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#pittothefuture: Mit viel Frauenpower in der Männerdomäne ins neue Jahr

#pittothefuture: Mit viel Frauenpower in der Männerdomäne ins neue Jahr

Ich bekenne mich: Persönlich glaube ich, dass es viel zu wenige Frauen in führenden Positionen gibt. Sie sind in der Regel weniger egozentrisch, teamorientiert und sehr oft deutlich organisierter als wir Männer. Und gleichzeitig arbeite ich, arbeiten wir im Tech-Journalismus in einer echten Männer-Domäne. Mit dem Start unserer neuen KollegInnen gewinnen die Frauen nun tatsächlich die Oberhand.

Frauenquote – finde ich irgendwie despektierlich.

Als man vor einigen Jahren verbindlich festgelegte Frauenquoten öffentlich diskutierte, blieb mir oft nur das Stirnrunzeln. Wieso, um alles in der Welt, sollte man feste Quoten für whatsoever in Politik und Organisationen einführen? Ist es nicht am sinnvollsten, für einen Job beziehungsweise eine Position immer den Menschen auszusuchen, der (beziehungsweise die) am Besten hierfür geeignet ist? Fühlt man sich als „Auserwählte“ dann nicht irgendwann „reingeschoben“, nur um eine Quote zu erfüllen?

Heute, ein paar Jahre später, habe ich ein etwas differenziertes Bild von der gesamten Problematik – obwohl ich noch immer denke, dass verbindliche Quoten zu Unsinn führen können. Fakt ist für mich persönlich aber, dass es tatsächlich viel zu wenig Frauen in höheren Positionen gibt und ich glaube, dass es noch immer mit der Mär zu tun hat, Männer könnten sich überall sehr viel besser durchsetzen. Und überhaupt.

Der Frauenanteil steigt zwar in höheren und hohen Positionen stetig. Dennoch gibt es in Deutschland 633 Konzernvorstände männlichen Geschlechts, aber gerade mal 64 weibliche. Meine lieben Geschlechtsgenossen, bitte verzeiht mir diese Aussage. Aber ich finde nicht, dass es so viele bessere männliche Manager gibt, so dass wir Männer zehn mal so viele Unternehmenslenker stellen.

Frauen sind teamfähiger. Und auf Teams kommt es zukünftig an. Zumindest bei uns.

Wenn man die letzten Jahre Stellenbeschreibungen durchblätterte, dann las (und liest) man des Öfteren bei den Unternehmensprofilen und -vorteilen, es gäbe flache Hierarchien. Damit soll dem Bewerberfeld signalisiert werden, dass jeder ganz viel bestimmen darf. Irgendwie darf jeder ein bisschen Chef spielen. Zumindest klingt das danach.

Die Wahrheit ist aber, dass flache Hierarchien nicht funktionieren – und dass es diese von daher auch nicht gibt. Das ist zumindest meine Erfahrung, die ich in den letzten 25 Jahren Unternehmertum gemacht habe. Es muss einen Chef geben, der die Richtung vorgibt – und am Ende auch die Verantwortung trägt. Selbst wenn es mal weh tut.

Ansonsten entsteht aus einer TEAM-Struktur schnell eine „Toll Ein Anderer Macht’s“-Mentalität. Teams, auf der anderen Seite, die Selbstverantwortung übernehmen wollen und dazu befähigt werden, sind aus meiner Sicht für moderne, erfolgreiche Unternehmen unerlässlich.

Es würde zu weit führen, an dieser Stelle über systemtheoretische Ansätze im Team-Aufbau und -Führung zu schreiben. Die Verkürzung ist aber, dass ein Team nur dann funktionieren kann, wenn man es dazu befähigt und sich die Teammitglieder außerdem an vorher festgelegte Spielregeln halten. Egozentrik ist da völlig fehl am Platze – und gerade hiervon haben gerade ambitionierte Männer gerne mehr als genug.

