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2 Min Lesezeit 11 Kommentare

Qualcomm Snapdragon 850: Extra-Power für Windows-Geräte

Spezielle Aufgaben erfordern spezielle Maßnahmen. Das gilt auch für die Chip-Branche. Zur Computex 2018 bringt Qualcomm deshalb den Snapdragon 850 für eine noch ziemlich kleine Gerätekategorie heraus, den Always Connected PC.

Qualcomm hat bereits einige Chips für sehr begrenzte Einsatzmöglichkeiten auf den Markt gebracht, etwa für Wearables, das Internet of Things oder VR-Brillen. Nun kommt mit dem Snapdragon 850 ein neuer Spezial-Chip hinzu.

Der Snapdragon 850 unterscheidet sich kaum vom Snapdragon 835, er wird im selben 10-Nanometer-Verfahren gefertigt. Durch die im Vergleich zu Smartphones größeren Gehäuse der Always connected PC lässt sich der Chip aber besser kühlen und kann so mit einem höheren Takt von bis zu 2,96 GHz betrieben werden. Diese Erhöhung soll, zusammen mit einigen weiteren kleinen Änderungen, dazu führen, dass der Snapdragon 850 etwa 30 Prozent mehr Leistung bringt, als der Snapdragon 835 aus dem vergangenen Jahr.

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Der Always Connected PC soll ein dauerhafter Begleiter wie das Smartphone sein. / © HP

Erste Tests machen Hoffnung

Bei Engadget konnte man den Snapdragon 850 bereits kurz ausprobieren. Die Leistung des Testgerätes, etwa bei der Bildbearbeitung, sei tatsächlich merklich schneller und flüssiger als bei vorherigen Always Connected PC. Auch 64-Bit-Spiele wie Vendetta beherrschte das Gerät dem Bericht zufolge recht problemlos.

Als erster Hersteller hat Samsung angekündigt, einen 2-in-1 mit dem Snapdragon 850 und Windows auf den Markt zu bringen. Es bleibt jedoch die Frage, ob der neue Chip dem Always Connected PC tatsächlich zum Durchbruch verhelfen kann, denn eigentlich sollten die Geräte längst im Handel sein. Die Hersteller jedoch, die noch vor drei Monaten auf dem MWC 2018 so dafür getrommelt hatten, sind extrem still geworden, wenn es um die neue Geräteklasse geht. Das angedachte Betriebssystem Windows 10 S soll ebenso ein Problem sein, wie die generelle Performance im Alltag. Letztere dürfte sich mit dem neuen Prozessor verbessern - hoffentlich nicht zulasten der Akkulaufzeit - , doch bei der Software ist man auf Microsoft angewiesen.

Was denkt Ihr, hat der Always Connected PC eine Zukunft?

Quelle: Engadget

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11 Kommentare

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  • Ich möchte an einen Erfolg dieser Chimäre, die X86- und Armwelt in sich vereinen soll, nicht recht glauben, denn sie trägt das Dilemma bereits in den Genen.
    Es stimmt, die ARM-Architektur ist sehr effektiv, im Sinn von Rechenleistung pro Milliwatt. Sie ist es auch deshalb, weil sie anders als die x86-Architektur keine Legacy-Strukturen mit sich schleppt, die auch noch 30 Jahre alte Software nativ laufen lässt.
    Genau das soll aber die x86-Emulationsschicht ermöglichen, ein Anliegen, das wirkt, wie der Versuch der Quadratur des Kreises.
    Was die Hardware der x86-Architektur auf Kosten verbrauchter Milliwatt leistet, soll nun Software, die eben diese legacylastige Architektur in einem Softwareprozessor nachbildet, besser hinbekommen?
    Das Problem ist dabei weniger die Performance selber, die ist schon hoch und wächst noch weiter, sondern eben die Effizienz. Auch Intel und AMD schlafen nicht, schrauben die Performance weiter hoch und k onnten dabei die Effizienz in den letzten Jahren erheblich steigern.
    So spricht schon der Umstand, dass man den sehr performanten SD835 noch erheblich übertakten muss, Bände. Die Emulation frisst Leistung ohne Ende.

    So hat Google schon 2011 festgestellt, dass nativ laufender, compilierter C++ Code etwa zehnmal schneller läuft (auf der selben Hardware natürlich) als Java-Bytecode. Dabei wird die JVM kontinuierlich optimiert (was auch schon 2011 der Fall war).
    Den Umstand sollte man auch berücksichtigen, wenn man die überragende Performance und Effizienz von Apples Ax-Architektur mit Androidhardware vergleicht.
    IOS-Apps, und dazu gehören auch die Benchmarks, laufen als nativer Code und nicht in einer Bytecode-Maschine, ein Android auf einem iPhone würde bei weitem nicht so performen. Ohne die Leistung der Entwickler in Cupertino schmälern zu wollen, kocht man auch dort nur mit Wasser.
    Dabei bieten natürlich virtuelle Maschinen andere Vorteile abseits der Performance, auf die hier einzugehen aber den Kommentar sprengen würde.
    Letztlich wird eine neue Rechnerklasse entstehen, die auch Windowsprogramme laufen lassen kann, aber eben schlechter bzw. weniger effektiv als herkömmliche Notebooks, und die effektiv "Windows-Apps" ausführen kann, das Ganze vermutlich im oberen Preissegment angesiedelt, zuwenig für einen Paradigmenwechsel, wie ich finde.

