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OnePlus 7 im ersten Hands-on-Test: Ein Wolf im Schafspelz
OnePlus 7 Hardware Smartphone Test 5 Min Lesezeit 4 Kommentare

OnePlus 7 im ersten Hands-on-Test: Ein Wolf im Schafspelz

Der Star des Abends bei OnePlus ist sicherlich das neue Pro-Modell, aber auch das vermeintlich langweiligere OnePlus 7 ohne den Pro-Zusatz ist durchaus ein potentes Smartphone. Was das Gerät zu einem Wolf im Schafspelz macht, erfahrt Ihr in unserem ersten Hands-on vom OnePlus 7.

OnePlus 7: Preis und Verfügbarkeit

Auch wenn OnePlus die komplette Serie bestehend aus OnePlus 7, 7 Pro und der 5G-Version zusammen am 14. Mai präsentiert hat, so werden die Smartphones zu unterschiedlichen Zeiten käuflich erhältlich sein. Zuerst wird das OnePlus 7 Pro, das wir ebenfalls bereits Testen konnten, in den Verkauf starten. Zu einem späteren Zeitpunkt wird es dann auch das OnePlus 7 zu kaufen geben.

Für das OnePlus 7 wird es zum Verkaufsstart nur die Farbversion Mirror Grey geben, dafür aber in zwei Speicherkonfigurationen. Die günstigste Version wird mit 6 GByte RAM und 128 GByte für 559 Euro in den Verkauf gehen, während für die 8/256 GByte Version 609 Euro verlangt wird. Beide Varianten gehen wie auch das OnePlus 7 Pro in Almond im Juni noch in den Verkauf.

Altbewährtes Design

Das Design des OnePlus 7 wirkt vertraut, kein Wunder, denn schliesslich wurde es nahezu komplett vom OnePlus 6T übernommen.  Hat man die Möglichkeit, ein OnePlus 7 direkt neben ein 6T zu halten, dann werden aber kleine Änderung am neueren Model auffallen. Oberhalb der Wassertropfen-Notch sitzt beim OnePlus 7 eine nun deutlich breitere Öffnung für die Hörmuschel. Diese wurde vergrößert, weil die nun auch als zweiter Lautsprecher fungiert. Stereo-Sound ist also nun mit dem OnePlus 7 im Vergleich zum Vorgänger möglich.

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OnePlus 7 (links) im Vergleich mit dem OnePlus 7 Pro (rechts). / © AndroidPIT

Die nächste Designanpassung wurde auf der Rückseite vorgenommen. Der Kamerbuckel fällt höher aus und gleichzeitig umfasst es nun nicht nur die zwei Kameralinsen, sondern nun auch den neugestalteten kreisrunden Dual-LED-Blitz. Ansonsten unterscheidet sich das OnePlus 7 nicht weiter vom Vorgänger und könnte so theoretisch vom gleichen Fertigungsband wie zuvor das OnePlus 6T laufen. 

Mehr als ausreichend gut

Das Gleichteile-Prinzip beim Gehäuse und Design setzt sich auch beim Display fort. Statt wie beim 7 Pro schon auf ein Fluid-AMOLED-Panel zugehen, gibt es beim OnePlus 7 das bewährte Optic AMOLED Display. Da dieses Display maximal mit Full HD+ (2.280 x 1.440 Pixel) auflöst und wie nahezu jedes andere Smartphone mit 60 Hertz Bildwiederholfrequenz arbeitet, sollte es keine Unterschiede zum 6T geben. 

OxygenOS ist natürlich mit an Bord

An der Software gibt es bei OnePlus nix zu rütteln. Wie in den vorherigen Jahren ist  auch das OnePlus 7 mit OxygenOS bespielt. In diesem Fall natürlich auf Basis der noch aktuellen Version Android 9 "Pie". Das lässt wieder auf schnelle Updates und eine befriedigende Nutzererfahrung hoffen.

Getrimmt auf Höchstleistung

Unter der Haube hat OnePlus aber vieles geändert, oder anders ausgedrückt: Das OnePlus 7 wird ein Performance-Biest werden. Qualcomms Snapdragon 855 wird wahlweise mit 6/128 GByte oder 8/256 GByte Speicher ausgeliefert. Neben dem energieeffizienteren Chip hat OnePlus auch die anderen Interna des 7 Pro in das günstigere Non-Pro eingepflanzt, was zum Vorteil hat, dass auch das OnePlus 7 mit dem schnellen UFS-3.0-Speicher ausgestattet ist.

Jetzt gibt es was auf die Ohren

Manchmal reicht es schon, wenn man eine Kleinigkeit ändern, um wirklich einen positiven Effekt zu erreichen. Das Aufbohren des Gesprächslautsprechers zu einem zweiten Lautsprecher, der auch für Musik, Games und Videos genutzt werden kann, ist solch eine Kleinigkeit mit großem Effekt. Das OnePlus 7 klingt eindeutig besser als das OnePlus 6T.

