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Motorola Moto X4 Hands-on: Der X-Faktor ist zurück

Die Moto-X-Serie war bei Lenovo und Motorola zuletzt vernachlässigt worden, lange gab es keine neuen Modelle der Baureihe mehr. Nun aber kehrt der X-Faktor bei Motorola zurück, und zwar mit dem Moto X4, das auf der IFA 2017 seine Premiere feiert. Wir haben das Moto X4 im Hands-on-Test bereits ausprobieren können.

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Preis und Verfügbarkeit

Das Moto X4 kommt in den Farben Silber und Schwarz auf den Markt, bereits im September wird es in Deutschland zu kaufen sein. Mit einem Preis von 399 Euro sortiert sich das Motorola Moto X4 in der heiß umkämpften Mittelklasse ein und dürfte dort auf starke Konkurrenz treffen.

Design und Verarbeitung

Das Moto X4 ist ein richtig schickes Smartphone, das ist auf den ersten Blick zu sehen. Hinten und vorne besteht das Gehäuse aus gebogenen Glasflächen, die von einem stabil wirkenden Aluminium-Rahmen zusammengehalten werden. Die Rückseite schillert je nach Lichteinfall in unterschiedlichen Farbtönen, was uns beim ersten Ausprobieren des Moto X4 gut gefällt. Klar, das Material ist anfällig für Fingerabdrücke, die aber auch schnell wieder abgewischt sind. Die Dual-Kamera auf der Rückseite steht mit anderthalb Millimeter leicht aus dem knapp 8 Millimeter dicken Gehäuse hervor, doch das stört in der Praxis nicht. Die Verarbeitung der Vorserienmodelle ist ausgezeichnet und gibt keinen Anlass zu Kritik.

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Das Moto X4 ist eine echte Schönheit. / © AndroidPIT

Das Moto X4 gehört nicht zur Z-Serie, deshalb arbeitet es auch nicht mit den Moto Mods zusammen. Das ist einerseits schade, andererseits aber auch gut, denn so kann Motorola das Smartphone vergleichsweise kompakt bauen. Das Moto X4 bringt 163 Gramm auf die Waage.

Interessant: Gerade erst betonte Motorola, wie irreführend IP-Zertifizierungen sein können und dass man darauf verzichte, nun kommt mit dem Moto X4 ein neues Modell mit genau diesem IP68-Stempel auf dem Markt. Die Erklärung, man verspreche trotzdem kein wasserfestes Smartphone, sondern eben nur entsprechend getesteten Wasser- und Staubschutz, kann nur bedingt überzeugen. Aber Hauptsache das Moto X4 überlebt solche Kalamitäten im Test unbeschadet.

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Rahmenlos ist bei Motorola noch ein Fremdwort. / © AndroidPIT

Display

Der Bildschirm des Moto X4 ist mit 5,2 Zoll kleiner als bei den Moto-Z-Smartphones und bringt es auf Full-HD-Auflösung und eine Pixeldichte von 424 ppi. Das IPS-Panel ist mit Gorilla Glass überzogen, welche Generation des Materials Motorola hier verwendet ist nicht bekannt. Die Darstellung gefällt mit für ein IPS-Display kräftigen Farben und einer guten Blickwinkelstabilität, auch die Helligkeit ist mehr als ausreichend. Wie bei Motorola üblich gibt es eine Art Always-on-Display, bei der die Uhrzeit und einfache Benachrichtigungen angezeigt werden.

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Farben und Blickwinkel sind am Moto X4 sehr ansehnlich. / © AndroidPIT

Software

Das Motorola Moto X4 kommt mit Android 7.1 Nougat auf den Markt. Die Oberfläche ist weitestgehend unverändert, unter der Haube stecken aber durchaus Erweiterungen, die Motorola ein geführt hat. Dazu zählen der Moto-Voice-Assistent ebenso wie die bekannten Gesten, um etwa die Taschenlampe einzuschalten oder die Kamera zu starten. Außerdem hat Motorola auf dem Moto X4 zum ersten Mal den Amazon-Assistenten direkt integriert, dazu gibt es eine eigene Motorola-Alexa-App. Es ist damit zu rechnen, dass Motorola den Assistenten auch auf anderen Smartphones ausliefern wird.

