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Project Glass: Google-Chef mit Cyber-Brille in der U-Bahn gesichtet

Verfasst von: Andreas Seeger — 21.01.2013

"Yeeahh.... Ich hatte gerade ein kurzes Gespräch mit dem mächtigsten Mann der Welt. Auf der Linie 3 Downtown. Toller Typ." So beschreibt Noah Zerkin auf Twitter seine Begegnung mit Google-Mitgründer Sergey Brin. Der Mann hinter dem Projekt Google Glass scheint privat ein ziemlich cooler Typ zu sein.


Ganz entspannt in der Linie 3 Richtung Downtown New York: Sergey Brin, fotografiert von Noah Zerkin.

Zerkin ist ein Entwickler von Augmented-Reality-Apps, der mit Integrated Realities einen eigenen Blog zum Thema betreibt. Kein Wunder also dass er Sergey Brin sofort erkannt hat, als der ihm in der New Yorker U-Bahn gegenüber saß. Und auch die spacige Brille mit dem breiten Bügel auf der rechten Seite, die Brin auf der Nase hatte, war ihm natürlich bekannt.

Es handelt sich um einen Prototypen von Project Glass, der Cyber-Brille, die die Realität mit digitalen Inhalten anreichert und etwa den Weg in den nächsten Supermarkt zeigt, indem sie virtuelle Richtungspfeile vor die Netzhaut projiziert. Aber das ist nur eine von ganz vielen Möglichkeiten. Google wird zwar schon in diesem Jahr eine Entwicklerversion für 1.500 Dollar verkaufen und verspricht Marktreife bis 2014, bis die Brille in der Breite ankommt, werden aber noch ein paar Jahre vergehen. Es steht aber außer Frage, dass Augmented Reality zukünftig eine wichtige Rolle spielen wird. Und Google investiert bereits jetzt massiv in diese Zukunft, um später ganz vorne mit dabei sein zu können. Project Glass ist bei Google Chefsache, das Foto von Zerkin belegt das mal wieder.


Dieses ältere PR-Foto von Google zeigt eine andere Version der Cyber-Brille. / (c) Google

Sergey Brin ist Mitgründer von Google und momentan als Technikchef (CTO) einer der wichtigsten Innovationstreiber bei Google. Der 39-jährige Informatiker verantwortet das Project Google Glass und hat die Brille bereits auf der letztjährigen Google I/O spektakulär inszeniert: Während er auf der Bühne stand, sprangen Fallschirmspringer aus einem Zeppelin ab. Sie trugen alle eine Google-Brille und die damit aufgezeichneten Videos wurden in Echtzeit in den Konferenzsaal gestreamt.

Ich finde es ziemlich symphatisch, dass sich Brin mit der Brille im Gesicht und einer gelben Plastiktüte zwischen den Knien in der New Yorker U-Bahn ablichten lässt. Trotz seiner Milliarden scheint er ein Mensch geblieben zu sein.

Quelle: TNW

Der studierte Historiker hat schon für viele verschiedene Publikationen im Mobilfunkbereich gearbeitet, unter anderem für Europas größtes Telekommunikationsmagazin CONNECT. Er ist an der Ostsee aufgewachsen, lebt aber schon seit mehr als 12 Jahren in Berlin. Das Meer vermisst er immer noch.

29 Kommentare

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  • Bagorolin 03.02.2013 Link zum Kommentar

    Dass er so locker mit der Brille in die Ungarn sitzt Funde ich auch ziemlich cool!
    Wie schnell sich die Brille entwickelt macht mit jedoch etwas Angst.. Es galt immer als science fiction. Vlt ist die nächste Generation schon abhängig von solchen gadgets...

    Normalerweise bin ich ja nicht so Verschwörungs mäßig, in dem Fall aber schon...

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  • mapatace 22.01.2013 Link zum Kommentar

    Das Märchen von den ganz einfachen Millionär, na klar. In welcher Welt lebt ihr denn? In meiner jedenfalls nicht und die ist nun auch schon über 50 Jahre alt. Im übrigen hat keiner hier sich abwertend über reiche Menschen geäußert. Mal genau lesen, hilft.

