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So wird Project Ara zum Hausarzt in der Hosentasche

Das modulare Smartphone von Google wird immer greifbarer. Jetzt wurde ein Prototyp vorgestellt und mit ihm ein Modul, das zeigt, wohin die Reise gehen könnte.

Endlich gute Fotos mit dem Smartphone machen - das wäre was!
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Hinter den bunten Baukästen von Project Ara werden sich künftig auch echte Lebensretter verbergen. / © Phonebloks

Das Tolle an Project Ara ist seine Flexibilität. Momentan sind Smartphone-Hersteller aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, vom technisch Machbaren oft Abstand zu nehmen, weil das wirtschaftlich Profitable einen höheren Stellenwert hat. Anders bei Ara, denn hier werden Hersteller einzelner Module es sich leisten können, auch gezielt Nischenkundschaften anzupeilen, denn das Baukasten-Phone wird auf die spezifischen Bedürfnisse seiner Nutzer zuschneidbar sein.

Damit eröffnen sich ganz neue Möglichkeiten. Wir hörten bereits von Modulen mit Wärmebildkamera und ähnlichem. Nun zeigt sich, dass es auch einiges zum Thema Gesundheit geben wird. Letzte Woche stellte Google im Zuge einer Veranstaltung namens Engadget Expand einen Ara-Prototyp vor und demonstrierte die Fähigkeit, einzelne Module auch während des Betriebes auszutauschen (“hotswapping” genannt). Dabei wurde unter anderem ein Modul zur Pulsoxymetrie vorgestellt. Dieses erlaubt es, durch das bloße Fingerauflegen den Blutsauerstoffgehalt des Nutzers zu messen. Dabei ist es nur ein Modul, das zeigt, wie Project Ara zum ernsthaften medizinischen Werkzeug werden könnte, das letztlich der Selbstkontrolle dient aber auch Daten sammelt, die für ärztliche Diagnosen äußerst hilfreich sein könnten. Google Fit könnte hier noch weiter ausgebaut werden und im Zuge von Ara einen ganz neuen Stellenwert erhalten.

Das ist kein Zufall. Google-Gründer Larry Page spricht bereits länger von seinem persönlichen Interesse daran, Google viel stärker in den Bereich der medzinischen Industrie und Gesundheitsfürsorge zu bewegen. Kontaktlinsen die den Blutzuckerspiegel des Trägers messen, sind bereits in Googles X Labs in Arbeit, und das ist nur die Spitze des Eisbergs. Hier erwartet uns ohne Zweifel noch einiges. Project Ara könnte zur Speerspitze dieser Bemühungen werden.

Wie immer findet Ihr alle aktuellen Informationen in unserer Übersichtsseite zu Project Ara.

Quelle: Engadget

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Top-Kommentare der Community

  • Michael P 10.11.2014

    Ich vermute, wer auf bestimmte medizinische Messungen zur Überwachung seiner Körperfunktion angewiesen ist, wird es begrüßen über ein möglichst praktisch bedienbares, mobiles Meßgerät, am besten gleich mit Auswertung, Warnfunktion etc. zu verfügen. Wenn dies erforderlich ist, um nicht irgendwo unerwartet umzukippen (oder schlimmeres), wird der Datenschutz zurückstehen müssen ("nein, meine Blutwerte bekommt niemand! lieber sterbe ich!" - "das ist auch genau das was Sie tun werden, wenn wir ihre Blutwerte nicht messen können..."). Jemand anderes braucht so etwas ja auch gar nicht :)

  • Dominik 10.11.2014

    Und wieder ein Schritt weiter zum gläsernen Menschen.

    Aber anders als beim Fingerabdruck - Scanner habe ich hier die Wahl, ob ich mir das Modul einbaue oder nicht.

    Finde ich sehr interessant, was technisch machbar ist, datenschutzrechtlich sehr bedenklich stellenweise

12 Kommentare

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  • Hilfe! Das liest sich wie eine Diskussion von älteren Herrschaften. Meine Oma hatte auch so reagiert über neue Erfindungen. Da fragt man sich doch, "wieso soll ich meine Wäsche nicht mit der Hand waschen. Aus welchem Grund soll ich mir eine Waschmaschine anschaffen. "Also, wenn ich dieses Projekt Ara verfolge kommt mir nur eins in den Kopf: ich würde gern noch einmal 30 Jahre jünger sein....

  • Falls Ara wirklich kommen sollte wäre ich dabei. Ich hoffe es wird einen großen Markt an Zubehör sprich Module geben.

