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mSecure Passwort-Manager: Auf der sicheren Seite

Sicherheit war in den letzten Wochen ein großes Thema in den Medien. Immer wieder wurden größere Anbieter gehackt und dabei gingen teilweise Millionen an Nutzerdaten verloren. Diese sensiblen Daten wie Passwörter, Login-Daten oder Kontodetails sollten idealerweise, besonders auf einem so leicht zu entwendenden Gerät wie einem Smartphone, gesichert sein. Und wenn es nur der Beruhigung des Gewissens dient.

Unser heutiger Testkandidat mSecure Passwort-Manager bietet eine plattformübergreifende Lösung an und stellt sich nach knapp zwei Jahren einem erneuten Testlauf. Ob die Anwendung dabei genauso überzeugen kann wie damals, erfahrt Ihr in unserem heutigen Testbericht!

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VS
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Bewertung

Pro

  • Plattformübergreifend
  • Komfortabel
  • Auf das Wesentliche zentriert

Contra

  • Keine Einführung
  • Für mehrere Plattformen teuer
Getestet mit Android-Version Root Mods Getestete Version Aktuelle Version
Google Nexus 4 4.4.2 Nein 3.5.3 4.0.5.009

Funktionen & Nutzen

Beim ersten Start des mSecure Passwort-Managers bittet die Anwendung nach einem Master-Passwort. Dieses Kennwort beschützt sozusagen die in mSecure gesicherten Daten. In einer Welt, in der ein Großteil der Nutzer noch einfach zu erratende Passwörter wie “passwort” verwendet und für viele verschiedene Dienste die gleiche Variante auswählt, bietet mSecure die Möglichkeit, den Sicherheitsgrad deutlich zu erhöhen.

Zwar ist die Nutzung eines solchen Passwort-Managers generell intuitiv, doch der komplette Verzicht der Anwendung auf eine Einführung in die Materie fühlt sich in den ersten Minuten der Nutzung wie ein Wurf ins kalte Wasser an. Zumindest die plattformübergreifende Komponente von mSecure könnte erläutert werden. Auch wenn die Android-Version in diesem Testbericht den Mittelpunkt einnimmt, gibt es mSecure ebenso für iOS, Windows und OS X. Dies ermöglicht eine Synchronisierung von sensiblen Daten über Plattformgrenzen hinweg und beerdigt gleichzeitig die leidige Zettelwirtschaft oder das wiederholte Anfordern neuer Passwörter.

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Die verschiedenen Datensätze sind (nach Wahl) alphabetisch angeordnet. In der Tablet-Oberfläche ist das Interface zweispaltig. / © mSeven Software LLC

Der Aspekt der Sicherheit wird innerhalb der Anwendung mit einer 256 Bit Blowfish-Verschlüsselung gelöst. Es sei angemerkt, dass innerhalb dieses Testberichts die Verschlüsselungsgüte nicht aktiv überprüft werden konnte, da dies den Rahmen gesprengt hätte. Doch nicht nur die Verschlüsselungstechnik trägt zur Sicherheit innerhalb der Anwendung bei. Sollte einmal der Fall eintreten, dass das eigene Smartphone in falsche Hände gelangt, kann ein “Selbstzerstörungsmodus” der Daten aktiviert werden, der bei einer bestimmten Anzahl an falschen Versuchen aktiviert wird. Hier könnte der Gedankengang noch etwas weiter gesponnen werden, doch die grundsätzliche Implementierung ist gut gelungen. Ebenso trägt die automatische Sperre hierzu bei, die nach einer einstellbaren Zeit die Anwendung sperrt.

Die bisher erwähnten Funktionen sind jedoch nur die Oberfläche von dem, was mSecure bietet. Dies geht von der komfortablen Errichtung verschiedener Datensätze, inklusive Kategorisierung dieser (Kreditkarten, Rezepte, Reisepass, Webanmeldungen und viele mehr), bis hin zu einem Passwortgenerator. Hier können dann sichere Kennwörter erstellt werden, die gleichzeitig noch individuell angepasst werden können. Hierzu stehen verschiedene Schieberegler und Optionen zur Verfügung, beispielsweise ob Groß- und Kleinbuchstaben verwendet werden sollen, und am Ende präsentiert der Generator ein kompliziertes Passwort, dessen Sicherheit in den Ampelfarben signalisiert wird. Einfacher geht es nicht.

