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Mods vs. Mods – Pascal vs. JBL Sound Boost und Moto Insta-Share Projector

Was ist das Mods-vs.-Mods-Projekt?: Bevor Ihr anfangt zu lesen, kurz ein paar Worte zu unseren Autoren dieser Serie (insgesamt gibt es vier solcher Artikel). Wir haben einige unserer Moderatoren gebeten, sich das Moto Z und die Mods etwas genauer anzusehen. Ziel war es, die Sichtweise von Nicht-Redakteuren einzufangen. Vielen Dank, liebe AndroidPIT-Mods, für Eure Arbeit! 

Ich würde bestimmt auch super ins AndroidPIT-Team passen!
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Googles Project Ara hat den Grundstein gelegt, doch leider wurde dieses Projekt von Google eingestellt.
Wer auf ein modulares Smartphone gehofft hat, sollte einen Blick auf das Moto Z werfen. Ich durfte das Flaggschiff von Lenovo und zwei Module testen, den JBL Sound Boost und den Insta-Share Projektor.

Moto Z – Allgemeines Zum Gerät

Allgemein finde ich das Gerät mit seinen 5,5 Zoll und dem Gewicht von 136 Gramm schön verarbeitet und auch nicht zu groß - wenn man wie ich normalerweise ein Samsung Galaxy Note 3 im Einsatz hat. Fasziniert hat mich, wie leicht es doch im Vergleich in der Hand liegt, obwohl das Note 3 nach den technischen Daten nur 32g schwerer ist, kommt das Moto Z einem deutlich leichter vor.

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Das Moto Z gehört zu den schönsten Smartphones. / © AndroidPIT

Das Moto Z besitzt aufgrund seiner geringen Dicke von 5,19 mm keinen Klinkenanschluss. Dieser ist allerdings als USB-Typ-C-Adapter im Lieferumfang enthalten. Gestört hat mich diese Tatsache nicht sonderlich, da ich häufig einen Bluetooth-Kopfhörer benutze und deswegen den Klinkenanschluss häufig nicht verwende. Allerdings muss man dann darauf achten, dass der Kopfhörer immer genug Akku hat.

Das Moto Z besitzt einen USB-Typ-C-Anschluss, welchen ich sehr gut finde, da ich jetzt nicht mehr darauf achten muss, wie ich den Stecker einstecken muss. Allerdings ist im Lieferumfang nur ein Ladekabel enthalten, welches fest mit dem Netzteil verbunden ist, somit hat man ohne Kauf eines entsprechenden Kabels keine Möglichkeit, das Gerät per USB zu laden oder an den PC anzuschließen. Daten können ja aber auch per FileExplorer + WLAN geladen werden, wenn man kein passendes Kabel parat hat.

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Der Lieferumfang des Moto Z, leider fehlt ein USB-Typ-C-Kabel. / © ANDROIDPIT

Nun aber zu den Mods:

Diese können unkompliziert hinten am Gerät angebracht werden und halten komplett magnetisch. Auch die Integration der Mods im Android-System ist gut gelungen. Sobald ich einen Mod verbunden habe, war dieser binnen weniger Sekunden einsatzbereit.

JBL SoundBoost

Der JBL Soundboost hat eine erstaunlich gute Sound- und Bassqualität. Die Lautstärke lässt sich gut mit einer mittelmäßigen Stereoanlage vergleichen, denn im direkten Vergleich mit meiner Stereoanlage (Sharp…) war die Maximallautstärke beider Geräte etwa gleich, allerdings hatte ich das Gefühl, dass der Bass meiner Musikanlage doch noch etwas stärker ist. Ausprobiert habe ich das Ganze mal in der Aula meiner Schule, dort konnte der ganze Raum (ca. 15m x 20m) ohne Probleme aus der Mitte beschallt werden.

Der eingebaute Akku hält was Lenovo verspricht. Während meinem Testzeitraum musste ich diesen kein einziges Mal laden, somit scheinen die angegebenen 10 Stunden Akkulaufzeit realistisch. Falls man den Mod doch mal aufladen muss, kann man dies auf zwei Arten erledigen. Zum einen kann der Mod über einen eigenen Anschluss auf der Rückseite aufgeladen werden. Zum anderen kann er direkt über das Smartphone aufgeladen werde. Hierbei wird immer erst das Smartphone zu 100% aufgeladen und erst dann der Mod.

Praktisch finde ich die Aufstellmöglichkeit durch das verstellbare Metallscharnier an der Rückseite des Lautsprechers. Damit ist ein guter Klang im Raum und die gleichzeitige Bedienung des Gerätes gewährleistet, anders als wenn ich es mit dem Bildschirm nach unten hinlege.