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    Marc 22.01.2013 Link zum Kommentar

    alles schnickschnack, nen echter nacktscanner wäre besser XD :-))

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  • D4rk50L 22.01.2013 Link zum Kommentar

    @Ahmed
    Schon mal in NY gewesen? Du würdest dich wundern wem man da manchmal zufällig begegnet. Und das ohne eine kleine Armee von Bodyguards im Schlepptau.

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  • Comyu 22.01.2013 Link zum Kommentar

    Quelle?

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  • Björn N. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Google wusste wann und wo der Programmierer sich aufhält. Man hat ihn mittels Google Now und Latitude gestalket um so dieses für den Programmierer ungeplante Ereignis zu provozieren ;-)

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  • Thomas R. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    @J.David S.: Dem gibt es nichts hinzuzufügen.
    Doch. Ich kenne zwar Sergey Brin leider nicht, aber
    1) hat man schon von vielen wirklich Reichen gehört, dass die mit der U-Bahn fahren.
    2) Habe ich vor nicht all zu langer Zeit aus beruflichen Gründen etwa 4 Monate in New York gelebt, und da ich die Stadt von früher noch kenne kann ich bestätigen, dass die U-Bahn in NY als nicht unsicherer ist wie die meisten in Europa. Generell ist New York auch im Ranking die sicherste Großstadt der USA, und auch mitten im Feld der europäischen Städte.

    Da von Klischees aus Filmen gepostet wurde. Vor allem junge glauben immer noch an ein cooles Leben in den USA. Vor allem für Mittelständler wie uns.

    Vergeßt das. Dort haben etwa 80% vom "Mittelstand" 2 Jobs. Einer zum Leben der andere für Krankenversicherung und andere Absicherungen wie Arbeitslosenversicherung.

    Als damals viele Menschen (vor allem auch Frauen) erfuhren, dass ich aus Wien komme (generell wird Europa so positiver gesehen als bei uns gedacht wird) wurde ich behandelt als käme ich aus dem Paradies. (Bei unseren Sozialunterstützungen wirkt das auf Amis so)
    Praktisch kostenlos zum Arzt gehen und Arbeitslosengeld erhalten konnten viele gar nicht glauben. Hat mich auch überrascht. Musste ich einfach loswerden.

    Gerade nach Au Pair Erfahrungen haben viele junge Menschen ihr USA Bild revidiert. Dabei ist das Leben im Osten noch besser als im Westen.

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  • J. David S. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Die Welt ist nicht nur gut und mit Sicherheit auch nicht sicher (haha..).. aber man sollte nicht jeden Action Film direkt auf die Realität übertragen.. Nur weil der Typ arschreich ist bedeutet das einfach noch lange nicht, dass er großartig gefährlicher lebt.. Und mit Sicherheit war da nen Stück weit PR drin.. aber wieso sollte ein Milliardär nicht auch U-Bahn fahren? Nur weil er die ganze U-Bahn direkt kaufen könnte?.. Einer meiner besten Freunde hätte es bei Weitem nicht nötig mit den Öffentlichen zu fahren, macht er trotzdem.. wieso auch nicht..
    Schubladendenken ist einfach für den Arsch.. so wenig wie alle armen Leute unter der Brücke schlafen, heben auch nicht direkt alle Megareichen total ab..
    Könnte direkt von der Bild kommen diese Schublade..

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  • Alpha O. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Ach Ahmed, sicher ist das ein PR-Gag und kein Zufall, aber erstens erkennt fast niemand vermute ich und zweitens heißt das noch lange nicht, dass er nicht bodenständig ist.

    Sind reiche Leute, die sich größere Autos, Häuser etc. kaufen können als ihr automatisch abgehoben und arrogant? Seid ihr das nicht eher, wenn ihr solche Vorurteile hegt?

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  • Tim Müller 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Die rechts ist auch ein Bodyguard. Man sieht ganz klar, dass sie ein Lichtschwert in der rechten Jackentasche hat!

