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Die Evolution des Moto G: Groß, größer, zu groß?

Seit 2013 wächst und gedeiht die Marke Moto G. Inzwischen sind die Geräte größer und doppelt so teuer wie die ersten Modelle. Was macht sie so erfolgreich? Wir schauen uns die bisherigen und die brandneuen Modelle an und zeigen, wo Motorola und Lenovo die Geräte aufgewertet haben.

Größer, schneller, teurer: Die Moto-G-Serie ist in seiner bisher knapp dreijährigen Evolution über sich hinaus gewachsen. Was einst als preiswertes Kleinprojekt begann, ist inzwischen ein ausgewachsener Angriff auf die obere Mittelklasse. Dieser begann klein und leise mit dem Moto G des Typs XT1032, 4,5 Zoll kompakt und 169 Euro günstig.

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Das Moto G war 2013 der Preistipp überhaupt. / © ANDROIDPIT

Während die verbaute Hardware völlig alltagstauglich war, war die Kamera nicht viel mehr als eine Notlösung. Ein weiteres Manko des Moto G war die Vielfalt der Editionen: Manche hatten einen, andere zwei SIM-Slots. Wieder andere hatten LTE-Unterstützung, andere nicht. Und wenn nicht, dann war aus unerfindlichen Gründen auch der interne Speicher nicht per MicroSD-Karte erweiterbar. Ihr könnt noch folgen? Müsst Ihr auch nicht mehr.

2014 war das Jahr, in dem Lenovo Motorola gekauft hatte. Da Lenovo auch der Besitzer des Aldi-Partners Medion ist, sieht man seither öfter eines der Moto Gs in den Ladenregalen des Discounters. Und dort macht sich die Serie in Deutschland einen Namen. Ein erster Nachfolger lässt nicht mehr länger auf sich warten. Im selben Jahr noch ist es dann so weit.

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Größer, immer mit MicroSD-Slot und mit Stereo-Speakern. / © ANDROIDPIT

Während sich seine inneren Werte kaum ändern, gewinnt das bei 199 Euro startende Moto G der zweiten Generation XT1068 deutlich an Lifestyle-Qualität: Nach vorne gerichtete Stereo-Lautsprecher und das auf 5-Zoll vergrößerte Display machen beim YouTube-Gucken viel mehr Spaß. Und als es den ersten Besitzern ins Wasser fällt, bemerken sie den nächsten Vorteil: Das Moto G 2014 zeigt eine Resistenz gegen eindringendes Wasser. Das konnten wir zwar schon beim Moto G aus dem Jahr 2013 feststellen. Jedoch ist nur das 2014er Modell nach dem Dreh nicht kaputtgegangen.

Auch das Durcheinander mit den Editionen legt sich 2014 langsam. Es gibt nur noch Modelle mit oder ohne LTE, mit einem oder zwei SIM-Slots und mit 8 GByte oder 16 GByte internem Speicher. Aber der MicroSD-Slot ist jetzt endlich in jedem Modell erhältlich. Die Kamera wurde im Übrigen verbessert und löst jetzt mit acht statt fünf Megapixeln auf. Ihre Bilder gelingen satter und weniger verrauscht; richtig gut sind die Ergebnisse deswegen noch nicht.

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Das Moto G wird bunt. / © ANDROIDPIT

Das Moto G 2015 stellt einen Wendepunkt in der Moto-G-Entwicklung dar. Per Moto Maker gestalten es Kunden nach ihrem Gusto in 200 Farbkombinationen und lassen es gravieren. Die Verwirrung um die LTE-Unterstützung sowie um Dual-SIM ist passé: Alle Moto Gs können ab sofort LTE, verzichten aber - zumindest in Deutschland - auf den zweiten SIM-Slot. Als Option gibt es nur noch das Modell mit 8 GByte oder das mit 16 GByte, die im Moto Maker stattliche 249 respektive 299 Euro kosten. Die MicroSD-Karte lässt sich nach dem Update auf Android 6.0 Marshmallow als interner Speicher formatieren, was die beiden Varianten praktisch gleichwertig macht.

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Ach so, Lenovo rückt endlich raus mit der Sprache. / © ANDROIDPIT

Außerdem bekennt sich Lenovo endlich dazu, dass das Moto G der dritten Generation wasserfest ist. Zur Verdeutlichung wird es auf Messen ins Wasser geworfen oder gleich im Aquarium liegen gelassen. Was man nicht so laut sagt: Der Stereo-Modus ist verschwunden, so dass Musik jetzt nur noch aus einem, immerhin nach vorne gerichteten Lautsprecher dringt.

