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Netzwerk per Stromleitung: Einfacher geht die Heimvernetzung nicht

Eine flächendeckende Versorgung mit schnellem Zugang zum Internet in den heimischen vier Wänden – das ist der große Wunsch der meisten. Ein WLAN-Repeater oder Router verspricht zwar unkomplizierte Installation und ungehinderten Zugang zum Internet, aber schon bei mittelgroßen oder unvorteilhaft geschnittenen Wohnungen wird aus der Lust am WLAN schnell Frust. Netzwerk per Stromleitung kann hier als Alternative durchaus mit herkömmlichen WLAN-Lösungen mithalten. Wir zeigen Euch, wie einfach es ist, die Wohnung mit einer anständigen WLAN-Abdeckung auszustatten.

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Kennt Ihr das? Man wechselt seinen Internet-Anbieter und will mit Volldampf im Netz surfen, die gewaltigen Updates für die Playstation, Xbox oder den Windows-PC sollen nicht mehr über Nacht geschehen, parallel sollen Musik und Videos innerhalb des eigenen Netzwerks rasant schnell gestreamt und Daten ausgetauscht werden. Aber selbstverständlich soll es einfach, unkompliziert und ohne hohe Installationskosten geschehen. Das herkömmliche Netzwerkkabel fällt also wegen des hohen Aufwands und der Installationskosten schon mal für das eigene Heim raus. WLAN ist für eine kleine Wohnung zwar mehr als ausreichend, aber leider nimmt die Leistung je nach Empfangsstärke stark ab und die Reichweite wird von der Bausubstanz eingeschränkt. Als beste Alternative kommt dann Powerline in Frage. Wie das Netzwerk per Stromleitung funktioniert, haben wir Euch schon ausführlich in einem separaten Artikel erklärt.

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Das Netzwerk über Powerline ist einfach einzurichten und bringt WLAN in jede Ecke des Hauses. / © AndroidPIT

Voraussetzung und Vorbereitung

Wenn man sich nun entschieden hat, die eigenen vier Wände mit Powerline aufzuwerten, muss man nur noch ein passendes Produkt zu finden. Die Hersteller von Powerline Adaptern, wie devolo, AVM, Netgear und Co. gestalten die Suche nach einem passenden Produkt sehr einfach, da jeder geeignete Starter Pakete anbietet. Diese Pakete bestehen fast immer aus zwei Powerline Adaptern. In unserem Falle mit dem devolo dLAN 1200+ Wifi ac Starterkit liegt ein dLAN 1200+ Powerline Adapter und einen dLAN 1200+ WiFi ac Powerline Adapter zur Verfügung.

Die Einrichtung

Die dLAN 1200+ Wifi ac Adapter einzurichten, ist spielend einfach. Ihr habt dabei zwei Möglichkeiten: Der Adapter kann entweder ein eigenes Netzwerk erstellen oder das schon bestehende erweiteren und dabei die bisherigen Einwahldaten übernehmen. Entsprechend müsst Ihr auch bei der Einrichtung vorgehen.

Access Point Modus

Steckt zunächst den Powerline Adapter in der Nähe Eures Routers in eine Steckdose und verbindet das LAN-Kabel mit Eurem Router. Steckt danach den zweiten Adapter in eine andere Steckdose. Drückt nun die kleine Taste unten rechts, um eine Verschlüsselung einzurichten. Drückt danach innerhalb von 2 Minuten die gleiche Taste am anderen Adapter. Nach kurzer Zeit sollten die LEDs beider Geräte dauerhaft weiß leuchten. Die Verbindung ist aufgebaut und das WLAN-Netzwerk eingerichtet. Auf Eurem PC, MAC oder Smartphone könnt Ihr nun die devolo-Cockpit-App installieren und alle nötigen Einstellungen vornehmen.

Clone Modus

Beim zweiten Modus kopiert der devolo-Adapter das bestehende WLAN-Netzwerk und erweitert es. Steckt hierzu zunächst den ersten Adapter in der Nähe Eures Routers ein und verbindet beide Geräte. Drückt nun am Adapter den Haus-Knopf und danach den WPS-Button Eures Routers. Danach könnt Ihr den zweiten Adapter einstecken und wieder die kleine Taste rechts unten für die Verschlüsselung betätigen. Auch hier sollten wieder beide LEDs weiß leuchten.

