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Die Zukunft der Gaming-Tablets: Der Kampf ist noch nicht verloren!

Das Tablet ist angeblich tot, also ist auch das Gaming-Tablet tot? Darüber lässt sich streiten, so dramatisch steht es um diese spezielle Art von Tablet aber wohl nicht. Ob sich die neuen Geräte aber auch wirklich durchsetzen werden, ist jedoch auch mehr als fraglich. Grund genug also, einen genauen Blick auf den Markt, seine potenzielle Kunden und die neuesten Gaming-Tablets zu werfen.

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SHIELD Tablet Plus Controller1
Hat das Gaming-Tablet eine Zukunft? / © Nvidia

Verkaufszahlen? Erfolg? Wir schweigen lieber

Was ist eigentlich ein Gaming-Tablet? Eine gute Frage, denn eigentlich lassen sich auf nahezu jedem Tablet Android-Games abspielen. Mit Gaming-Tablet werden jedoch meist die Geräte bezeichnet, die über einen starken Prozessor und eine fitte Grafikkarte verfügen. Die Auswahl an Geräten, die auf diese Beschreibung passt, ist zurzeit noch relativ klein. Vielen ist sicher das Shield Tablet von Nvidia ein Begriff sowie das Razer Edge - Windows Gaming Tablet und… ja, mehr gibt es eigentlich auch nicht.

Wie erfolgreich die beiden Hersteller mit ihren Gaming-Tablets sind, ist leider nicht bekannt, da offizielle Verkaufszahlen nicht vorliegen. Somit lässt sich nur vermuten, ob die Geräte ein wenig oder viel Geld in die Kassen gespült haben. Da Nvidia wohl noch in diesem Jahr ein neues Gaming-Tablet herausbringen wird, war das Shield-Tablet wohl kein allzu großer Flopp. Acer veröffentlicht mit dem Predator-Tablet ebenfalls ein Gerät, das sich speziell an Gamer richtet.

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Ordentliches Gaming-Tablet: Das Razor Edge.  / © Acer

Geräte für einen Markt, der noch aufgebaut wird

Gaming auf dem Tablet und allgemein Mobile-Gaming ist immer noch ein schwieriges Thema, zumindest wenn es um “ernsthafte” Spiele geht. Während mit Casual-Games, also leicht zugänglichen Titeln, mitunter sehr viel Geld verdient werden kann und der Google Play Store mit diesen Spielen gut gefüllt ist, sind eher aufwendige Games immer noch Mangelware. Also Titel, die nicht nur in Sachen Optik versuchen, an die aktuelle Konsolengeneration heranzukommen, sondern die auch beim Gameplay einfach mehr bieten. Genau das Publikum wollen die Hersteller mit ihren Gaming-Tablets ansprechen. Es handelt sich dabei immer noch um einen relativ kleinen Markt, für den ein relativ überschaubares Angebot an Spielen zur Verfügung steht.

Es ist also ein mittelgroßer Teufelskreis, denn wenn es nur wenige potenzielle Kunden gibt, lohnt sich für die Entwickler womöglich nicht der Aufwand, Spiele für Gaming-Tablets herauszubringen. Bei einem kleinen Spiele-Angebot fragen sich potenzielle Kunden aber zurecht, warum sie sich überhaupt ein Gaming-Tablet zulegen sollen, wenn es nur wenige tolle Spiele gibt.

Um Kunden zu ihren Gaming-Tablets zu locken, sollte also definitiv mehr geboten werden.

Treibender Motor: Nvidia

Ohne ein gutes Spieleangebot wird selbst das beste Gaming-Tablet kein Erfolg. Dieser Problematik ist sich anscheinend Nvidia bewusst und will deshalb den hauseigenen Streaming-Dienst Grid in Zukunft noch mehr “pushen”, also mehr Spiele anbieten. Der hat den Vorteil, dass einmal gekaufte Spiele nicht nur auf dem Tablet laufen, sondern auch auf dem PC, Smartphone oder Fernseher abgespielt werden können. Hier stellt sich dann natürlich auch wieder die Frage, warum ein Tablet mit der neuesten Technik vollgestopft sein muss, wenn das Wichtigste eine stabile Internetverbindung ist.

Da das Streaming von Spielen auch in den kommenden Jahren wohl noch nicht der Standard sein wird, sondern eher eine nette Zusatzoption, setzt Nvidia auch noch auf den klassischen Download. Ähnlich wie bei Steam wird es in den kommenden Jahren (Jahrzehnten?) also auch noch möglich sein, ein Spiel auf die Festplatte zu installieren. Hier kommt dann die vollgepackte Technik ins Spiel.

