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Wege in die Nachhaltigkeit: Wie der Smartphone-Markt sich bessern kann

Wege in die Nachhaltigkeit: Wie der Smartphone-Markt sich bessern kann

Der ökologische und soziale Fußabdruck von Smartphones ist verheerend. Sowohl die Gewinnung der Rohstoffe für neue als auch die Entsorgung eines großen Teils der alten Geräte geht auf Kosten der Natur und der Gesundheit der Arbeiter. Einen geschlossenen Kreislauf, der dem Begriff von "Recycling" gerecht würde, gibt es nur für einen geringen Anteil der Komponenten. Doch einige Bemühungen machen Hoffnung, dass der Irrsinn sich bremsen lassen könnte.

Ich unterhielt mich mit mehreren Experten auf dem Gebiet Nachhaltigkeit in der Technologie und bin ansatzweise hoffnungsvoll gestimmt. Auch wenn der Raubbau zur Herstellung neuer Smartphones weitergeht, steigt die Zahl der Optionen, mit denen wir uns dagegen entscheiden können.

Regt den Kreislauf an: Smartphone-Pfand

Das hessische Unternehmen Shiftphones zeigt, dass Smartphones keine Massenware sein müssen. Vor allem hat der Hersteller schon von Anfang an einkalkuliert, dass die Geräte am Ende ihrer Nutzungszeit wieder bei ihm landen. Mit rund 20 Euro Pfand pro Smartphone werden die Kunden durchaus dazu ermutigt.

Seit Einführung unseres Gerätepfands konnten wir sehr viele Geräte vor Schubladen retten, die dort vermutlich in Vergessenheit geraten wären. Das Pfand motiviert die Anwender außerdem ihre alten/nicht mehr genutzten Geräte zurückzusenden und nicht irrtümlicherweise über den Hausmüll zu entsorgen.

(Manuel Suhre, Pressesprecher, Shift GmbH)

Für eine längere Beziehung: Smartphones selbst reparieren können

Ganz klar: Display und Akku sind die Schwachpunkte von Smartphones. Ersteres bricht bei Stürzen und Stößen. Letzterer verschleißt aufgrund chemischer Alterungsprozesse. Warum sollten wir sie also nicht schnell und günstig reparieren können?

Bis zum Galaxy S6 im Jahr 2015 waren die Smartphones des damals wichtigsten Herstellers abseits Apple relativ einfach und preiswert zu reparieren. Bei Samsung-Handys konnten wir die Plastikkappe auf der Rückseite ohne Werkzeug mit dem Fingernagel abhebeln und den darunter befindlichen Akku auswechseln. Der kostete bei eBay rund 20 Euro, bei Samsung selbst unwesentlich mehr.

Heute ist das praktisch nur noch bei Shiftphones und Fairphone ohne Hilfe wie bei kaputt.de möglich. Beide Marken sind Underdogs, deren Gesamtumsatz niedriger ausfällt als das Marketing-Budget von Huawei, Samsung oder Apple. Die Hessen sind idealistisch und sagen …

"Als Social Business verzichten wir bewusst auf Marketingmaßnahmen und Werbebudget. Überschüsse gehen in Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit. Insofern […] verfügt die 'alarmierte Generation' vermutlich nur im Ansatz über die Kenntnis, dass es Unternehmen wir SHIFT (oder andere) gibt."

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Öffnen, Akku wechseln, Schließen. Kann Dein Gerät nicht? Selbst schuld! / © AndroidPIT

Doch was macht die restliche Mehrheit, die ein Smartphone mit verklebtem Akku hat?

Repair-Cafés sind im Kommen

Ich habe Philipp Sommer von der Deutschen Umwelthilfe darum gebeten, mir wenigstens einen kleinen Hoffnungsschimmer bezüglich nachhaltiger Elektronik zu machen. Er sagte, dass die Zahl der Repair Cafés offenbar stetig zunehme. Bei diesen informellen Treffen beraten Profis oder technisch versierte Menschen mit kaputten Dingen und helfen ihnen dabei, sie wieder zu reparieren.

