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Qualcomm verbaut Killswitch in kommende Prozessoren

Qualcomm will Smartphones sicherer machen und hat angekündigt, einen Killswitch zu liefern. Mit ihm soll man gestohlene Geräte vorübergehend unbrauchbar machen können. Erst ein biometrischer Scan soll sie wieder freigeben.

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Ich schau dir in die Augen, Kleines: Qualcomm will Biometrie-Features und Killswitches einführen. / © Qualcomm

Immer mehr Menschen nutzen Ihre privaten Smartphones und Tablets auch für die Arbeit oder umgekehrt, was Datenschutz wichtig macht. Aber auch private Daten wie Fotos, Kontodaten oder der elektronische Briefwechsel werden von immer mehr Menschen ausschließlich über die Internet-Flachmänner abgewickelt. Wenn diese dann per Diebstahl oder auf andere unerwünschte Wege spontan den Besitzer wechseln, darf dieser nicht gleich auch Zugriff auf all die Daten haben. Im besten Fall sollte der Halunke gar nichts damit machen können. 

Daher kam Qualcomm jetzt auf eine Idee, die Intel in seinen Desktop-Prozessoren schon Ende 2010 umgesetzt hatte: Es versieht künftige Prozessoren mit einem Killswitch. Das ist ein Mechanismus, bei dem Smartphones oder andere Geräte mit einem so ausgestatteten Prozessor unbrauchbar gemacht werden können. SafeSwitch heiß die Technologie bei Qualcomm und sie funktioniert wie folgt:

Wenn Euer Smartphone abhanden gekommen ist, könnt Ihr es aus der Ferne sperren. Taucht es wieder auf, könnt ihr es wieder entsperren. Anders als bisherige Lösungen basiert dieser Sperr- / Entsperr-Vorgang allerdings nicht auf einem Passwort, sondern auf Hardware-Authentifizierung.

Weitere Infos zu dem neuen Verfahren erwarten wir von Konferenzen in Tel Aviv und San Francisco, die im Laufe der Woche zum Abschluss kommen. In deren Anschluss sollen auch weitere Infos im Blog veröffentlicht werden.

Quelle: Qualcomm

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Top-Kommentare der Community

  • Frank K. 17.09.2014

    "Denn alles, was davon abhängt, dass das Gerät zum Zeitpunkt des Killbefehls online ist, und / oder über eine Account-ID läuft, wird ausgehebelt, sobald der Dieb einen Hard-Reset macht."

    So weit hat Qualcomm natürlich auch schon gedacht.

    " [...] adding a hardware component to a kill switch has big advantages over a software-only approach. [...] For instance, using the chip can help ensure that thieves can’t just factory-reset a phone, or flash the device with new software."

    Ich mein, man arbeitet ja mit einem Team aus klugen Köpfen mehrere Monate an solch einer Lösung. Da wird sicherlich auch der Fall berücksichtigt, dem jeder zweite Leser hier nach 10 Sekunden einfällt.

19 Kommentare

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  • Ein Dieb wird ein gestohlenes Gerät möglich schnell so zurücksetzen, dass die Mechanismen ausgehebelt werden. Viele Opfer haben zu diesem Zeitpunkt noch nicht einmal ihren Verlust bemerkt.

    Wenn dies auf zentralen Servern gemacht wird, dann haben wir wieder die NSA im Boot...


  • Sin ist das was man als Sinnlos Betrachtet... Es geht nur um Funktionen die keiner Braucht.. Ich Rede nun mit meiner Uhr.. Macht das Sin... :))


  • Bei avast!Mobilesecurity in dem Anti Theft Modul gibt es die Möglichkeit >Geofencing<. Ist diese Funktion aktiv kontrolliert sie ständig den momentanen GPS Standort. Wird das Handy nun aus dem momentanen Bereich entfernt (ab 100M einstellbar) wird das Handy automatisch gesperrt. In Anti Theft muss vorher auch eine >Freund Tel. Nr.< eingegeben werden, an die dann bei Sim Karten Wechsel unbemerkt von dem Dieb die Tel. Nr. der neuen SIM Karte per SMS gesendet wird. Somit ist dann auch jederzeit die genaue GPS Ortung des Handys gesichert. Es kann auch eingestellt werden, daß das Handy unbemerkt Fotos (ohne den üblichen Knips Sound) von dem Dieb macht und per SMS verschickt.

    Gruß, Werner


    • Das klingt zwar nett, Werner, aber die Frage ist, welches Avast irgendwas machen soll, wenn ein Factory Reset durchgeführt wurde.... ==> Avast weg... nix SMS.
      Genau hier hakt es bei allen bisherigen Diebstahl-Schutz Vorrichtungen.


      • @ Peter Aber nur bei ungerooteten Handys. Ist es gerootet verhält sich AntiTheft genau so wie vorinstallierte Apps. Dann ist auch die Einstellung >Werkseinstellungen überleben< anhakbar. Die Avast Software ist zwar dann weg, aber nicht Anti Theft. Anti Theft ist bei gerooteten Handys nichmal sichtbar. Nur in den Einstellungen der Avast App und um da reinzukommen muss man das Passwort wissen.