ShieldKonsole
Nvidia bringt mit der "Shield" in diesem Jahr auch eine Android-Konsole heraus / © nvidia

Macht es günstig, macht es handlich, macht es zugänglich

Die größten Kritikpunkte am Nvidia Shield waren das hohe Gewicht und dass es nur mit teurem Zubehör wirklich spielbar war, wirkte sich ebenfalls negativ auf die Gesamtwertung aus. Es ist natürlich immer leicht dahergesagt, einfach ein besseres, günstigeres und handlicheres Produkt herzustellen, um die Herzen der Kunden zu gewinnen, aber um erfolgreich zu sein, müssen sich die Hersteller von Gaming-Tablets etwas mehr bewegen.

Eine ganz bestimmte Zielgruppe anzusprechen und wie beim neuen Acer Predator-Tablet einen aggressiven Stil aufzufahren, ist sicher nicht der falsche Weg, es schadet aber auch nicht, sich etwas mehr zu öffnen. Ein gutes Gaming-Tablet muss keine Allzweckwaffe sein, aber wenn es auch als nette Entertainment-Plattform fungiert, würde das sicher mehr potenzielle Kunden ansprechen, als nur die Hardcore-Gamer.

Zusammenfassung

Das Gaming-Tablet ist noch lang nicht tot, damit es aber gute Überlebenschancen hat, müssen die Hersteller ein nachhaltiges und vor allem attraktives Spiele-Konzept um ihre Geräte bauen, denn ohne das bleibt selbst das beste Gaming-Tablet ein Ladenhüter. Auch sollten Nvidia, Acer und Konsorten ihre Gaming-Geräte nicht nur als Hardcore-Gaming-Plattform verkaufen. Es gibt sicher viele potenzielle Käufer, die mit ihrem Tablet nicht nur spielen wollen, sondern es auch für andere Freizeitaktivitäten nutzen. In die “Xbox One”-Falle sollte man aber auch nicht tappen und das Wesentliche, also den Gaming-Aspek” aus den Aufgen verlieren.

Wie schätzt Ihr die Situation ein? Hat ernsthaftes Gaming auf dem Tablet eine Zukunft oder ist der Kampf um die Gunst der Spieler schon verloren? Sagt es der Community in den Kommentaren!

33 Kommentare

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  •   24

    Ich wünsche es mir sehr und ja ich denke es hat sehr viel Potential. Nur müssten die TV-Konsolen Gamer davon überzeugt werden. Es muss die selben Spiele auch für Gamer-Tablets geben + die schon bekannte und vorhandene Google-"Freiheit"... Ich drücke zu dieser Geschichte echt meine Daumen weil ich mir unbedingt eine GUTE Zukunft der Gamer-Tablets erhoffe.

  • Seit mal ehrlich, Android ist für das Gaming ungeeignet.
    Egal ob da noch Games kämen oder nicht...

  • EA... lol. Ich sag nur Dungeon Keeper

  • Der Wechsel zum mobilen ist im vollen gange.

    Viele klassische Studios wie Square Enix, Sega, Capcom, EA und auch Nintendo verstärken ihre Arbeit in APP Bereich. Die Qualität dieser spiele wird auch spürbar besser. Die Hardware wird jährlich rapide aufgewertet. Die Zahl der Nutzer liegt jenseits von gut und böse...

    Man muss schon echt verbohrt sein diesen Wandel nicht sehen zu wollen.

    EA macht 50% seiner erlöse mit digitalen Inhalten. Ubisoft zog im letzten Geschäftsjahr 1/5 seines Gewinns aus dem digitalen Bereich mit einen deutlichem Wachstum im vergleichen zum Vorjahr.

    Anspruchsvolles spielen wird oder eher ist bereits auf Tablets angekommen. Nur die Art zu spielen hat sich geändert.

  • Mir persönlich ist es zu unkomfortabel auf nem Tablet mit Controller z. B. zu Hause zu spielen, wenn ich alternativ ne PS4 hab. Großer Fernseher, Surround Sound 7.1 etc.

    Für unterwegs reicht nen Smartfone mir persönlich vollkommen, um Wartezeiten etc. zu überbrücken.

