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Drohnen, Robotik und Games: Die überraschenden Ambitionen von Nvidia

Seid Ihr schon immer neugierig gewesen, welche Pläne und Projekte das Unternehmen aus Santa Clara rund um Android verfolgt? Wir haben die Gelegenheit gehabt, mit Stéphane Quentin, seines Zeichens PR Manager bei NVIDIA Frankreich, über die Vergangenheit und die Zukunft der Marke über das zukunftsweisende Thema Mobilität zu sprechen.

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Interview mit Nvidia (Stéphane Quentin) 

Hallo Stéphane, könntest Du dich zu allererst unseren AndroidPIT-Lesern vorstellen? 

Mein Name ist Stéphane Quentin und ich bin bei Nvidia für die Pressearbeit in Frankreich und Belgien zuständig. Bevor ich zu Nvidia gekommen bin, war ich als Games-Journalist tätig. Durch meinen Drang nach Neuem bin ich 2004 zu Nvidia gestoßen. Die Zeit verrennt … Nun sind es schon elf Jahre und es fühlt sich immer noch an wie gestern. 

Beschreib uns doch bitte in wenigen Worten die Vergangenheit dieser „Chameleon“-Marke? 

„Chameleon“, das ist die Beschreibung, die wir in Frankreich für Nvidia seit der Einführung der Geforce 3 benutzen. Die GeForce 3 war der Nachfolger der Nvidia NV1 und NV2. Das war auch die Zeit, in der sich im Grafikkartenbereich bis zu 15 Unterschiedliche Hersteller tummelten, aber aus dieser Masse ragte die GeForce 3 hervor. 

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Seiner Zeit weit voraus: Nvidia GeForce 3 im Jahr 2003. © IXBT Labs

Danach entwickelten wir kontinuierlich unsere Grafikkarten weiter, bis wir 2003 erstmals auch auf mobilen Endgeräten landeten. Mit über 150 Millionen verkauften Grafikeinheiten wurden wir von Motorola als „revolutionär“ beschreiben. 2009 ist dann unser Tegra-2-Chip auch von Motorola im XOOM Tablet verbaut worden. 

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Motorola XOOM mit Nvidia Tegra 2 und Android 3.0 Honeycomb. / © Motorola

Dieser zweite Tegra-Chip wurde auch von Microsoft im Zune HD verwendet und schon bald wurde der Tegra 2 auch in vielen weiteren mobilen Geräten bis zu einigen Notebooks genutzt. Durch den Erfolg beflügelt legten wir mit dem Tegra 3 (dieser wurde zum Beispiel im HTC One X verwendet) und dann dem Tegra 4/4i nach, die ebenfalls erfolgreich waren. 

Aber unser Drang nach Neuem war groß und wir streben in den Bereichen, in denen wir tätig sind, immer nach Perfektion. Da wir in der Welt der PCs und der mobilen Endgeräte etabliert waren, wollten wir unser Know-how auch in die Küchen (mit Öffen, die zum Beispiel Speisen analysieren können), computerisierte Autos, aber auch in die Forschung und Wissenschaft ausweiten. 

Mittlerweile ist Nvidia zu einem Unternehmen mit weltweit über 9.300 Angestellten angewachsen. 

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Im Wiko Wax schlägt ein Nvidia Tegra 4i SoC. / © Wiko

Ihr seid mit Euren Lösungen schon gut in PCs und Tablets vertreten und auch im Smartphone-Sektor seid ihr mit dem Tegra 3, 4 und auch vereinzelt mit dem Tegra 4i präsent. Gibt es bei Nvidia weitere Bestrebungen diese Präsenz in der Zukunft auszuweiten? 

Um deine Frage in einem Satz zu beantworten: Nvidia wird überall vertreten sein, wo wir mit unseren Produkten einen Mehrwert bieten können. Auch wenn wir seit Mitte 2015 nicht mehr so stark im Smartphone-Markt vertreten sind, heißt es nicht, dass wir mit unseren Produkten nicht auch in andere Bereiche vordringen. Mit unseren Prozessoren Tegra 3, 4 und 4i wollten wir dem Markt eine Alternative zu den bis dato vertretenen Produkten bieten. 

Das ist auch der Grund, warum wir uns entschieden haben, die Shield-Familie ins Leben zu rufen. Wir wollten mit dem Shield Portable den Gamern ein mobiles Devices an die Hand geben, mit dem Sie ihre PC Spiele auch auf einem Android-Tablet spielen können. 

Von welchem Produkten sprichst du genau? 

Ich spreche von dem Tegra Note 7 mit dem Tegra-4-Prozessor und dem Shield Tablet mit unserem Tegra K1 Prozessor. Mit diesen Produkten ist es nun endlich möglich, Spiele wie The Witcher 2 oder Batman Arkham City auf einem Tablet zu spielen. Mittlerweile sind über 50 vollwertige PC Spiele mit unserem Shield Tablet kompatibel. Die komplette Liste können sich Eure Leser auf der offiziellen Shield Website anschauen. 

