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Öffi versus moovel: Die Fahrplan-Apps im Vergleich

Wer blickt eigentlich heutzutage noch auf Fahrplanaushänge und Netzpläne? Viele Smartphone-Nutzer greifen längst zum Handy, wenn sie wissen wollen, wie sie von A nach B kommen. Eine der beliebtesten Apps ist Öffi. In meinem Vergleich stelle ich den Platzhirsch Öffi und die Newcomer-App moovel gegenüber. 

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moovel (links) und Öffi: Damit kommt Ihr gut ans Ziel. / © AndroidPIT

Öffi versus moovel: Der ÖPNV-Spezi und der Allrounder

Öffi hat sich längst zum absoluten Must-have für alle Bus- und Bahnfahrer entwickelt. Die App teilt sich nach dem Download in drei Bereiche auf: “Öffi Haltestellen” mit allen Haltestellen in der näheren Umgebung, “Öffi Netzpläne” mit wichtigen Netzplänen weltweit, und die Kern-Funktion “Öffi Verbindungen”, die den Nutzern zuverlässig den schnellsten Weg zwischen zwei Orten zeigt. 

moovel ist eine relativ neue App, die ihre Nutzer ebenfalls von A nach B bringen will. Allerdings durchsucht moovel nicht nur die Fahrpläne des öffentlichen Nahverkehrs, sondern bietet auch Angebote von car2go, mytaxi, nextbike und mitfahrgelegenheit.de. Außerdem zeigt die App für jede Verbindung die anfallenden Kosten an. 

Funktionen: Öffi

Zentral steht bei beiden Apps natürlich die möglichst schnelle und komfortable Suche nach guten Verbindungen zwischen zwei Orten. Bei Öffi könnt Ihr dafür entweder eine Adresse oder Haltestelle manuell eingeben, per GPS Euren aktuellen Standort bestimmen lassen oder aus einer Favoritenliste wählen. Außerdem könnt Ihr den Abfahrts- oder Ankunftszeitpunkt festlegen, langes Drücken auf die Schaltflächen für Datum und Uhrzeit öffnet ein Kontextmenü mit weiteren Zeit-Optionen. Unter diesen Schaltflächen findet Ihr die zuletzt gesuchten Verbindungen, die Ihr mit einem Tipp erneut anwählen könnt.

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Erste Schritte bei Öffi: Auswahl von Adresse und Zeit. / © AndroidPIT

Über den Button “Los” gelangt Ihr in die Übersicht mit allen Verbindungen in der nächsten Zeit in einem Zeitstrahl. Unterschiedliche Linien sind mit farbigen Blöcken gekennzeichnet, ein gelber Strich zeigt Eure aktuelle Position im Zeitstrahl, so dass Ihr jederzeit sehen könnt, wo Ihr Euch befindet und welche Verbindungen Ihr erreichen könnt. 

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Übersicht über die nächsten Verbindungen sowie die Detailansicht bei Öffi. / © AndroidPIT

Durch einen Tipp auf eine Verbindung öffnet sich eine detaillierte Übersicht der gewählten Fahrt. Wenn Ihr das Handy ins Querformat dreht, teilt sich der Bildschirm, auf der rechten Seite erscheint eine Kartenübersicht mit der gewählten Strecke. 

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Im Landschaftsmodus wird bei Öffi automatisch eine Kartenübersicht eingeblendet. / © AndroidPIT

Praktisch: Hinter fast allen Feldern verbergen sich Zusatzoptionen, die per Fingertipp geöffnet werden können, zum Beispiel eine Fußgängernavigation zur Haltestelle oder ein Anschlussplan für alle Haltestellen auf der Strecke. Verbindungen können zudem über eine Schaltfläche direkt im Google-Kalender gespeichert und als Kurznachricht oder detaillierte Nachricht mit anderen via Messenger, SMS oder E-Mail geteilt werden.

Funktionen: moovel

Die Grundfunktion von moovel ist die gleiche, Aufbau, Aussehen und Funktionsumfang sind hier aber anders. Auf der Startseite gibt es vier Schaltflächen für die Eingabe der wichtigsten Daten. Ihr könnt selbst suchen (“ich möchte”) oder eine Fahrt aufgeben (“ich fahre”), die Ankunfts- oder Abfahrtszeit bestimmen und Start- und Zielort festlegen. Auch hier könnt Ihr zwischen Adressen oder Haltestellen wählen und alternativ Euren aktuellen Standort per GPS ermitteln lassen. 