  • Die Games werden immer besser und komplexer. Wenn die Tablets wie ein Phablet genutzt werden können, also telefonieren, ne vernünftige Kamera und ne schnelle Spielehardware (wie z.B. dieser neue Tegra (K1?), vllt so um die 6 Zoll groß sind, sie also mein Handy ersetzen, dass ich zum zocken nicht ein Zweitgerät mitschleppen muss, dann könnte das was werden. Vllt für zu Hause noch ne Controllerstation zum einklicken des Tablets in nen Controller, dann denk ich wird das was. Für znterwegs gibts schon viele Games, die vernünftig mit Touch gespielt werden können... es kommen immer mehr Titel raus, die auch von anderen Systemen übernommen werden (DuckTales remastered, Grim Fandango remastered um nur 2 zu nennen). Da wird endlich angefangen, vernünftige Titel zu portieren... Und zu Hause den Controller fest installiert und Lisbgehts! Und ich kauf mir eins! :D

    • Für Gamer die mal was vernünftiges zocken wollen.
      Grim Fandango und Lego Star Wars die komplette Saga sind im PlayStore erschienen.
      Bei AP werden tausend Listen mit immer den gleichen Spielen veröffentlicht anstatt mal über richtige Neuerscheinungen.

  • Schwierig, dahingehend eine Entscheidung zu treffen. Ich denke, dass zum "zwischendurch" Spielen ein Tablet auch weiterhin seine Daseins-Berechtigung haben wird. Wird aber kurz/mittelfristig nicht an PC/Konsole heran kommen. Zu wenig Top Titel etc.

  •   13

    jo

  •   13

    ich sag nur grid

  •   13

    dann hast du XXL keine Ahnung...das ist ne Goldgrube und es gibt sehr gute komplexe und grafisch hochwertige Ganes

    • Leider sind Casualgames mit Free2Pay and win die richtigen Goldgruben und nicht aufwendig zu produzieren. Solange Leute bereit sind dafür haufen Geld zu bezahlen, werden keine Ressourcen für komplexere Spiele freigegeben. Und das Gaming viele Androiduser nicht interessiert sieht man schon an der Anzahl der Kommentare bei einem Gameartikel bei AP im Verhältnis der nicht Gameartikel .

      XXL

  •   51
    XXL 16.05.2015 Link zum Kommentar

    Schlicht und einfach NEIN. Auch in Zukunft werden auf mobilen Plattformen überwiegend Casual-Games vorherrschen. Bei zu komplexen Titeln würde das Zielpublikum ausserdem nur einen Bruchteil ausmachen, was viel zu unsicher ist für die Entwickler (erst recht, wenn es auch noch qualitativ und grafisch überragend sein soll).

  •   13

    android gaming Plattformen sehe ich als zukunft

    • Solange Sony und Microsoft stabile Plattformen für die Game Publisher bieten, wird Android Gaming ein Nischenprodukt für Casual Gamer bleiben, das ist Fakt!!!
      Die PS4 zeigt derzeit, wie es um Android Gaming steht: Sony 1, Android setzen 6!!!

      • Gaming unter Android ist denke ich mal kein Nischenprodukt. Man kann mit Casualgames halt mehr Gewinn bei minimalen Aufwand erzielen. Und so lange das so ist, wird sich nicht viel ändern. Das zweite Problem ist, das es unter Android zu viel verschiedene Geräte mit unterschiedlicher Hardware gibt. Bei IOS z.B. gibt es nur ne Handvoll wo man besser Optimieren kann. Bei Nintendo brauchen die Entwickler sich nur auf ein Gerät konzentrieren. Und nen NDS wird nur zum Zocken angeschafft, was bei Smartphones nicht der Fall ist.
        Sony und Microsoft sind nur im stationären Bereich erfolgreich.
        Sony hat es ja schon mal in mobilen Sektor probiert, es aber total verkackt.
        Der Vorteil ist bei einem Smartphone ist, das ich es immer dabei habe. Den Rest müsste ich immer extra mitschleppen.

        Man müsste einige exklusiv Titel programmieren und dafür ordentlich die Werbetrommel rühren, aber das wird keiner machen ist halt zu teuer. ☺

  • Kein mensch braucht sowas

    XXL

  • Gaming Tablet. Was für ein Schwachsinn. Wird sie nie durchsetzen. Dafür gibt es Gaming PC und Konsolen.

    XXL

  • nox 16.05.2015 Link zum Kommentar

    Sony und Microsoft werden dieses Rennen irgendwann unter sich aus machen. Bei Xperias hat man schon heute die Möglichkeit einen Dual Shock 4 anzuschließen. Und Microsoft wird mit Windows 10 ein OS haben auf dem man alles Spielen kann.
    Sony hat es mehrmals versucht Xperia Play, PSP bzw. PS Vita. Aber sie haben den heiligen Gral noch nicht entdeckt. Microsoft wiederum hat Angst sich zu verbrennen.
    Aber am Ende werden die Marken PlayStation und XboX diese Arena betreten und dann wird es nicht nur um Androidspiele gehen...

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