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Paranoid Android: Nach Comeback so schön wie lange nicht mehr

Paranoid Android wurde kernsaniert, bekommt aber auch neue Features an der Oberfläche. Langfristig sollen wir mit häufigeren Updates rechnen. Diesmal steht eine Umstellung auf Nougat und ein Comeback der PIE-Controls im Vordergrund. Und schon jetzt kann der Custom-ROM-Klassiker begeistern.

Akkupower von morgens bis abends ist für Heavy User leider immer noch keine Selbstverständlichkeit.
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Paranoid Android ist eines der ältesten Custom-ROMs und bot eine beliebte Alternative zu CyanogenMod und Co. Nach einem kurzen Erwachen im vergangenen Sommer wurde es einmal mehr still um die paranoide Drittanbieter-Firmware. Jetzt gibt es endlich wieder ein großes Update und ein ebenso großes Versprechen: mehr Updates.

Diese will die Community hinter Paranoid Android realisieren, indem sie künftig auf CodeAuroraForum(CAF)-basierten Code setzt. Dieser ist bereits für Smartphones mit Qualcomm-Chipsatz (also die meisten) optimiert, sodass sich die PA-Entwickler einen großen Klotz Arbeit sparen können.

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Die neuen Hintergründe kommen von Hampus Olsson. / © AndroidPIT

So können sie sich um die Oberflächen-Features und damit um die Alleinstellungsmerkmale der Firmware kümmern. Dies fängt schon beim Hintergrundbild an, das im jüngsten Release vom Künstler Hampus Olsson stammt. Hinzu kommen neue Versionen bekannter Oberflächen-Features, die da wären...

PIE Controls

Paranoid Android hat zu KitKat-Zeiten bereits einen Immersive Mode mitsamt PIE-Controls eingeführt. Diese sind jedoch später verschwunden und fehlten in der Marshmallow-Ausgabe des ROMs. Jetzt wurden sie an den Material-Design-Standard angepasst und sind damit wieder zeitgemäß. Die neuen PIE-Controls werden noch weiter optimiert werden, heißt es im Blog Post.

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Wischt von unten und nutzt die PIE Controls. / © AndroidPIT

Color Engine

Die Color-Engine ist eine vereinfachte Alternative zum Theme-Manager Substratum und zur zuvor verwendeten aber inzwischen überholten CM Theme Engine. Mit der Engine könnt Ihr geschwind das allgemeine Farbschema in Menüs und in der App-Übersicht etwa von Schwarz auf Weiß auf Rot auf Schwarz umstellen. Sobald Ihr jedoch Substratum installiert, wird die Option deaktiviert. Das vermeidet Konflikte und Darstellungsfehler.

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Der Dark Mode verdunkelt den Hintergrund in Menüs und im App-Drawer. / © AndroidPIT

Paranoid Android 7.1.2 unter der Haube

Unser SafetyNet-Schnelltest kommt erfreulicherweise grün zurück: Pokémon GO und Snapchat werden mit Paranoid Android kompatibel sein, auch trotz des weiterhin entsperrten Bootloaders. Dies gilt natürlich nur, so lange Ihr nicht zusätzlich SuperSU flasht, um den ab Werk nicht vorgesehenen Root-Support von Paranoid Android nachzuinstallieren.

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Paranoid Android kommt durchs SafetyNet. / © AndroidPIT

Für welche Geräte gibts Paranoid Android 7.1.2?

Noch nicht alle PA-Geräte bekommen das Update auf Android 7.1.2 Nougat. Derzeit beschränkt sich die Liste auf Oneplus 3/T, Nexus 5X, Nexus 6P, Pixel und das Pixel XL. Finale Tests laufen mit OnePlus One, OnePlus X, Nexus 5, OnePlus 2 und dem Nextbit Robin. Weitere sollen folgen und werden dann ganz old-school auf Google+ angekündigt.

Fazit: Paranoid Android hat endlich wieder eine Chance

Positiv fiel auf, dass im Zusammenspiel mit den Google-Apps von OpenGapps das Aufspielen eines zusätzlichen Vendor-Images fürs Nexus 5X entfällt. Dieser Aufwand macht Betriebssystem-Updates in ihrer Handhabe bequemer im Vergleich zu Lineage OS, wo man sich die Vendor-Images zusätzlich besorgen und flashen muss.

Und falls die PA-Community dank dem Wechsel zu CAF-Code tatsächlich die Update-Frequenz erhöhen kann, wäre die Custom-ROM außerdem eine zuverlässige und sichere Alternative.

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