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Die Kamera des Moto G 2015 war überragend. / © ANDROIDPIT

Die größte Überraschung gelang dem Moto G 2015 aber mit der Kamera. Diese fing für seine Geräteklasse überragende Bilder ein, deren Dynamikumfang, Sättigung und Schärfe man bis dahin nur für 200 Euro mehr bekam.

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Mit dem Moto G4 spaltet sich die Marke. / © ANDROIDPIT

2016 wird es wieder komplizierter. Die Marke Moto G wird aufgespalten in Moto G4 und G4 Plus. Das Plus heißt hier nicht, wie bei den meisten anderen Herstellern, dass das Display größer ist als beim G4. Stattdessen bekommt man im Plus-Modell einen Fingerabdrucksensor und mehr Megapixel für die Kamera hinten. Die Preise liegen wieder bei 249 oder 299 Euro.

Beiden Modellen gemein ist, dass sie den zweiten Wachstumsschub für die Marke Moto G bedeuten. Wir begannen im Jahr 2013 bei 4,5 Zoll und sind jetzt bei 5,5 Zoll angelangt. Das ist eine erheblich steilere Wachstumskurve als bei anderen Smartphone-Dynastien wie etwa der Galaxy-S-Klasse oder den Nexus-Smartphones, wo das Display-Wachstum zuletzt nachgelassen hat. Und Lenovo hat den diesjährigen Moto-G-Smartphones ein echtes Prozessor-Upgrade verpasst: Statt des Snapdragon 400/410 ist nun ein Snapdragon 617 integriert. Der sorgt für wesentlich mehr Leistung, was angesichts des Preises im Jahr 2016 notwendig erscheint.

In den kommenden Tagen werden wir uns näher mit den Stärken und Schwächen der neuen Modelle befassen und Euch Testberichte zum Moto G4 und Moto G4 Plus liefern. Bis dahin laden wir Euch ein, an unserer Umfrage teilzunehmen.

Wie findet Ihr es, dass die Moto-G-Serie so gewachsen ist?
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Top-Kommentare der Community

  •   15
    Volkan vor 10 Monaten

    Dafür ist der Preis günstig und 2GB RAM reichen bei "Stock - Android" völlig aus zudem ist das Smartphone nicht für Hardcore User gedacht.

    Die 16GB Interner Speicher kann man ganz einfach mit einer SD Karte ausgleichen und eine SD Karte kostet nicht wirklich viel.

24 Kommentare

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  • Jörg W. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Hatte Motor g2 und einige Probleme. Konnte keine Verbindung zu meinem Smartphone TV aufbauen , Bluetoothverbindung zum Autoradio und anderen Phones wurde auch öfters unterbrochen. Habe es dann nach 2 Monaten verkauft deswegen kommt für mich kein Moto mehr in Frage.

  • Frank A. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    "Das Moto G wird bunt."
    Klasse Bildbeschreibung für ein weißes Moto G ^^

  •   40
    KaiKiste vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Tolles Gerät,wenn es die Größe hätte wie das LG Nexus x5 ,aber dann hätte wohl der Dicke Akku keinen Platz gefunden ,wenn es nur so Groß wäre .

    32GB Standard Moto und optional 64GB Rom Moto Plus wären perfekt gewesen der beiden Motos ,statt der 16GB Rom.

    Ansonsten schauts gut aus ,bin mal auf den Test gespannt ,der Stärken und Schwächen des Neuen Moto.

  • DHæb vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Tolles Gerät. Aber leider ohne Kompass und NFC. Das Huawei P9 lite hat beides, aber lediglich 5,2". Kennt jemand eine Alternative mit NFC, Kompass, 5,5"-Display und 2 GB RAM + 16 GB interner Speicher für ca. 250 €?

    •   9
      Stefan vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Mit 5,5" leider nicht. Evtl. das Xiaomi RedMi Note 3. Aber bei NFC und Kompass muss ich bei dem passen. Ansonsten mit 5,2" das Nexus 5x. Hat alles, abgesehen von 5,5". Der Preis liegt bei ca. 250. Ich habe meines von 2 Wochen für 258 Euro bei Amazon bestellt. Du hast ein Nexus, dass bedeutet zumindest noch ein paar großen Updates, die Modder lieben das 5x also bekommst du gute und viele Custom Roms. Für mich in der Preisklasse ein ungeschlagenes Gerät.