Performance

Das Moto X4 besitzt einen Qualcomm Snapdragon 630 und 4 GByte Arbeitsspeicher. Der interne Speicher ist je nach Modell 32 oder 64 GByte groß und kann mit Hilfe einer microSD-Karte erweitert werden. Im kurzen Test läuft das Moto X4 angenehm flott, was auch an der schlanken Oberfläche liegt. Apps starten schnell, auch mit aufwändigeren Spielen dürfte das Moto X4 keine großen Probleme haben.

Audio

Zu den Besonderheiten des Moto X4 zählt das Wireless Sound System, das über Blutetooth und eine Technologie der Firma Tempow verfügt. Mit dem Tempow Audio Profile (TAP) lassen sich mehrere Bluetooth-Geräte gleichzeitig verbinden, auf denen Musik wahlweise überall oder einzeln abgespielt wird. Die Steuerung, welche Lautsprecher oder Kopfhörer aktiv sein sollen, erfolgt über das Smartphone. Mit einer speziellen Technologie sorgt Tempow dafür, dass es keine unterschiedlichen Latenzen gibt, sondern der Sound auf allen angebundenen Geräten exakt synchron ist. Damit lässt sich de facto ein Multi-Room-System mit dem Smartphone als Steuerzentrale einrichten, und das zu vergleichsweise geringen Kosten.

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Mit dem Wireless Sound System hat das Moto X4 ein Alleinstellungsmerkmal. / © AndroidPIT

Kamera

Wie das Moto Z2 Force hat auch das Moto X4 eine Dual-Kamera auf der Rückseite. Diese verfügt über eine normale Optik mit 12-Megapixel-Sensor und eine Weitwinkel-Linse mit 8 Megapixel und einem Aufnahmewinkel von 120 Grad. Die Kamera-App verfügt über einen Echtzeit-Vorschau-Modus für einen Bokeh-Effekt und erkennt auf Wunsch Sehenswürdigkeiten, entschlüsselt QR-Codes oder digitalisiert Visitenkarten.

Beim kurzen Ausprobieren fällt auf, dass das Moto X4 vergleichsweise lange braucht, um Bilder mit Tiefenunschärfe aufzunehmen. Das Auslösen dauert bereits fast zwei Sekunden, danach wird im Hintergrund noch eine ganze Weile weiter gerechnet. Möglich, dass die Vorseriensoftware daran Schuld ist, doch hier muss Motorola noch nachbessern, denn die Konkurrenz kann das besser.

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Eine Dual-Kamera mit Weitwinkel-Objektiv sitzt an der Rückseite des Moto X4. / © AndroidPIT

Video-Fans werden sich darüber freuen, dass das Moto X4 Aufnahmen in 4K mit 30 fps unterstützt. Bei Full-HD sind bis zu 60 Bilder pro Sekunde möglich.

Die Frontkamera des Moto X4 hat einen 16-Megapixel-Sensor, dem Motorola einen besonderen Kniff spendiert hat. Um bei schlechten Bedingungen mehr Licht einfangen zu können, lässt sich die Auflösung der Bilder auf 4 Megapixel reduzieren. Dann werden die Informationen mehrerer Pixel zusammengerechnet, um ein besseres Gesamtbild zu erzielen.

Akku

Der Akku des Moto X4 ist mit 3.000 mAh auf dem Papier ausreichend stark, um das Smartphone einen Tag ohne Aufladen überstehen zu lassen. Ist die Energie leer gesaugt, wird mit dem Turbocharge-Ladegerät schnell wieder aufgetankt. Wie es sich im Jahr 2017 gehört, verfügt das Moto X4 über einen USB-C-Anschluss. Kabellos laden lässt sich das neue Motorola-Smartphone nicht.

