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2 Min Lesezeit 33 Kommentare

Project Link: Google bringt modernes Internet in die dritte Welt

Kurz nach der Ankündigung von Project Loon folgt nun Project Link. Das Ziel des ehrgeizigen Unterfangens ist es, insbesondere den afrikanischen Kontinent per Glasfaser an die High-Speed-Netze der Welt anzuschließen. Startpunkt ist Uganda.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Project Link
© Google

Google baut seine Bemühungen, die ganze Welt mit dem Internet zu verbinden, weiter aus. In der ugandischen Hauptstadt Kampala sind Google-Ingenieure derzeit damit beschäftigt, systematisch Glasfaserkabel zu verlegen, um ein Netz zu kreieren, das die ganze Stadt flächendeckend mit dem Potenzial für zeitgemäßes High-Speed-Internet versorgt. Das ostafrikanische Land ist zwar bereits im Online-Zeitalter angekommen, kennt momentan allerdings lediglich Übertragungsgeschwindigkeiten aus der Prä-Breitband-Ära.


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Dieses Projekt ist nur ein Teil des übergeordneten Bestrebens, verlässliches Internet in alle Winkel der Erde zu bringen. Project Loon geht dabei einen anderen, visionären Weg und platziert Ballons in der Atmosphäre über Regionen, denen die Infrastruktur fehlt oder die bisher völlig von der digitalen Außenwelt abgeschnitten sind, sei es aus geographischen Gründen oder als Resultat von Naturkatastrophen. Wenig überraschend hat Microsoft-Gründer Bill Gates das Projekt bereits scharf kritisiert. Sein Argument: Das Internet hilft nicht den Ärmsten der Welt, die Hunger leiden und an Malaria sterben.


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Und damit hat er selbstverständlich nicht völlig Unrecht. Jetzt höre ich förmlich die Kritiker: “Google will doch lediglich neue Märkte erschließen und noch mehr Daten sammeln”, “mit Nächstenliebe hat das nichts zu tun”. Und das ist vermutlich auch der Fall. Ein wirkliches Gegenargument ist das allerdings nicht. Anschluss an (verlässliches) Internet ist im Jahr 2013 aus zahlreichen Gründen mindestens ein essenzieller Vorteil, und das ist äußerst zurückhaltend formuliert. Auf unterentwickelte Länder trifft das nicht minder zu, im Gegenteil. Bill Gates ist für seine substanziellen Bemühungen im Kampf gegen Malaria in höchsten Tönen zu loben. Das macht die Arbeit von Google aber nicht weniger wertvoll, selbst wenn sie nicht aus reiner Nächstenliebe geschieht. Hier zählt wirklich mal, was am Ende dabei rauskommt.

Wer sich für Project Link interessiert, findet auf der entsprechenden Website mehr Informationen.

Via: GoogleWatchBlog Quelle: Google

Top-Kommentare der Community

  • rexProjects 22.11.2013

    Ich verstehe eure Gedankengänge nicht. Google ist kein Lebensmittel Konzern, also warum sollten sie sich darum kümmern? Die Argumente, die ihr hier bringt könnt Ihr Nestlé, Tesco und Co um die Ohren schmettern.

33 Kommentare

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  • die solln ma lieber was in lebensmittel und für den aufbau der städte geld investieren anstatt kabel zu verlegen!!!!


  • Die caritative Arbeit Bill Gates' in allen Ehren... aber seine Kritik an Googles Projekten in diese Richtung klingt eher nach "Scheisse, warum ist MIR das nicht eingefallen?! Menno... :'( ... grade Google...~schnief~"

    Und wer nicht versteht, dass bessere oder gar erstmalige Vernetzung(wie von einigen wenigen Vorrednern schon erwähnt) einfachere Kommunikation zB. in Krisengebieten ermöglicht und auch aus wirtschaftlichen Gründen sinnvoller ist, als ihnen(extra für euch so flapsig formuliert) 'nen Sack Reis rüberzuschicken, ist nicht in der Lage, vorausschauend zu denken... und schlicht naiv.


  •   32

    Das gleiche Prinzip wie Android.
    Eine Plattform schaffen als Mittel zum Zweck.
    Android und Glasfaserkabel sind ein cleverer Schachzug um an etwas ganz anderes zu kommen.


  • Da gabs doch mal nen Kommentar von Bill Gates zu. Weiß nur nicht mehr obs hier war oder wo anders.
    Also bezuglich des absurden Gedanken Kindern die Hunger und Durst leiden, den Zugang zum Internet zu ermöglichen aber nichts am Hunger zu ändern.
    Wer Durst und Hunger hat kann auch nicht richtig lernen. Google sollte lieber da lieber erst mal was ändern. Nachhaltig handeln geht anders.


    • Es sind genau diese Momente, die den Albtraum eines jeden Journalisten bestätigen: Viele der Kommentatoren von Artikeln haben diese überhaupt nicht gelesen... Schau mal rein ;-)


      • Ein Vorschlag:

        Entweder, wir benutzen alle trotz der neuen Schachtelung der Website weiterhin das "@", Stephan, oder wir benutzen alle einfach die App nicht mehr.

