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Notepad Voice Memo Pro - Luft nach oben!

Notizen nur per Sprache verwalten ist eine feine Angelegenheit. Seit der Einführung von Siri und Google Now sieht man immer mehr Menschen mit ihren Smartphones sprechen und die Notizverwaltung ohne lästiges Eintippen ist da ein konsequenter Schritt.

Notepad Voice Memo Pro stellt sich nun heute unseren Testkriterien und ob die Applikation die Notizverwaltung vereinfachen kann, erfahrt ihr in unserem heutigen Testbericht.

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Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
2.22 3.24

Funktionen & Nutzen

Bei unserem letzten Testbericht zu Google Keep wurde ein Aspekt in den Kommentaren deutlich: Die Anforderungen an eine Applikation der Notizverwaltung sind bei vielen Nutzern unterschiedlich. Person X fordert eine bestimmte Funktion und meist meldete sich postwendend ein anderer Nutzer und meldete, dass er auf diese besagte Funktion X verzichten könne, wenn dafür Funktion Y vorhanden sei.
Die Quintessenz aus den Kommentaren des damaligen Testberichtes ist jedoch, dass eine Notizverwaltung das Leben der Nutzer erleichtern muss. 

Notepad Voice Memo Pro hat sich in den vergangenen Tagen unserem Test gestellt. Die Fokussierung der Applikation liegt dabei deutlich auf der Eingabe von Notizen per Sprachbefehl. Dies funktionierte im Testzeitraum auch einwandfrei und ohne große Probleme. Doch genau diese Fokussierung ist kein Alleinstellungsmerkmal.
Man braucht sich nur den großen Mitbewerber Evernote ansehen oder das neu erschienene Google Keep. Beide Applikationen bieten - zumindest auf Android 4.1 und 4.2 - durch die im System integrierte Möglichkeit der Spracheingabe identische Möglichkeiten. Der große Unterschied ist nur die Anzahl der Eingaben, bis man diese Spracheingabe erreicht. Bei Notepad Voice Memo Pro prangt ein großes Eingabefeld über der jeweiligen Liste und bei Evernote muss man erst die Tastatur aufrufen und dann die Spracheingabe tätigen.
Doch die Verwaltung der Notizen per Sprache ist bei Notepad Voice Memo Pro nicht konsequent zu Ende gedacht. So kann der Nutzer nicht den nächsten Listenpunkt per Sprachbefehl eingeben, sondern muss die Spracheingabe beenden und dann wieder starten. Einfacher wäre es gewesen, wenn man per Sprachbefehl in die nächste Zeile „rutschen“ könnte. Beispielsweise durch das Diktat: „Milch kaufen - Nächste Zeile - XY vom Fußball abholen“. Auch die Aktivierung der Spracheingabe funktioniert nicht ohne das Berühren des Displays. Die Möglichkeit ein „Codewort“ zu bestimmen, bei der die Applikation die Spracheingabe startet wäre ein Alleinstellungsmerkmal, welches leider fehlt.
Eine Funktion, welche mir jedoch im Testzeitraum sehr gefallen hat, war die Möglichkeit des Vorlesens der jeweiligen Listen. Die Nützlichkeit im alltäglichen Gebrauch sei mal dahingestellt, da man das Vorlesen nicht per Sprachbefehl starten kann und dann auch gleich die Notizen ablesen könnte.

Weiterhin fehlen auch andere Aspekte wie die Möglichkeit Erinnerungsfunktionen detailliert anzupassen oder die erstellten Listen individuell anzuordnen. Ansätze sind da, doch der konsequente nächste Schritt fehlt. Man kann die Listen zwar mit Google Tasks synchronisieren, doch den Funktionsumfang eines Evernote erreicht die Applikation nicht. Weiterhin können nur Aufzählungen erstellt werden, was in meinen Augen einem „Notepad“ - zu deutsch: Notizbuch - nicht gerecht wird. Ein Notizbuch ist (laut Wikipedia) „ein Buch mit unbeschriebenen Seite, das der Sammlung von Einfällen, Bemerkungen und Notizen aller Art dient“. Genau dies erfüllt Notepad Voice Memo Pro jedoch nicht. Notizen oder Einfälle aller Art schließen - in meinem Verständnis - auch Bilder, Skizzen oder Sprachmemos mit ein.