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Die Adapter sind unauffällig und Ihr müsst nicht auf eine Steckdose verzichten. / © AndroidPIT

Weitere Informationen

Powerline-Netzwerk erweitern

Wer sich ein Starter Kit kauft, erhält, wie oben beschrieben, zwei Adapter: einen Sender und einen Empfänger. In besonders großen Gebäuden ist das allerdings nicht immer ausreichend. Dann sind dann mehrere Adapter nötig. Auch das ist kein Problem, denn Ihr könnt Euer Powerline-Netzwerk beliebig erweitern. Dabei sind unterschiedliche Adapter des Herstellers miteinander kompatibel. So kann zum Beispiel ein devolo dLAN 500 Adapter mit einem devolo dLAN 1200 Adapter problemlos verbunden werden. Die Geschwindigkeit des langsamsten Adapters ist hierbei natürlich entscheidend.

Kompatibilität unter verschiedenen Herstellern

Wie oben schon beschrieben, gibt es mehrere Hersteller, die Powerline-Technik anbieten und verschiedenste Angebote im Sortiment haben. Leider können diese nicht miteinander betrieben werden. Ein Netzwerk kann daher immer nur aus Geräten des gleichen Herstellers bestehen.

Wie Ihr sehen könnt, ist die Nutzung von Powerline-Adaptern sehr simpel und die Technik ist einfach einzurichten. Wie gut das im Alltag funktioniert, haben in den letzten Wochen mehrere Teilnehmer unsere WLAN-Challenge in Kooperation mit devolo getestet. Die Teilnehmer Tom, TiWo, André und TobyD waren bei der Einrichtung sehr erfolgreich und berichten Euch von ihren Erfahrungen.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit Powerline-Adaptern gemacht? Was hat Euch gefallen und wo habt Ihr Schwierigkeiten gehabt?

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19 Kommentare

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  • Ich hätte erwartet das ihr auch auf die Probleme hinweist.
    Powerline kann auch zu Störungen beim Nachbarn führen. Die Stromleitu.g wird durch Powerline zu einer großen Antenne.
    Beschwert sich der Nachbar bei der Bundesnetzagentur kann es für den Störer teuer werden.


  • hm, ich nix i nett in der wohnung hab, aber zwei verschiedene stromkreise, somit würde es mir nix bringen, wenn i net vorhanden z.b im Wohnzimmer ein zu speisen, dann hätte ich in der anderen hälfte der wohnung immer noch kein netz, oder seh ich das falsch.


    • Was meinst du mit Stromkreise? Hängt alles an gleichen Sicjerungskasten, dann sollte es gehen.
      Aber was schon mehrfachsteckdose hier erwähnte könnte auch ein wlan-Repeater dein Problem lösen.
      Vorallem wenn man eh schon einen fritzbox hat, der ein Repeater voneinander fritzbox mehreren sinn.


  • C. F.
    • Blogger
    vor 1 Monat Link zum Kommentar

    "Habt Ihr schon Erfahrungen mit Powerline-Adaptern gemacht? Was hat Euch gefallen und wo habt Ihr Schwierigkeiten gehabt?"..........nein. Mich schrecken die unansehnlichen Kisten mit zusätzlicher Verkabelung ehrlich gesagt ab. Da stecke ich mir lieber einen Repeater von Fritz! in die Dose. Mittlerweile nutze ich das Lan gar nicht mehr, weil ich über WLan komfortabler unterwegs bin und das ganze Haus mit Einliegerwohnung und Garten komplett abgedeckt habe.


    • Kann ich nur zustimmen. Bin auch weg von dLAN.
      Fritzbox plus Repeater 1750E (vorher Fritz 310 war öfters schwierig) und alles ist gut.

      Für meinen Zwecke keine Probleme. Nutze es auch für Laptop und NAS.


  • Also ich habe überall Kabel gelegt alles andere ist einfach zu langsam. Für das Internet reichtes ja meist wenn man mal von den Leuten mit mehr als 100Mbit absehen. Habe diverse D-Lan Module getestet keines kam auch nur annähend an die angegebenen Werte teilweise nur auf 1/3 der Angabe. Und das mit zwei Steckdosen im selben raum. Ich kopiere aber auch viel in meinem Netzwerk und da ist alles unter 90MB/s einfach nicht tragbar. Was ich auch feststellen konnte ist das Energiesparlampen die D-Lans extrem Stören. Teilweise bricht die Verbindung sogar ab wenn diese eingeschaltet werden. Also ich kann nur jedem raten legt kabel so schlimm ist es auch nicht. Ich habe z.b einfach Laminat leisten genommen in denen man 4 Kabel reinlegen kann, weil ich in einer Mietswohnung wohne


    • hallo Simon, im gleichen Raum mag das gehen oder hast du durch alle Wände im Fußbereich Löcher gebohrt?? Da Laminat Leisten auch recht dünn sind, hast du dann für dein Vorhaben Flachkabel verwendet? Mit Rundkabel stell ich mir das eher schwierig vor.


