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Moto Mods: Lenovos modulares Zubehör und Erfolgsmodell

Update: Das sind die Preise

Module sind der Trend des Jahres 2016 für Smartphones. Lenovo hat exklusiv für Moto Z und Moto Z Play die Zubehör-Plattform Moto Mods entwickelt. Vor allem Drittanbieter liefern die Zusatz-Funktionen fürs Smartphone und profitieren von dem Konzept. Wir haben uns von den Moto Mods selbst überzeugt und verraten Euch ihre Preise.

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Moto Mods: Zubehör für das Moto Z

Als wichtigste Besonderheit des Moto Z dürften die Moto Mods gelten. Diese lassen sich leicht an die Rückseite des Moto Z anklippen und halten magnetisch am Smartphone. Mit den Moto Mods will Lenovo seinen Kunden einen Mehrwert über die grundlegenden Features des Moto Z hinaus anbieten. Der Mechanismus für die Moto Mods ist simpel: Ein elektronischer Connector sorgt für den Datenaustausch zwischen Smartphone und Zubehörteil - außerdem ist eine Stromversorgung über die Verbindung vorgesehen.

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Moto Mods: Plattform kann verschiedene Features ergänzen / © LENOVO

Moto Mods haben zusätzliche Sensoren oder ersetzen Komponenten wie Sound, Kamera oder Akku. Zum Start demonstriert Lenovo dies anhand einer Powerbank von einem Akku-Hersteller, Lautsprechern von JBL oder einer Kamera von Hasselblad. Im Hands-on, das wir im Kontext der IFA 2016 machen konnten, haben die Module sofort überzeugt.

Moto Mods: Lenovo fördert freie Zubehör-Entwickler

Lenovo will Drittanbieter ermutigen, eigene Moto Mods zu konstruieren und zu vermarkten. Eine Zertifizierung seitens Lenovo ist aber nötig. Entwickler sollen dafür nicht nur ein Moto Z kaufen, sondern außerdem ein Developer Kit, das sich leicht um die benötigte Elektronik ergänzen lässt. Das Development Kit wird für rund 100 Euro bei Motorola verfügbar sein.

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Zum Start gibt es mehrere Moto Mods. / © LENOVO

Um die Entwicklung für Moto Mods anzukurbeln, hat Lenovo einen Fördertopf aufgelegt. Über einen Venture-Capital-Arm von Lenovo stellt der Konzern bis zu eine Million US-Dollar für die besten Ideen und Projekte für Moto Mods bereit. Die Gelder stehen bis zum 31. März 2017 bereit.

Verfügbare Moto Mods: Springt zum Modul

Incipio offGRID Power Pack

Im Moto Maker wird die Laufzeit-Erweiterung von Incipio bereits aufgelistet. Sobald sie verfügbar ist, wird sie 89 Euro zusätzlich kosten. Im US-Shop des Herstellers ist zusätzlich ein Wireless-Modell erhältlich, das sich drahtlos über Qi-Charging aufladen lässt. Das Power Pack hat 2.200 mAh Speicher und soll die Akkulaufzeit des Moto Z um 22 Stunden verlängern.

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Der Incipio-Akku schenkt Euch einen zusätzlichen Tag Akkulaufzeit. / © AndroidPIT

JBL SoundBoost Speaker

Die Standlautsprecher von JBL machen den Bluetooth-Lautsprecher überflüssig. Sie kosten zusätzliche 99 Euro und klingen in der ersten Demo klar und laut.

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Praktisch: Der Lautsprecher-Mod ständert Euer Moto Z. / © AndroidPIT

Der JBL-Lautsprecher bringt es auf 80 DB bei 0,5 m Entfernung und deckt Frequenzen von 200 Hz bis 20 kHz ab. Die Laufzeit beträgt bis zu zehn Stunden. Das Modul ist äußerst simpel zu bedienen und deutlich komfortabler als das Verbinden eines normalen, externen Lautsprechers.

Hasselblad True Zoom

Der Kamera-Aufsatz von Hasselblad hat eine komplett eigene Kamera-Sensorik, einen besseren Blitz und einen optischen 10x-Zoom. Dafür kostet der Spaß stolze 299 Euro extra.

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Sieht nicht mehr aus wie ein Smartphone, oder? / © AndroidPIT

Die Zoom-Wippe und die zusätzlichen physischen Tasten an dem Moto-Z-Mod verwandeln Euer Smartphone in eine richtig gute Digitalkamera.