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Der JBL SoundBoost. / © AndroidPIT

Alle Moto Mods haben ein Kameraloch (außer Hasselblad natürlich), sodass trotz installiertem Mod noch Bilder gemacht werden können. Das finde ich clever gelöst, denn ansonsten müsste ich immer erst den Mod zum Foto schießen entfernen.

Das Gesamtpaket aus Smartphone und Soundmod ist mit einem Gewicht von  ca. 290g doch sehr schwer. Es passt nur in weite Hosentaschen und ist ansonsten unbequem und etwas unhandlich: Wenn man sich schon ohne Mod an das doch sehr dünne Moto Z gewöhnt hat, ist es eine deutliche Umstellung.

Der Preis von ca. 100 Euro ist doch recht hoch, wenn man bedenkt, dass der Mod doch nur ein „normaler Lautsprecher“ ist. Da kann ich als Alternative eine Bluetooth BOX von JBL mit gleicher Leistung nehmen. Damit habe ich etwas vergleichbares (in puncto Soundqualität) zum Viertel des Preises und ohne den Nachteil, dass das Gerät zu schwer und unhandlich wird.

Eingesetzt werden kann der Mod beispielsweise, um bei einer Party im kleinen Kreise Musik zu hören, falls man beispielsweise keine Musikanlage mit AUX-Eingang etc. hat. Dabei kann ich mir dies gut vorstellen, da man so mit seinem Gerät flexibel ist, ansonsten ist man beispielsweise an einen Stromanschluss gebunden.

Für diejenigen von Euch, die gerne laut Musik hören und sich überlegen ein Moto Z anzuschaffen, dürfte der Mod  interessant sein, natürlich nur wenn ich das passende Kleingeld dafür habt. Für mich persönlich sind die Knackpunkte zum einen der Preis, obwohl ich gerne bereit bin für etwas, das mich überzeugt, auch mal etwas mehr Geld auszugeben. Und zum anderen der unhandliche Umgang, meist hatte ich die Mods in meiner Tasche und dann nur herausgeholt, um sie tatsächlich zu testen. Nach dem Einsatz habe sie gleich wieder eingepackt. Somit genügt für mich ein kleiner Bluetooth-Lautsprecher zumal ich sowieso im Normalfall meine Musik lieber für mich selber höre, also mit einem guten Kopfhörer.

Moto Insta-Share Projektor

Die Idee des Smartphone-Projektors verspricht viel und ist meiner Meinung nach an sich durchaus innovativ, doch an der Umsetzung hapert es etwas.

Der Projektor ist nicht besonders lichtstark und damit nur ab der Dämmerung oder in abgedunkelten Räumen wirklich zu gebrauchen. Das ist schade, denn damit sind die Verwendungsmöglichkeiten im Vergleich zum normalen Beamer deutlich eingeschränkt.

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Moto Z mit installiertem Insta-Share Projektor. / © ANDROIDPIT

Zudem ist im Projektor kein eigener Lautsprecher verbaut und der Ton wird mit Hilfe des Gerätelautsprechers, der Hörmuschel, wiedergegeben. Entsprechend braucht man entweder Kopfhörer (am besten Bluetooth) oder eine externe Stereoanlage zum Verstärken des Tons. Ansonsten bekommt man bei einem Film nicht mehr viel mit, wenn man weiter als fünf Meter vom Gerät weg sitzt. Hierdurch habe ich wieder eine Einschränkung. Der Raum, in dem ich etwas mit Ton über den Projektor anschauen will, muss vergleichsweise leise sein. Das wird bei mehr als fünf Personen im Raum schon schwierig, zumal anwesende Personen die evtl. vor einem sitzen, das Signal nochmal „stören“.

Präsentationen lassen sich damit auch halten, dank der Google Präsentationen App kann man ganz leicht PowerPoint Dateien öffnen und vorstellen. Das Wechseln der Seite ist aber etwas umständlich, da man dazu immer extra zum Gerät laufen muss. Evtl. empfiehlt sich eine USB Maus zum Anschließen, mit der man dann recht einfach navigieren kann. Für kleinere Arbeiten und Präsentationen in Kleingruppen kann man den Projektor gut einsetzen, wenn es dunkel genug ist. Will man allerdings in der Schule seinem Kurs etwas vorstellen, wird das schwieriger, denn zum einen will man die Präsentation sehen und zum anderen die Person die gerade etwas präsentiert. Im Dunkeln ist das leider kaum mehr der Fall.