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Die Hörmuschel-Öffnung des OnePlus 7 (hinten) wurde größer gestaltet, da hier jetzt auch der zweite Lautsprecher zu finden ist.  / © AndroidPIT

Auf die Software kommt es an

Die Problemzone bei OnePlus-Smartphones war schon immer die Kamera. Diese war zwar nicht schlecht, aber auch nicht herausragend. Um den Ruf eines Flaggschiff-Killers aber tatsächlich auch im Rudel zwischen Samsungs Galaxy-S10-Serie, Huaweis P30-Duo und auch Apples iPhone XS innehalten zu können, muss an der Problemzone gearbeitet werden.

Für das neue OnePlus 7 greift der Hersteller zum Sony IMX586 Bildsensor mit 48-Megapixel-Auflösung und einer Quad-Bayer-Matrix. Der Sensor ist Sonys aktueller Kassenschlager, denn Hersteller wie Honor, Xiaomi und Co verbauen den IMX586 Sensor in ihren neusten Smartphones. OnePlus kombiniert den Hauptsensor mit einem zweiten Bildsensor mit 5 MP, um die Tiefeninformationen zu erfassen. Eine Teleoptik oder gar Weitwinkellinse sucht man beim OnePlus 7 aber vergeblich.

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Wie das OnePlus 6T bietet auch das OnePlus 7 eine Dual-Kamera. / © AndroidPIT

Die Hardware bei der Kamera ist die eine Sache, die Software ist aber wohl die weitaus wichtigere Komponente bei modernen Kamera-Smartphones. Hier hat OnePlus, wie schon in der Vergangenheit gewohnt, ordentlich dran geschraubt. Mit Ultrashot, einer Kombination aus HDR+ und Superresolution, soll man endlich Fotos aufnehmen können, die sich im Vergleich durchaus sehen lassen sollen.

Ob OnePlus hier nicht nur heiße Marketing Luft rausgelassen hat, das müssen wir nach Erhalt eines finalen Testgerätes noch genauer unter die Lupe nehmen. Für das Hands-on stand uns zwar ein Gerät zur Verfügung, aber die Software war zu dem Zeitpunkt noch nicht final. 

Langläufer wie eh und je

Für ausreichend Energie sorgt im Inneren des OnePlus 7 ein Akku mit 3.700 mAh. Das ist exakt die gleiche Kapazität wie auch schon beim OnePlus 6T. Etwas unverständlich ist aber der Umstand, dass OnePlus sich entschieden hat, auch die gleich Fast-Charging-Technologie in das OnePlus 7 zu integrieren.

Auch wenn die schon sehr schnell ist, um auch in Sachen Ladegeschwingkeit der Wolf im Schafspelz zu sein, hätte Warp Charge 30 dem OnePlus 7 gut zu Gesicht gestanden. Vor allem, wenn man bedenkt, dass OnePlus beim 6T McLaren bereits Warp Charge 30 integriert hatte. Schade.

OnePlus 7: Technische Daten

Abmessungen: 157,7 x 74,8 x 8,2 mm
Gewicht: 182 g
Akkukapazität: 3700 mAh
Display-Größe: 6,41 Zoll
Display-Technologie: AMOLED
Bildschirm: 2340 x 1080 Pixel (402 ppi)
Kamera vorne: 16 Megapixel
Kamera hinten: 48 Megapixel
Blitz: Dual-LED
Android-Version: 9 - Pie
Benutzeroberfläche: Oxygen OS
RAM: 6 GB
8 GB
Interner Speicher: 128 GB
256 GB
Chipsatz: Qualcomm Snapdragon 855
Anzahl Kerne: 8
Max. Taktung: 2,84 GHz
Konnektivität: HSPA, LTE, NFC, Dual-SIM , Bluetooth 5.0

Ein lohnenswerter Kauf?

Das OnePlus 7 macht während der kurzen Hands-on-Zeit einen durchweg guten Eindruck, auch wenn wir die Kamera noch nicht testen konnten und die Leistung nicht mit Hilfe von Benchmarks belegen können. Trotzdem lässt sich schon jetzt sagen, dass das OnePlus 7 mit dieser technischen Ausstattung, dem gewohnt schnellen OxygenOS und dem klassischen Design des OnePlus 6T der Wolf im Schafspelz der neuen 7er-Serie von OnePlus sein wird. Mit einem Startpreis von 559 Euro kostet es nur unwesentlich mehr als das OnePlus 6T. Wer auf die Triple-Kamera, Warp Charge 30 und dem 90 Hertz Fluid AMOLED Display verzichten kann, der sollte zum günstigen OnePlus 7 greifen. 

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