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Always-Connected-PCs-mit-Snapdragon-835-und-Windows-10-ruecken-naeher-3891599.html

    https://en.m.wikipedia.org/wiki/Java_performance

    Quellen: heise, wikipedia


  • Mittelfristig wird die ARM Technik durchaus die bisherige PC-Architektur ersetzten, weil die Energieeffizient unfassbar gut ist 🔋

    Finde diese Entwicklung im IT-Bereich sehr spannend und denke auch, dass die GPUs die Comoutig/Mehrkern/Ai Systeme der Zukunft sind 💻


    • Es hat sich herausgestellt da eben nicht so ist beim Snap 835 und das diese Gerät ,die damit betrieben wurden ,nur kurze Laufzeiten aufbringen konnten .

      Wenn 5-6h für dich gut sind ....🙄


    • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Nein, wird sie nicht.
      Sie ist effizient, ja, aber dafür auch deutlich leistungsschwächer. Selbst ein etwas älterer i5 lacht die modernsten ARM-Prozessoren einfach nur aus.

      Falls du dich nur auf Laptops beziehen solltest: Vielleicht, aber selbst da bezweifle ich es sehr stark.


    • Ersetzten, nein nicht wirklich möglich. Ein X86er wird aufgrund der Befehlsstruktur immer wesentlich stärker sein. ARM ist sparsamer mit der Energie aber in der Relation eben auch wesentlich Rechenschwächer. Desktop X86 und Mobil ARM, das ist für die jeweilige Plattform genau das passende aber ersetzen ist nicht drin bzw. wäre das Sinnbefreit.


    • A. K.
      • Mod
      vor 4 Monaten Link zum Kommentar

      Naja unfassbar gut sind sie nicht wirklich. Wenn man den Internetseiten so vertrauen kann, dann hat der QSD 835 eine Leistungsaufnahme von ca. 4 Watt bei 12 GFLOPs. Der I5 8400 hat 318 GFLOPs bei max. 50 Watt Leistungsaufnahme. Dadurch hat der 835 3 GFLOPs pro Watt, der i5 hat dagegen 6,36 GFLOPs pro Watt, wodurch der spezifische Verbrauch beim i5 deutlich besser sein sollte.
      Die SOCs haben einfach den Vorteil, dass sie vieles in sich vereinen.


      • "Die SOCs haben einfach den Vorteil, dass sie vieles in sich vereinen."

        So ist es, und Funktionen, die im PC ausserhalb des Prozessors liegen, müsste man bei den SOCs dann noch von den 4 Watt abziehen. Aber im Prinzip sehr ich es genauso:
        Nicht nur ARM hat bei der Performance nachgezogen, sondern Intel/AMD eben auch bei der Effizienz.


  • Eine Totgeburt mit diesem Windows S und leider nicht mit Google Chrome OS Geräte Konkurrenzfähig .

    Zu teuer in der Anschaffung wegen des Snapdragon ,teure Lizenzgebühren für das Windows Betriebssystem ,machen es unbezahlbar .

    Hinzu kommen Geräte ,die nur wenig Laufzeit bieten werden .


  • Tim vor 4 Monaten Link zum Kommentar

    Herzlichen Glückwunsch, Qualcomm bringt ihre Modellbezeichnungen noch weiter durcheinander.
    Der 850er soll auf dem 835er basieren? Warum heißt er dann nicht QSD835W (für Windows?) oder ähnliches, sondern steht mit der Bezeichnung sogar über dem 845?
    Für mich klingt dieser 850 aber eher 1:1 nach dem übertakteten QSD845 aus dem Asus ROG Phone... kann es sein, dass ihr den 845 meint und nicht den 835?

    Generell verstehe ich auch diese "Always Connected"-Dinger nicht.
    Im Alltag stimmen die Angaben zur angeblichen Laufzeit wahrscheinlich genauso, wie die Angaben bei Notebooks generell (also... gar nicht.), während man mit einem iPad bessere und konstantere Laufzeiten hinkriegt.
    Und für rechenintensive Aufgaben sind diese Dinger sowieso nicht geeignet, einfach weil auch ein QSD835/850 viel zu wenig Leistung dafür mit bringt und auch da wäre ein iPad dann besser...
    Sollten diese Teile nicht überdurchschnittlich günstig sein, was zu bezweifeln ist, sehe ich ehrlich gesagt keinen Sinn in diesen Geräten.


    • Die Dinger könnten nützlich sein für sowas wie n Raspberry Pi, es gibt doch bestimmt auch sowas für Android. Damit könnte man evtl. ne kleine, leistungsstarke Box bauen :)


      • Schon, auch weil die derzeitige Architektur des PI-SoC nicht über 1 GB RAM hinauskommt. Es gibt ja auch jede Menge, teilweise erheblich leistungsstärkerer Konkurrenten, wie Banana PI, Odroid und wie sie alle heissen. Nur hat der Raspi eine konkurrenzlose Community, was ihm auf absehbare Zeit einen kaum einholbaren Vorsprung verschafft.

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