    • Genau das wird das entscheidende sein - der Erfolg vom Projekt Ara hängt von dem Markt an Modul-Herstellern ab.

  • Das er das will ist verständlich.Schließlich wird hier viel Geld ausgegeben,Privat wie staatlich.Mich interessieren eher Partner-Firmen.Alles was ich bis jetzt darüber lesen konnte waren Google interna oder Universitäten ....die mehr oder weniger Partner -Verträge mit Google haben und beim Rest sieht's nicht anders aus.Will nun keine autonome Bestrebungen ausschließen....nur weiss ich von keiner.Das finde ich ...auch hinsichtlich des fortgeschrittenem Stadium ...etwas bedenklich.Vielleicht wisst ihr da ja mehr ?....oder jemand hier im Forum.

  • Ich finde den medizinischen Einsatz des Projekt Ara eigentlich ganz interessant, denn wie schon erwähnt muss ich nicht viele verschiedene Geräte mit mir rumschleppen, sondern nur das Ara-Phone und ggf. die einzelnen Module zum wechseln.

    Was man meiner Meinung nach bei dem Projekt Ara bedenken muss, ist das es garnicht so viele Steckplätze für die einzelnen Module gibt. Wobei man leicht die einzelnen Module mit rumschleppen kann und bei Bedarf dann wechseln kann.

  • Und wo ist der große Vorteil gegenüber medizinischem Gerät, das per Kabel oder Bluetooth mit einem "normalen", x-beliebigen (und nicht nur "Project Ara") Smartphone (und somit der darauf befindlichen, die Daten auswertenden App) gekoppelt werden kann?

    • Dass es kompakter ist und man nicht zig Geräte mitschleppen muss. Wieso hat man heute nicht mehr pda Kamera und tastenhandy dabei?

      •   51
        XXL 10.11.2014 Link zum Kommentar

        Naja, die Möglichkeiten sind trotzdem ziemlich begrenzt und kleiner ist auch nicht immer gleich besser. Ausserdem dient bei vielen Geräten das Smartphone nur als Display, oder wenn Google noch die Hände im Spiel hat, vor allem zum Gesundheitsdaten sammeln. Wer z.B. zuverlässig den Puls und Blutdruck messen will, kommt auch nicht um ein entsprechendes Geräte herum. Natürlich gibt es auch solche, die mit Smartphones kompatibel sind, aber wie gesagt, das ist dann nur ein erweiterter Display. Und wenn ich sowieso ein Blutdruckmessgerät kaufen muss, dann gibt es keinen Grund, weshalb ich die Daten noch freiwillig an Google senden soll.

      • die ersten handycams waren auch ne lachnummer, inzwischen können viele handys kompaktkameras komplett ersetzen. sollten die hersteller von meßgeräten module anbieten wird es auch die dazu passende software geben, deren daten nicht zwangläufig an google gesendet werden. sollte google das heimlich tun können sie das auch bei per bt gekoppelten geräten.

        kompakter ist nicht zwangsweise besser, aber meistens praktischer. und so steigt die akzeptanz, gerade erst wurde beim sohn einer bekannten diabetis festgestellt, durch die kopplung seines messgeräts mit dem smartphone konnte man ihn sehr leicht begeistern dieses auch zu nutzen, ein schriftliches vermerken der daten wird von teens gerne verschlammt(gerne werden auch externe geräte vergessen). gäbe es heute schon ein modernes smartphone dass diese funktion integriert hat wäre das wesentlich leichter.

  • Und wieder ein Schritt weiter zum gläsernen Menschen.

    Aber anders als beim Fingerabdruck - Scanner habe ich hier die Wahl, ob ich mir das Modul einbaue oder nicht.

    Finde ich sehr interessant, was technisch machbar ist, datenschutzrechtlich sehr bedenklich stellenweise

    • Ich vermute, wer auf bestimmte medizinische Messungen zur Überwachung seiner Körperfunktion angewiesen ist, wird es begrüßen über ein möglichst praktisch bedienbares, mobiles Meßgerät, am besten gleich mit Auswertung, Warnfunktion etc. zu verfügen. Wenn dies erforderlich ist, um nicht irgendwo unerwartet umzukippen (oder schlimmeres), wird der Datenschutz zurückstehen müssen ("nein, meine Blutwerte bekommt niemand! lieber sterbe ich!" - "das ist auch genau das was Sie tun werden, wenn wir ihre Blutwerte nicht messen können..."). Jemand anderes braucht so etwas ja auch gar nicht :)

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