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noPhone: Die Hoffnung für hoffnungslose Smartphone-Junkies

Es soll Menschen geben, die echte Angstzustände mitsamt Entzugserscheinungen bekommen, wenn sie von ihrem Smartphone getrennt werden. Hier kommt das noPhone ins Spiel, der Nikotinkaugummi der Smartphone-Welt - nur ohne Nikotin.

nophone teaser
Ein lebloser Klotz? Mitnichten! Ein rettendes Therapiegerät! / © noPhone

Manche jungen Menschen kennen das Phänomen: Sie stehen auf einer Party und fühlen sich irgendwie nackt, wenn sie kein Bier in der Hand halten. Dabei geht es weniger um das Bier als solches, als viel mehr um den Halt, den ihnen dieses Accessoire bietet. Oder manche Raucher brauchen das Gefühl eines Glimmstängels in der Hand, gar nicht mal so sehr wegen des Rauchens, sondern wegen der Haptik. Das sind die leichteren Fälle. Aber natürlich gibt es auch einfach hoffnungslose Alkoholiker und Kettenraucher, die ohne ihre benötigten Substanzen nicht gesellschaftsfähig sind.

Besonders harte Fälle existieren auch unter Smartphone-Nutzern, die an chronischen Smartphone-Daumen leiden, aufgrund verkümmerter Nackenmuskulatur den Kopf nicht mehr zu heben vermögen und sich mittlerweile an den letzten Blickkontakt zu einem Menschen nicht mehr erinnern können. Für sie bietet das noPhone nun eine “Lösung”. noPhone ist im Prinzip so, als würde der Alkoholiker eine kalte, leere Limoflasche in der Hand halten oder der Kettenraucher einen Bleistift. Funktional bringt ihnen das wenig, aber vielleicht fühlen sie sich etwas besser, so absurd der Gedanke sein mag. Und natürlich hat es den gleichen Effekt für den jugendlichen Gelegenheitsbierflaschen-und-Glimmstängelhalter auf Partys. Das muss man nicht verstehen, für eine Geschäftsidee hat es aber gereicht, denn genau so ist es mit dem noPhone, denn das ist nichts weiter als ein lebloser Dummy ohne weitergehende Funktion.

Und sowas soll jemand kaufen?

Anscheinend ja. Es muss Menschen geben, die unbedingt das Gewicht in ihrer Hosentasche fühlen müssen oder die eckige Form in ihrer Hand unterm Tisch, während sie eigentlich gerade mit dem Partner zu Abend essen. Es sind Menschen, denen das Gefühl ihres eigenen Fleisches beim Schließen der leeren Hand den Angstschweiß auf die Stirn treibt. Sie können mit dem Gerät nichts machen, aber die heilsame Illusion reicht aus, um sie durch die schweren Momente zu tragen, bis sie mit ihrem Smartphone wiedervereint werden.

Die Verkaufsargumente auf der Hand: noPhone erfordert keinen Akku, keine Updates, ist absolut wasserdicht und erschütterungsresistent. Das perfekte Handy, nur eben ohne Handy-Funktionalität. Aber das ist ein Detail. Hat es eine Kamera? Nein. Ist es kompatibel mit Bluetooth? Nein. Kann man Anrufe mit ihm machen? Nein. Ist es toilettenschüsselgesichert? Ja! Mehr muss man eigentlich nicht wissen.

 

Via: TechCrunch Quelle: noPhone

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