Vorläufiges Urteil

Das Gesamtpaket des Moto X4 überzeugt im ersten Test. Das neue X-Smartphone von Motorola sieht toll aus und liegt gut in der Hand, läuft flott und flüssig und hat ein hübsch anzuschauendes Display an Bord. Die Dual-Kamera mag beim Bokeh-Effekt noch Schwächen zeigen, aber die Kombination aus normalem und Weitwinkel-Objektiv hat sich bei anderen Herstellern bereits bewährt und macht im Alltag Spaß. Mit dem Wireless Sound System hat Motorola zudem ein Ass für Musik-Fans im Ärmel. Im ausführlichen Test muss das Moto X4 zeigen, ob es die Erwartungen erfüllen kann.

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13 Kommentare

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  • Ich mache es mal kurz und knapp. Design hin, Design her, völlig egal. Das letzte vernünftige Smartphone, das aus dem Hause Lenovo kam, war meiner Meinung nach das Moto Z Play. Toller Akku, ausreichend großes Display, das Ding läuft flüssig und bekommt regelmäßig seine Updates. Ist und bleibt bei mir in Betrieb.
    Was ich 2017 von Motorola sehe, lässt mich bald zum Freund des angebissenen Apfels werden...


  • Was soll denn dass für ein Ding sein?

    Nene Motorola, so wird das nix mit uns! Wann kapiert Ihr endlich, dass eure Smartphones ziemlich hässlich aussehen (meine subjektive Meinung)?

    Dazu kommt noch die Schnüffelsoftware Alexa und eine Kamera mit Macken.

    Ihr solltet lieber mal fähige Designer einstellen und euch mal ernsthaft Gedanken über euer Konzept machen, bevor Ihr ein halbgares Produkt auf den Markt werft.


  • Haunibu vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Steffen toller Artikel und ich geb dir recht, die Rückseite ist echt der Hammer


  • Ach Du scheiße, Glas auf Vorder- und Rückseite (...wenn kaputt, dann richtig!), eine Kamera die anscheinend mal wieder nicht richtig funktioniert, als "extra" Alexa (ich kotze) und das für 400 Euro. Bin eigentlich begeisterter Moto Xplay Nutzer, aber seit Lenovo die Regie bei Motorola übernommen hat, kommt nur noch Müll raus!


  • Diesel vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    "Außerdem hat Motorola auf dem Moto X4 zum ersten Mal den Amazon-Assistenten direkt integriert, dazu gibt es eine eigene Motorola-Alexa-App"
    Allein dessen hat sich bei mir das Gerät schon disqualifiziert. Jetzt fängt Motorola auch schon mit den Alexa - Mist an.
    Nein Danke!


  • Für 300 EUR wird es interessant


  • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Also von "echter Schönheit" ist das Ding für meinen Geschmack noch sehr, sehr, sehr weit weg. Ehrlich gesagt finde ich das Ding sogar ziemlich hässlich.


  • Moto X4, 148 x 73 x 8 mm, 3000 mAh

    Note8, 162,5 x 74,8 x 8,6 mm, 3300 mAh

    Hmm, wirkt immernoch zu klein beim Samsung, vorallem was die Länge angeht. Aber man muss ja ein Display mit einem so beschissenen Format einbauen, damit es besser in die Hosentasche passt, zumindest dürfte das der Hauptgrund gewesen sein.


    • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Vergiss mal nicht den S-Pen, kabelloses Laden, Iris-Scanner usw. Das braucht alles Platz, vor allem der S Pen nimmt enorm viel davon ein. DAS ist der Hauptgrund. Und die Tatsache, dass Samsung Angst hat, noch ein Akkuproblem zu bekommen


  • Also schick finde ich es nun wirklich nicht. Mit so einer Kamera geht das meiner Meinung nach auch nicht.

    Tim


  • Dirk T. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    warum bauen die die Kameras immer so weit raus? Wenn ich es auf den Tisch lege wackelt es hin und her. schwachsinn.


    • Takeda vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      weil die Kamera platz braucht aber die, die Handys dünner bauen wollen, was quatsch ist. Ich finde das auch dumm die Kamera soweit raus stehen zu lassen.


      • Tim vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        bei den Z macht es Sinn, wegen den Mods. Damit die einen Fixpunkt haben. Beim X4 macht es aber keinen Sinn und mit fast 8mm ist es jetzt ehrlich gesagt auch nicht so dünn, was ein so weites hervorstehen "rechtfertigen" würde

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