Die Liste der Verbesserungsmöglichkeiten lässt sich nun leider fortführen. Jedes Mal, wenn die Applikation gelungene Ansätze zeigt, wie das Abspeichern von Notizen auf dem Smartphone selbst, gibt es einen Aspekt der im alltäglichen Gebrauch vermisst wird. Auch findet in meinen Augen Notepad Voice Memo Pro keine passende Nische, die die Applikation besetzen kann. Es setzt nicht auf Minimalismus wie Google Keep und bietet keine umfassende Notizverwaltung. Die Fokussierung auf die Verwaltung der Notizen per Sprachbefehl ist zwar in Ansätzen gelungen, doch nicht konsequent zu Ende gedacht.

 

Fazit:

Notepad Voice Memo Pro  konnte im Testzeitraum gute Ansätze zeigen und macht auch über den Testzeitraum noch einen guten Eindruck. Doch es sind zu viele Funktionen nicht vorhanden und die vorhandene Fokussierung auf die Spracheingabe ist nicht konsequent zu Ende gedacht.

Unterm Strich steht (noch) eine gute Bewertung, wobei in den nächsten Wochen und Monaten nachgebessert werden muss, um auch zukünftig dieses Level zu halten. Insbesondere da bei Google Task, im Zuge der Veröffentlichung von Google Keep, nicht klar ist wie es weiter geht.

Bildschirm & Bedienung

Bei der Funktionalität ist Notepad Voice Memo Pro noch gut, doch dieses Fazit kann man bei der grafischen Präsentation und der Bedienung nicht mehr ziehen.

Die grafische Präsentation wirkt sehr altbacken und passt nicht mehr wirklich in das Gesamtsystem Androids mit dem aktuellen Holo-Design oder dem neuen Weg a la Google Now. Man wird das Gefühl nicht los, dass das Design bei Android 2.3 stehen geblieben ist und das ist schlicht nicht mehr genug.

Die Bedienung ist zwar nicht schlecht, aber reicht über das Mittelmaß auch nicht hinaus. Eine Sache die mich sehr gestört war, war das Wechseln zwischen den Listen. Man kann zwischen Wischen und der Bedienung mit Schaltflächen wählen. Das Problem nun ist, dass das Wischen nach rechts eine andere Eingabe auslöst, als die Schaltfläche mit dem Pfeil nach rechts. Dies ist nicht nur verwirrend, sondern auch frustrierend.

Speed & Stabilität

Die Startgeschwindigkeit und generelle Performance von Notepad Voice Memo Pro lässt keine Wünsche offen.

Preis / Leistung

Notepad Voice Memo Pro ist für 1,18 Euro im AndroidPIT App Center verfügbar.

Screenshots

Notepad Voice Memo Pro - Luft nach oben! Notepad Voice Memo Pro - Luft nach oben! Notepad Voice Memo Pro - Luft nach oben!

1 Kommentar

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  • Hallo,
    Ich bin der Entwickler der App. Ich werde versuchen die Schwachstellen aus diesem Test in zukünftigen Updates so gut es geht zu beheben und die Weiterentwicklung voran zu treiben.
    Die App begleitet mich jetzt schon seit fast 2 Jahren und war ursprünglich nur als Einstieg in die Android Programmierung gedacht. Ein Freund riet mir einfach für den Start mit einer To Do Liste anzufangen. Mittlerweile ist etwas halbwegs vorzeigbares daraus entstanden. Knapp 70 Updates hat die App in ihrer Evolution bereits hinter sich gebracht.
    Ich lebe vom Feedback der Nutzer. Nur so kann ich erfahren was gewünscht ist, was stört und wo Bugs auftreten. Darum freue Ich mich über jedes Feedback das es gibt. User Wünsche versuche ich wenn es möglich ist umzusetzen.
    Die Konkurrenz mit Evernote, Google und co. ist für mich als einzelner Programmierer schier Übermächtig, aber ich habe mein Projekt zu lieb gewonnen als aufzuhören.

    Michael Meistrowitz

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