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Test Verfasst von:

NetCounter

Verfasst von: Fabien Roehlinger — 05.08.2009

Mal Hand auf's Herz: so ein wenig ist einem ja schon immer mulmig, wenn man mit seinem Handy im Internet surft. Wieviel Traffic habe ich verursacht? Liege ich noch im grünen Bereich? Oder habe ich demnächst das große Problem meiner Freundin erklären zu müssen, dass der Sommerurlaub dann doch nur 2, anstatt 20 Tage beträgt, und das Reiseziel leider nicht Capri, sondern doch nur Süderbrarup ist. 

Ich meine, nichts gegen Süderbrarup! Da ist es schön. Habe ich zumindest gehört, und glaube das auf jeden Fall auch. 

Was ich aber mit Sicherheit weiss, ist, dass Datentraffic außerhalb der Flatrate bzw. des vereinbarten Datenvolumens richtig teuer werden kann. Datentraffic im Ausland will ich hier mal ganz ausklammern. Außer jemand hier von Euch sagt, dass er, um die Fussballergebnisse auf einer Webseite lesen zu können, gerne 10 Euro pro Aufruf zahlt. 

Wie auch immer: was am Ende ist zählt, ist die quälende Frage "wieviel Traffic habe ich wann, wo und wie verursacht?"

Ein Tool, das uns dabei helfen könnte, ist NetCounter! Was es kann, was es nicht kann und ob es etwas taugt, das lest Ihr in unserem Test. 

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
0.10 0.14.1

Funktionen & Nutzen

NetCounter erfasst auf Wunsch alle Datenströme des Handys. Dabei lassen sich die Statistiken auf Wunsch für jede Datenquelle erheben, die man mit seinem Handy "angezapft" hat. 

Aber zunächst der Reihe nach. Über die Menü-Taste erhält man zunächst die folgenden Menüpunkte:

  • Hilfe: NetCounter verfügt über eine deutschsprachige Hilfe, die einem schnell das Programm und seine Funktionen näher bringen kann
  • Aktualisieren: eigentlich selbsterklärend, aber wenn man schon dabei ist --> aktualisiert alle Statistiken und Zähler
  • Als .csv exportieren: mit dieser Option kann von allen Statistiken eine csv-Datei generiert werden. Leider kann ich nicht sagen, wie die Daten aufbereitet sind, wenn sie über mehrere Tage "getrackt" werden. Ich habe nur heute über den Tag hinweg getestet
  • Info: Informationen zum Programm und zum Entwickler

NetCounter erstellt automatisch zu den verschiedenen Datenquellen (W-LAN und Mobil) einen eigenen Reiter, der nach unten aufgeklappt werden kann. Zunächst hoffte ich, dass es zu jeder verschiedenen Datenquelle - also WLAN Wohnzimmer, WLAN Büro, usw. - einen eigenen Zähler einrichtet. Das war aber nicht der Fall. Es könnte daran liegen, dass ich wahrscheinlich die gleiche IP-Adresse bezogen habe. Ich konnte es aber leider nicht mit einer völlig anderen Quelle, wie einem Hotspot, aus zeitlichen Gründen testen. Wer hier mehr dazu weiss: bitte schreibt uns doch bitte Eure Erfahrungen bei den Anmerkungen in diesen Testbericht! Vielen Dank vorab hierfür.

Durch Klicken auf die jeweiligen Zeilen, öffnen sich entsprechende Konfigurationsmenüs, mit deren Hilfe man die Zähler nach seinen Bedürfnissen anpassen kann. 

Konfigurationsmenü des Netzwerk

  • Zähler hinzufügen: Hierüber können Zähler hinzugefügt, und im Anschluss daran konfiguriert werden
  • Alle Daten löschen

Konfigurationsmenü der Zähler

  • Zählertyp ändern: Ganz klar geworden ist mir der Unterschied zum Menüpunkt "Zeitintervall" nicht. Es lässt sich hier nämlich entweder "Gesamt", "Monat", "Woche", "Mehrere Tage" oder "Ein Tag" einstellen. Zudem heißt der Menüpunkt nach seinem Aufruf auch "Zeitintervall".
  • Startdatum festlegen: Diesen Menüpunkt gibt es nur bei "Monat". Man kann sowohl Tag, Monat und Jahr einstellen ab wann der Traffic angezeigt werden soll. Das ist sicherlich sinnvoll, wenn man sich zum Beispiel temporär für einige Tage in einem fremden W-LAN Netz befindet und wissen möchte welchen Traffic man erzeugt hat.
  • Zeitintervall festlegen: es gibt einige festgelegte Zeitintervalle, die man auswählen kann. So wie zum Beispiel "Gestern", "Vorgestern", "vor 3 Tagen", usw.
  • Alarm festlegen: Es kann pro Zähler ein Alarmwert frei festgelegt werden. Dabei kann der Wert frei definiert werden. Die Einheitsgröße kann dann ebenfalls gewählt werden (Bytes, Kilobytes, Megabytes, Gigabytes, Terabytes); ist der Alarm ausgelöst, erscheint ein Icon in der Statusbar
  • Zähler entfernen: dieser Menüpunkt entfernt den ausgewählten Zähler

Fazit

NetCounter hat bei mir einen super Eindruck hinterlassen. Trotzdem habe ich mich lange mit dem Thema "wieviele Sterne gebe ich für Funktionen" auseinander gesetzt.