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Anderes Erscheinungsbild, ähnliche Funktionen: Die "Startseite" von moovel. / © AndroidPIT

Der Button “Und los!” führt Euch zur Verbindungsübersicht. Hier habt Ihr die Qual der Wahl: Angezeigt werden Verbindungen aus dem ÖPNV, Mitfahrgelegenheiten, Car-Sharing-Optionen, Mietfahrräder in der Nähe oder Taxifahrten. Für mehr Übersichtlichkeit lassen sich einzelne Optionen per Fingertipp ein- und ausblenden. Ein grauer Strich zeigt hier die aktuelle Position in der Zeitleiste an. Praktisch: Unter jeder Verbindung wird der (ungefähre) Preis für die gewählte Option angezeigt.

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Die Verbindungsübersicht und eine Detailansicht bei moovel. / © AndroidPIT 

Ein Tipp auf eine Verbindung öffnet auch hier die Detailansicht, für Fußwege gibt es eine Kartendarstellung, ein Tipp auf eine Bahn-Linie öffnet einen Überblick über Haltestellen und Abfahrtszeiten auf dem Weg. Wenn Ihr eine Option wie car2go oder Taxiruf wählt, könnt Ihr direkt aus der Übersicht ein Taxiunternehmen anrufen oder einen Mietwagen reservieren. Auch Mitfahrgelegenheiten könnt Ihr direkt aus der App buchen. 

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moovel, car2go und Taxiruf: Zugriff direkt aus der App. / © AndroidPIT

Extras: Öffi

Eine der praktischsten Zusatzfunktionen bei Öffi ist die “Bring mich nach Hause”-Option. Ein langer Tipp auf eine Adresse in der Verbindungsübersicht öffnet ein Kontextmenü, aus dem heraus Ihr eine Verknüpfung auf dem Homescreen erstellen könnt. Ein Tipp auf das entsprechende Icon reicht, und Öffi ermittelt automatisch eine Verbindung von Eurem aktuellen Standort zur Zieladresse. Außerdem könnt Ihr im Einstellungsmenü Eure Gehgeschwindigkeit einstellen und den Grad der Barrierefreiheit wählen. Vor allem ersteres wirkt sich auf die Trefferquote aus, da mit schneller Gehgeschwindigkeit Verbindungen angezeigt werden, die von der App vorher für nicht erreichbar gehalten und deshalb ignoriert wurden.

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Nützliche Extras bei Öffi: Verknüpfung auf dem Homescreen mit der eigenen Adresse und Einstellung der Gehgeschwindigkeit. / © AndroidPIT

Ebenfalls nützlich: Öffi bietet bei Suchanfragen eine Auto-Vervollständigen-Funktion an, auch bei Haltestellen oder Adressen, die noch nicht unter den Suchanfragen gespeichert sind. moovel bietet diese Option nur für bereits gespeicherte Einträge. 

Extras: moovel

Auch moovel bietet ein paar Zusatzfunktionen, unter anderem einen Augmented-Reality-Modus. Ein Tipp auf das Kompass-Symbol öffnet eine Kartenübersicht mit allen Haltestellen in der Umgebung. Wenn Ihr auf das Kamera-Symbol tippt, wechselt die App in eine Augmented-Reality-Ansicht und zeigt Euch im Sucherbild Eurer Kamera alle Haltestellen in Blickrichtung an. Ein Tipp auf eine Haltestelle öffnet eine Übersicht mit allen Abfahrten von dort.

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moovel bietet nicht nur eine Haltestellen-Übersicht, sondern auch eine Augmented-Reality-Funktion an, um Stationen in der Nähe zu finden. / © AndroidPIT  

Wenn Ihr Euch bei moovel anmeldet, findet Ihr zudem eine Übersicht mit allen gebuchten Fahrten, Tickets und beobachteten Suchen. Die Anmeldung ist kostenlos, aber bedenkt: Wenn Ihr nextbike, car2go oder mitfahrgelegenheit nutzen wollt, müsst Ihr auch dort angemeldet sein, moovel verbindet Euch nur mit den entsprechenden Diensten. Wenn Ihr einmal angemeldet seid, könnt Ihr aber Eure Konten mit dem moovel-Konto verknüpfen.