Moto Insta-Share Projector

Mit dem Projektor könnt Ihr das angezeigte Bild im Handumdrehen auf 70 Zoll (178 Zentimeter) Diagonale an die Wand projizieren. Die Helligkeit beträgt 50 Lumen, der Kontrast 400:1 und die Auflösung 854 x 480 WVGA (480p). Der integrierte Akku mit 1.100 mAh sorgt dafür, dass die Laufzeit für einen Film ausreicht. Das improvisierte Kino-Vergnügen kostet 349 Euro zusätzlich.

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Mit dem Projektor könnt Ihr ein kleines Kino improvisieren. / © AndroidPIT

Wenn das Modul mit dem Smartphone verbunden ist, kann der Anwender das Bild an jeden glatten Untergrund anpassen. Auch die Helligkeit kann selbst eingestellt werden und es gibt einen passenden “Nicht-Stören-Modus”, sodass Ihr beim Video-Streamen nicht durch Benachrichtigungen unterbrochen werdet.

Auffällig war leider, dass der Mod bei Nutzung deutlich erhitzt und dadurch sehr unangenehm zu halten ist. Das unterbricht allerdings nicht die Funktion, da der Projektor einen aktiven Lüfter integriert hat.

Moto Mods: eine großartige Vision

Im Gespräch mit den Chef-Architekten hinter dem Mod-Projekt Oliver Ebel, Dan Dery und Christoph Janeba, wird uns zugesichert, dass Lenovo auch in dem kommenden Jahren die heute entwickelten Module weiterverwenden möchte. Auch der Nachfolger des Moto Z sowie dessen Nachfolger werden noch mindestens im Jahr 2018 mit den Mods von heute kompatibel bleiben.

EH
Eric Herrmann
Mods sind eine wichtige Innovation des Smartphone-Marktes und werden die kommenden Jahre prägen.
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Das Format dieser Mods ist theoretisch beliebig: Auch Autos, Kühlschränke, Desktop-Terminals oder andere Großgeräte könnten von der Schnittstelle Gebrauch machen. Vielleicht gelingt es Lenovo mit den Mods tatsächlich, die Grenzen des Smartphone-Formfaktors neu zu definieren.


Der Artikel wurde nach den Erkenntnissen auf der IFA 2016 neu geschrieben.

45 Kommentare

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  • Puh, wenn ich mir z. B. das Kameramodul ansehe, ist das natürlich schön und gut, aber für den Preis gibt es heute z. B. eine Canon EOS, die per Bluetooth mit dem Smartphone arbeiten kann. Die Preise stehen dem Konzept definitiv im Weg.

  • Bodo P. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Die Idee ist erstmal toll. Nur wird sie kein Erfolg werden.

    Wenn Lenovo davon spricht, dass man seine Module für neue Handys 'bis 2018' noch weiter benutzen kann, ist das in meinen Augen ein schlechter Witz und einfach nur dumm. Ich habe den Eindruck, dass Lenovo da weiter macht mit seinem schlechten Marketing, wo Motorola aufgehört hat.

    Warum nicht 4 oder 6 Jahre 'Garantie'?

    Edit:
    Ups, ich sehe gerade, dass ich mich im Juni schon ähnlich geäußert habe...

  • MIGELL vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Was für ein "völlig aus der Luft" gegriffener Titel dieses Artikels.
    ERFOLGSMODELL??????
    Nee is klar, wieviel Motos mit Modulen sind denn bis jetzt verkauft worden??
    5Millionen?
    10 Millionen?
    Ab dieser verkauften Stückzahl kann man von einem Erfolgsmodell reden...
    Dann weiter im Artikel:
    " Module sind die Trends von 2016"
    Ach wirklich?
    Ja genauso erfolgreich im Trend wie das LG G5 , was sich ja soooooo gut verkauft....
    Weil gerade mal zwei Hersteller mit Modulen rumbasteln, spricht man vom Trend...
    Nee is klar.
    Ich würde eher von Rohrkrepierer reden.
    Unter Modular verstehe ich was anderes als "Teure Gimmicks" die man aufs Device pappt, damit das Smartphone noch hässlicher wird..
    ;)

  • Die Module sind einfach zu teuer und zu unflexibel, bei der Akku erweiterung könnte ich das ja noch verstehen, aber bei allem anderen ist es unvorteilhaft sich auf ein Mod für genau ein Phone festzulegen.

    Lautsprecher: Bluetooth Lautsprecher fangen bei etwa 20€ für 100³ gibt es schon was gescheites. Einen Externen Lautsprecher kann ich aber überall aufstellen und mein Handy normal weiter nutzen ohne das der Klang verschlechtert wird.

    Beamer: "Philips Pico Pix 4010 LED-Projektor (HDMI, Kontrast: 1.500:1, 854x480 Pixel, 100 ANSI Lumen, HDMI, USB)"
    den gibt es bei Amazon für 250€ und hat auf dem Papier deutlich bessere werte, dazu kann ich den an jedes Phone oder Tablet anschliessen und nicht nur an ein einziges Smartphone.