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Zu Besuch im Repair-Café: "Kaputt? Gibts nicht!" / © AndroidPIT

Nach dem Motto "Wehrt Euch und repariert Eure Smartphones" lassen sich immer mehr Menschen nicht von den Herstellern entmutigen, ihren kaputtgeglaubten, digitalen Begleiter wieder selbst in Stand zu setzen. Auch wenn die Garantie oder Gewährleistung schon längst abgelaufen sind, finden sich noch irgendwo Ersatzteile und Möglichkeiten, den Neukauf zu vermeiden.

Falls Ihr übrigens kein Repair-Café in Eurer Nähe habt oder die Termine Euch nicht passen, bietet kaputt.de online Hilfen, liefert Ersatzteile nach Hause oder repariert Euer Gerät professionell.

Doch was ist mit der Software?

Ein weiterer, heikler Punkt ist die Software. Smartphone-Hersteller haben quasi Alleinherrschaft darüber, ob Euer Gerät noch Updates erhält oder nicht. Das ist kritisch, denn ohne regelmäßige Sicherheitspatches haben es fiese Typen immer leichter, Eure Daten zu klauen.

Leider haben selbst die tugendhaften Hersteller Fairphone und Shiftphones dagegen noch kein Mittel gefunden. Unendlich langen Support durch Android kann es nicht geben, da sowohl die Chipsatz-Hersteller als auch Google irgendwann Restriktionen anwenden. Erstere liefern keine neuen Treiber mehr und lassen somit Sicherheitslücken offen. Letztere stellen Anforderungen für eine neue Android-Version, die die alten Geräte nicht mehr erfüllen können. Ein Sonderfall war das Fairphone 2, das trotz des nicht erfüllten OpenGL-3.1-Zwangs per Sondergenehmigung das Update auf Android 7 Nougat bekommen hat.

Für das Fairphone 3 gilt aktuell "eine fünfjährige Update-Garantie", wie man mir aus der Zentrale in Amsterdam bestätigt. Sie würde also im September 2024 auslaufen. Ersatzteile sollen für dieselbe Dauer verfügbar sein.

Grauzone Ersatzteil-Garantie

Rechtlich ist besonders die Ersatzteil-Situation schlecht geregelt. Nur innerhalb der kurzen Gewährleistungs-Phase kann ein Produkt wirklich repariert werden. Hersteller wie Apple oder Samsung haben oft ein Monopol auf Ersatzteile und bieten sie dementsprechend mitunter zu Wucherpreisen an.

Das Gemeine: Wenn ich ein Smartphone kaufe, weiß ich nicht, wie lange Ersatzteile und Software-Updates dafür verfügbar sein werden. EU-Richtlinien zum ökologischeren Design sind noch in der Mache. Philipp Sommer berichtet, dass aber gerade Deutschland sich immer wieder in derlei Bemühungen auf EU-Ebene querstelle.

Frankreich hingegen schreite in gutem Beispiel voran und werde demnächst schon eine neue Kennzeichnung einführen. Ein Reparierbarkeits-Index (ähnlich dem iFixit-Rating) soll dort dem Verbraucher als Anhaltspunkt dienen, ob er das Gerät im Falle eines Defekts auch in eigener Verantwortung wieder in Gang setzen kann.

Wir besitzen, was wir kaufen

Besonders in Bezug auf die Software zeigen sich Smartphone-Hersteller ganz unterschiedlich kulant. Bei Shiftphones, Fairphone aber auch bei OnePlus ist man locker. Manuel Suhre erklärt: "Durch das Öffnen oder Installieren alternativer Betriebssysteme erleidet der Kunde keinen Garantieverlust. Unser Shift-OS (basierend auf Android) wird auch als Light-Version (ohne Google-Services) zur Verfügung gestellt. Darüber hinaus pflegen wir gute Kontakte zu alternativen OS-Communities (Lineage, UBports [ehemals Ubuntu Phone, Anm. d. Red.]) und leisten hier Custom-ROM-Support." So kommen wir auch nach dem offiziellen Update-Stopp wieder an frische Patches.