Fazit

Der Funktionsumfang und die vielen Möglichkeiten, sich weitere Verbindungen und Haltestellen anzeigen zu lassen sowie die wenigen aber nützlichen Zusatzoptionen machen Öffi zu einem perfekten Begleiter für Vielfahrer. Zudem unterstützt Öffi mittlerweile eine sehr lange Liste von Verkehrsnetzen und bietet mit dem Netzplan-Archiv und der separaten Haltestellenanzeige ein Rundum-sorglos-Paket. Da kann moovel nicht mithalten, trumpft dafür aber bei der Wahl der Verkehrsmittel auf. Klar muss sein, dass es sich hierbei um Partnerunternehmen handelt, die Auswahl ist also begrenzt. Aber direkt in der App zwischen Bus und Bahn, Mietauto, Taxi oder Fahrrad wählen zu können, ist schon praktisch. Die Preisanzeige ist für mich ein zusätzliches Plus. 

Schwachpunkt beider Apps ist die Beschränkung auf die "beste" Verbindung: Wenn Ihr lieber etwas länger lauft oder einen Umweg in Kauf nehmt, anstatt lange zu warten, müsst Ihr oft noch einmal selbst recherchieren, da beide Apps dazu neigen, “ungünstigere” Verbindungen zu ignorieren. Auch knappe Verbindungen, die man schnellen Schrittes noch locker kriegt, zeigen beide Apps eher nicht an. 

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20 Kommentare

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  • @Izzy: Danke für Deinen Hinweis! Ich muss gestehen, dass ich MobilityMap noch gar nicht kannte. Sieht aber echt interessant aus, werde sie die Tage gleich mal ausprobieren.

  • Izzy
    • Blogger
    22.09.2013 Link zum Kommentar

    Movel erinnert mich irgendwie ein wenig an MobilityMap. Nur dass MobilityMap eine ganze Reihe weiterer CarSharer unterstützt (ich nutze es u.a. mit DriveNow & Car2Go), auch NextBike & Co sind mit dabei, Taxi ebenso. Kürzlich mal in der Provinz probiert (35.000 Einwohner Ort in Sachsen-Anhalt). Da gibt es zwar weder CarSharing noch Leihräder, aber Stadtbus und Taxi wurden mir ordentlich vorgezeigt. Die App hätte hier gut als "Dritte im Bunde" gepasst :)

  • @Olaf: Du meinst moovel? Ich gehe davon aus, dass die Reichweite der App schnell vergrößert wird, es sollte also nur eine Frage der Zeit sein, bis sie in Hamburg auch funktioniert. Aber Ihr habt ja dafür die recht gute HVV-App :-) Die Berliner BVG hat so etwas bisher nicht hinbekommen...

  • wer hätte gedacht, dass dieser Service in der zweitgrößten Stadt dieses Landes (HAMBURG) nicht funktioniert??? Ich nicht. Hab's daher gleich wieder gelöscht.... aber hoffe, dass es nur eine Frage der Zeit ist, dass wir hier im Norden auch mitmachen können. Die Idee und vor Allem die Optik sind eigentlich überzeugend.

  • @Marvin M.: der DB Navigator kommt auch noch dran!

  • Interessant wäre noch ein Vergleich mit dem DB Navigatior gewesen. Ich hoffe ihr ergänzt es irgendwann mal bzw. macht einen neuen Bericht darüber.

  • Also ich benutze Öffi fast jeden Tag für Brandenburg & Berlin und bin vollkommen zufrieden. Eine bessere App für den Nahvekehr gibt's einfach nicht.

  • ich finde öffi einfach völlig unübersichtlich bzw. eine optische vollkatsstrophe. für meine Bedürfnisse komme ich mit DB Navigator sehr gut aus, werde mir moovel aber mal anschauen

  • @.. Marcel.... was bitte ist an der VBN App denn Beta ? Hier hat man auch den Vorteil das durch die regionale Ausrichtung auch Verspätungen, die leider oftmalig ist, zeitnah angezeigt werden . Es gibt für Bremen ~Niedersachsen keine bessere.