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Hier sieht man gut die individuell anpassbaren Unterpunkte. Vielfalt ist hier gegeben. / © mSeven Software LLC

Auch das automatische Ausfüllen von Passwörtern, auch “Auto-Login” genannt, funktioniert plattformübergreifend sehr gut. Besonders in Kombination mit dem mSecure Browser, der seit der neusten Version auch das Surfen mit mehreren Tabs unterstüzt. Hier kann aus einer Vielzahl an Optionen ausgewählt werden, sei es nun die Verwendung des mSecure Browsers oder des Standardbrowsers inklusive Zwischenablage und Benachrichtigungsleiste. Dem Nutzer ist in der Entscheidung eine große Vielfalt gewährt.

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Der Passwort-Generator bietet eine Fülle von Parametern. / © mSeven Software LLC

Schlussendlich lohnt noch ein Blick auf die Synchronisierungsmöglichkeiten. Diese umfassen die Verwendung von Dropbox und einer WLAN-Verbindung. Damit können die angelegten Passwörter von Android zu Windows und dann weiter zu OS X gesichert werden. Die Verwendung von Dropbox ist dabei zu Beginn etwas verwunderlich, da mit dem Cloud-Anbieter ein “schwaches Glied” in den Ablauf integriert wird. Auf der anderen Seite bietet die Integration von Dropbox die Möglichkeit zur Auto-Synchronisation, die die Daten jederzeit aktuell hält. Auch andere Cloud-Systeme werden unterstützt. Ebenso wird eine Backup-Funktion (GMail/SD-Karte) angeboten.

Bildschirm & Bedienung

So gut und umfassend das Funktionsangebot von mSecure auch sein mag, so ernüchternd ist die grafische Präsentation der Anwendung. Sie wirkt wie eine Kombination aus alter iOS-Optik und Android-Anleihen. Hier besteht noch Luft nach oben, besonders in Anbetracht der Konkurrenz, die wesentlich angenehmere Oberflächen anbietet.

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Das Browsen mit verschiedenen Tabs ist seit der Version 3.5 möglich. Nichtsdestotrotz ist die Oberfläche noch weit hinter dem Standardbrowser. / © mSeven Software LLC

Die Bedienung ist durchweg gelungen, wenn auch manchmal Anzeigefehler zum Vorschein kommen (Erstellung des Master-Passworts). Screenshots können nicht angefertigt werden, was den Sicherheitsaspekt der Anwendung noch einmal unterstreicht.

Speed & Stabilität

mSecure Passwort-Manager lief durchweg ohne Beanstandung.

Preis / Leistung

mSecure ist für 7,99 Euro erhältlich. Dies ist ein stolzer Preis, besonders wenn man die separaten Anschaffungskosten für die anderen Plattformen bedenkt. So müsste bei der Verwendung von Android, iOS und OS X die Version gleich dreimal gekauft werden, was den preislichen Rahmen etwas sprengt.

Abschließendes Urteil

mSecure Passwort-Manager hat mir sehr gut gefallen und wird auch noch längere Zeit auf meinem Smartphone verbleiben. Insbesondere die Funktionsvielfalt und die plattformübergreifende Synchronisation sind Pluspunkte, die die ausbaufähige grafische Präsentation aufwiegen.

Einzig und allein der etwas zu hohe Anschaffungspreis trübt das Gesamtbild. Ebenso fehlt für neue Nutzer ein Tutorial und eine Testversion, da selbst ein Tag Testphase das Potenzial der Anwendung nicht vollends aufdecken kann. Erst die kontinuierliche Nutzung des Passwort-Managers zeigt, wie viel Arbeit und Frust die zentrale Sicherung ersparen kann.

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