Den radikalsten Ansatz verfolgt Purism mit seinem Linux-Smartphone Librem 5. Das US-Start-up hat mit der deutschen Hardware-Entwicklerin Nicole Färber (Interview) ein komplett neues Stück Hardware entwickelt. Es kann eigentlich genau das, was andere Smartphones auch können. Und wenn man naiv ist, denkt man, es könne dies schlechter: Es hat weniger Apps, die Akkulaufzeit ist schlecht, die Performance nicht konkurrenzfähig.

Aber jeder einzelne Schaltkreis der darin verbauten Hardware ist offen dokumentiert. Wir dürfen genau kontrollieren, was im Innern dieses Gerätes vor sich geht. Das ist (seit dem HTC HD2) mit keinem anderen Smartphone auf der Welt möglich. Spätestens bei dem Modem-Treibern schauen wir üblicherweise auf eine Black Box und dürfen nicht nachsehen, welche Daten das Smartphone zu welchem Zeitpunkt wem übermittelt.

Freilich steht bei der Bemühung des Purism-Projektes nicht die Ökologie im Fokus, doch berührt sie dieselbe Maxime: Wenn wir wirklich kontrollieren, was wir besitzen, werden wir es gerne für lange Zeit benutzen. Und die Ökobilanz eines aufwendig hergestellten Gerätes verbessert sich, je später es durch das nächste ersetzt wird.

Die Produktzyklen werden tendenziell kürzer

Leider wird auch diese Asymmetrie von der Gesetzgebung in Kauf genommen: Niemand außer der Hersteller darf die inneren Mechanismen eines Smartphones kontrollieren und alle sind damit einverstanden. Niemand sonst kann die Ersatzteile produzieren oder darf sie verkaufen und auch das scheint okay zu sein.

Inzwischen kosten wirklich gute Smartphones selbst neu nur noch rund 300 Euro. Das ist nur unwesentlich mehr als ein neues Display für das Galaxy S9. Hersteller unterbieten sich preislich mit neuen, guten Modellen in diesem Preissegment, während den Top-Modellen die Argumente für ihren Aufpreis ausgehen. Beide Enden der Preisskala sind gesäumt von Beliebigkeit. Ob die Geräte länger als ein Jahr durchhalten, ist in beiden Fällen eine Frage des Glücks.

Doch auch Konsum ist ein Teil des demokratischen Prozesses, und wir Verbraucher müssen unsere Rolle darin wahrnehmen. Manuel Suhre schließt:

"Letztendlich entscheidet sich immer der Konsument. Mit dem Geld in der Tasche sitzt er am längeren Hebel und kann sich für Mainstream oder 'Alternative' entscheiden. Die Kunst besteht darin, mit dieser Alternative zu ihm durchzudringen."

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Top-Kommentare der Community

  • König Frank I. vor 1 Monat

    Zum Thema Akku hätte der Gesetzgeber das Elektrogesetz so formulieren müssen, dass Akkus auf jeden Fall durch den Endverbraucher hätten wechselbar sein müssen. Und der Witz: ein einziges Modalverb hätte da gereicht.
    Originaltext:
    "Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind möglichst so zu gestalten, dass Altbatterien und Altakkumulatoren durch Endnutzer problemlos entnommen werden können."
    Mein Vorschlag:
    "Elektro- und Elektronikgeräte, die vollständig oder teilweise mit Batterien oder Akkumulatoren betrieben werden können, sind so zu gestalten, dass Altbatterien und Altakkumulatoren durch Endnutzer problemlos entnommen werden können."

