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2 Min Lesezeit 26 Kommentare

Plastikmüll im Meer: The Ocean Cleanup funktioniert noch nicht

The Ocean Cleanup will die Meere vom Plastikmüll befreien. Nach der erfolgreichen Testphase hatte die Aufräumarbeit vor rund einem Monat begonnen. Nun steht fest: The Ocean Cleanup funktioniert noch nicht, und es ist fraglich, ob sich das noch ändern wird.

Grundsätzlich funktioniere das System von The Ocean Cleanup schon, so Erfinder Boyan Slat in einem Blog-Beitrag. Doch verbleibe das Plastik meist nur "relativ kurz" in dem Fangmechanismus und schwimme oft dann wieder heraus. Genau das soll aber nicht passieren, denn das U-förmige System soll den Müll schließlich gefangen halten, damit er in regelmäßigen Abständen von einem Baggerschiff aufgenommen und abtransportiert werden.

Arjen Tjaellma aus dem Team von The Ocean Cleanup sagt: "Grundsätzlich arbeitet die Anlage wie gewünscht. Das Plastik treibt in die Konstruktion, wir beobachten aber auch, dass es wieder herausschwimmt. Unser Team untersucht derzeit, warum das passiert und wann. Das geschieht nämlich nicht immer." Das System soll nun so verändert werden, dass der Müll nicht mehr entweichen kann. Eine Möglichkeit sieht vor, die Öffnung zu vergrößern. Dies würde dem Wind mehr Angriffsfläche geben und könnte gleichzeitig die kleinen Wellen reduzieren, die das Fangrohr selbst produziert und die den Müll aus dem System zu schieben scheinen.

Kritiker hatten schon früh Zweifel an The Ocean Cleanup

Die aktuellen Schwierigkeiten von The Oceal Cleanup sind Wasser auf die Mühlen der Kritiker. Die hatten Boyan Slat schon länger vorgeworfen, hier eine viel zu simple Lösung für ein ziemlich komplexes Problem erdacht zu haben, die nicht funktionieren könne und im schlimmsten Fall selbst zu einem weiteren Stück Plastikmüll verkommen werde. Auch wenn das System vielleicht noch zu retten ist, zeigt sich nun: So ganz aus der Luft gegriffen waren die Bedenken nicht.

Slat selbst gibt jedoch so schnell nicht auf und ist optimistisch, die Probleme lösen zu können. In keinen früheren Simulationen und Tests seien diese zu beobachten gewesen. Allerdings dränge die Zeit: "Das System 001 muss funktionieren, bevor wir daran denken können, es hochzuskalieren."

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Top-Kommentare der Community

  • Tenten vor 4 Wochen

    Ja, das denke ich mir, dass sich hier die Kritiker über einen Misserfolg freuen. Wie dämlich kann der Mensch eigentlich sein? Statt ihn zu unterstützen oder selbst etwas zu unternehmen, kritisiert man den einzigen, der wenigstens etwas unternimmt und freut sich noch, wenn er damit auf die Nase fliegt, den Planeten zu retten, auf den auch diese Kritiker zum Überleben angewiesen sind. Vielleicht sollte man über den Begriff Homo Sapiens Sapiens noch einmal nachdenken, er wurde wohl etwas vorschnell gewählt.

  • Moritz Deussl
    • Mod
    • Blogger
    vor 4 Wochen

    Ich hoffe sehr, das dieses Projekt noch Erfolg haben wird!

  • Pit123 vor 4 Wochen

    Immerhin hat er seine Idee umgesetzt und kämpft um ein plastikfreies Meer! 💯

26 Kommentare

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  • EU verbietet Einweg-Plastik Diese Produkte werden bald aus dem Alltag verschwinden.

    mobil.mz-web.de/politik/eu-verbietet-einweg-plastik-diese-produkte-werden-bald-aus-dem-alltag-verschwinden-31766292


  • Wenigstens hat es mal jemand probiert und nicht immer nur dagegen gewettert!!!


