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2 Min Lesezeit 4 Kommentare

Nach EU-Kritik: Google lagert die Shopping-Suche aus

Die Kartellwächter der EU-Kommission haben Googles Shopping-Suche schon lange im Visier, in Kürze droht dem Suchmaschinen-Riesen eine empfindliche Geldstrafe. Diese könnte Google nun mit der aktuellen Entscheidung abgewendet haben.

Wie der Wirtschaftsdienst Bloomberg erfahren haben will, löst Google seine Shopping-Suche aus dem eigenen Angebot heraus. Dies geschieht, um die Bedenken des EU-Kartellamtes zu zerstreuen und die Regularien der EU zu befolgen, wie drei Insider zu Protokoll geben. Bis zum morgigen Donnerstag hatte Google demnach Zeit, die Benachteiligung konkurrierender Anbieter bei der Shopping-Suche zu beenden. Als Strafe drohen bis zu fünf Prozent der täglichen Einnahmen von Google über die Produkt-Suche, zusätzlich zu der bereits verhängten Rekordstrafe von 2,4 Milliarden Euro.

Googles Plan sieht nun so aus: Die Shopping-Abteilung wird aus dem Unternehmen ausgelagert und die Werbeplätze werden für die Konkurrenz geöffnet. Kurios: Um seine eigenen Anzeigen zu platzieren, muss Google nun selbst mitbieten und zahlen. Die neue Shopping-Tochter von Google soll diese Einnahmen für ihr Anzeigengeschäft nutzen.

Play store ANDROIDPIT
Bei Google werden längst nicht mehr nur Apps verkauft. / © ANDROIDPIT

Shopping-Suche ist prominent platziert

Des Pudels Kern ist die Platzierung der Shopping-Suche in den Ergebnissen von Google. Der eigene Preisvergleich wurde immer weiter nach oben und ins Zentrum der Seite gerückt und habe dadurch die Angebote anderer Preisvergleiche herabgestuft, so der Vorwurf der EU-Kommission. Ob es ausreicht, dass Google diese Funktion nun aus dem eigenen Unternehmen herauslöst, müssen die Rechtsexperten beurteilen.

Das aktuelle Beispiel zeigt zweierlei. Einerseits, dass die EU-Kommission, die zwar oft belächelt wird, kein zahnloser Tiger ist, sondern durchaus Veränderungen erwirken kann - und das auch bei den größten Konzernen der Welt. Andererseits veranschaulicht der Streit um die Platzierung von Preisvergleichen, wie stark werbe- und umsatzgetrieben das Geschäftsmodell vieler Firmen - so auch Google - ist. Dass da hinter den Kulissen ein knallharter Konkurrenzkampf tobt, ist mehr als offensichtlich.

Via: heise Quelle: Bloomberg

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4 Kommentare

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  • Was für ein Schwachsinn....wenn Google seine Dienste nicht mehr auf der eigenen Website (Suchmaschiene) anbieten darf dann könnte man großen Firmen auch vorschreiben die Werbung der Konkurenz auf die eigenen Firmenfahrzeuge zu malen.....


  • Und wieder ist das Recht auf Seite des Kunden...1&1 darf auch nicht mehr als bestes Netz bewerben 😂👍 sagt ein Gericht weil die kein eigenes Netz haben sondern mehrere Netze nutzen von anderen. Find ich gut so dass Urteil eines Gerichts.


  • Ändert sich damit etwas? Nein. Es ist auch schwierig. Wie soll ein defakto Monopolist sich selbst das Geschäft kaputt machen. Wer soll das wie prüfen?


    • Nicht nur Google kann Programmieren... da gibts auch noch andere kluge Köpfe, die das definitiv prüfen können.

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