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 1 Monat

    Also "die neue Generation ist doof" und "früher war alles besser", oder wie soll ich Deinen Post verstehen? Für wie selbstbestimmt hältst Du Teenager, die weder wählen gehen dürfen noch sich ihre eigenen Smartphones leisten können? Wenigstens erheben sie ihre Stimme und wollen die Verhältnisse in der Zukunft ändern. Was machst Du?

  • Norbert Bluhm vor 1 Monat

    "Was lange hält, bringt kein Geld." So die "Marktgesetze". & wer glaubt, das irgendwelche Regierungsmarionetten dem Paroli bieten würden, dem ist nicht zu helfen.
    Ergo: es wird nicht billiger & besser, sondern stets teuer und schlechter - genau in dieser Kombination.

  • Tim vor 1 Monat

    @Mr. Android
    Ach ja und Verbrenner werden ja auch so umweltschonend recycelt, richtig? Komische Weltvorstellung hast du... Ein Elektroauto wird am Ende genauso recycelt, wie ein Verbrenner, nur dass ein E-Auto während seiner Lebenszeit umweltschonender ist und auch weniger Wartung braucht und entsprechend billiger ist.

    Dass ein Verbrenner bei "guter Haltung" 30 Jahre halten kann, ist ehrlich gesagt kein gutes Argument. Weißt du, wie lang ein Tesla mit guter Pflege hält? Nö, weißt du nicht. Es ist gut möglich, dass ein Elektroauto deutlich länger hält. Tu mal nicht so, als ob ein Verbrenner keine Verschleißteile hat, die gewechselt werden müssen. Bei einem 30 Jahre alten Auto hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit über diese Lebenszeit das halbe Auto ersetzt und unter Umständen den doppelten Preis des Neukaufs in Ersatzteile und Wartung gebuttert. Aber der Akku, der ist ja so schlimm...

  • Eric Ferrari-Herrmann
    • Staff
    vor 1 Monat

    Ich glaube, so könnte das gut funktionieren. Noch besser wäre es, könnten alle Menschen mit knappem Budget sich auf die Qualität gebrauchter Geräte verlassen. Dann würden sie keine neue, aber kurzlebige 200-Euro-Massenware kaufen.

64 Kommentare

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  • Danke Shiftphone 💫


  • In 5 Jahren wird uns dann von irgendwelchen Wissenschaftlern erklärt das man alte Phone besser sofort gegen ein neues austauschen soll weil das besser für die Umwelt ist und Nachhaltigkeit falsch ist war doch bei den PKW‘S auch so . Wieviel Leute haben ihren alten PKW jahrelang behalten und ihn regelmäßig teuer repariert nur um Jahre später gesagt zu bekommen die bist eine Umweltsau ,weil dein Auto eine Dreckschleuder ist . Ich sag es ganz offen mir ist das egal ich kaufe das was ich will und wechsele mein Phone so oft wie ich Bock habe . Wie sagte ein Wissenschaftler in einer Sendung die ich im Radio gehört habe : Ohne CO2 wären wir noch im Mittelalter . Heute kam die neuen Zahlen heraus wieviel in Deutschland geflogen wird . Es wird jedes Jahr mehr . Für mich ist das alles Heuchelei alle reden davon das Umweltschutz betrieben werden muß aber selber auf was verzichten will persönlich keiner .


    • "Für mich ist das alles Heuchelei alle reden davon das Umweltschutz betrieben werden muß aber selber auf was verzichten will persönlich keiner ."

      Und das wundert dich? Du hast ja gerade in voller Länge erklärt, dass du es genauso machst und hast die gleichen Ausreden dafür verwendet wie alle.


    • Find es eher Umweltbewusstsein sein Auto solange zu fahren wie möglich. Vor allem ein Diesel macht's durchaus möglich...


      • @Karsten, nicht dein Ernst oder? Auto und Diesel in Zusammenhang mit Umweltbewusstsein? Das ist wie Atombombe und Weltfrieden.


