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Ouya im Test: Konsole ohne Mehrwert

Seit Marktstart der Ouya-Spielekonsole auf Android-Basis sind schon ein paar Monate vergangen, das Gerät ist ausgereifter und es gibt mehr Inhalte dafür. Ich habe den kleinen Kasten getestet und zeige Euch, ob er was taugt.

ouya teaser
 © AndroidPIT

Schwierigkeiten bei der Inbetriebnahme

Das Anstöpseln und Anschalten der Ouya-Konsole verläuft, auch dank der Anleitung, problemlos und schnell. Danach kommen aber die ersten Nachteile an der Ouya zum Vorschein. Ich hätte erwartet, dass man sich mit seinem normalen Google-Konto anmeldet, um daraufhin Spiele und Apps über den Google Play Store herunterzuladen. Stattdessen muss man einen Ouya-Account anlegen, sofern noch nicht vorhanden. Und damit ist es noch nicht getan, denn um den Account zu aktivieren, muss man schon bei der Einrichtung eine Kreditkarte registrieren beziehungsweise einen Gutscheincode eingeben, selbst wenn man nichts kaufen will. Eine andere Möglichkeit, die Konsole in Betrieb zu nehmen, gibt es leider nicht.

ouya connections
Die Konsole ist nicht größer als vier Hanuta-Waffeln. Der Controller ist deutlich mächtiger und schwerer. / © AndroidPIT

Spiele installieren und benutzen

Danach habe ich das erste Spiel installiert, nach einigem Rumstöbern in der eigens angepassten Ouya-Benutzeroberfläche fiel meine Wahl auf Shadowgun, ein bekannter Shooter mit einer auf Smartphones und Tablets überzeugenden Grafik, den es schon länger für Android gibt. Leider schlug der Download der 320 Megabyte großen Datei bei einer stabilen WLAN-Verbindung mehrmals fehl, über ein angestecktes LAN-Kabel gelang es letztendlich dann doch. Beim Herunterladen ist mir allerdings aufgefallen, dass die Android-typische Benachrichtigungsleiste fehlt, die beispielsweise über den aktuellen oder anstehenden Download informiert. Um diese Info zu erhalten, muss man das Spiel extra im Menü suchen.

Die Grafik ist sowohl bei einfacheren, kostenlosen Spielen, als auch bei Topgames wie Shadowgun nicht überragend, vor allem, wenn man auf einem großen HD-Ferseher spielt. Die Konturen sind meistens kantig und hier und da ist immer wieder ein Ruckler zu bemerken. Aber auch die Texturen lassen oftmals zu Wünschen übrig, da sie oftmals von geringer Auflösung sind und unscharf beziehungsweise "matschig" wirken.

Ein weiterer Kritikpunkt an der Ouya betrifft den Controller, schon nach kurzer Spieldauer merkt man, dass er nicht so gut in der Hand liegt wie beispielsweise bei PlayStation 3 oder Xbox 360. Prinzipiell ist es zwar möglich, einen der beiden Fremd-Controller an der Ouya anzuschließen, das geht allerdings nur über Kabel oder über einen entsprechenden Wireless-Adapter, da sowohl Sony, als auch Microsoft einen eigenen Bluetooth-Standard benutzen, der nicht kompatibel ist. Der Nutzen eines solchen Adapters scheint fragwürdig.

ouya screenshot shadowgun
Shadowgun auf einem HD-Monitor wäre vor zehn Jahren ein Hit gewesen. Jetzt sieht es nur noch bescheiden aus./ © AndroidPIT

Taugt die Ouya als Mediencenter?

Ich habe natürlich weitere Spiele ausprobiert, aber das Resultat ist ernüchternd: Wer soll sich solche Pixelwüsten freiwillig antun, vor allem für den Preis? Die Ouya kostet 100 US-Dollar und wenn man ein bisschen was drauflegt, bekommt man eine Xbox 360. Zwischen beiden Konsolen liegen Welten. Was bleibt, ist die Funktionalität der Ouya als Mediencenter. Leider ist sie aufgrund des fehlenden Play Stores und den nur spärlich vorinstallierten Apps (Internetradio, Datei-Explorer, Uhr, VLC Media Player) aber so beschnitten, dass man auch hier schnell an Grenzen stößt. Immerhin ist schon ein Browser vorinstalliert, die Bedienung mit dem Controller ist aber nicht komfortabel. 