Männerquote liegt bei uns bei knapp 60 Prozent.

Die Tech-Branche besteht zu einem Großteil aus Männern. Bei Tech-Events gibt es vereinzelt mal Tech-Redakteurinnen. Meistens aber hat man es mit Kerlen zu tun. Dabei stehen die Frauen in Sachen Fachwissen den Männern in nichts nach – und haben oft auf Dinge einen anderen, erfrischenden Blickwinkel. Und nein, der beschränkt sich keinesfalls auf Oberflächlichkeiten wie besonders schöne Farbvariationen von Smartphones.

Wir hatten hier bei AndroidPIT immer schon überdurchschnittlich viele Frauen in der Redaktion. In dieser Woche haben drei neue Redakteure bei uns begonnen – ein Mann und zwei Frauen. Übernächste Woche kommt dann eine weitere Frau hinzu. Dann besteht die NextPit GmbH zu 40 Prozent aus Frauen. In der Redaktion ist das Verhältnis gar 50 zu 50. Wer die neuen KollegInnen nun gerne sehen wollen würde: Bitte habt noch etwas Geduld! Bald stellen sich alle einzeln vor.

Mir ist es egal, ob ein Artikel von einer Frau oder einem Mann stammt. Der Artikel muss mich informieren und er muss mich unterhalten. Ich bin aber sehr stolz darauf, dass wir aus einer Männer- eine Menschendomäne machen und es am Ende egal ist, wer, was oder wie der Autor ist. Solange wir Euch unterhalten und informieren können, haben wir unser Ziel erreicht.

Quote hin. Quote her.

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Top-Kommentare der Community

  • Fabien Roehlinger
    • Admin
    • Staff
    vor 2 Wochen

    Die Transen?

    War mir klar, dass mindestens ein „Typ“ sich auf den sprichwörtlichen Schlips getreten fühlt.

    Übrigens: Passen bitte ohne ß.

  • Michael K. vor 2 Wochen

    Ein Quotenfreund bin ich auch nicht, andere Gesellschaftsgruppen könnten dann mit dem gleichen Recht Quoten für sich beanspruchen. Aber Deine Einwände gegen Frauen beim Militär kann ich nicht nachvollziehen. Die Probleme der Bundeswehr liegen eher in mangelhaften bzw. defektem Material begründet, als darin, dass dort Frauen dienen. Das ist inzwischen bei den meisten westlichen Armeen der Fall, ohne dass größere Probleme dadurch bekannt wären. Bei der israelischen Armee und der US-Armee standen Frauen mehrfach auch schon im Kampfeinsatz im Feld und haben sich dabei hervorragend geschlagen.

  • Ingalena vor 2 Wochen

    Viele Grüße aus einem 100% Frauen Unternehmen 😉
    Es freut mich einfach, dass es bei Euch aufwärts geht!
    (Wobei ich im Vertrauen sagen muss, ich arbeite lieber mit Männern zusammen. Frauen sind mir zu stutenbissig und zu intrigant.
    Aber das bleibt unter uns. Ok?)

  • Tenten vor 2 Wochen

    "Übrigens: Passen bitte ohne ß."

    Überholte Ansichten, überholte Schreibweisen. Ewig Gestrige gibt's leider überall.

  • Tenten vor 2 Wochen

    Ich kann da jedes einzelne Wort wirklich dreimal unterstreichen, du hast sowas von Recht, Fabien! Ich freu mich für euer Team über die neuen Kolleginnen und Kollegen und für uns über interessante Themen aus neuen Blickwinkeln.

76 Kommentare

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  • Die meisten Frauen, die ich beruflich kenne, sagen, dass sie KEINE Frau als Chef haben wollen.

    Der Autor sollte mal den Job wechseln, wo eine Frau Chef ist, um seinen "Bekenntnissen" mehr persönliche Erfahrung hinzufügen.