  • Was soll diese immer wieder gestellte und meiner Meinung nach überflüssige Frage, womit das Schiff denn fahre? Doch nicht etwa Diesel?
    Womit denn sonst?
    Und was soll schlimm daran sein, wenn man eine eine neue und revolutionäre Technik entwickelt und sie zunächst auf einer herkömmlichen Plattform testet? Was schlägt denn der Herr Fragende (Karsten) vor? Die Schiffsschraube neu zu erfinden? Rudern?
    Hier gibt jemand sein Bestes, um etwas zu versuchen, was ausnahmslos allen hilft, auch seinen Kritikern. Dieser junge Mann hat mit Mitte zwanzig schon mehr auf die Beine gestellt und erreicht als die meisten anderen in ihrem ganzen Leben und dann mokiert sich jemand darüber, dass das Schiff nicht mit einem Segel angetrieben wird...
    Spende doch lieber, damit in der nächsten Generation noch ein sauberer Antrieb rausspringt, wenn Dir der Ansatz nicht umweltfreundlich genug ist!


    • Es wurde doch immer der Diesel kritisiert. Nicht von mir aber von anderen. Die Weltmeere säubern aber durch Diesel die Luft verschmutzen, das haut irgendwie nicht hin.


  • Es wird immer Für- und Gegensprecher zu einer Sache geben. Die Kritiker haben mit ihren Äußerungen im Vorfeld nun die Bestätigung bekommen. Von daher 1:1 der Stand zur (Halb-)Zeit. Aber das Spiel dauert 90 min. von daher kriegt der Junge das schon hin und gewinnt am Ende hoffentlich über die Kritiker mit seinem Pilotprojekt, welches ich als sinnvoll und längst überfällig sehe.


  • Mit wird was das Schiff angetrieben....Diesel?


  • Wer die Rechtschreibfehler findet, darf sie behalten?


  • Man kann immer eine Lösung finden und soll einfach nicht aufgeben. Hoffentlich wird es bald wieder gut funktionieren.


  • Moritz Deussl
    • Mod
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    vor 4 Wochen Link zum Kommentar

    Ich hoffe sehr, das dieses Projekt noch Erfolg haben wird!


  • "In keinen früheren Simulationen und Tests seien diese zu beobachten gewesen"

    Das ist mir schon klar, wenn man das Ding auf nem Ententeich testet. Und sich dann Wundern, dass es bei starken Wind und meterhohen Wellen nicht funktioniert.....

    Hab ja nichts gegen die Grundidee, aber da hatte ich von Anfang an meine Zweifel, wie dieser "schwabellige Schlauch" auf dem offenen Ozean funktionieren soll.


  • Ja, das denke ich mir, dass sich hier die Kritiker über einen Misserfolg freuen. Wie dämlich kann der Mensch eigentlich sein? Statt ihn zu unterstützen oder selbst etwas zu unternehmen, kritisiert man den einzigen, der wenigstens etwas unternimmt und freut sich noch, wenn er damit auf die Nase fliegt, den Planeten zu retten, auf den auch diese Kritiker zum Überleben angewiesen sind. Vielleicht sollte man über den Begriff Homo Sapiens Sapiens noch einmal nachdenken, er wurde wohl etwas vorschnell gewählt.


  • Steffen, verwandle den Baggerfisch bitte in ein Baggerschiff - klingt seriöser.


  • Bei euch schleichen sich aber schon oft Fehler ein, oder? " Dies ürde dem Wind" klingt nicht ganz richtig.

    Zum Artikel:Ich finde es gut, dass immerhin sowas irgendwie umgesetzt wird. Plastik ist heutzutage ein riesen Problem, mit dem wir kämpfen müssen. Hoffentlich wird das Ganze verbessert und kann unsere Meere wenigsten ein bisschen aufräumen. Wobei man sagen muss, dass so ein System gar nicht nötig wäre, wenn Menschen über die ganzen Jahr etwas umweltbewusster handeln würden...


    • Das wird aber schwer.. die Menschen fühlen sich in ihrer Bequemlichkeit angegriffen.. sieht man auch beim Auto.. bloß nicht mal Kurzstrecke oder kleinere Erledigungen mit dem Rad machen. Und es ist eine echte Schande das u.a Deutschland was ein sehr gutes Abfallsystem unterhalten könnte.. denn ganzen Mist sogar ins Ausland verschifft weil's billiger ist :(


  • Immerhin hat er seine Idee umgesetzt und kämpft um ein plastikfreies Meer! 💯

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