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Radar Beep: Blitzerwarner für Autofahrer

Die Diskussion um die Legalität von Blitzer-Apps ist noch nicht abgeschlossen, aber Fakt ist: Sie werden von vielen Autofahrern eingesetzt. Radar Beep informiert über Radarkontrollen und Blitzer während der Fahrt. Wie sich die App in der Praxis schlägt, lest Ihr in folgendem Testbericht.

Bewertung

Pro

  • Bluetooth-Startkonfiguration für externe Navigationsgeräte
  • Zuverlässige Benachrichtigungen
  • Intuitive Benutzeroberfläche

Contra

  • Keine Verbindung mit Google-Maps-Navigation möglich
  • Kein Staumelder
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 5 4.4.2 Nein 1.0.3 1.0.9.4

Funktionen & Nutzen

Radar Beep ist eine App, die Euch vor Blitzern und Radarkontrollen warnt. Mit dem Start der App aktiviert Ihr die Anwendung, die dann im Hintergrund läuft Radarkontrollen in der Umgebung anzeigt. Damit die Angaben möglichst aktuell sind, lädt die App beim ersten Start ein Dateipaket mit den entsprechenden Radarkontroll-Positionen herunter. Euer Land könnt Ihr dabei selbst festlegen, die Pakete gibt es für viele verschiedene Länder, darunter auch Belgien, Frankreich und die Vereinigten Staaten. Wie viele Blitzerangaben für die einzelnen Länder verfügbar sind, entnehmt Ihr der Länderübersicht. Deutschland gehört mit über 18.000 Einträgen bisher zu den besser bestückten Ländern.

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Radarkontrollen sind für 29 Länder verfügbar. / © AndroidPIT

Eure genaue Position und Fahrt mit dem Auto wird per GPS erfasst. Eine Karte zeigt, wo Ihr Euch befindet; Blitzer werden mit entsprechenden Icons in der Karte gekennzeichnet. Nähert Ihr Euch einem eingezeichneten Warnpunkt, ertönt ein Piepton, der seine Intensität verstärkt, je weiter Ihr Euch dem potentiellen Blitzer nähert. Auf dem Smartphone-Display erscheint zudem eine großflächige Anzeige, die Euch über die vorgeschriebene Geschwindigkeit informiert. zusätzlich wird die Art der Kontrolle angegeben, Eure aktuelle Geschwindigkeit und wie weit der Blitzer noch entfernt ist.

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Großflächige Anzeigen für Radarkontrollen. / © AndroidPIT

Im Test funktionierte die Warnung vor potentiellen Blitzern sehr gut. Wer sein Smartphone jedoch nicht mit einem Navigationsgerät über Bluetooth verbunden hat und sich nicht zu einem bestimmten Zielpunkt navigieren lässt, erhält zu jedem Blitzer in der Nähe eine Warnung. Das gilt auch für Radarkontrollen, die sich auf der nächsten Autobahnabfahrt oder einer in der Nähe befindlichen Ortschaft beziehen. Da die App sehr viele mögliche Radarkontrollen anzeigt, kann die Meldungsdichte also dementsprechend hoch sein und nicht immer für die Straße gelten, auf der Ihr Euch gerade befindet. Nur in Verbindung mit einem Navigationsgerät wird hier entsprechend selektiert. Leider gilt das nicht für Google Maps und dessen Navigationssystem. Hier muss ein externes Gerät via Bluetooth verbunden sein.

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Alle möglichen Kontrollen in der Nähe. / © AndroidPIT

In den meisten Fällen handelt es sich zudem um mögliche Blitzer. Das bedeutet, viele der Radarkontrollen sind nicht mehr aktuell oder für den Moment zutreffend, aber dennoch möglich. Frisch aufgestellte Radarfallen dagegen werden nur angezeigt, wenn sie mit dem neuesten Datenpaket heruntergeladen wurden.

Hinweis:

Über die legale Verwendung von Blitzer-Apps herrscht noch immer Uneinigkeit. Laut StVO ist es “untersagt, ein technisches Gerät zu betreiben oder betriebsbereit mitzuführen, das ­dafür bestimmt ist, Verkehrsüberwachungsmaßnahmen anzuzeigen oder zu stören. Das gilt insbeson­dere für Geräte zur Störung oder ­Anzeige von Geschwindigkeitsmessungen (Radarwarn- oder Laser­störgeräte)”. Nicht ganz klar ist, ob es sich bei einem Smartphone mit einer Blitzer-App um ein solches Gerät handelt. Realität ist allerdings, dass Fahrern, die mit einem Smartphones und einer solchen App bei einer Radarkontrolle erwischt werden, ein Bußgeld von bis zu 100 Euro und vier Punkte in Flensburg drohen. Da die Rechtslage hier noch nicht eindeutig geklärt ist, ist bei der Verwendung solcher Apps also Vorsicht geboten.

Bildschirm & Bedienung

Die Benutzeroberfläche von Radar Beep ist sehr klar und übersichtlich gestaltet. Die Karte von Google Maps lässt sich beliebig heranzoomen und Ihr könnt so im Vorfeld abchecken, wo auf Eurer Strecke Blitzer warten könnten. Die Geschwindigkeit wird großflächig eingeblendet. Warnhinweise sind ebenfalls schön groß gestaltet und beinhalten alle wichtigen Informationen. In den Einstellungen lässt sich festlegen, vor was genau Euch die App warnen soll. Neben festen Radaren und möglichen mobilen Blitzern gibt es einige weitere Warn-Kategorien, darunter beispielsweise der Abschnittsradar, mögliche Polizeikontrollen und sonstige Gefahrenpunkte. Die in der Karte am häufigsten vertretenen Anzeigen sind jedoch die möglichen mobilen Radarfallen.

