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Die Weihnachtszeit ist besonders für das Idealgewicht eine Herausforderung. So viele süße (Nach-)speisen verlocken zum Naschen und Sport ist (normalerweise) im Winter auch unangenehmer als bei einer schönen sommerlichen Brise.

Noom: Gesund Abnehmen verspricht den Weg zurück zum Idealgewicht einfacher zu gestalten und den Nutzer bei dieser Aufgabe zu unterstützen. Ob Noom bei diesem neujährlichen Vorsatz helfen kann, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

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VS
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    Fingerprint-Sensor
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    4K-Videoaufnahme

Bewertung

Pro

  • Umfangreiche Möglichkeiten
  • Motivierend durch Zwischenziele
  • Ansprechende Optik

Contra

  • An manchen Stellen noch zu oberflächlich
  • Einscannen von Produkten
  • Schrittzähler
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.4.2 Nein 3.8.5 5.4.1

Funktionen & Nutzen

Schon der erste Start der Anwendung kann vollends überzeugen. Denn im Gegensatz zu so manchem Konkurrenten, der den Nutzer direkt ins kalte Wasser wirft, führt Noom Schritt für Schritt durch die Einführung und erläutert so verständlich den anfänglichen Funktionsumfang. Dies beginnt mit der Registrierung (E-Mail, Google+ und Facebook stehen als Möglichkeiten zur Verfügung) und geht bis hin zur Eingabe der eigenen Eckdaten. Diese Daten, wie das Gewicht, die Größe oder das eigene Geschlecht, benötigt Noom: Gesund Abnehmen zur Berechnung des ungefähren täglichen Kalorieumsatzes.

Diese magische Grenze, die zum Abnehmen nicht überschritten werden darf, wird anhand der erwähnten Eckdaten berechnet und dem individuellen Ziel. Denn je nachdem wie viel abgenommen werden und wie intensiv das Abnehmprogramm gestaltet sein soll, ändert sich diese maximale Energiezufuhr pro Tag. Dabei gibt es (grob gesagt) zwei Stellschrauben mit denen am Abnehmen gearbeitet werden kann: Sport und Ernährung.

Noom 1
Die Einrichtung von Noom geht einfach von der Hand.! / © AndroidPIT

Die Ernährung kann innerhalb der Anwendung "getrackt" werden. Bedeutet also im Klartext, dass die Applikation die Möglichkeit bietet die verschiedenen Mahlzeiten einzutragen und dann den zugeführten Kaloriebetrag automatisch vom täglichen Wert abzieht. Somit hat man als Nutzer ein unmittelbares Feedback, ob die eingenommene Mahlzeit im gesamttäglichen Kontext nun gesund war oder nicht. Die Handhabung ist dabei grundsätzlich sehr gut umgesetzt, wenn auch das Eintragen von spezifischen Mahlzeiten zuweilen etwas umständlich ist. Natürlich kann die Anwendung nicht jedes mögliche Gericht beinhalten, doch bei einem Festtagsessen jede Komponente einzeln einzutragen, ist mehr als frustrierend - auch im Hinblick auf die jeweiligen Einzelkategorien. Weiterhin fehlte mir persönlich die Möglichkeit bereits abgepackte Waren per Scanner einzutragen. Komfortabler geht es nicht und so müssen - besonders Eigenmarken oder neue Produkte - umständlich manuell eingefügt werden. Positiv hingegen ist die Möglichkeit Speisen zu speichern, um an anderen Tagen wieder schnell darauf zugreifen zu können.

Beim Sport sieht die Sachlage ähnlich aus. Noom: Gesund Abnehmen bietet auch hier die Möglichkeit das tägliche Training zu planen und dann direkt innerhalb der Anwendung einzutragen, doch die Funktionsvielfalt kann schlicht nicht mit spezialisierten Vertretern mithalten. Das Analysieren von Läufen ist beispielsweise mit Runtastic deutlich angenehmer, wenn auch das Aufzeichnen von Trainingseinheiten mittels GPS erstaunlich gut funktioniert. Im Vergleich zu dedizierten Laufanwendungen kam bei einem 10 Kilometerlauf eine tolerierbare Abweichung heraus.

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Das Eintragen der Mahlzeiten könnte an manchen Stellen mehr Komfort bieten. / © AndroidPIT

Was bei Läufen erstaunlich gut funktioniert hat (ebenso beim Fahrradfahren oder bei anderen messbaren Aktivitäten), ist beim Schrittzähler teilweise abstrus falsch. Noom bietet die Möglichkeit die tägliche Schrittanzahl zu messen und in der Theorie ist diese Stellschraube des Abnehmens auch eine sehr wichtige. Das Problem ist eher das „Wie“. Im Testzeitraum kamen teilweise extrem hohe Schrittwerte heraus und selbst wenn das Smartphone nur auf dem Schreibtisch lag, wurden Schritte gezählt und dies führt natürlich zur Verwunderung. Diese Schwankungen traten bei mehreren Testgeräten auf und es gibt keine Möglichkeit die (sehr sensitiv eingestellte) Messschwelle zu individualisieren. So werden bei kleinsten Erschütterungen in der vertikalen Ebene Schritte gezählt.

Noom bietet abgesehen von diesen grundlegenden Funktionen noch eine Vielzahl von Komfortaspekten wie eine Analyse des Gewichts, einen Trainingsplan, spezielle Benachrichtigungen und eine Gameification des Abnehmens. Mit kleinen Aufgaben und sogenannten Noom-Punkten, wird der Nutzer zum Weitermachen animiert und dies ist im Endeffekt das zentrale Element einer solchen Anwendung. In der Pro-Version gibt es noch Gruppenfunktionen, das Monitoring des Taillenumfangs und vieles mehr.

