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Runtastic Pedometer Pro: Schrittzähler mit einigen Extras

Laufen ist gesund, doch bewegen wir uns überhaupt noch ausreichend? Wer einen Bürojob hat, sollte jeden möglichen Meter zu Fuß bewältigen und so zumindest ein bisschen Bewegung ins Spiel bringen. Um besser zu kontrollieren, ob Ihr auf eine ausreichende Schrittzahl am Tag kommt, gibt es nützliche Tools wie beispielsweise das Pedometer von Runtastic. Über die Schrittzähler-Sensorik im Smartphone werden so Eure Bewegungen erfasst und aufgezeichnet. Wie sich die App in der Praxis schlägt und was Euch außerdem erwartet, lest Ihr im folgenden Testbericht.

Bewertung

Pro

  • Direkte Anbindung zur Musikbibliothek
  • Genaue Schrittaufzeichnung
  • Individuelle Konfiguration
  • Kalorienberechnung und Schrittfrequenz-Zonen-Auswertung

Contra

  • Zuviel Runtastic-Werbung für andere Apps
  • Hoher Akkuverbrauch
  • Keine Karte
  • Keine Unterscheidung von verschiedenen Aktivitäten
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 5 4.4 Nein 1.3 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Zu Beginn müsst Ihr Euch anmelden. Das geht entweder über den Facebook- oder Google+-Account oder Ihr erstellt ein neues Konto. Zur ungefähren Kalorienberechnung ist es sinnvoll, wenn Ihr Eure Körpergröße, Gewicht, Geschlecht und Geburtstag mit angebt. Die Berechnungen sind allerdings nur Richtwerte und können keinen genauen Verbrauch anzeigen, da hier noch weitere Parameter berücksichtigt werden müssten.

Wer bereits andere Runtastic-Apps kennt, wird mit dem Pedometer schnell zurechtkommen. Die Benutzeroberfläche ist ganz ähnlich gestaltet wie beispielsweise bei Runtastic Laufen & Fitness. Im Startbildschirm beginnt Ihr mit dem Workout-Starten-Button die Aufzeichnung. In der ersten Zeile werden die Schritte gezählt und die Zeit angezeigt. Darunter finden sich weitere Fenster für die Geschwindigkeit, die gelaufene Distanz, Kalorien und die Schrittfrequenz.

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Macht Angaben zur Person für die Kalorienberechnung. / © AndroidPIT

Es lohnt sich übrigens in den Einstellungen nachzusehen, bevor Ihr die erste Aufzeichnung startet. Dort lässt sich beispielsweise die individuelle Schrittlänge festlegen. Zudem könnt Ihr die Schrittfrequenz-Zonen für Eure Bedürfnisse konfigurieren. Wenn für Euch beispielsweise schon 100 Schritte in der Minute als schnell gelten, schiebt Ihr den entsprechenden Regler einfach ein Stück weiter runter.

Unter “Empfindlichkeit” könnt Ihr übrigens genauer einstellen, wie sensibel die Bewegungssensorik im Smartphone reagieren soll. Ein paar Testläufe sind vor den ersten Aufzeichnungen empfehlenswert.

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Die eigene Schrittlänge kann in den Einstellungen verändert werden. / © AndroidPIT

Habt Ihr alles eingestellt, kann es auch schon losgehen. Besonders praktisch: Während der Aktivität könnt Ihr direkt auf Eure Musikbibliothek zugreifen und Musik hören. Eine Wischgeste nach Rechts zeigt Euch den Verlauf an, dort werden Eure gesamten Aufzeichnungen festgehalten und Ihr könnt später noch einmal nachsehen. Ist eine Strecke abgeschlossen, gebt Ihr nämlich noch weitere Informationen an. Dazu gehört beispielsweise Eure Stimmung, das Wetter inklusive Außentemperatur, Notizen und die Beschaffenheit der Strecke. Unter “Zusatzinfos” ruft Ihr diese Notizen später wieder ab.

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Alle wichtigen Informationen auf einen Blick. / © AndroidPIT

Neben der Zusammenfassung für eine abgeschlossene Aktivität seht Ihr außerdem die Schrittfrequenz-Zonen mit der Durchschnittsschrittzahl. In meinem ersten Test wurde allerdings keine maximale Schrittfrequenz angezeigt, auch das Diagramm unten blieb leer.

Ihr könnt Eure Aktivitätsprotokolle über den Teilen-Button auf Facebook, Google+, Twitter oder per E-Mail posten. Im Test funktionierte die Aufzeichnung sehr genau. Auf einer kürzeren Strecke wurden die Schritte von mir mitgezählt, das Ergebnis war mit der Anzeige fast identisch. Der Zähler benötigt nur manchmal etwas mehr Zeit, um die Schrittzahl zu verarbeiten. Bei einem Blick auf das Display lohnt sich eine kurze Wartezeit.

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Weitere Angaben und Berechnungen für die Schrittfrequenz-Zonen. / © AndroidPIT

Anders als bei der Schrittzähler-App “Moves” gibt es keine Verbindung zu Google Maps und Ihr könnt später nicht einsehen, wo Ihr genau entlang gegangen seid. Nur in den Notizen lässt sich eine Bezeichnung für die Strecke eintragen. Das Runtastic Pedometer zieht außerdem ebenfalls ziemlich viel Akku. Dafür läuft es aber nicht die ganze Zeit im Hintergrund, sondern muss manuell aktiviert werden. Für den Akku ist das nicht schlecht, wer aber nicht jedesmal die App aktivieren möchte, schaut hier in die Röhre. Moves dagegen läuft im Hintergrund und lässt sich nur in den App-Einstellungen deaktivieren. Ob dieser Aspekt bei Runtastic Pedometer ein Vor- oder Nachteil ist, muss jedoch jeder nach Nutzungsgewohnheiten selbst entscheiden.