      • Ja. Dieselautos haben aktuell die beste Umweltbilanz.

        Dazu zählt nicht nur der Betrieb, sondern auch die Herstellung und Entsorgung, deren Kosten. Verbunden mit der Langlebigkeit von Dieselmotoren ergibt sich die aktuell beste Umweltbilanz für Autos.


  • "Was lange hält, bringt kein Geld." So die "Marktgesetze". & wer glaubt, das irgendwelche Regierungsmarionetten dem Paroli bieten würden, dem ist nicht zu helfen.
    Ergo: es wird nicht billiger & besser, sondern stets teuer und schlechter - genau in dieser Kombination.


    • @Norbert Blum
      Kurz und knackig beschrieben, stimmt leider sehr oft, danke.
      Aber es gibt noch Ausnahmen, ich habe früher Produkte gekauft, die in der Anschaffung teuer waren aber heute noch in Gebrauch sind.


  • Toller Artikel, danke. Die Essenz ist momentan leider, dass der Konsument zwar theoretisch die Macht hätte, es aber nicht weiß und vielleicht auch nicht wissen will. Die Marketing-Abteilungen arbeiten aus der Sicht der Hersteller meist überaus gut und so denkt der Kunde, Glück ist ein neues Produkt, das dem alten sehr ähnlich ist, nur besser .... was ja leider meist nicht stimmt, denn die neuen Features werden nicht allzu oft als sinnvoll und nutzbar erachtet.

    Außerdem müssten das kapitalistische System weg von dem Denken "schneller, höher, weiter" Wachstum ist leider eine Sache die als notwendig erachtet wird, was aber zunehmend (oder schon immer) auf Kosten der Umwelt und auch des (vor allem armen) Menschen geht.


  • "Wir besitzen, was wir kaufen" - nicht nur, sondern wir sind sogar dessen Eigentümer, deshalb lehne ich Pfandregelungen ab, und kaufe, solange das möglich ist, keine Geräte, auf die Pfand erhoben wird.
    Ob ich ein Gerät nach dessen primärer Nutzung durch mich weiterverkaufe, einer Zweitverwertung zuführe, oder jahrelang in der Schublade liegen lasse, um es dann zu verbasteln oder auf dem Recylinghof abzugeben ist alleine meine Sache.
    Eine Pfandregelung schränkt meine Eigentumsrechte ein, oder bestraft ihre Nutzung mit einem Preisaufschlag, das halte ich nicht für aktzeptabel. Solange ein Pfand nicht gesetzlich geregelt ist, kann außerdem niemand garantieren, dass der Hersteller nicht insolvent geht, und das Pfand damit für immer verloren ist.
    Wer ein elektronisches Gerät über den Hausmüll entsorgt, begeht mindestens eine Ordnungswidrigkeit, und von mir aus kann man gerne eine Straftat daraus machen. Aber so was macht ein Erwachsener längst nicht mehr "ausversehen". Ein Pfand auf die Geräte ist daher unnötig.


  • Das westliche industrielle system funktioniert mit fast allen so.
    Konsumieren was geht um glücklich zu sein. Das ganze industrielle system basiert darauf. Was Greta und alternativ denkende fordern würde das ganze System zum Zusammenbruch führen. Lösungen sind sehr schwierig und ein Langzeit Prozess.


  • Guter Bericht von Apit! Aus den oben genanten Gründen war es so schön bei Samsung bis zum Galaxy S5 + Note 4!

    Da konnte man so ziemlich alles selber reparieren, mit entsprechenden Ersatzteilen und die Handys haben sich trotzdem sehr wertig angefühlt!

    Die EU hätte die Macht, verklebte Smartphones zu unterbinden oder die Hersteller dafür mit Geldbuße zu bestrafen!

    Die Autoindustrie muss ja auch pro KFZ Strafzahlungen blechen, wenn die CO2 Norm nicht eingehalten wird!

