Fans" bestimmter solcher Marken gibt, eher Leute die aus Gewohnheit wählen/entscheiden ("meine letzten Geräte waren auch von Samsung, so schlecht waren die nicht") oder sich nicht umgewöhnen wollen ("TouchWiz kenne ich schon"). Letztendlich entscheiden Menschen ja in vielen Bereichen auf diese Weise), der halt so lange bei "seiner" Marke bleibt, bis in der subjektiven Einschätzung die gefühlten Nachteile die gefühlten Vorteile überwiegen.

  •   20

    Samsung wird es sich bei fast niemandem verscherzen. Weil das Thema von von fast niemandem Ernst genommen wird.
    Google Now wird fleißig weiter genutzt.
    iPhone 5S mit TouchID werden fleißig weiter gekauft.
    Facebook, Google+, Whatsapp und Co. werden fleißig weiter genutzt.

  • Was unterscheidet denn Context von Google now? Somit ist der "Dienst" redundant und der Nutzen für mich als Benutzer äußerst fragwürdig. Es reicht, wenn Google meine Daten korreliert.
    Damit verscherzt sich Samsung vielleicht ein paar (potentielle) Kunden, unter anderem mich. Interessanter wäre aber, wer noch so alles mitschneidet. Denkbar wären z.B. die anderen Hardware Hersteller, Provider usw. Da könnte Androidpit ja mal auf Recherche gehen!

    • Der große Unterschied ist aber, dass du Google Now nutzen kannst, es aber nicht musst. Nutzt du kein Google Now, so sammelt dieser Dienst auch keine entsprechenden Daten. An Google gehen dann nur noch die Daten, die Android selbst abfängt.

      Bei Context wäre aber das System selbst "belastet", denn der Dienst soll z.B. die Tastatur non-stop abhören, wäre im Dialer mit drin, etc. ... also nichts, was man (mit Stock-Rom) einfach umschiffen bzw. den Effekt durch die Nicht-Nutzung mitigieren könnte.

      • Bisher ist aber auch nicht klar, ob man Samsung Context nutzen kann oder nutzen muss (und wann und ob es überhaupt kommt, wobei ich befürchte es wird früher oder später kommen). Daher entbehrt es jeder Grundlage, dies hier als "großen Unterschied" zu nennen. Oder weisst Du mehr als im Artikel steht?

      • Wir wissen alle noch gut, wie das mit den Region Codes bei Samsung gelaufen ist. Dann noch diese root-Erkennung, und jetzt das! Diese Firma macht sich in letzter Zeit unbeliebt!

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