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RD3 - Groovebox - Tolle Beats im Handumdrehen selber mischen

Verfasst von: Fabien Roehlinger — 25.04.2011

Ihr habt schon immer mal davon geträumt ein erfolgreicher DJ oder Musikproduzent zu werden? Ihr liebt Bässe, Snare Drums und HiHats? Oder macht es Euch einfach nur Spaß ein wenig mit einer Android App herumzuspielen, während dabei dann coole Beats aus Eurem Androiden strömen?

Dann haben wir hier etwas für Euch! Mit der Android App Groovebox könnt Ihr im Handumdrehen eigene Beats, Grooves und Patterns erstellen.

Grooves? Beats? Patterns? Was hinter diesen Begriffen steckt, was Euch die Android App "RD3 - Groovebox" alles bietet und warum selbst die Kleinen unter uns zu echten Rhythmus-Wundern werden können, verrät Euch unser Testbericht.

 

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
1.1.5 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Beats, Grooves, Patterns - was steckt dahinter?
Das "DJing" - also das Auflegen von Platten/CDs/usw. - ist gerade in den USA geprägt worden. Von daher sind auch quasi alle damit zusammenhängenden Begriffe Englisch und werden auch in anderen Sprachen analog verwendet.

Beats: Was hinter dem Begriff "Beat" steckt, ist wahrscheinlich den Meisten noch klar. Dies ist der Begriff für den Grundschlag eines Musikstücks. In diesem Fall sind aber auch die "Percussions" gemeint. Percussions sind Schlag- und Effektinstrumente.

Groove(s): Wikipedia beschreibt den Begriff "Groove" entweder als a) ein für ein Musikstück typische Rhythmusfigur bzw. ein rhythmisch-metrisches Grundmodell. Oder b) als ein bestimmtes Gefühl, das durch den Rhythmus, die Spannung und das Tempo des Musikstücks erzeugt wird.

Pattern(s): "Pattern" bedeutet übersetzt "Muster". Entsprechend ist ein Pattern in der Musik eine harmonische und rhythmisch wiederkehrende Struktur. Dies können natürlich Beats sein. Beim DJing sind es aber auch oft sogenannte "Loops".

Loop(s): Ein "Loop" ist ein Musikstück - meistens Begleitrhythmen oder Basslinien - die man mehrfach hintereinander im "Loop" (also in der Schleife) abspielen kann.

Groovebox - im Handumdrehen eigene Beats und Sounds kreieren
Nachdem wir die wichtigsten Begrifflichkeiten, die wir für diesen Testbericht benötigen werden, geklärt haben, kann es losgehen.

"RD3 - Groovebox" ist eine App für alldiejenigen, die gerne Beats mögen, gerne mit Beats herumspielen oder vielleicht selber Musik machen möchten. Man kann sich Groovebox wie eine Art Kombination aus Synthesizer und Drum-Machine vorstellen. Der Sound der dabei entsteht ist eher in der Kategorie "Electro" oder "House" anzusiedeln. Für Hip Hop Beats ist die App eher nicht ausgelegt, wobei diese durchaus auch machbar sind.

Die ersten gutklingenden Beats sind auch ohne Üben in 5 bis 10 Minuten erstellt. Hierzu klickt man lediglich auf den Reiter "Beats", wählt ein Percussion-Instrument aus und definiert an welcher Stelle das jeweilige Instrument schlagen soll. Dabei stehen die folgenden Instrumente zur Verfügung:

  • Bass
  • Snare
  • Claps
  • Rim
  • HiHat
  • Cymbal

Damit Euer Beat auch eine (gewisse) Melodie bekommt, wechselt Ihr in das Menü "Bassline" und setzt die jeweilige Note an die entsprechende Stelle, die Ihr dem Ton zugedacht habt. Dabei ist das Notenspektrum ziemlich eingeschränkt. Ihr habt nur eine Oktave, inklusive der Halbtonschritte zur Verfügung. Für ein nett klingendes elektronisches Musikstück ist das aber ausreichend, zumal es auch noch einige Effekte gibt (siehe unten).

Der Sound wird in Echtzeit abgespielt. Auf diese Weise könnt Ihr sofort hören wie sich Eure Komposition anhört.