    Anstatt was zu ändern werden natürlich lieber Elektroautos gepusht, die sogar sehr schwerer Elektro/Akkuschrott nach 10 Jahren werden. Total fürn... 😬


    • Leider haben die Leute im Netz und vor allem auch die Tech-Webseiten das "billige Plastik" tausendfach in der Luft zerrissen. Sonst würde Samsung wahrscheinlich heute noch Wechselakkus usw. verbauen.

      Den Vergleich von einer CO2-Norm mit verklebten Akkus, verstehe ich ehrlich gesagt aber nicht. Das ist echt nicht gut vergleichbar... das eine ist ein Verbrauch, das andere dient unter anderem auch zum Schutz (Stichwort IP-Zertifizierung). Ja, ein S5 hat das auch geboten, aber dennoch.

      Und deine Prognose mit dem Elektroschrott ergibt noch weniger Sinn, sorry.


      • Wir sprechen über E-Autos in 10-15+ Jahren nochmals, dann wirst du sehen wieviel davon Elektroschrott ist und mit kaputten Akkus nach Afrika transportiert wird.

        Schon heute kosten "neue" Ersatzakkus für KFZ mehr als der Restwert so mancher E-Autos🔋


      • Warum sollte es mehr Schrott geben, als jetzt? Die Akkus sind natürlich eine Herausforderung, aber die ist bewältigbar, und die gibt es bei herkömmlichen Autos in Form von Altöl ja auch schon.


      • @Michael K.
        Verbrenner laufen mit guter Pflege länger als 30 Jahre, daher gibt's ja auch Oldtimer.

        Für E-Autos ist der Preistreiber weiter der Akku, durch mehr Nachfrage nach Lithium wird die Produktion eines Ersatzakkus noch weiter steigen, also was tun mit dem Rest des alten E-Autos?!

        Wasserstoffautos haben kleine Pufferakkus, dafür aber eine Brennstoffzelle die auch mal ersetzt werden muss...

        Unsere Politik denkt über sowas nicht nach, sind ja (ein)gebildete Menschen 😅😜

        Deshalb werden uns Verbrenner auch noch mindestens 30+ Jahre begleiten und könnten dann sogar mit Biokraftstoffen aus Algen betrieben werden 🌐😇 Brumm, brum...

        Die Geschichte zeigt, dass wir keine nachhaltige Elektronik bauen wollen... Wieso sollte es da bei E-Mobilität anders kommen (E-Scooter haben es auch getan).


      • @Mr. Android
        Ach ja und Verbrenner werden ja auch so umweltschonend recycelt, richtig? Komische Weltvorstellung hast du... Ein Elektroauto wird am Ende genauso recycelt, wie ein Verbrenner, nur dass ein E-Auto während seiner Lebenszeit umweltschonender ist und auch weniger Wartung braucht und entsprechend billiger ist.

        Dass ein Verbrenner bei "guter Haltung" 30 Jahre halten kann, ist ehrlich gesagt kein gutes Argument. Weißt du, wie lang ein Tesla mit guter Pflege hält? Nö, weißt du nicht. Es ist gut möglich, dass ein Elektroauto deutlich länger hält. Tu mal nicht so, als ob ein Verbrenner keine Verschleißteile hat, die gewechselt werden müssen. Bei einem 30 Jahre alten Auto hast du mit hoher Wahrscheinlichkeit über diese Lebenszeit das halbe Auto ersetzt und unter Umständen den doppelten Preis des Neukaufs in Ersatzteile und Wartung gebuttert. Aber der Akku, der ist ja so schlimm...


      • @Tim
        Ich habe hier zu Hause noch ein Nokia C7 mit Stahlgehäuse zum Akkutausch und an die Sim/SD-Card zu gelangen. Sollte auch mit Glas gehen, vielleicht.
        Will man aber nicht, verkleben ist schneller und billiger und beim Akkuwechsel kann man nochmals die Hand aufhalten.

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