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Plague Inc. - Tödliches Vergnügen

Manche Spiele sind ein Phänomen und unser heutiger Testkandidat darf sich gerne in diese Kategorie einreihen. Der Grund für dieses Privileg ist das Spielziel, welches ungewöhnlich und herausfordernd zugleich ist. Warum Plague Inc. fast schon eine Pflichtinstallation ist und warum das Spiel auch auf lange Zeit den Spieler fesselt, erfahrt ihr im heutigen Testbericht!

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Getestete Version Aktuelle Version
1.0.8 Variiert je nach Gerät

Funktionen & Nutzen

Das Ziel des Spiels ist nämlich nichts geringeres als die gesamte Menschheit von der Landkarte zu fegen. Diese Aufgabe soll der Spieler jedoch nicht mit Armeen oder Raketen erfüllen, sondern - deutlich eleganter - mit einem beliebigen Erreger. Dieser Erreger kann aus der Gattung der Bakterien, Viren oder Parasiten kommen. Doch bevor weiter die Feinheiten des Spiels besprochen werden, sollte der Anfang eines jeden Spiels im Fokus stehen.

Plague Inc. hat - wie bereits erwähnt - in jedem Spiel das Ziel die gesamte Menschheit auszurotten. Hierfür stehen dem Spieler zu Beginn nur die Bakterien zur Verfügung, welche dieser Aufgabe in einem der drei Schwierigkeitsgrade nachgehen. Wo im "einfachen" Spielmodus die Menschen von Hygiene noch wenig gehört haben, ist beim "schwierigsten" Modus die Hygiene ein ganz großes Thema und auch Antibiotika zur Bekämpfung der geschaffenen Bedrohung werden massiv finanziert und forciert.

Der erste Schritt jeder Partie ist die Auswahl des Ursprungslandes. Dies ist von immenser Wichtigkeit, da Plague Inc. nicht - wie auf den ersten Blick vermutbar - ein stupides Spiel mit einem einzigen Spielziel ist, sondern aufgrund von diversen Verbesserungen und DNA-Upgrades taktische Tiefe besitzt. Heißt also im Klartext, dass die Entscheidungen und die Verbesserungen die der geneigte Spieler verwendet unmittelbar auf die Ausbreitungsgeschwindigkeit Einfluss nehmen. So kann in reichen Ländern der Erreger nur schnell von Mensch zu Mensch übertragen werden, wenn das Bakterium auch resistent gegen die üblichen Antibiotika ist bzw. hat man in armen warmen Ländern einen Vorteil, wenn man die Ausbreitung mittels Stechmücken freischaltet. Die diversen Feinheiten des Spiels möchte ich an dieser Stelle auch nicht im Testbericht thematisieren, da dies sonst einen Großteil des Spielspaß wegnimmt. Plague Inc. lebt von der verfolgten Taktik und diese Taktik steht und fällt mit unvorhersehbaren Ereignissen wie Mutationen der DNA und Zufallsaspekten wie Großereignissen oder Katastrophen (beides ein Glücksfall für jede Krankheit).

Worauf man sich bei Plague Inc. jedoch einstellen sollte ist die lange Zeit innerhalb einer Partie. Partien können - je nach Taktik und Vorgehen - bis zu zwanzig bis dreißig Minuten dauern und sind deshalb nicht wirklich für den Kurzstopp an der Bushaltestelle gedacht, sondern viel mehr für die gesamte Bus- bzw. Zugfahrt. Auch die angebotenen In-App-Käufe sind NICHT obligat und können alle manuell freigeschaltet werden. So werden weitere Erreger durch die Ausrottung der Menschheit mit dem vorhergehenden Erreger freigeschaltet und weitere Mutationen oder Verbesserungen verdient man sich während den Partien.

Doch was fehlt Plague Inc.?

So viel Spaß das Spiel auch macht, man darf nicht unterschlagen, dass die Entwickler bei Plague Inc. insbesondere bei den Meldungen im Spiel hätten kreativer sein können. Das Spiel wirkt etwas redundant wenn man es zum wiederholten Male spielt und oft fällt man nach dem vierten oder fünften Erreger in ein kleines Loch der Demotivation. Etwas Abwechslung oder andere Spielmodi wären Gold wert und würden das Spiel noch suchterzeugender machen. Auch werden zwar High Scores angeboten, aber einen wirklichen Anreiz kompetitiv zu spielen hat man nicht.

Weiterhin handelt es sich bei der kostenlosen Version des Spiels nicht um die eigentliche Vollversion. Dies mag auf den ersten Blick verwundern, aber wichtige Funktionen wie das Beschleunigen der Zeit während einer Partie sind erst nach dem Bezahlen von 82 Cent möglich. Genau diese Funktion macht das Spiel jedoch erst erträglich lang und ist somit - im Vergleich zu den In-App-Käufen - fast schon obligat.

Fazit:

Plague Inc. macht eine Menge Spaß und in diesem Bericht wurde bewusst auf zu viele Informationen zum Spiel verzichtet. Es macht Spaß die einzelnen Verläufe der Krankheit, die möglichen Erreger und Verbesserungen zu entdecken. Das Spiel unterhält lange Zeit und man braucht eine gehörige Menge an schwarzem Humor, um die Ausrottung der Menschheit mit einem Schmunzeln zu nehmen.

Leider bietet das Spiel aber auch einige Angriffspunkte wie dem fehlenden Multiplayer oder anderen Spielmodi, da trotz der verschiedenen Erreger das Grundprinzip immer gleich bleibt. In dieser Version fehlt weiterhin das schnelle Spielen innerhalb einer Partie und in meinen Augen wäre das Anbieten einer Demoversion und einer Vollversion passender, da es dem ein oder anderen Spieler bei der Bezahlmeldung doch auf den Magen schlagen könnte.

Bildschirm & Bedienung

Plague Inc. zeigt sich von der grafischen Präsentation und der Bedienung von einer guten Seite. Leider merkt man, dass das Spiel seinen Ursprung auf dem Tabletformat hat, da viele Bedienelemente - besonders bei kleineren Displaygrößen - etwas zu klein geraten sind. Zwar schafft man so eine Konsistenz, aber die Bedienung leidet etwas darunter.

Sonst aber lässt sich das Spiel dank Zoom-Funktion und guter Genauigkeit der Eingaben gut bedienen und Fehleingaben waren im Testzeitraum eher selten.

Speed & Stabilität

Plague Inc. leistete sich im Testzeitraum keinerlei Abstürze, aber der Start der Applikation und die Ladezeiten vor einer Partie waren stellenweise sehr lang und man könnte auch von einer unverhältnismäßig langen Ladezeit sprechen. Dies trübt ein wenig den guten Gesamteindruck und "drückt" die Bewertung in dieser Kategorie.

Preis / Leistung

Plague Inc. ist in der kostenlosen Variante - wer hätte es gedacht - kostenlos im Google Play Store erhältlich. Leider ist die kostenlose Version zum einen mit Werbung belegt. Dies ist an sich kein Nachteil, aber diese werbefinanzierte Version dann zu beschneiden und wichtige Funktionen zu entfernen und dann nachträglich zur Kasse zu bitten, könnte einigen Spielern das Vergnügen mindern.

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