    Ich sehe bei den MotoMods auch nicht ansatzweise das was Google mit Projekt Ara umsetzen wollte. Dabei ging es Smartphones modular zu machen, ein altes teil raus ein neues (besseres) rein. So wie man es von PCs kennt, also Aufrüsten ohne das mal gleich ein komplett neues Smartphone kauft nur weil man gerne die neue Kamera haben möchte.
    Aber einem Phone ein überteuerten Rucksack aufzuschnallen der Funktionen bietet den Externe Geräte besser können, das ist was ganz anderes.

  • Warum muß ich immer bei Moto Mods an Autobods von den Transformers denken?
    Ich will das nicht kann aber nicht anders ! Es nervt.

  • Der Hasselblad Mod verschlechtert aber tatsächlich die Bildqualität

    • Bodo P. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

      Dazu hätte ich aber gerne ein paar weitere Ausführungen.

      Das wäre ja wohl ein ganz schlechter Witz und Hasselblad würde sich selbst kräftig ans Bein pinkeln.

  • Kai U. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Ich habe mich zwar noch nicht für das Moto Z Play entschieden, aber es ist in der engeren Auswahl. Daher hoffe ich ja ehrlich gesagt noch auf ein Mod, welches das Moto in eine Art Gameboy wandelt. Links ein Steuerkreuz, rechts 4 Buttons. Und dann hoffen das es mit Retroarch funktioniert. Da hätte ich schon Bock drauf.

  • Udo K. vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Räuber ohne Waffe? einne Handy hat um drei jahren Lebensdauer. danach bekommt man kaum update kaum Sicherheit update. jetzt will man von Kunden mehr Geld abknüpfen. in dem man Extras verkauft. Achtung Akku ist fest verbaut aber man bekommt für Viel Geld wenig Schrott.

  • Vom Grundsatz finde ich die Modulgeschichte gut nur, ich kann mir vorstellen, das es doch nervig sein kann die Module mitzuschleppen um sie dann zu nutzen wenn man unterwegs ist.

  • Die Module erinnern mich an das Zubehör vom Gameboy damals. Da gab es Stereo Lautsprecher und sogar einen eigenen Mini Drucker und und und. Die meisten Artikel waren unnütz und maximal Spielerei.

    Genauso wirkt das Moto Z mit den Modulen auf mich. Wie eine reine Spielerei. Teuer, aber unattraktiv.

    Ob die Module erfolgreich sind, kann ich nicht sagen.

  • Erfolgsmodell? Zum Teil sind die Module ja noch gar nicht erhältlich. Aber AndroidBild mal wieder...

  • Ds ist ja mal eine geile Sache, aber der Preis halt. LG hat es vorgemacht und ist bis jetzt auf der Strecke geblieben. Ich finde es super damit Lenovo sogar drittanbieter anspornt Module zu bauen. Jetzt müssen sie nur noch billiger werden damit sich es auch lohnt. Aber wirklich gelungen das Smartphone

  • Das Handy selber ist eines der schönsten die ich bisher in der Hand hatte. Die Module einfach zu teuer.

    • Naja, Schönheit liegt ja immer im Auge des Betrachters und obwohl ich das Design durchaus nicht schlecht finde geht der untere Sensor, ich meine dieses hässliche Viereck in Chromeoptik, überhaupt nicht und wer schleppt bitte die ganzen Module mit sich rum, die man sich kaufen kann und dann noch zu den Preisen..?

  • Ohne zu wissen, ob die Module auch bei der nächsten Generation Smartphones verwendbar sein werden, würde ich das nicht kaufen. Dafür kostet es einfach viel zu viel. Aber sehr interessantes Konzept, dass garantiert in Zukunft eine große Rolle in der Smartphone-Branche spielen wird.

  • Murat vor 2 Monaten Link zum Kommentar

    Google selbst hat project ara beerdigt, sagt schon mal viel aus.
    Die idee ist gut aber die umsetzung da muss eben ein Genie wie Apple ran damit es Markttauglich wird.
    Dann heulen die Androider wieder rum ahh das hatten wir auch schon vor jahren usw usw usw...

    • ja und dann bist auch wieder aufgewacht.. die aussage ist blödsinn. samsung oder auch eben lenovo zb.sind viel innovativer als apple. apple bietet am handysektor nichts wirklich spannendes.

      • Tenten vor 2 Monaten Link zum Kommentar

        Was genau bietet denn Samsung so Innovatives? Und komm bitte nicht mit der Glaskante, das mag eine schöne Designidee sein, ist aber keine Innovation.

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