      •   40
        KaiKiste vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Hab mir das 32GB Nexus 5x geholt in ice blue ,bei dem Gerät kann man nicht viel verkehrt machen,Updates kommen immer pünktlich wer darauf Wert legt und wer gerne seine Handy moddet .😁

      • DHæb vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Das Nexus hatte ich gar nicht auf dem Radar. Leider kein 5,5", aber ich werde es auf jeden Fall im Hinterkopf behalten. RedMi Note 3 hat scheinbar einen Kompass, aber leider kein NFC. Dafür ist der (derzeitige) Preis unschlagbar. Werde ich mir mal näher anschauen. Vielen Dank für eure Tips. Werde wohl um einen Kompromiss nicht umhinkommen. Schade. Aber war irgendwie zu erwarten.

      •   9
        Stefan vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Achte aber beim Redmi Note darauf von wo es versendet wird. Kommt es von außerhalb der EU musst du mit 19% Einfuhrumsatzsteuer und gelegentlich DHL Gebühren rechnen. Dann wird es im Preis leider häufig deutlich unattraktiver.

      • DHæb vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Beim Xiaomi Redmi Note 3 Pro Grau (3 GB + 32 GB) wäre ich inkl. Versandkosten, EUSt und DHL-Gebühr bei knapp 260 €. Trotzdem noch attraktiver Preis. Danke für den Hinweis.

      • DHæb vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Mache mir beim Xiaomi mehr Gedanken wegen der Firmware: Für die multilinguale Version gibt es scheinbar keine Firmware-Updates. Nehme ich die Original-Firmware, ist kein Google Playstore dabei. Gemäß Anleitungen auf xiaomidevice.com oder chinahandys.net lässt sich der aber scheinbar nachträglich reinfrickeln. Hat hier schon jmd. Erfahrungen damit gemacht, ob das unproblematisch ist?

  • Verstehe nicht warum die chinesen die motos immer größer machen da die sowieso schon sehr klobig und unhandlig sind. Was kommt nächstes jahr moto g mit 6 zoll?

  • Peter vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Abnehmbare Rückseite, und trotzdem fest verbauter Akku? Wie kann so eine Konstruktion überhaupt auf den Markt zugelassen werden? Schildbürgerstreich in seiner reinsten Form.

  • Moto G Geräte sind schon interessante Geräte...

    • René H. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Aber ich werde trotzdem nie ein Moto kaufen. Eingebauter Akku, nur 2GB Arbeitsspeicher und nur 16GB Speicherplatz. Ein bisschen mager. Und Lenovo mag ich generell nicht. Daran kann auch das M nichts ändern. Sonst wäre das Moto eine Alternative. Da könnte man die Farben passend zum Armaturenbrett wählen.

      •   15
        Volkan vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Dafür ist der Preis günstig und 2GB RAM reichen bei "Stock - Android" völlig aus zudem ist das Smartphone nicht für Hardcore User gedacht.

        Die 16GB Interner Speicher kann man ganz einfach mit einer SD Karte ausgleichen und eine SD Karte kostet nicht wirklich viel.

      • René H. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Ich möchte aber meine SD-Karten nicht als internen Speicher formatieren.

      • Eine richtig gute und schnelle 64 GB Micro SD kostet um die 30 Euro und damit hat man Speicher satt für Apps , Mp3 und Fotos. Da würde ich nicht lange diskutieren. Schlimmer finde ich das soviele Hersteller das Feature in Marshmellow extra abschalten ( Samsung z.B. ) um die überteuerten Speicherupgrades in den Geräten zu verkaufen. Wer natürlich aus blanken Geiz die billigste und langsamste Karte kauft, der ist selber Schuld. Ich hätte bei dem Moto G4 Plus allerdings gerne wenigstens 3 GB Ram gesehen. Ich finde hier war Motorola bei einem Preis von 299,00 Euro etwas zu geizig.

      • René H. vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Da würde ich aber gleich eine 200GB-Karte nehmen (wenn sie unterstützt wird). Aber niemals als internen Speicher formatieren.

      •   40
        KaiKiste vor 10 Monaten Link zum Kommentar

        Für was 3GB Ram?

        Benôtigt man nicht bei Stock ANDROID

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