"Die Herausforderung liegt im Detail" -  Groovebox für Fortgeschrittene - Patterns und Effekte
Das Schöne an "RD3 - Groovebox" ist, dass jeder sofort ohne Vorkenntnisse ganz passable Ergebnisse erzielen kann. Wer daraus aber jetzt schließen würde, dass man mit diesem Programm keine echten, oder nur langweilige, einsilbige Songs produzieren kann, irrt. Groovebox bietet mit den "Patterns" eine wunderbare Möglichkeit sehr viel Abwechslung in ein Musikstück zu bringen. Im Menü "Mixer" stehen sowohl für die Bassline, als auch für die Beats jeweils vier Tasten (A, B, C, D) zur Verfügung, die mit jeweils unterschiedlichen Sets bespielt werden können. Die Kunst ist es nun möglichst gut passende Patterns zu entwerfen und diese geschickt aneinander zu reihen. Dies kann man natürlich manuell tun, indem man auf den jeweiligen Buchstaben klickt. Oder man lässt die Groovebox die Arbeit für einen tun. Man kann nämlich ein Pattern entweder in einem Loop laufen lassen, oder aber auch die App die Patterns per Zufall auswählen lassen. Achtung: ist bei der zufälligen Wiedergabe ("Random") ein Pattern leer, wird dieses dennoch mit einbezogen.

Effekte gibt es ebenfalls einige, die man allesamt im Menü "Bassline" findet. Im oberen Bereich gibt es 6 Soundfilter. Im unteren Bereicht gibt es "Accent" und "Slide", sowie die Möglichkeit die Soundamplitude zu verändern ("Sawtooth" bzw. "Wave"). Die Auswirkungen auf das Musikstück zu beschreiben ist schwer, und mir persönlich an der Stelle ganz unmöglich. Von daher solltet Ihr das einfach selber mal ausprobieren. Ihr werdet schnell merken wie sich die Möglichkeiten am Besten für Euer Stück einsetzen lassen.

Patterns kopieren - eine elegante Möglichkeit schnell zu duplizieren und dann abzuwandeln
Eure Patterns könnt Ihr über einen Druck über die Menü-Taste entweder ausschneiden oder kopieren, um diese dann an anderer Stelle wieder einzusetzen. Auf diese Weise könnt Ihr diese dann dort auf einfache Weise weiterbearbeiten.

Musikstück fertig. Und nun?
Ihr könnt Eure fertigen Stücken natürlich

  • speichern
  • wieder erneut laden, oder
  • exportieren

Beim Exportieren wird das Stück als .wav-Datei gepackt, welche dann auf verschiedene Arten verschickt werden können. Allerdings wird nur ein Pattern verschickt und nicht ein komplett gestaltetes Musikstück. Ein großer Nachteil, wie ich finde. Leider gibt es keinen Recorder, der direkt ein ganzes Lied aufnehmen kann.


Fazit
Groovebox - eine Android App, die mich echt begeistert hat. Mit ihr können auch ungeübte, oder angehende (House-)Musiker schnell gute Resultate erzielen. Profis bekommen einen guten Synthesizer, sowie eine kleine Drum-Machine an die Hand. Dass Groovebox allerdings keinen Rekorder hat, mit dem man die erstellten Stücke direkt "live" aufnehmen kann, kostet die App bei meiner Bewertung den fünften Stern!

 

Bildschirm & Bedienung

"RD3 - Groovebox" wird über die drei Reiter

  • Mixer
  • Bassline
  • Beats

gesteuert. Nach dem ersten Öffnen der Applikation fühlte ich mich zwar kurz ein wenig überfordert, als ich all die Knöpfe gesehen habe. Allerdings gewinnt man sehr schnell wieder die Übersicht und weiss was zu tun ist, hat man erst ein bißchen mit Groovebox herumgespielt.

Was mir sehr gut gefallen hat ist die Tatsache, dass man beim Einstellen der Effekte Multitouch verwenden kann. Auf diese Weise können zwei Effekte auf einmal verändert werden. Das Verändern funktioniert ebenfalls sehr einfach, in dem man den Finger nach oben oder unten bewegt. Cool!! So muss ein User Interface für ein Smartphone gemacht sein.

 

Speed & Stabilität

Ich habe "RD3 - Groovebox" mit meinem HTC Desire und meinem Sony Ericsson XPERIA Play getestet. Dabei kam es beim XPERIA Play zu Abstürzen, wenn ich die Multitouch-Funktionen genutzt habe. Beim HTC Desire gab es diesen Fehler hingegen nicht. 

Ansonsten läuft die App aber tadellos. 

Preis / Leistung

"RD3 - Groovebox" könnt Ihr im Google Market, als auch im AndroidPIT App Center herunterladen. Die App kostet 4,15 Euro in der Vollversion. Wer sich die App erstmal ansehen möchte, kann sich auch zunächst die kostenlose Demo-Variante ansehen. 