ouya screenshot apps
Der App-Ordner der Ouya. Weitere Apps kann man nur über apk installieren. / © AndroidPIT

Im App-Bereich findet man auch “Blue Board” - eine App, die dazu dient, Smartphones und Tablets als Tastatur und Controller an der Ouya zu betreiben. Prinzipiell eine nette Sache, aber auch hier funktioniert die Navigation nicht immer - beispielsweise kommt man auf der YouTube-Webseite nicht dazu ein Video anzuklicken. Also habe ich versucht, die YouTube-App zu installieren, was mangels Play Store nur funktioniert, wenn man die APK-Datei in Eigenregie aus dem Internet lädt und installiert. Aber wieder konnte ich die Videos nicht anwählen. Die Lösung war dann das Anstöpseln einer Bluetooth-Maus, die sich zwar auch nur eingeschränkt aber trotzdem halbwegs sinnvoll nutzen lässt.

Ein letzter Punkt, der mir beim Testen der Ouya aufgefallen ist, betrifft den Ton. Da er ja standardmäßig über HDMI zum Fernseher übertragen wird, hat man damit keine Probleme. Beim Anschließen an einen Computer-Bildschirm, der keine Lautsprecher hat, kommt aber selbstverständlich auch kein Ton raus, sofern im Monitor kein Lautsprecher verbaut ist. einen eigenen Lautsprecheranschluss hat die Ouya nicht.

ouya controller box
© AndroidPIT

Fazit

Am Ende steht die Frage im Raum, ob die Anschaffung für 99 US-Dollar (Amazon hat die Ouya für den deutschen Marktstart mit 120 Euro im Angebot) sinnvoll ist. Ich finde das Prinzip dahinter nicht schlecht, es verfolgt auf jeden Fall einen guten Ansatz. Leider führt sich die Ouya aufgrund der eingeschränkten Funktionen als Mediencenter selbst ad absurdum. Man hat für wenig Geld zwar eine nette “Einsteigerkonsole”, die für das kurze Spiel zwischendrin auf jeden Fall taugt, für rund 60 Euro mehr bekommt man aber schon eine neue Xbox 360, mit der deutlich mehr möglich ist und die auch ein besseres Spieleangebot hat.

28 Kommentare

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  • Naja. Dann warten wir mal wieder bis die ersten Hacks draußen sind und die Konsole nach meinen Wünschen arbeitet.

  • Perfekte emulations-maschine oder media server.

  • Naja, recht oberflächlich, dieser Kurztest. Ein eingefleischter Androidianer wird natürlich die Beschneidung kritisieren. Ein Konsolengamer den Pad oder die laue Grafikpower. Die WLAN-Abbrüche sind dennoch nicht alltäglich, bei mir zB nicht und die Kritik an so manchen GUI-Dingen nicht unberechtigt - unterm Strich bleibt aber eine sehr aufgeräumte Bedienung, die auch meine 7jährige Tochter auf Anhieb geschluckt hat. Thema Mediaplayer.. Unwissenheit, denn es gibt XBMC und das schlägt noch jede PC- und Konsolenanwendung und sonstigen Rotz. Meine größte Kritik ist dennoch der Bereich Sicherheit, Transparenz(Kosten für ein Spiel zB) und vor Allem Jugendschutz. Aber grob 130Eur für eine Spielekonsole mit 2 Pads und einer massiven Spieleauswahl (inkl FreeToPlay) ist deutlich sympathischer als Gängelung durch die großen anderen Anbieter. Die neue XBOX wird mit (sage und schreibe) ~30 Spielen veröffentlicht, da war die Ouya deutlich bei anderen Zahlen. (Licht und Schatten)