    Wenn ich sehe was die "Frauen" Merkel, Leyen oder Lagarde bisher so gemacht haben, dann sehe ich dies als epische Katastrophe an, die in den Geschichtsbüchern ausgiebig diskutiert werden wird.

    Vor allem die Frage "Wie konnte es dazu kommen" wird wohl thematisiert werden ...


  • ob das so toll ist, wenn man als Quotenfrau eine Position einnimmt?!

    Es ist natürlich sinnvoll über das Problem zu sprechen, aber durch die Frauenquote entsteht eine schützenswerte Minderheit - die Männer.


  • Ich verstehe die ganze Diskussion gar nicht. Müssen diese ganzen Vergleiche Mann/Frau überhaupt noch sein? Gefühlt gibt es doch schon überall gelebte Gleichberechtigung. Ich arbeite in einem sehr großen Versicherungsunternehmen. An allen Ecken und Kanten Frauen in Führungspositionen. Ganz normal, alles super. Auch in der Gesellschaft erlebe ich überall gelebte Gleichberechtigung. Dieser Artikel ist natürlich ohne jeden bösen Gedanken geschrieben, gleichwohl empfinde ich ihn in unserer heutigen Zeit als überflüssig, da in unserem Modernen Deutschland tatsächlich völlig egal ob Mann/Frau/3tes oder 4tes Geschlecht.


  • Ben vor 2 Wochen Link zum Kommentar

    Man sieht ja in unserer Regierung was passiert wenn die Quoten umgesetzt an. Ganz oben fängt die völlige Unfähigkeit an, geht ü er diverse Ministerien wie unsere am Biden liegende Verteidigung über das Justiz hin zur Gleichstellungsministerin.* Hier sieht das so ziemlich alles falsch läuft wenn man Gefühlsduselei vor Fachwissen stellt.

    Von mir aus kann gerne eine Frau im entsprechenden Fachgebiet werden, Militär sollte aber ausgeschlossen werden, sonst, wir sehen es ja bei uns, schießen wir mit Wattebäuschen und kümmern uns in der Bw um alles, nur nicht um eine Wehrfähige Armee.

    *Ein reiner Versorgungsposten, scheinbar steigt die Korruption und Ausbeutung unseres Staates erst so richtig an, mit der Frauenqoute..man sieht ja wie das die BK handhabt, schöne Pöstchen schaffen.

    Frauenquote ist das letzte was wir brauchen, der beste kommt oben hin, nicht die die es nicht schafft weil sie nix taugen und zufällig Weiblich sind.

    Das Betriebsklima wird mit einer Frauenqoute eher schlechter, man sieht ja oftmals welch Furien da am Werk sind.

    Einfach nur Erbärmlich.

    Wie war das nochmal bei der letzten Eu Wahl, wer wurde eig gewählt und welche Qoutennixkanntante sitzt da nun?

    besseres Beispiel findet man schwer.


    • Ein Quotenfreund bin ich auch nicht, andere Gesellschaftsgruppen könnten dann mit dem gleichen Recht Quoten für sich beanspruchen. Aber Deine Einwände gegen Frauen beim Militär kann ich nicht nachvollziehen. Die Probleme der Bundeswehr liegen eher in mangelhaften bzw. defektem Material begründet, als darin, dass dort Frauen dienen. Das ist inzwischen bei den meisten westlichen Armeen der Fall, ohne dass größere Probleme dadurch bekannt wären. Bei der israelischen Armee und der US-Armee standen Frauen mehrfach auch schon im Kampfeinsatz im Feld und haben sich dabei hervorragend geschlagen.


      • Sagt wer das sich da Frauen hervorragend geschlagen haben? Dabei gewesen, oder vom hören-sagen mitbekommen? Oder stand das in unseren Genderfizierten Qualitätsmedien?


      • Dabei müsste ich glücklicherweise nicht ein, aber ein paar einfache Faktoren lassen gar keinen anderen Schluss zu.