        Aber einen kleinen Haken hat das Ganze auch. Ist man nun in einem Café, Kneipe oder Disco und vergisst vor dem Verlassen Geofencing zu deaktivieren, hat man nach der eingestellten Entfernung ein gesperrtes Handy in der Tasche, es sei denn man hat das 2te Handy mit der eingestellten Freund Nr, dabei .....

        Gruß, Werner


      • @Werner:

        Wenn das Gerät gerootet ist, soll es sicherer sein? Im Gegenteil! Bei einem gerooteten Smartphone muss man doch nur ins Recovery booten (was IMMER geht) und dort dann einfach /system und /data formatieren. Das überlebt keine App, selbst wenn diese als System-App installiert wurde.

        Wäre ich ein Dieb und ein gerootetes Gerät geklaut haben, würde ich sogar noch dankbar sein, weil man sich so einiges an Arbeit spart.


      • @Frank:

        Klar, aber ich glaub kaum das der Dieb während er vor mir wegrennt ein Recovery Boot macht. Und schaut er nach 100 M auf das Display hab ich ein Foto von ihm.......


      • Ich denke, das erste, was ein Dieb macht, ist Akku raus oder Smartphone ausschalten. Dann in Ruhe ins Recovery booten und alles formatieren. Immerhin wissen (halbwegs professionelle) Diebe schon ganz genau, was man machen sollte, zumal der Vorgang weder kompliziert ist, noch schwer zu googeln.


  • definitiv sehr interessant, solange man das gerät noch rooten kann, ohne irgendwelche efuse Sachen :p


  • "Anders als bisherige Lösungen basiert dieser Sperr- / Entsperr-Vorgang allerdings nicht auf einem Passwort, sondern auf Hardware-Authentifizierung und “Biometrics”, also Fingerabdruck- oder Iris-Scan."

    Der Satz stimmt nicht. Qualcomm arbeitet an einem Sicherheitspaket namens Qualcomm SecureMSM Technology. Dies besteht aus vier Aspekten:

    - Qualcomm Snapdragon StudioAccess
    - Authentication
    - Qualcomm SafeSwitch Technology
    - Enterprise & BYOD

    Infografik: https://www.qualcomm.com/media/documents/files/qualcomm-security-solutions-infographic.pdf

    Die neuen biometrischen Erkennungsstandards von Qualcomm fallen unter "Authentication", hingegen der Killswitch eben unter "Qualcomm SafeSwitch Technology" fällt. Beides sind zwei unterschiedliche Kategorien, an denen Qualcomm arbeitet. Das bedeutet nicht, dass man den Killswitch nur (oder auch) über den Fingerabdruck oder Irisscan entsperren kann.


  • Hört sich interessant an. Mir wurde mal auch ein Handy geklaut. Es sollte vereinfacht werden den Dieb zu erwischen oder das Smartphone für diesen unbrauchbar machen zu können. Solche Sicherheiten am Smartphone sind aber ausbaufähig und sollten nicht zu teuer sein


  • Das macht alles keinen Sinn, solange ich die Sperrung selbst auslösen muss. Bzw. die Frage bleibt, WIE ich diesen Killswitch auslösen kann.
    Die einzige sinnvolle Möglichkeit die ich sehe, ist, wenn dieser Kill Befehl von einem Qualcomm Server verwaltet werden würde, auf dem der Prozessor gelegentlich den Status checkt. Denn alles, was davon abhängt, dass das Gerät zum Zeitpunkt des Killbefehls online ist, und / oder über eine Account-ID läuft, wird ausgehebelt, sobald der Dieb einen Hard-Reset macht. Und, wie ich aus bitterer Erfahrung weiß, ist das das Erste, was ein Dieb macht.


    • Soweit ich weiß sorgt Kill Switch dafür das das Handy nicht zurück gesetzt werden kann. Und sobald man es aktiviert hat braucht man das Passwort, Fingerabdruck, etc. Zum zurücksetzen des Handys.


    • "Denn alles, was davon abhängt, dass das Gerät zum Zeitpunkt des Killbefehls online ist, und / oder über eine Account-ID läuft, wird ausgehebelt, sobald der Dieb einen Hard-Reset macht."

      So weit hat Qualcomm natürlich auch schon gedacht.

      " [...] adding a hardware component to a kill switch has big advantages over a software-only approach. [...] For instance, using the chip can help ensure that thieves can’t just factory-reset a phone, or flash the device with new software."

      Ich mein, man arbeitet ja mit einem Team aus klugen Köpfen mehrere Monate an solch einer Lösung. Da wird sicherlich auch der Fall berücksichtigt, dem jeder zweite Leser hier nach 10 Sekunden einfällt.


  • "Immer mehr _Meschen_ nutzen Ihre _privasten_ Smartphones und Tablets"

    Da war aber ein Knoten im Finger ;)

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Alles klar!