  • @Horst
    Tarik sagt es. Würde sie jederzeit wieder kaufen. Für XBMC und Emulatoren FÜR MICH einfach das perfekte Gerät in Verbindung zur NAS für den Preis. (Wie gesagt sonstige Spiele interessieren mich nicht sonderlich) Youtube verwendet man so auch lieber am Fernseher. Habe YT vorher nur per DLNA vom Smartphone auf den Fernseher gestreamt. Alternative in Sachen Format- und Tonunterstützung wäre z.B. ein TizzBird F13 gewesen wäre aber 130$ und auf das ein oder andere N64 Game-Duell wollte ich dann doch nicht verzichten. Sticks und Raspberry haben zu viele Nachteile für mich (Kein DVD-Backup-Play,... usw. Support, kein DTS-HD/True-HD,... Audio Support). Der Prozessor kann h.264 bis Level 4 High in der Hardware dekodieren, das sind max 25 MBit/s oder 3,125MByte/s Videostrom. Soweit Prima. (Eigendlich schafft er sogar 40MBits also 5MByte/s).
    Der Netzwerkdurchsatz liegt beim Raspbian bei etwa 70MBit/s, also 8,75MByte/s. Auch gut. Theoretisch ist noch Luft.
    Aber bei diesem Durchsatz hat er schon eine Prozessorlast von über 50%. XBMC hat im Leerlauf auch schon eine Auslastung von 50%. Es wird eng.
    Nur muß er aus dem Datenstrom noch den Audioanteil rausrechnen und konvertieren. USB-Festplatte mit angeschlossen? Die frisst genauso wie Tastatur und Maus an der USB-Bandbreite, an der auch das Netz hängt. Wie voll ist der Arbeitsspeicher? Alles was da grad nicht rein paßt wird auf die Speicherkarte ausgelagert, das dauert. Das alles zusammen macht das Filmvergnügen kaputt.
    Noch dazu hat Raspbmc Probleme bei Videoströmen über 1MByte/s vom Netz, OpenElec soll etwas besser sein und knapp über 1,5MByte/s flüssig übers Netz abspielen. Alles was über DVD hinaus geht sollte man besser lokal speichern.
    ->
    Deswegen bleibt der Raspberry als Radio Stream Server im Einsatz und die OUYA als Multimediazentrale :-) LG

  • Die Konsole in unveränderter Form wäre für mich keinesfalls zufrieden stellend, aber da sie auf Android basiert, werde ich sie beruhigt kaufen, denn allein mit XBMC und Emulatoren/Roms + Youtube macht sie meinen TV unglaublich smart. Die XDAs sind schon sehr aktiv. Play Store zu installieren ist z.B. ein Klacks.
    Ich könnte all das zwar auch billiger mit einem HDMI-Stick haben (ich besitze sogar den MK808B), aber die Ouya ist viel populärer und ihr der Communitysupport damit viel sicherer.
    Alles in allem ne prima Sache. Allerdings werde ich noch die Mad Catz M.O.J.O. abwarten, bevor ich zuschlage. Die könnte noch etwas reizvoller sein.

  • Schrott

  • @Florian: Dito, mehr muss auch nicht mehr dazu gesagt werden. :-)

  • @Horst

    Keineswegs. Ich wusste von Anfang an worauf ich mich bei der Ouya einlasse. Und jeder, der bei einer Android Spielekonsole HighEnd und/oder AAA-Titel erwartet und dann enttäuscht ist, ist wirklich selber schuld.
    Von Anfang an war klar, dass die Ouya auf Indie-Games ausgelegt ist und nicht viel mehr als Casual Games, die aber durchaus Spaß machen können, drin sind. Spielspaß ist nicht immer mit spitzenmäßiger Grafik verbunden. Und spitzenmäßige Grafik macht nicht automatisch ein gutes Spiel. Wer das nicht verstehen will tut mir leid.

    Und die Sache mit dem "fehlenden" Play Store (was wie gesagt seit Ewigkeiten bekannt ist) ist wirklich lächerlich. Es gibt genügend andere Android Geräte, die keinen Zugriff auf den Play Store haben - sind deshalb zb die Amazon Kindles es auch nicht Wert gekauft zu werden?

    Ich verwende die Ouya fast täglich und auch wenn ich mich über ein paar Dinge ärgere, dieses "Review" ist einfach viel zu subjektiv und schlecht recherchiert und enthält noch dazu falsch dargestellte "Fakten".

    Wem das Konzept der Ouya nicht zusagt, der soll sie sich nicht kaufen - ich für meinen Teil würde es wieder tun.

  • Danke für den Test... Ich hatte die Console schon bestellt, aber ohne Playstore ist das ganze für mich Elektromüll... Ich dachte, ich kann meinen nicht SmartTV ein bisschen smarter machen. Wird wohl nichts. Die Konsole habe ich bei Amazon wieder abbestellt.