Meine Überlegungen habe ich Euch in Stichpunkten nachfolgend zusammen geschrieben:

Pro

  • jede Menge Einstellungsmöglichkeiten bei den Statistiken
  • arbeitet sehr zuverlässig --> startet automatisch und läuft dann im Hintergrund kaum merkbar mit
  • man erhält eine gute Übersicht über den produzierten Traffic innerhalb eines Zeitraumes, was einem wiederum "Sicherheit" gibt

Contra

  • der Alarm könnte sehr leicht unter gehen. Es gibt kein Warnsignal, oder eine Meldung, die weggeklickt werden muss. Lediglich ein kleines, unscheinbares Icon in der Statusleiste erscheint
  • die fehlende Möglichkeit das Netzwerk in verschiedene Untereinheiten aufzudröseln, vermisse ich ebenfalls. Ich meine damit, dass ich gerne jedes unterschiedliche WLAN einzeln aufgeschlüsselt bekommen möchte. Im Test wirkte es so, als ginge es nicht (siehe oben)
  • einen wichtigen Aspekt hat mir auch Thomas gegeben: eine Unterscheidung welche App wieviel Traffic generiert wäre ein sehr wichtiges Feature

Alles in allem eine gute App (3 Sterne), die mit ein paar Kleinigkeiten mehr sehr gut wäre (4 Sterne). Ich habe lange mit mir gehadert, da die App auf den ersten Blick alles hat was so ein NetCounter eben braucht. Auf den zweiten Blick aber kommen die kleinen Schwächen, die aber eben bei einer objektiven Bewertung berücksichtigt werden müssen.

Bildschirm & Bedienung

Die Bedienung von NetCounter ist sehr einfach und intuitiv. Und das ist nicht ganz selbstverständlich! Denn wenn man zunächst denkt, dass man ja nur die Funktion "Messen von Datenmengen" hat, vergisst man sehr schnell wieviele Möglichkeiten der Entwickler der App für statistische Zwecke eingebaut hat.

Ich habe zwar vermisst, dass der Traffic auf den ersten Blick in Up- und Downstream (also geladene und gesendete Daten) aufgedröselt ist, aber auch die Möglichkeit später gefunden (einmal kurz auf den jeweiligen Zähler klicken).

Was ich ebenfalls ein bißchen störend empfand, ist die Tatsache, dass die Alarme nicht weggklickbar waren. Sie stehen also solange in der Statuszeile, bis man den kompletten Alarm in der App löscht. Nur: leider werden die Alarme nicht zentral verwaltet! Man muss also erstmal den richtigen Alarm finden.

Fazit

Obwohl man nur wenig besser machen kann, so ist auch die Bedienung von NetCounter nicht wegweisend, und damit nicht "herausragend".

Speed & Stabilität

Das Programm läuft schnell und zuverlässig im Hintergrund mit. Es gab einen Absturz des Programms, als ich mit einigen offenen Anwendungen die Screenshots für den Testbericht machen wollte. Genau im Moment, als ich das USB-Kabel angeschlossen habe, ist das Telefon abgestürzt. Ich denke aber, dass das nicht der Usus ist.

Preis / Leistung

NetCounter kannst Du kostenlos im Market herunterladen. Bitte beachte, dass dieser Link nur aus dem Android Browser heraus funktioniert.

Screenshots

NetCounter NetCounter NetCounter NetCounter NetCounter

10 Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:
  • Ja auf dem Desire funktioniert das Top, aber auf dem A501 will es die Mobilen Daten nicht erfassen. W-Lan funzt.

    Gibt es noch eine Alternative?

  • eines meiner lieblings app

  • Die App ist super! Je mehr Funktionen hinzukommen, desto stärker wird der Akku belastet, sodass ich die Kontra-Argumente nicht zählen würde:-)

  • Das liest sich gut und nun muss ich mich entscheiden zwischen dem installierten NetTraffic oder dem Netcounter. WIe sind eure Erfahrungen oder vergleiche zwischen den beiden Apps?

  • 7

    Was ich mich frage, wenn ich über einen Taskmanager alle Apps beende, muss ich dann NetCounter jedes mal neu starten damit er wieder zählt oder verankert der sich irgendwo fest im System?

  • 1

    Wie beinflust diese App den die batterie betriebszeit?

  • Hi, ich benutze die app erst seit Sa (bekam da mein Hero) und ich bin damit zufrieden.

    Mit Zählertyp ist einmal generell der Typ gemeint (monat, Woche, Tag,...). Mit dem Intervall kann man dann dem eingestellten Typ ein Intervall zuordnen, zb:
    Typ: Monat, Intervall: (die letzten) 3 Monate
    Typ: ein Tag, Intervall: (nur) gestern

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