        Ja, es ist off topic, aber ich hab mich schon wieder so erschrocken, weil ich dachte, ich wäre gemeint. Mein Nervenkostüm und ich können so nicht arbeiten. ^^

        Bitte weiterleiten. ;)


    • Hast du überhaupt mehr als die Überschrift gelesen?


  • Und zu dem Problem, dass nur wenige Menschen dort einen PC haben gibt es doch auch lösungen. Raspberry Pi lässt grüßen. Der Ansatz ist gut, denn Wissen ist Macht. Es sollte aber dann auch in welcher Form auch immer gewährleistet werden, dass der Zugang zu den Informationen auch unbeschränkt ist.


  • man darf nicht vergessen das afrika Regierungsprobleme hat, oft dürfen Helfer garnicht helfen oder sind korrupt, das vergessen ziemlich viele scheinbar. Was google macht ist in erster linie gut, da es auch Städte wie st. Petersburg in afrika gibt die heute noch kaum schnelles Internet hat. In zweiter linie ist Daten sammeln auch dabei, wovon Google aber noch jahre nicht profitieren wird


  • Bin jetzt mal böse.
    Es ist gut, was sie machen. So kann der arme Afrikaner sich mittels Google bei Nestlé sein Trinkwasser von Amazon schicken lassen. Weiter so.


  • In Afrika werden seit eh unsere alten Computer, Monitore, Kameras zusammen gebastelt... aus dreien wird eins usw. Das ist ein ganz eigender Beschäftigung Zweig und viele die nie eine Schule besucht hatten können mit der komplizierte Materie arbeiten. Nur Afrika ist so groß, so verschieden auch alleine von den Klima Zonen her das allgemein gültige aussagen, annahmen, perspektivisch nicht gestellt werden können. Daher werden Lösungen genauso vielfältig, verschieden aussehen müssen wie das Land mit seinen Menschen selbst sind. Wäre gut wenn Google auch darauf eingehen würde, könnte.


  • Eigentlich ist es schlimm.....

    Es wird gejammert das Google so was macht, die haben soviel Geld blablabla....

    Ich sehe es auch so , das durch das Internet neue Möglichkeiten geschaffen werden.

    Und jetzt mal anders herum....
    Wer von den ganzen die hier meckern - HABT IHR NICHT AUCH GENUG - HABT IHR ÜBERHAUPT SCHON MAL GESPENDET (ich rede nicht von einmal 5 € in Jahr).


  • In Afrika gibt es sehr wohl PC's, Laptops und Handy's, das scheinen die meisten hier nur nicht zu wissen. Es gibt sogar sehr moderne medizinische Geräte, nur leider gehen viele davon unter den klimatischen Bedingungen schnell kaputt und die Menschen vor Ort wissen nicht wie diese repariert werden können, was oft einfach ein defekter Stecker ist. Mit weiter verbreitetem internet könnten sich die Leute vor Ort auch mehr selbst helfen.
    Es gibt viele Lobenswerte Projekte in den Nahrungsmittelbereichen, aber google ist anscheinend einer der ersten die auch in die Technik investieren, ob es sich für google lohnt (finanziell) wird sich irgendwann rausstellen, aber den menschen vor Ort wird das auf jeden fall etwas bringen. Das netz ist Hilfe zur Selbsthilfe für Afrika.


  • Was bringt den armen Leuten in Afrika Internet wenn sie nicht mal einen Computer haben? Außerdem interessiert einen das Internet einen Schweiß wenn man jeden Tag ums Überleben kämpfen muss...


  • Es geht hier doch erstmal um eine Stadt oder verstehe ich das falsch ? Aufgabe muss es sein den ganzen Kontinent Zugang zum www. zu ermöglichen. Das wurde nicht mit sauberen Trinkwasser in 30 Jahren geschafft.... und das Internet wird es auch nicht. Aber es gibt durchaus vereinzelte Zentren die wirtschaftlichen Aufschwung erleben, die Magnet Wirkungen in Bezug auf Wohlstand, Bildung, Kultur haben. Ob hier nun unbedingt Glasfaser nötig sind weiss ich nicht, das WWW schon. Armut, Hunger Nöte, Wasserarmut..... wahrscheinlich auch Kriege werden wohl immer auf diesen Kontinent herrschen. Aber ohne Zukunft keine Hoffnung.


  • @Tobias Berg Ja klar ist google kein Lebensmittelkonzern google hat aber auch nichts mit Verlängerung beziehungsweise Zellregeneration zu tun und hat trotzdem viel Geld hineingesteckt!


  • Wer Google hier von wegen essen und trinken verschreit kann ja seine spenden so aufzählen. Es gibt Hunderte Projekte dahingehend, also lasst Google doch den Technologischen Aspekt bedienen. Zumal eine gute Vernetzung den ganzen Projekten hilft sich zu unterstützen. Außerdem steckt Google Millionen in die Forschung auch rund um Energie und Gesundheit. Das kommt auch der dritten Welt zu Gute.


  • Großartig, und ich sitze in Deutschland, und trotzdem Gurke ich mit einer 2000 Leitung durchs Internet.

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