Eine Sache, die bei Runtastic-Apps immer wieder bemängelt wird, ist die Eigenwerbung. Davon sind die Pro-Versionen genauso betroffen wie die Gratis-Apps. Auch in dieser Anwendung gibt es eine komplette eigene Seite, auf der die Apps SitUps, PushUps und weitere angeboten werden.

Leider unterscheidet die App nicht zwischen verschiedenen Aktivitäten. Wer joggt oder Fahrrad fährt, muss auf andere Apps zurückgreifen. Hier geht es tatsächlich nur um die Schritterfassung bei langsamen bis schnellen Spaziergängen.

Bildschirm & Bedienung

Der Schrittzähler von Runtastic lässt sich einfach und intuitiv bedienen. Die Benutzeroberfläche ist sehr ansprechend gestaltet, das Design macht auf dem Androiden etwas her. Auch die einzelnen Statistiken und Auswertungen der Aufzeichnungen sind verständlich. Wie auch in der Lauf-App von Runtastic gibt es einen Sperrmechanismus, damit die App nicht versehentlich während eines Spaziergangs deaktiviert wird. Die Einstellungen sind ebenfalls sehr übersichtlich, eine Vorab-Konfiguration für die eigene Schrittlänge ist empfehlenswert.

Speed & Stabilität

Im Test lief Runtastic Pedometer Pro zuverlässig und stabil. Es gab keine Abstürze, die Aufzeichnung wurde nicht unterbrochen. Leider macht sich die App beim Akkuverbrauch bemerkbar. Im Vergleich zur Schrittzähler-App Moves arbeitet die Anwendung jedoch noch etwas stromsparender und kann zudem deaktiviert werden.

Preis / Leistung

Runtastic Pedometer Pro kostet derzeit 1,99 Euro. Im Gegensatz zur Lite-Version wird hier der Kalorien-Verbrauch aufgezeichnet, Ihr könnt unbegrenzt viele Einträge machen und es sind Wetterangaben sowie die Schrittfrequenz-Zonen verfügbar. Wer lediglich an der Schrittzahl interessiert ist, kommt also vorerst auch mit der kostenlosen Testversion aus.

Abschließendes Urteil

Das Pedometer von Runtastic ist wie die meisten Runtastic-Apps wirklich gut gemacht, aber nicht perfekt. Kleinigkeiten wie beispielsweise die Verfolgung der Wege auf einer Karte oder die Unterscheidung zwischen verschiedenen Aktivitäten fehlen noch. Dafür hat die App andere Vorzüge, wie beispielsweise den direkten Zugriff auf die Musikbibliothek und eine umfangreiche Statistik mit vielen Extra-Infos. Die Schrittbestimmung ist außerdem ziemlich genau und Eure eigene Schrittlänge lässt sich in den Einstellungen verändern. Im Großen und Ganzen ist die App also sehr praktisch für alle, die etwas für die Gesundheit tun möchten und Ihre Bewegung im Auge behalten müssen.

Mir persönlich hat Moves mit seiner Schlichtheit einen Tick besser gefallen. Allerdings ist das Geschmackssache und jeder legt auf andere Features wert. Für eine Bezahl-App hätte ich von Runtastic Pedometer Pro aber zumindest einige zusätzliche Aspekte, wie beispielsweise die Bestimmung des Weges mithilfe einer Karte, erwartet. Vorerst erhält die App vier Sterne und ist auf jeden Fall empfehlenswert.  

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9 Kommentare

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  • Hallo Lars,
    Danke für die schnelle Antwort, konnte ich mir fast denken.

  • Hallo zusammen,

    ich benutze Pedometer Pro und Runtastic Pro.
    In Runtastic Pro werden Wetterdaten und Temperatur automatisch ermittelt und meiner aktuellen Aktivität zugeordnet.
    In Pedometer Pro ist dies nicht der Fall, obwohl sie auf dem MainScreen am unteren Bildschirmrand potentiell angezeigt werden könnten (so wie auch in den Screenshots im Test weiter oben). Eine Option zur automatischen Ermittlung dieser Daten habe ich nicht gefunden.
    Erst nach Abschluss der Aktivität kann (nein MUSS) ich sie (im Gegensatz zu Runtastic Pro) manuell eingeben.

    Laut Runtastic müsste das eigentlich gehen, tut es aber nicht. Hat noch jemand dieses Problem und u.U. eine Lösung für mich?

    Danke im Vorab !!

    • Hallo Lars,
      benutzt du Pedometer Pro und Runtastic Pro gleichzeitig?
      Mir ist mein SIII nach 300 mtr ausgestiegen.
      Es wäre auch schön gewesen wenn der Schrittzähler in der Runtastic Pro integriert worden wäre.

      • Hallo Lutz,

        wenn das Pedometer läuft (also nicht pausiert oder gestoppt ist), macht Runtastic Pro keine Erfassung der Tätigkeit. Zumindest bei mir nicht.
        Also Schritte mit Pedometer zählen und gleichzeitig Skaten mit Runtastic tracken geht nicht.
        Beste Grüße
        Lars

  • Tipp: es ist nicht der Fußbär, auch nicht der Hubschraubär ;)

  • @da es sich um einen englischen App-Namen handelt, ist schmunzeln jetzt nicht so verkehrt. schließlich ist der pedo bear auch kein deutscher :p

  • pedometer. klasse name. :)

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