        Überprüfbare Tatsachen sind, dass die US-Armee ab 2016 alle Truppenteile für Frauen geöffnet hat, und dass der Anteil von Frauen in den israelischen Kampftruppen ständig zunimmt. Beide Armeen sind permanent in Konflikte verwickelt.

        Würde eine Armee ohne äußeren Zwang, von solchen Zwängen wie Gerichtsurteilen ist aber nichts bekannt, ihre Kampftruppen für Frauen öffnen, oder einen immer höheren Anteil von ihnen zulassen, wenn die dadurch geschwächt werden? NIemals! Also bleibt nur der Schluss, dass Frauen die Kampftruppen eben nicht schwächen, sondern zumindest männlichen Soldaten ebenbürtig sind.
        Wenn die Truppen dieser Staaten sich insgesamt hervorragend schlagen, weil sie ihre Konflikte gewinnen, ist die Annahme mit großer Wahrscheinlichkeit richtig, dass auch die Frauen ihren entsprechenden Anteil daran haben.
        Darüber hinaus sind zwar körperliche Fitness und teilweise auch Kraft nach wie vor wichtig in Kampftruppen, ihre Bedeutung nimmt aber durch die zunehmende Mechanisierung ständig ab. Panzer und Geschütze haben zunehmend Ladeautomatiken, Munitionstransporter kleine Kräne. Sogar der Einsatz von Exoskeletten wird schon erprobt. Statt Muckis sind also die Fähigkeit zum Umgang mit komplexer Technik, ihrer Wartung und ggf. Reparatur immer wichtiger. Das können aber Frauen bei entsprechender Ausbildung genauso gut wie Männer.
        Ausserdem müssen Frauen wie Männer bestimmte Leistungskriterien erfüllen, um überhaupt in diese Truppen aufgenommen zu werden. Wenn Frauen das schaffen wir Männer, warum sollten sie im Ernstfall weniger zu leisten in Stande sein, als ihre männlichen Kameraden?
        Wenn also alle beobachteten Umstände für die gute Tauglichkeit von Frauen in Kampftruppen sprechen, warum sollte man dann "unseren genderfizierten Qualitätsmedien" nicht glauben, wenn sie das Plausible bestätigen? Ist es da nicht naheliegender von einer zumindest versteckten Frauenfeindlichkeit auszugehen, wenn den Medien Lüge unterstellt wird, nur weil das, was sie berichten, nicht zum eigenen Weltbild passt?

        https://www.zeit.de/politik/ausland/2015-12/usa-armee-frauen-truppe

        https://www.rnz.de/politik/dossier-politik/dossier-nahost_artikel,-Dossier-Der-Nahe-Osten-Ich-bin-eine-Kriegerin-Immer-mehr-Frauen-in-Israels-Kampfeinheiten-_arid,259773.html

        Quelle: Zeit.de, rnz.de

        trixi


  • Das eine "Zeitung" so groß herausposaunen muß, daß Frauen mit an Bord sind, ist schon mehr als peinlich und tatsächlich wieder ein Anschlag mehr im Klassenkampf der Geschlechter, nicht nur gegen die Frauen, sondern für die Allgemeinheit. Nun, es gibt dazu ausführliche schriftliche Quellen, die genau beschreiben, daß das ganz genau so gewollt und gezielt durchgeführt werden soll und wird. Nun frage ich mich, sind die Redakteure sich dieses Kriegs der Zivilisationen bewußt, oder sind die einfach nur ungebildet und doof?

    Eine Frau soll von mir aus machen, was sie kann, wozu sie Talent hat, was sie kennenlernen möchte. Dieses ständige Aufbauschen einer politisch-gesellschaftlichen geistig/geistlichen Agenda geht mir verdammt auf den Senkel.

    Also Pit:XXX das fängt für Euch schon mal nicht so gut an im jahr 2020.