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Der Insta-Share Projektor lässt sich auch in der Schule einsetzen. / © ANDROIDPIT

Zudem hatte ich das Problem, je weiter ich mich vom Projektor entfernte, desto unschärfer erscheint das Bild. Es gibt einen Bereich, da kann man alles schön scharf erkennen. Dieser Bereich reicht allerdings nicht aus, damit alle Schüler in einem Klassenzimmer die PowerPoint-Folie zu 100 Prozent erkennen und lesen können. Des Weiteren verwende ich den Projektor gerne zum Schauen von Filmen in meinem Zimmer. Da ich dort keinen Fernseher habe, kann ich mit der entsprechenden App ganz einfach Fernsehen oder Filme schauen. Nach einem anstrengenden Tag ist das doch immer schön, sich nur noch aufs Bett zu legen und sich dann einen Film/Serie anzuschauen. Das Bild des Projektors lässt sich auch leicht an die Decke projizieren, sodass man direkt aus dem Liegen die passenden Inhalte genießen kann. Ein völlig neues Erlebnis.

Allerdings haben wir auch hier wieder ein Gesamtgewicht von ca. 260g, was für ein Smartphone nicht gerade leicht ist. Zwar ist der Projektor nicht ganz so dick, wie der Lautsprecher, dennoch merkt man diesen auch schon in der Hosentasche.

Gut an dem Mod finde ich aber, dass wieder ein Aufsteller montiert ist, dessen Winkel verstellbar ist. Damit lässt sich der Projektor perfekt justieren und ausrichten. Einstellen lässt sich auch die Bildhelligkeit. Falls man sich in einem dunklen Raum befindet, schont das die Augen und erleichtert die automatische Anpassung der Trapezkorrektur, wobei dieser standardmäßig automatisch angepasst wird. Diese Automatik funktioniert in den meisten Fällen aber ganz gut, man muss selten nachjustieren.

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Bei Tageslicht fehlt etwas die Leuchtkraft. / © ANDROIDPIT

Damit der Projektor nicht zu heiß wird, ist auch ein Lüfter integriert. Diesen bemerkt man aber kaum, da er erfreulicherweise sehr leise ist. Man muss schon daneben stehen und es dürfen keine sonstigen Geräusche stören, damit das Lüftergeräusch wahrnehmbar ist. Der Fokus wird über ein Drehrad an der Seite eingestellt, welcher sich endlos drehen lässt, den Fokus aber immer in Endlosschleife verändert. Das Einstellen des Fokus erfordert manchmal ein ruhiges Händchen, da bei der kleinsten Fehlbelegung das Bild wieder unscharf wird. Es ist also nicht für Leute mit „Wurschtfingern“, wie der Schwabe sagen würde, geeignet.

Der Preis ist mit ca. 369 Euro auch schon sehr hoch für einen einfachen Projektor. Für diesen Preis kaufe ich mir lieber einen großen Beamer mit USB-HDMI Adapter, wobei dieser dann nicht mehr so handlich ist, dafür aber mit mehr Endgeräte kompatibel und sicherlich lichtstärker ist.

Prinzipiell ist der Insta-Share Projektor schon ein cooles Teil, ist aber eher ein „nice to have“. Wenn man es hat, nutzt man es auch, aber es ist kein Modul bei dem ich jetzt sagen würde – ich brauche das unbedingt!

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8 Kommentare

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  • EssBee vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Wie verhalten sich die Mods (JBL-Mod oder Projektor, also eher "dicke" Mods) eigentlich beim Einstecken in die Hosentasche? Rutschen diese leicht vom Moto Z runter? Hält die Magnet-Verbindung beim Einstecken und Herausholen aus der Hosentasche?


    • Pascal P.
      • Mod
      • Blogger
      vor 10 Monaten Link zum Kommentar

      Die Mods sind durch die Magnetverbindung fest ergo rutschen sie nicht, außer du willst das Gerät irgendwo mit Gewalt rein quetschen was ich aber nicht empfehlen würde. Zum lösen gibt es seitlich eine kleine Vertiefung mit der man den Mod leicht lösen kann.


  • Sue H
    • Blogger
    vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Schöner Bericht muss ich sagen!


  • MaWe vor 10 Monaten Link zum Kommentar

    Die Idee fand ich zu Beginn sprich Release ganz gut, bis ich dann die Preise für die einzelnen Mods gelesen habe. Da sagt man doch gerne: "Nein Danke!" Das Handy war aufgrund der Zollgrösse zwar ehe nie interessant für mich aber wie gesagt, die Idee und Umsetzung mit dem Zubehör fand ich schon toll.


  • Schade, kein Test über das Kameramod ??


  • Bitte korrigieren die mods könne über das Handy via den pogopins aufgeladen werden auch bei Nutzung. MFG ein moto z+ soundboost mod Nutzer :)

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