  • nutze den Rail Navigator. Hatte den Öffi mal getestet und wäre es nachdem gegangen wäre ich heute noch nicht zuhause.

  • Benutze öffi und bin durchweg zufrieden. Letztens, als in in Berlin zu Besuch war, hat es mir aber auch der Google Navigator angetan, da ich direkt meine Suchergebnisse ohne Umwege navigieren lassen konnte...

  • Ich nutze seit 2010 "Pendel Panda" und bin echt zufrieden. Die Shortcuts sind eine geniale Idee. Auch die Ortung per GPS in unbekannten Gegenden funktioniert tadellos. Bisher kam nichts an diese App heran, auch nicht Öffi.

  • ich benutze DB

  • Benutze eigentlich nur Öffi Haltestellen und das jeden Tag. Nichts kann die App ersetzen. Mir werden sogar die Verspätungen angezeigt also bitte besser gehts wohl kaum und das auch noch kostenlos. Hut ab and die Entwickler :)

  • @Marcel L.
    Wenn du einfach Niedersachsen auswählst, findet Öffi auch in Bremen alle Haltestellen und Verbindungen. Ich hatte hier zumindest noch nie Probleme.

  •   13

    Das Öffi App hat ein großere Abdeckung.
    Moovel; Aktuell in Berlin, Stuttgart, an Rhein und Ruhr sowie in Nürnberg verfügbar

  • Der Schwachpunkt von Moovel ist vor allem, dass nur car2go (und nicht auch die Wettbewerber DriveNow und Multicity) angezeigt werden.

    Moovel gehört zur Daimler AG, ebenso wie car2go. Die Konkurrenz gehört zu BMW und Citroen. Schon klar, dass die ihre eigene Marke pushen wollen.

    Im Ergebnis macht es Moovel aber unbrauchbar, weil der eigene Anspruch - die schnellste Möglichkeit anzuzeigen - verfehlt wird. Wenn ich Moovel nutze, muss ich danach eigentlich immer noch umständlich die anderen Anbieter abchecken. Also nutze ich Moovel erst gar nicht.

    ---

    Davon ab: Interessant wäre eigentlich mal ein Vergleich von Öffi und Google Maps (in Berlin). Ich habe gerade mal getestet: Seit heute gibt es auf der U6 zwischen Friedrichstraße und Schwarzkopffstraße Pendelverkehr. Lange angekündigt und für ca- 5 Wochen. Das wird bei Öffi auch schon korrekt angezeigt. Bei Google Maps / Google Now leider nicht. Schade, dass Google hier offensichtlich mit veralteten bzw. falschen Datenmaterial arbeitet.

  • "wenn man nicht in ner großen Stadt wohnt ist es nutzlos" - bei mir ähnlich. Ich nutze in Dresden Faplino; Öffi findet basierend auf dem aktuellen Standort oft nicht die nächstgelegene Haltestelle sondern eine weiter entfernte und auch die Verbindung kann oft nicht hergestellt werden.

  • ich kenne nur öffi (von den beiden jetzt), und öffi hat ganz klar ein Problem: wenn man nicht in ner großen Stadt wohnt ist es nutzlos...und mit "nich groß" meine ich so unter 1 Millionen Einwohner. Für meine Heimat Bremen, gibt es zwar ein angebot, dass ist aber schon seit Jahren "beta"...kann halt nicht jeder in berlin wohnen.

  • Ich nutze mittlerweile DB Navigator, das kann alles was Öffi auch kann nur nicht ganz so bunt. Genau genommen kann es sogar mehr.. da es den Stadtbereich Köln/Bonn drin hat den der Öffi-Programmierer rausgenommen hat nachdem ich per Bugreport meldete, dass es falsche Informationen anzeigt (was logisch ist wenn man die Schnittstelle vom Nachbarverkehrsverbund VRR nutzt statt die von der VRS). Was darauf folge disqualifiziert Öffi für mich vollständig. Der nette Herr Schildbach lässt sich nämlich gerne von anderen die Schnittstellen programmieren und wollte so auch von mir, dass ich die VRR Seite anbinde, damit er sie in Öffi wieder einbinden kann... selbst für ein kostenloses Programm ist es eine Frechheit die Arbeit von anderen erledigen zu lassen.

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Alles klar!