    • Fabien Roehlinger
      • Admin
      • Staff
      vor 2 Wochen Link zum Kommentar

      Ich verstehe nicht mal im Ansatz worauf Du hinaus willst.


      • Muss man auch nicht verstehen...


      • @Fabien
        Ich denke, worauf er hinaus will, ist ein ganz altes Argument im Feminismus, das man schon in den Achtzigern immer wieder mal hören konnte. Dass es nämlich sexistisch ist, wenn man immer besonders herausstellt, dass Frauen etwas besonderes geschafft haben, obwohl man ihnen das gar nicht zugetraut hätte. Das kann ein Nobelpreis sein oder ein Flug ins All, aber auch die Tatsache, dass es was besonderes ist, wenn so viele Frauen in einer männerdominierten Domäne etwas erreichen. Damit würde man der Frauenbewegung keinen Dienst erweisen. Und das Signal an die jüngere Generation wäre auch ein falsches.
        Es sollte selbstverständlich sein, dass man als Frau etwas erreicht und nicht eine Besonderheit. Das in etwa ist der Kern. Fefe hat in seinem Blog dazu mal gerantet:
        https://blog.fefe.de/?ts=a251d834

        Prinzipiell hat Apache Indianer auch recht, die Argumentation, auf die er sich bezieht, ist ja richtig und nachvollziehbar. Allerdings passt es halt in keinster Weise hierher, weil es weder auf den Artikel noch auf Androidpit zutrifft und völlig am Thema vorbeigeht.


      • Ich habe natürlich keine Lust dazu Leuten wie dem Fabian genau zu erklären worauf ich mich genau beziehe. Wer sich mit dem Thema Feminismus länger und genauer beschäftigt, wird ganz genau verstehen, worauf ich mich beziehe.

        Noch niemals habe ich einer Frau als irgendwie minderwertiger als Männer angesehen und niemals habe ich versucht Frauen in ein minderwertiges Rollenbild zu rücken und zu drücken.

        Dieser Artikel befeuert das Thema Gender ganz bewußt und laut.
        Sollen sie halt zu 100% Frauen einstellen und das handhaben wie sie wollen. Muß man darüber unbedingt prahlen? Für viele Leser mag solch ein Artikel das normalste der Welt sein in einem objektivem oder freundlichem Stil. Man mag denken, da freuen sich nur einige Frauen auf eine harmlose Art und Weise. Möglich ist das, es kann aber auch sein, daß es so nicht ist. Das Thema Framing sollte mittlerweile den Lesern auch bekannter sein. Diese Artikel wirken in ihren kleinen, harmlos erscheinenden Impulsen ganz enorm in den Gemütern der Menschen. Das wissen die Psychologen die sich ausführlich mit diesem Thema beschäftigt haben ganz genau. Es wird immer harmlos und unschuldig und nichtwissend getan, was aber nie der Fall ist. Die "Schreibende Elite" weiß schon, was sie tut und warum sie es tut. Harmlos ist da überhaupt nichts. Vor allem wenn auf einer Technik-Online-Platform gesellschafts-politische Themen gesellschafts-politisch gestrickt sind.

        Beschäftigt euch mit solchen Themen ausführlich und interdisziplinär.
        Schaltet euer eigenes Denkorgan ein und lasst euch nicht propagieren was und wie ihr zu denken habt. Studiert und denkt und kapiert.

        Ben


      • Ich verstehe es so: Ein Missstand ist umso deutlicher, je mehr man darauf hinweist. Vielleicht liege ich damit in etwa da, worauf er hinaus will.