  • Ich denke, dass die Grafik nicht so super mega geil ist, da die Spiele alle für die Handyauflösung programmiert wurden und nicht für 60 Zoll Flatscreens. Selbst wenn diese Konsole so viel Power hätte um so scharfe Bilder zu geben, das Bildmaterial der Spiele selber ist nicht so scharf gedacht.

    Diese 80€ Konsole kann man nicht mit "HD" vergleichen oder eine Auflösung wie bei Playstation, Xbox etc. erwarten.

  • @ Florian B. (u. a.)
    Du bestätigst doch mit Deinem Kommentar nur das Testergebnis. Musst Dir wohl Deine Ouya "schönreden"? ;-)
    Ich würde mir das Teil auf keinen Fall kaufen, nicht mal für 50 €...

  • Ich würde sie gerne mal testen als Entwicklerkonsole und Spielerei aber wenn ich schon TEGrA3 lese dann erwarte ich von mir selbst nicht wirklich dass ich die Grafik gegen meine gewohnte eintauschen.
    Interessant ist das Projekt allemal vor allem weil es einen Weg öffnet genau dieses Konzept zu vertiefen und besser zu machen. Ich freue mich schon auf Lösungen dieser Art die es in 5 Jahren auf den Ladentisch schaffen.

  • ... dass die Android typische Benachrichtigungssystem fehlt

    der die DAS

  • @XXL

    genau das gleiche wollte ich auch schreiben.

    Mein Kollege hat das Ding zu Hause und ist nur am fluchen weil fast gar nix richtig funktioniert. Er nutzt jetzt wieder seine PS3 da klappt wenigstens alles.

    Für ihn war das ein 130 Euro teures Missverständnis.

  •   26

    absolute geldverschwendung!

  • Die letzten X Box Preise die ich gesehen habe, zb bei Saturn lagen bei 99 €.

  •   56

    Hallo,

    im Fazit hat sich leider ein Fehler eingeschlichen: Für knapp 60 Euro mehr bekommt man natürlich eine neue und keine gebrauchte Xbox 360, und zwar in der Variante mit 4 GB. Wahlweise gibt es für fast den gleichen Preis auch die PlayStation 3 mit 12 GB.

    Ansonsten sehe ich das bei der Ouya wie folgt:

    Ja, die Ouya ist eine Spielekonsole, die für weniger als 100 US-Dollar angeboten wird, aber dennoch ist es ganz klar eine SPIELEkonsole. Und da muss man nun mal einfach mit anderen bereits erhältlichen Konsolen vergleichen. Eine neue Xbox 360 kostet zwar ~ 50 Prozent mehr als die Ouya, ist aber für Spieler die eindeutig bessere Lösung. Denn mal Hand aufs Herz: Zocker wollen keine Apps sideloaden oder sich mit Alpha-Apps herumschlagen, die wollen einfach nur spielen. Und da sehen Xbox-Spiele nicht nur besser aus, sondern bieten auch inhaltlich mehr Tiefe. Und ältere Titel gibt es auch schon zum Taschengeldpreis. Und natürlich ist es auch klar, dass die Grafik von Ouya-Titeln nicht mit vollwertigen Konsolenspielen mithalten kann, vor allem nicht auf TV-Geräten. Aber genau dafür ist sie doch gedacht, eben damit ich sie an meinen dicken 50-Zoll-LCD-Fernseher anschließen und darauf zocken kann. Und dann kommt die minderwertige Grafik sehr wohl zum Tragen.

    In einem Punkt stimme ich aber mit Euch überein: Die Möglichkeiten für Entwickler sind sehr vielfältig und die Ouya ist so offen wie keine andere Konsole sonst. Trotz allem bleibe ich dabei: Primär ist es eine Spielekonsole und genau als solche muss sie sich auch beweisen, was sie in unseren Augen leider nicht schafft.


    Viele Grüße!

  • Ich finde Florian hat's super zusammengefasst. Habe die Konsole seit Freitag und muss sagen, dass sie schon noch Kinderkrankheiten hat und ich sie so wie sie jetzt ist keinem Kunden mit wenig Geduld geben würde, aber wenn man sich etwas mit ihr auseinandersetzt und dem ganzen eine Chance gibt, ist sie ein wunderbarer Zeitvertreib.

