Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können.

Nützliche und sinnvolle Programme für Musiker sind auf dem G1 (noch) selten. MusicalLite versucht, diese Lücke zu füllen: mit Metronom, virtueller Pitch Pipe (Stimmpfeife) und virtuellem Piano bzw. Keyboard. Ob dieses Vorhaben gelingt und ob das Programm auch wirklich für den Musiker „on the road“ Sinn macht, erfahren Sie in diesem Test.

Smartphone-Meldung: “Nicht genug Speicherplatz verfügbar.”
Kennst Du das auch?
50
50
12292 Teilnehmer

Bewertung

Getestete Version Aktuelle Version
≤ 1.1.1 4.0.5

Funktionen & Nutzen

Nach dem Start von MusicalLite können Sie auf der Hauptseite alle im Programm enthaltenen Funktionen direkt auswählen. Im Menüpunkt „Tools“ finden sich ein Metronom und eine Pitch Pipe. Unter „Instruments“ kann man zwischen einem Klavier und einem Keyboard wählen. Auch findet sich auf dem Startbildschirm ein Hinweis auf die kostenpflichtige Pro-Version mit Stimmgerät, 128 Instrumenten und mehr.

Das Metronom wirkt auf den ersten Blick übersichtlich und aufgeräumt. Mit einem Schieberegler lässt sich das Tempo einstellen. Außerdem können Viertel, Achtel, Sechzehntel und Triolen als Grundrhythmus ausgewählt werden, wobei der Benutzer an dieser Stelle darauf hingewiesen wird, dass solche rhythmische Unterteilungen in höheren Tempi nicht konstant funktionieren, was leider auch zutrifft. Gerade bei Sechzehnteln in schnelleren Tempi bemerkt man rasch, dass das Metronom nicht „rund“ läuft. Als nächstes kann das Taktmaß (1/4 – 2/4 – 3/4 - 4/4 ) bestimmt werden. Andere Metren sind nicht einstellbar. Die Einstellmöglichkeiten (Taktart, rhythmische Unterteilungen) des Musical Lite-Metronoms sind durchaus ausreichend und für einen Musiker sinnvoll, durch die mangelnde rhythmische Exaktheit ist das Metronom jedoch nur bedingt zu gebrauchen.

Die Pitch Pipe von MusicalLite kann dazu genutzt werden, ein Instrument zu stimmen. Ähnlich dem Quintenzirkel sind alle Töne in einem Kreis von C bis zur nächsten Oktave angeordnet. Ein entsprechender Ton wird abgespielt, indem man ihn zunächst markiert und dann in die Mitte des Kreises drückt. Allerdings funktioniert dies leider auch wirklich nur bei gedrückter Taste – eine Gitarre oder einen Bass zu stimmen, während man mit einer Hand den Ton „hält“, dürfte schwierig werden. Darüber hinaus gibt es auch die Option, die Pitch Pipe durch Blasen in das Mikrofon zu aktivieren. Dies funktionierte leider nicht zufriedenstellend.

Das Piano reicht über drei Oktaven und lässt sich im Tonbereich nach unten (links) und oben (rechts) scrollen. Die virtuelle Klaviatur reagiert gut, allerdings liegen die Tasten sehr nah beieinander. Eine einfache Melodie lässt sich durchaus spielen, Akkorde jedoch nicht. „Richtig“ Klavierspielen lässt es sich auf der Klaviatur natürlich auch nicht, aber z. B. fürs Komponieren von einfachen Melodien unterwegs ist das Piano von MusicalLite durchaus brauchbar. Der Klang entspricht nicht dem eines echten Klaviers, was allerdings auch nicht zu erwarten war.

Das Keyboard deckt zwei Oktaven ab, die auf dem Bildschirm übereinander liegen. Die Klaviatur kann, wie bei dem Piano, über den Touchscreen bedient werden, jedoch ist auch jeder Taste des Keyboards eine Taste auf der Tastatur des G1 zugeordnet. Man kann also (eigentlich) mit ausgeklappter Smartphone-Tastatur die Klaviatur bedienen. Diese gute Idee wird leider dadurch, dass sowohl das Programm und als auch die Tastaturbelegung englisch sind (QWERTY-Belegung), beim deutschen G1 unbrauchbar (weil beispielsweise die Tasten Y und Z vertauscht sind). Der Klang entspricht dem des virtuellen Klaviers.

Die Funktionen und den Nutzen von MusicalLite zu bewerten, fällt schwer. Einerseits hat MusicalLite sehr gute Ansätze, die jedoch zum Teil noch nicht ausgereift sind. Andererseits ist es auch abhängig von individuellen Bedürfnissen und Ansprüchen, ob das Programm für einen Musiker Sinn macht: möglicherweise ist für den einen ein Metronom (welches leider (noch?) nicht zufriedenstellend funktioniert) ein gutes Hilfsmittel für unterwegs, für einen Sänger/eine Sängerin könnte eventuell die Funktion der Pitch Pipe - zum Stimmen von Instrumenten nur bedingt geeignet - eine hilfreiche Funktion sein. Uns gefällt das virtuelle Klavier am besten, mit welchem man nach kurzer Eingewöhnung durchaus spielerisch kreativ sein kann.

Zum momentanen Zeitpunkt können wir MusicalLite nur schwer in Hinblick auf Funktion und Nutzen bewerten. Deshalb fällt das Ergebnis weder ganz negativ, noch besonders gut aus. Wir werden die Entwicklung von Musical Lite weiterhin beobachten und hoffen, dass in Zukunft mit Updates die für Musiker durchaus nützlichen Funktionen verbessert werden.

Bildschirm & Bedienung

Der Bildschirm von MusicalLite ist sehr übersichtlich.Über den Startbildschirm erreichen Sie alle verfügbaren Funktionen. Die Bedienung ist selbsterklärend. Ein Minus ist das Tastaturbelegungsproblem beim virtuellen Klavier („QWERTZ/QWERTY-Konflikt“).

Speed & Stabilität

MusicalLite läuft stabil und zufriedenstellend, es ist während unseres Tests nicht einmal abgestürzt. Allerdings fällt auch die (zum Teil) rhythmische Ungenauigkeit in diese Kategorie, weswegen wir auch hier keine sehr gute Wertung vergeben können.

Preis / Leistung

Download aus dem Android Market (geht nur aus dem Android Browser heraus).

Musical Lite belegt 296 KB Speicherplatz.

Screenshots

Musical Lite Musical Lite Musical Lite Musical Lite Musical Lite Musical Lite

Keine Kommentare

Neuen Kommentar schreiben:

Diese Website verwendet Cookies, um Ihnen ein besseres Nutzungserlebnis bieten zu können. Mehr dazu