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  • schmitzekater 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Rein zufällig trifft der Google-Chef einen Entwickler von AugmentedReality Apps.
    Ja nee, is klar.

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  • JPsy Droid 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Selten geworden sowas, sonst würde es nicht so auffallen...

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    Ahmed 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Warum ein Multi-Milliardär gefährdeter ist als z.b. ich,
    ganz einfach, wenn er entführt wird gibt es für ihn
    ein paar $ mehr als für mich…
    Alleine durch die Gegend fahren, ein willkommenes Opfer,
    aber keine Sorge um den „Bodenständigen“,
    außerhalb der PR-Nummer wird er gut bewacht und abgeschirmt.
    Bestimmt waren auch einige Aufpasser während dieser Aktion in der Nähe,
    und ganz „zufällig“ ist in der Kleinstadt NY
    ein Insider(Noah Zerkin) zum Thema im gleichen U-Bahn Abteil.
    Das Ganze ist für mich genauso als wenn z.b. ein Politiker
    im Wahlkampf einem kleinen Kind über dem Kopf streichelt,
    um Volksnah & Kinderlieb zu wirken,
    schlimm wie viele noch auf so was reinfallen!

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  • J. David S. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Der Prototyp wurde schon mit anderen Brillengestellen gesehen als mit diesem minimalistischen Modell das meistens zu sehen ist, auch mit Sonnenbrillen. Ich gehe mal stark davon aus, dass die Brille eigentlich keine Brille ist sondern eigentlich alles nur rund um den breiteren Bügel spielt und dieser auch an anderen Gestellen Anwendung finden kann.

    Und wieso sollte ein Multimilliardär direkt gefährdeter sein als andere Leute?.. Ich kenne selber einige extrem reiche Leute, die sind zwar nicht unbedingt weltbekannt aber offensichtlich etwas "besser" mit Geld versorgt.. mit Bodyguards rennt davon trotzdem keiner rum.. Sind ganz normale Leute die auch durchaus normale Leben führen können..

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  • Hendrik H. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Als ob man ständig Ärger bekommen würde, nur weil man Geld oder irgendwelche technischen Geräte bei sich hat. Aus welchen Städten und Vierteln kommt ihr bitte? Die New Yorker U-Bahn ist außerdem extremst Videoüberwacht - wie die gesamte Stadt. Die fürchten sich doch vor Anschlägen.

    Aber auch anderswo springt einem nicht gleich jeder ans Bein.

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  • mapatace 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Ich schreibe ihm. seine Bodenständigkeit gar nicht ab, im Gegenteil. Sollte er sich auf diesen noch befinden, würde er sich sicher nicht in Gefahr bringen wollen. Milliardär und U Bahn fahren passt einfach nicht. Würde ich jedenfalls meinen ohne klischeehaft zu wirken.

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    Ahmed 21.01.2013 Link zum Kommentar

    Definitiv ist das Ganze eine PR-Nummer,
    mal was anderes als ein leak…
    Zufällig wird ein halbfertiges Produkt im Alltag genutzt,
    wahrscheinlich „getestet“.
    Eine solch vermögende und dadurch gefährdete Person
    fährt alleine per U-Bahn durch die Gegend, ist schon klar!
    Ich glaube so einen Blödsinn schon lange nicht mehr.

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  • Schmirgelbrunft 21.01.2013 Link zum Kommentar

    @Michael H.: Es soll möglich sein, auch eine Version mit geschliffenen Brillengläsern zu erhalten.

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  • Aaron M. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    @Michael H. Es gibt ja auch Skibrillen mit einer bestimmten Kruemmung die fuer Brillentraeger geeignet ist.
    Kann mir hier also auch vorstellen das es die Google Glasses auch in verschiedenen 'Staerken' geben koennte irgendwann.

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  • Marcel L. 21.01.2013 Link zum Kommentar

    @Li giang: "sieht doch auch komisch aus wenn die Hälfte in der U-Bahn das ding trägt."
    es sieht auch heute schon komisch aus, wenn 50% der Bahnfahrer nach unten gucken und ihre Umwelt nur noch durch Facebook wahrnehmen =/

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