Bildschirm & Bedienung

Seit dem letzten Update ist Noom eine echte Augenweide. Das gesamte Design fügt sich nahtlos in den Gesamteindruck des Betriebssystems ein und wirkt in sich rund. Die Animationen sind subtil und trotzdem zielführend, die einklappbare Seitenleiste lässt sich per Wischgeste bedienen und auch sonst ist die gesamte Anwendung intuitiv und gut gelungen. Ein großes Lob an die Entwickler für die stetige Weiterentwicklung und Verbesserung der Anwendung.

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Die Bedienung und die Präsentation können überzeugen! / © AndroidPIT

 

Speed & Stabilität

Noom hat im Testzeitraum keine Abstürze oder sonstige Fehler verursacht.

Preis / Leistung

Noom ist kostenlos verfügbar. Die kostenpflichtige Pro-Mitgliedschaft startet bei 4,99 Euro für einen Monat und endet bei 21,99 Euro für ein Jahr.

Abschließendes Urteil

Noom: Gesund Abnehmen hat mich im Tetzeitraum vollends überzeugt. Die Kombination aus toller Präsentation und guter Funktionalität ist ein echter Mehrwert, wenn auch bei der Funktionalität noch so manche Stellschraube vorhaben ist. Besonders beim Eintragen von Mahlzeiten oder dem Tracken von Aktivitäten wird klar, dass die Anwendung ein zentraler Anlaufpunkt ist und keine, auf die jeweiligen Problemfelder, spezialisierte App. Ich hätte mir im Testzeitraum eine Anbindung an so manche Drittapp gewünscht.

Für alle die nach den Feiertagen wieder den Kampf mit der Waage fürchten, beziehungsweise einen Überblick über Ess- und Sportgewohnheiten erhalten wollen, ist Noom eine volle Empfehlung.

7 Kommentare

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  •   3

    Das Problem ist nicht das Essverhalten zwischen Weihnachten und Neujahr, sondern zwischen Neujahr und Weihnachten. Das Rezept ist ganz einfach: mehr Kalorien verbrennen als zu sich nehmen. Früher musste man sich viel bewegen für wenig Nahrung, heute bewegt man sich wenig für viel Nahrung. Hinzu kommt, dass die Nahrung nicht mehr ausgewogen ist.

    Mit FDH (friss die Hälfte) und FDR (friss das richtige) erreicht man viel mehr. Fertiggerichte und Fast Food meiden, regelmäßig essen (sonst legt der Körper "Reserven" an) und regelmäßige Bewegung (spazieren gehen reicht) sind für die Gesundheit enorm förderlich.

    Übrigens: Nur das Installieren der App reicht nicht aus, kann aber das Gewissen beruhigen. ;-)

  • Ich finde myfitnesspal besser...kostenlos und eine gute Datenbank, inkl Eingabe von training etc.

  • Manchmal scheinen die Tests nicht ganz so unabhängig zu sein wie behauptet wird.

  • Ich kann mich @McBerry nur anschließen. Ich halte ebenfalls nicht viel von der App. Ich habe mit My Miracle 15kg abgenommen. Das Programm ist völlig kostenlos und funktioniert fast genau so wie WW. Man hat eine bestimmte Kalorienanzahl (die in Punkte umgerechnet werden) die man am Tag essen kann. Man trägt alles was man isst und trinkt via Datenbank in das Tagebuch ein. Es gibt eine Webseite und für Unterwegs eine super App. Die Community ist sehr nett und hilfsbereit. Man muss also für nichts zahlen um abzunehmen. Man braucht nur etwas Disziplin und dann funktioniert es.

  • Halte ich für Geldschneiderei. Abnehmen ist kein Hexenwerk, man muss sich nur ein wenig mit dem beschäftigen, was man täglich ist und was der Körper zu welcher Tageszeit braucht und was die Fettverbrennung bremst - Stichwort Kohlenhydrate vor dem Schlafengehen.

    Ich nutze hierfür nur 2 Dinge: FDDB Scanner von www.fddb.info (habe bisher noch keine größere Nahrungsmitteldatenbank gefunden) und Libra, um das Gewicht zu loggen. Dann setzt man sich noch ne Obergrenze für Kalorien pro Tag, am besten die vom Idealgewicht und schon purzeln die Pfunde. Hab jetzt 28kg in 5 Monaten runter, ohne diesen Mitgliedsblödsinn von Weight Watchers und Co, der einen nach 2 Wochen wieder verzweifeln lässt, weil einem die Arbeit abgenommen wird, sich mit dem was man isst zu beschäftigen.

    • Ein Pro-Account ist ja auch nicht nötig. Es fällt jedoch vielen, besonders zu Beginn, schwer die Kaloriezufuhr zu reduzieren beziehungsweise einzuschätzen. Da hilft eine Visualisierung schon extrem.

      Und McBeary: Ich ziehe meinen Hut vor der Leistung!

      • Wenn der nicht nötig ist, dann ist das natürlich zumindest für den Anfang super. Ich bin ja auch über andere Apps, die bspw. auf Weight Watchers und alten Punktelisten basieren darauf gekommen.

        Das Problem ist halt generell, dass man Jojo-Effekte vermeiden soll und dafür MUSS man sich mit dem Essen auseinandersetzen, also mit guten und schlechten Fetten etc. Man sollte es halt auch nicht übertreiben und sich unter Druck setzen. Und genau das passiert meiner Ansicht nach bei allen Apps, Vereinen usw. die monatliche Mitgliedsgebühren verlangen, wenn auch nur indirekt.

        Und danke :) Hab leider nochmal dieselbe Anzahl an Kilos vor mir, bis ich "fertig" bin.

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