      • Nicht ganz, das darauf Hinweisen verdeutlicht den Missstand nicht nur, sondern ist schon Teil des Missstands, in diesem Fall der Diskriminierung. Vielleicht kann ich es mit einem Beispiel verdeutlichen. Stell dir vor, deine Firma schickt dich für ein Jahr ins Ausland, sagen wir nach China. Dort arbeitest du in einer Zweigstelle mit ausschließlich chinesischen Mitarbeitern. Wöchentlich gibt's Meetings, in denen jeder seine Ergebnisse und Erfolge berichtet. Du machst eigentlich die gleiche Arbeit, wie deine chinesischen Kollegen, auch gleich gut, also nicht schlechter, aber auch nicht besser. Auch du berichtest über deine Ergebnisse, aber im Gegensatz zu deinen chinesischen Kollegen wird bei deinem Vortrag immer applaudiert und dein Vorgesetzter lobt dich immer ganz besonders vor allen Kollegen. Aber nicht nur im Meeting, bei jeder Gelegenheit wie beim Mittagessen, beim After Work Drink, ja bei jeder Begegnung auf dem Flur zeigt er auf dich und lobt den Deutschen und seinen Fleiß überschwänglich vor allen Anwesenden. Und das, obwohl du weißt, dass deine Arbeit genauso gut ist wie die deiner Kollegen. Wenn du dich in so eine Situation hineinversetzen kannst, dann bekommst du vielleicht ein Gespür dafür, dass sowas nicht nur sehr peinlich, sondern auch äußerst abwertend sein kann. Das Beispiel trifft die Situation im Feminismus nicht zu hundert Prozent, aber es geht in diese Richtung. Das Phänomen findet man natürlich in allen Lebensbereichen, auch Mobbing kann auf diese Art passieren. Das ist dann ganz besonders perfide, weil ja im Prinzip nie jemand etwas nachweislich böses gesagt hat und die meisten das Mobbing dann gar nicht nachvollziehen können.


  • Ich hatte jahrelang eine Frau als Vorgesetzte, die war an Ignoranz und Unfähigkeit kaum zu überbieten. Die Damen im sogenannten "Backoffice" arbeiten so harmonisch miteinander, dass schon zwei wegen Mobbing gekündigt haben.
    Ich glaube nicht daran, dass Frauen in Führungspositionen besser sind als Männer aber auch nicht per se schlechter, möglicherweise anders. Und es gibt da genau so unterschiedliche Begabungen wie bei Männern. Die Vergabe von Postionen unter dem Aspekt des Geschlechts ist in beiden Richtungen Schwachsinn.
    Außerdem, mich nervt dieser Trend, alles gleichschalten zu wollen. Insbesondere zwischen den Geschlechtern kann und sollte das auch nicht funktionieren, damit meine ich natürlich nicht Rechte und Chancen.
    Jedenfalls, für mich ist das keine Wertung, wie viele Frauen an wie vielen Schreibtischen sitzen, genauso wenig wie umgekehrt.


    • "Außerdem, mich nervt dieser Trend, alles gleichschalten zu wollen. Insbesondere zwischen den Geschlechtern kann und sollte das auch nicht funktionieren,... "

      Gerade zwischen den Geschlechtern ist Gleichschaltung eine Selbstverständlichkeit, über die eine moderne Gesellschaft eigentlich noch nicht mal diskutieren sollte. Was sollte es denn geben, was das eine Geschlecht besser oder schlechter kann als das andere? Abgesehen von der Fortpflanzung gibt's da doch nicht einen Unterschied. Tausende Generationen patriarchalische Erziehung machen dich das glauben, es ist jedoch nicht so. Alle sind wir gleich, keiner ist besser oder schlechter als andere.


      • Hast du dich schon mal mit Frauen abgegeben? Selten solchen Unfug gelesen. Abgesehen davon wäre es schade, wenn du recht hättest, denn ich finde die Unterschiede spannend.
        Zum Verstehenden Lesen: Unterschiede heißen doch nicht besser oder schlechter, ich glaubte das auch so formuliert zu haben. Also: erst lesen, notfalls zweimal, dann antworten.
        Im Übrigen, ich bin zwar nicht mehr der Jüngste, aber für Tausende Jahre oder Generationen irgendeiner Erziehung reicht es denn doch noch nicht ;-)

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