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Benachrichtigungen können für einzelne Kontrollfälle eingestellt werden. / © AndroidPIT

Die Benachrichtigungen lassen sich zu jeder Kategorie einzeln anpassen. Ihr könnt die Benachrichtigung einzelner Warnhinweise ganz aussschalten oder Euch nur mit einer Benachrichtigung oder einem zusätzlichen Ton informieren lassen. Die Sprachbenachrichtigung kann ebenfalls aktiviert werden. Die App ist schnell konfiguriert und funktionierte im Test auf Anhieb. Für den Schnellzugriff gibt es ein Widget.

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Sprachbenachrichtigungen lassen sich auch deaktivieren. / © AndroidPIT

Speed & Stabilität

Auf den Testfahrten funktionierte Radar Beep sehr gut und genau. Die meisten möglichen Radare waren zwar nicht aktuell vorhanden, die App mahnte jedoch für den Fall der Fälle jedesmal rechtzeitig vor überhöhter Geschwindigkeit. Eine stabile Internetverbindung und ein gutes GPS-Signal sind zwingend erforderlich, um die Vorzüge der App auf der ganzen Strecke zu nutzen. Akku- und Datenverbrauch im mobilen Netz hielten sich in Grenzen.

Preis / Leistung

Die App ist kostenlos erhältlich und beinhaltet einen Werbebanner am unteren Bildschirmrand. Wer diesen entfernen möchte, kann einen beliebigen Betrag zwischen 1 und 100 Euro an den Entwickler spenden.

Abschließendes Urteil

Radar Beep liefert zuverlässig ganze Landkarten mit möglichen mobilen Radaren, festinstallierten Blitzern und weiteren Kontrolleventualitäten. Ob ein Blitzer auch gerade aktiv ist, erfahren Sie bei möglichen Radarkontrollen leider nicht durch die App, eine Warnung wird trotzdem ausgegeben. Überzeugend ist vor allem die einfache Benutzeroberfläche und schnelle Einrichtung der App. Verglichen mit der Konkurrenz wären auch für Radar Beep noch einige Funktionen wie beispielsweise Staumelder und Warnungen vor bestimmten Gefahren eine sinnvolle Ergänzung. Eine Verknüpfung mit der Google-Maps-Navigation wäre ebenfalls wünschenswert, um nur spezifische Blitzermeldungen zu erhalten. So ist eine Bluetooth-Verbindung mit einem externen Navigationsgerät notwendig. Alles in allem tut die App jedoch was sie soll und erhält in der Bewertung vier von fünf Sternen.

12 Kommentare

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  • Warscheinlich hat es nichtmal Schweizer Radarfallen eingetragen schade :(

  • Nach meiner Meinung, ist Blitzer de. die erheblich bessere Wahl!

  • Die app heißt blitzerwarner. Warum negativ bewerten, weil sie nicht vor Staus warnt?
    Nebenbei bemerkt: immer schön an die Höchstgeschwindigkeit halten, dann braucht man solche Apps nicht. ;-)

  • Es handelt sich wie gesagt meistens um mögliche Blitzer. Wenn die App nicht mit einem Navi verbunden ist werden auch Blitzer in der Nähe angezeigt. Das heißt man befindet sich während der Anzeige nicht zwangsläufig in der angezeigten Zone.

  • Habe es heute auf den Weg zur Arbeit mal getestet... es wird eine 30er Zone angezeigt wo keine ist...es werden Blitzer angezeigt wo keine sind..habe es wieder gelöscht

  • wird heute gleich mal ausprobiert

  • also punkt 1: Scannt die app nicht nach Radars. Das ist insofern wichtig als das es tatsächlich Radarscanner gibt, die eine Radarfalle durch die Radarwellen orten können.
    und 2. läuft die app nun im Hintergrund oder muss man sie offen haben?

    • Du startest die App, stellst alles ein und dann kannst du auch eine andere App öffnen. Dass Radar Beep im Hintergrund läuft, erkennst du an dem eingeblendeten Icon in der Status-Bar. Wenn du dich einem Blitzer näherst, wird dieser eingeblendet.Du musst sie dazu nicht geöffnet haben.

  • blitzer.de ist einfach besser.

  • Die werde ich gleich mal ausprobieren. Bisher nutze ich, wie bestimmt viele andere auch, die App Blitzer.de. Jedoch gefällt mir diese immer weniger, steigender Datentraffic, immer stärkerer Datensammelwut ( jetzt werden schon WLan während der Fahrt gescannt), und starke Abweichungen in der Ortsbestimmung. Blitzer.de gibt gerne auch Alarm wenn man hunderte Meter entfernt auf einer Parallelstrasse unterwegs ist.
    Na, da hoffe ich mal, dass diese hier besser ist.

  •   26

    moinsen
    also das beste ist immer noch tomtom mit oder ohne blitzer kost zwar bissel aber egal, dazu sollte man noch den HD traffic erwähnen, ich nutze beides seit der einführung, und kann nur sagen absolut top, kostet zwar im jahr nen bissel was, aber es taugt, und warum kann ich das behaupten? ganz einfach ich nutze es beruflich. vergesst den anderen kram. navigon hatte ich auch mal aber den traffic dienst sowie die blitzer kann man in die tonne treten

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