    Meine Fünf cent dazu: die portierten Spiele aus dem Play Store sind allesamt nicht gut (ausnahmen bestätigen die Regel). Die sind durchweg für Touch optimiert und nur mal so dahingeflanscht für die Ouya. Wenn man sich allerdings die Spiele anschaut, die für die Ouya speziell erstellt wurden hat man direkt ein paar richtig gute Party-Mehrspieler-Knaller und allgemein gute Indie-Spiele dabei.

    Also für 99$ (ich hab etwas mehr bezahlt weil aus UK importiert, aber das war's mir echt Wert) bekommt man eine super Indie-Konsole (als was sie auch gedacht war, diese Konsole mit XBOX 360/One oder PS3/4 zu vergleichen, ist als wenn man Äpfel mit Birnen vergleicht) die sehr gut für den Spielspaß zwischendurch taugt.

    Mein erstes Spiel für die Ouya ist auch schon in Mache ;-)

  • @XXL
    Ja super Fakten. Mir kommt es so vor wie beim Kommentar von "Dino"

    Siehe Kommentar von Florian - letzter Absatz - DAS wäre ein super Fazit eines Tests(!) (Könnte dies 100% Unterschreiben) und nicht "alles schön mit absolut nachvollziehbaren Fakten hinterlegt" LOL

  • Wenn man als bekannter Android-Blog ein Review über ein Gerät schreibt, sollte man sich zumindest etwas mit der Materie auseinandersetzen. Ein Gerät aufgrund komplett falscher Erwartungen und der eigenen Unzulänglichkeit als schlecht zu bezeichnen ist schon etwas arm.
    Punkt 1: Es war seit Monaten klar, dass auf der Ouya nicht der Play Store, sondern ein eigener Store zum Einsatz kommt. Und das hat auch nachvollziehbare Gründe. Sideloading des Play Stores ist (mit Einschränkungen) aber dennoch möglich.
    Punkt 2: Wer bei einer Tegra3 betriebener Konsole herausragende Grafik erwartet, ist selber schuld. Und dass die Grafik auf einem großen TV schlechter wirkt, sollte einem der Hausverstand sagen.
    Punkt 3: Für komfortable YouTube Nutzung einfach die Youtube for GoogleTV sideloaden. Per Handy bedienen - funktioniert perfekt.
    Punkt 4: Wieso immer noch Menschen eine 99$ Android Konsole (NEUPREIS inkl. Controller) mit Xbox360 oder PS3 vergleichen verstehe ich nicht. Die Ouya hat und hatte von Anfang an eine komplett andere Zielgruppe. Und die Aussage, dass man ja um "nur 60€" eine gebrauchte Xbox bekomman kann ist lächerlich. Die "nur 60€" sind immerhin ein Aufpreis von 50% des Neupreises der Ouya - für ein gebrauchtes (!) Gerät.
    Punkt 5: Der Controller ist meiner Meinung nach fast gleichzusetzen mit dem der Xbox. Den PS3 Controller finde ich persönlich fürchterlich. Also: Geschmackssache.
    Punkt 6: Die Mediencenter-tauglichkeit ist sehr wohl gegeben. Es gibt zwar noch keinen stabilen Build von XBMC, aber selbst die aktuellste Alpha funktioniert wunderbar. Zwar sind noch einige Fehler auszumärzen, dies liegt aber an XBMC und nicht an der Ouya.
    Punkt 7: Zu wenig verfügbare Apps? Wieviele Apps oder Spiele waren denn beim Start der Xbox360/PS3 verfügbar? Es handelt sich hier um ein noch sehr junges Projekt, ohne vorheriger Vorgängerversionen. Kommt Zeit, kommt Inhalt.

    Ja, die Ouya hat ihre Probleme. Ob diese jemals alle komplett beseitigt werden können ist fraglich - aber man muss den DEVs auch zugute halten, dass sich seit Eintreffen der Backer Konsolen bereits vieles getan hat.
    Auf der einen Seite bin ich selber etwas enttäuscht von der Ouya - allerdings bereuhe ich die Anschaffung keineswegs.
    Es handelt sich bekannterweise um ein Startup. Wer da eine perfekte Konsole erwartet, ist einfach naiv.

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