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Oculus-Mitbegründer schließt sich umstrittenem Militärprojekt an
AI 3 Min Lesezeit 9 Kommentare

Oculus-Mitbegründer schließt sich umstrittenem Militärprojekt an

Project Maven steht für die Bemühungen des US-Verteidigungsministeriums, maschinelles Lernen für die Identifizierung von Zielen und die Sammlung von Informationen bei militärischen Drohnen zu verbessern. Das Projekt landete im letzten Jahr in den Schlagzeilen, als Google nach internen Protesten aus der Initiative ausstieg. Anduril, im Besitz von Palmer Luckey, der sich unverfroren ideologisch für die High-Tech-Kriegsführung einsetzt, übernimmt nun die Rolle.

Ein Bericht von The Intercept zeigt, dass Oculus-Mitbegründer Palmer Luckeys Verteidigungsunternehmen "Anduril Industries" im Dezember 2018 einen Auftrag zur Unterstützung von Project Maven erhielt. Anduril wird auch das Joint Artificial Intelligence Center unterstützen.

Google entschied sich, nach einer internen Revolte seiner eigenen Mitarbeiter, aus dem umstrittenen Project Maven auszutreten und eine breitere öffentliche Debatte über die Rolle von großen Tech-Unternehmen bei der Entwicklung tödlicher Waffen anzuregen. Microsoft-Chef Satya Nadella verteidigte kürzlich den militärischen Vertrag des Unternehmens über die HoloLens 2, nachdem Microsoft-Mitarbeiter ebenfalls anfingen, dagegen zu protestieren.

Aber Anduril, benannt nach Aragorns Schwert in Der Herr der Ringe, ist ein Verteidigungsunternehmen, das sich der Herstellung von KI zur Kriegsführung und Grenzsicherung widmet. Damit ist es unwahrscheinlich, dass wir hier von den Mitarbeitern keine ähnliche Gegenreaktion sehen werden. Im Übrigen ist eine Botschaft, die man aus Herr der Ringe ziehen kann: Es ist besser, eine Waffe zu zerstören, als aus Machtgier die potenzielle Korruption oder den Missbrauch zu riskieren, den sie mit sich bringen könnte.

Anduril hat bereits die technische Basis

Anduril verfügt bereits über ein Objekterkennungssystem namens Lattice, das maschinelles Lernen einsetzt, um eine Grenze oder ein Schlachtfeld zu scannen. Anschließend werden Soldaten auf dem Schlachtfeld mit dem versorgt, was Luckey eine "perfekte Allwissenheit" nennt. Die wiederum sind sich mit den Infos den potenziellen Bedrohungen und den Objekten um sie herum bewusst und sollen in der Lage sein, Drohnen und Waffen zu steuern, um den Tod aus der Ferne zu bringen.

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Im Pentagon arbeitet man mit "Project Maven" an der düsteren Zukunft der Kriegsführung. / © Pixabay

Palmer Luckey wurde mit der Entwicklung der VR-Brille Oculus Rift bekannt, die er als Teenager entwarf und von dem jungen Tech-Unternehmer später für über 2 Milliarden US-Dollar an Facebook verkauft wurde. Aber seine Zeit unter dem Dach vom Marc Zuckerberg war nur von kurzer Dauer, denn Luckey wurde 2016 verdrängt.

Zuckerberg behauptete von dem Kongress, dass der Grund dafür nicht Luckeys Unterstützung der Trump-Kampagne sei. Der Mitbegründer von Oculus spendete sowohl an Pro-Trump-Gruppierungen als auch an den speziellen Fond für Trump viel Geld. Unabhängig von der wahren Ursache hinter seinem Weggang von Facebook scheint es, dass Luckey ein Zuhause gefunden hat, das es ihm ermöglicht, die derzeitige Regierung mit vollem ideologischen Engagement zu unterstützen. 

Was haltet Ihr davon, wenn das Silicon Valley mit dem Pentagon zusammenarbeitet? Ist im Krieg alles erlaubt oder muss es Grenzen für die Waffentechnologie geben?

Quelle: The Intercept

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9 Kommentare

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  • Wir brauchen KI die fähig ist wie in Guardians of the Galaxy 2 potentielle Raumschiffe zu erkennen und Ziele zu bekämpfen, auch Cyberwar durchzuführen. Wer glaubt der Frieden bleibt erhalten ohne Verteidigung, hat die Geschichte nicht verstanden, und glaubt auch das wir im Universum alleine sind. Gut das wenigstens ein Oculus Gründer den Mum hat zu forschen. Ich würde ihm sogar helfen...


    • Seh ich auch so. Abschreckung greift. So machen es die USA. Mit denen sollte man besser nicht kämpfen.. ! Und weil die am Ball bleiben, sind Sie in 50 Jahren vielleicht immer noch die mächtigste Macht der Menschheit.


  • Das zeigt, das Donald Trump leider nicht nur komplett verstrahlte Hillbillies auf seine Seite zu ziehen vermag.

    Das allerdings in diese Richtung geforscht wird, hat nichts mit der Regierung Trump zu tun, es war doch schon immer der Traum des Millitärs die Drecksarbeit maschinell zu erledigen. Sich hier so viele Fachleute wie möglich ins Boot zu holen ist da nur eine logische Konsequenz.

    Auch eine Regierung Obama hätte zu dieser Technik nicht "Nein" gesagt. Wer anderes glaubt ist ein Idealist.


  • Klingt gut !


  • Tja, da kann man nur darauf hoffen, dass eine Drohne mit Fehlfunktion dem guten Mann die eine Körperstelle so richtig aufreißt, die erfahrungsgemäß am wenigsten Sonnenlicht abbekommt....


  • Wo Geld ist, ist auch Macht. Und umgekehrt.


  • Zur Zeit forschen alle "Weltmächte" an Waffen mit KI. Vermutlich ausser dem "Moralweltmacht" Deutschland.

    Der Ausstieg eines Landes dürfte sich in wenigen Jahren rächen. Wer sich auf chinesische Zensur oder den russischen Lebensstandard freut, der dürfte jauchzen, wenn die Führungsmacht der NATO die Waffen streckt.


  • Man darf nie vergessen Militär heißt nicht gleich Angriff. Militär heißt auch eine anständige Verteidigung des Landes und der Bevölkerung.


    • Genau.. Wo ja besonders die USA für ihre defensive Ausrichtung des Militärs so berühmt ist.
      Für mich bedeutet das alles nichts anderes, als die Rüstungsspirale wieder so richtig anzukurbeln und die entsprechenden Lobbyisten noch reicher zu machen.

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