  • Ich habe bisher positive Erfahrungen mit DLAN gesammelt, vewende derzeit einige 650+ Adapter!

    In einem Haus mit viel Stahlbeton komme ich leider nicht mit einem einzigen Router aus und führe das Netzwerk über die Stromleitungen 💻

    Irgendwann sind wir sowieso alle verstrahlt und trotz Erfindungen wie Radio oder Fernsehen sind wir noch nicht ausgestorben 😂😹 Ironie


  • Grandios diese dinger. Eins davon in eine Schweizer 3fach steckdose und 2 davon sind verdeckt

    DCS


    • DCS vor 1 Monat Link zum Kommentar

      Genau dieses Problem hat mich dazu gebracht, schliesslich doch Netzwerkkabel zu verlegen. Speed und Übertragung waren allerdings schon gut.


  • Die Technik klingt einfach, hat aber leider entscheidende Nachteile.
    Durchsatz und Latenz ist stark vom jeweiligen Stromnetz abhängig und schwanken je nach Verbraucher/Stromverbrauch. Und man verwandelt seine Wohnung damit in eine stark strahlende Funkantenne (die jeden Profi- und Amateurfunker im Umkreis in den Wahnsinn treiben wird..). Man sollte nicht vergessen, das Stromleitungen nicht elektromagnetisch geschirmt sind!
    Ob und inwiefern das schädlicher ist als WLAN/LTE und Co. ist jetzt Diskussionssache, aber wenn ich die Wahl habe die Strahlung in meinen vier Wänden zu reduzieren, dann entscheide ich mich doch lieber dafür ein LAN-Kabel zu ziehen und auf die zusätzliche, nicht unherbeliche Strahlung zu verzichten.


    • Hinzu kommt das solche Lösungen nicht stromkreis-übergreifend sind. Zwischen Erdgeschoss und 1./2. Etage funktioniert das nur wenn der Stromkreis nicht getrennt ist. Meist ist beim Stromzähler dann Ende.


      • Es kommt darauf an, wie die Leitungen am Verteilerkasten gelegt sind. Bei mir im Haus laufen mehrere Phasen über einige Meter parallel und ich habe in allen Räumen Verbindung, egal auf welcher Phase der Raum angeklemmt ist. Man kann auch mit einem Phasenkoppler (gibt es schon ab 24€) Verbindungen verbessern. Übrigens kann man ohne weiteres Powerlineadapter aller Hersteller mit einander koppeln. Läuft z.b. bei mir mit Devolo 1200 und AVM 1200 ohne Probleme mit bis zu 450Mbit.


      • Das geht nur bei gleicher Geschwindigkeit bzw. Verschlüsselung. Bei den Billigeren d-Lan modulen kannst das aber vergessen. Ich lege dann lieber ein 10€ Lan kabel als eine 120€ teueres D-Lan set zu kaufen


      • Nö, habe sowohl Devolo 650+, als auch AVM 500er , sowie Devolo 1200er und AVM 1200er und alle reden miteinander, manchmal schließe ich auch noch eine Devolo 500er an, alles geht bei mir ohne Probleme.


    • Beziffere mal die Höhe der Strahlung und den Einfluss auf lebendes Gewebe, danke!


    • Ich habe diese Teile schon Jahre und auch beim Online spielen nie Probleme gehabt. Trotz zwei verschiedenen Stromkreisen. Es kommen vielleicht nur 300 mbit/s durch statt 1000, aber das interessiert mich nicht wirklich. Die Latenz lag durchweg bei 30ms und hatte nie Schwankungen.


    • Es ist keine Strahlung, sondern es sind elektromagnetische Wellen. Der Pegel ist eher gering und über ein weites Frequenzspektrum bis 40MHz verteilt. . Alle, die hier von Schäden an menschlichem Gewebe reden, sollen doch bitte belegbare Beweise beibringen und nicht mit unbewiesenenen Behauptungen um sich werfen.

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