Screenshots

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33 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Benni kleine 23.01.2012 Link zum Kommentar

    habe diese app gekauf seit dem update aber keine lizenz mehr....

    0
  • Ulli Podszuweit 29.04.2011 Link zum Kommentar

    mein Gott, wie alt seid Ihr ? mir hat der Test geholfen, bin absoluter Laie.

    0
  • User-Foto
    big z 28.04.2011 Link zum Kommentar

    uloop is besser

    0
  • Ingo V. 28.04.2011 Link zum Kommentar

    Die, die am wenigsten wirklich zu sagen haben, sagen oft am meisten. Aber trotzdem danke, Sebastian.

    0
  • Sebastian L. 28.04.2011 Link zum Kommentar

    Die hohlsten Gefäße erzeugen oft die lautesten Töne! Aber trotzdem danke Ingo!

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Wie dir beliebt. Ist ja deine Antwort.

    0
  • matt_jackson 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Willst du ne rhetorische Antwort?

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Ist das eine rethorische Frage?

    0
  • matt_jackson 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Ist dat hier nen Chatfenster?

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Wie gesagt, die Möglichkeiten sind hier stark limitiert. Ganze Tracks (die nicht langweilig werden) halte ich für schwierig. Aber kürzere Sequenzen kann ich mir vorstellen. Man könnte z.b. Loops oder 8 Takte Sequenzen herstellen und dann später im Studio verwenden.

    0
  • Fabien Roehlinger
    • HALL OF FAME
    27.04.2011 Link zum Kommentar

    Ja, (mehr) Filter und ein Delay hätte ich auch sehr gut gefunden.

    Ich bin trotzdem schon sehr gespannt was Du aus dem Ding rausholst. Ich selber spiele auch immer auf Reisen damit rum. Mir macht es auf jeden Fall immer gut Spaß.

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    ^^ RB 338 meinte ich natürlich.

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Achso, und ein Effektfilter, Delay und Reverb fehlt auch.

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Ich habe schon gemerkt, das die 303 nicht so proper klingt wie in der RB 308, aber für eine mobile App ist das schon sehr amtlich. :-) Die 808 ist auch sehr limitiert, da fehlen noch so einige Sounds.

    Ich werde damit vermutlich in Zügen und Flugzeugen herumspielen, denn ich sonst nix zu tun habe.

    Erwarte jetzt aber keine ganzen Tracks ... das habe ich damals mit der 309 gemacht. :-)

    0
  • Fabien Roehlinger
    • HALL OF FAME
    27.04.2011 Link zum Kommentar

    :-)) Geil! Schick doch nochmal was Fertiges durch, wenn Du ein wenig mit den Patterns experimentiert hast. Bin gespannt was Du zur App sagst.

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Hab das Ding mal gekauft: http://soundcloud.com/vogelmann/rd3

    :-)

    0
  • Fabien Roehlinger
    • HALL OF FAME
    27.04.2011 Link zum Kommentar

    Kann ich SEHR gut verstehen.... ;-)

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    Du verstehst dann sicher auch, das ich nach 20 Jahren als DJ und Produzent meine Probleme mit dem Text habe. No hard feelings. ;-)

    0
  • Fabien Roehlinger
    • HALL OF FAME
    27.04.2011 Link zum Kommentar

    Dann muss ich aber auch mal kurz klugscheissen ;-):

    Das mit dem "DJing" war eine "Einleitung" und keine "Beschreibung". Ich habe eine Überleitung gesucht, um die wichtigsten Begriffe klären zu können. Nachdem ich einige Jahre DJ war, lag mir das zumindest näher als über Synthesizer zu sprechen. Die o. g. Terminologien wiederum können beim "DJing" ohne Probleme verwendet werden. Zumindest sehe ich das mal so... ;-)

    Viele Grüße,
    Fabi

    0
  • Ingo V. 27.04.2011 Link zum Kommentar

    "Das "DJing" - also das Auflegen von Platten/CDs/usw. - ist gerade in den USA geprägt worden."

    Zum Einen ist diese Information inkorrekt (oder zumindest irreführend, weil unvollständig), zum Anderen: Was hat diese App, geschweige ein Roland TB 303 Bassline Synthesizer, mit DJing zu tun?

    Hier ist übrigens die bessere Desktop-Version:

    http://www.rebirthmuseum.com/

    0
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