Natürlich können auf diesen beiden exzellenten Tablets auch Android-Spiele gezockt werden. Viele von denen sind sogar speziell auf unserer Prozessoren optimiert worden, darunter gehören auch die hochwertigen Spiele wie Hearthstone, Asphalt 8 und viele mehr.  

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Des Gamer liebstes Tablet ist tatsächlich das Shield Tablet mit dem Tegra K1. / © Nvidia

Wohin geht es mit Nvidia als nächstes? 

Unsere Ambitionen gehen über den mobilen Markt hinaus. Schon heute arbeiten wir mit weltweit führenden Herstellern in der Robotik, inklusive Drohnen und Automobile (mit und auch ohne Fahrer) und vielen anderen Bereichen eng an sehr spannenden und geheimen Projekten zusammen. Wie in der Vergangenheit auch, streben wir auch in diesen Bereichen nach Perfektion und wollen den Partnern und Nutzern das beste Produkt anbieten. 

In 2013 hat Luciano Alibrandi von Nvidia gesagt, dass Ihr künftig Eure Grafiklösung, wie auch schon bei im PC-Bereich, anderen Herstellern (Qualcomm, MediaThek und anderen) anbieten werdet. Trifft diese Aussage immer noch zu?  

Es besteht immer die Möglichkeit, dass der eine oder andere Hersteller unsere Grafiklösung in deren Produkte integrieren. Aber der mobile Markt ist aktuell gesättigt und die Hersteller haben alles, was sie für ihre Produkte benötigen. 

Können wir davon ausgehen, dass das Shield TV auch nach Europa kommt? 

Absolut! Das Shield TV ist für Europa im dritten oder vierten Quartal diesen Jahres anvisiert. Die Preise können wir noch nicht bekanntgeben, aber in Nordamerika bieten wir die 16-GB-Version für 199 und die 500-GB-Variante für 299 US-Dollar an. 

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Das Nvidia Shield TV ist eine Kombination aus Settop-Box mit Android TV und Spielekonsole mit Tegra K1. © Nvidia

Mit den aktuellen Shield-Produkten, die vor Kurzem auch auf Android 5.1 aktualisiert wurden, habt ihr eine hohe Reputation bei den mobilen Gamern erworben. Werdet Ihr diese Linie weiter ausbauen? Meiner Meinung nach wäre ein effizienteres Modell eines Shield Tablets oder gar ein komplett neues Shield Konzept sehr spannend. 

Da stimme ich dir vollkommen zu. Wir werden die Shield Produkte auch künftig weiterentwickeln. Was ich dir und deinen Lesern aktuell sagen kann, ist, dass wir noch in diesem Jahr und Anfang 2016 viele Überraschungen in der Pipeline haben. Natürlich wäre es dann auch Zeit für eine Neuauflage des aktuellen Shield Tablets, aber wir wollen die Shield-Linie auch auf noch mehr Märkten verfügbar machen. 

Hast du noch ein paar letzte Worte, die Sie an unsere Leser von AndroidPIT richten wollen? 

Sicher. Ich will noch einmal betonen, dass unsere Nvidia-Tegra-Lösungen nicht auf Smartphones und Tablets begrenzt sind, die man kaufen kann. Unsere Lösungen werden auch in der Forschung, Heimautomatisierung und der Robotik eingesetzt. Und ich betone es gerne noch einmal: Zum Ende diesen Jahres gibt es noch ein paar Überraschungen von Nvidia! 

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5 Kommentare

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  • Und wieder einmal bestätigt A-Pit, wichtige News über Android und Co holt man sich besser woanders. Auf jeder einigermaßen ernstzunehmenden Technikseite wird seit Freitag über die Rückrufaktion des Shieldtablets berichtet, nicht so auf A-Pit. Warum auch, interessiert wohl bei A-Pit niemanden wenn ein Androidgerät eine Brandgefahr darstellt und deswegen zurück gerufen werden muss. Man bastelt wohl lieber an neuen "Updates" alter News oder ersinnt neue Bestenlisten...


    • Kommt dann bestimmt Dienstag oder Mittwoch ;)


    • Tobias Apel
      • Admin
      • Staff
      03.08.2015 Link zum Kommentar

      Lieber Christian,

      vielleicht liegt es einfach daran, dass man so ein Interview nicht mal eben spontan macht, sondern so etwas terminiert, durchgeführt & geschrieben werden muss. Ich tippe die Rückrufaktion wurde erst nach dem Interview publik.. ;)


  • und falls es jemand noch nicht mit bekommen hat.

    nvidia hat für die shield tabltets gerade eine rückrufaktion laufen.

    steht seit gestern auf pocketpc.ch/magazin/news/nvidia-ruft-die-meisten-seiner-shield-tablets-zurueck-30432/


    •   54

      Auf mehreren Seiten konnte ich ebenfalls über die Rückrufaktion von Nvidia lesen.
      Die Tabletproblematik ist offensichtlich doch ernster...

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