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Minuum Keyboard im Test: Per Einzeiler zum Vielschreiber

Wurstfinger, Parkinson, Maulwurfsaugen - wir alle haben unser Säcklein zu tragen. Egal, welches dieser drei Schicksale auf Euch zutrifft, mit Minuum seid Ihr unaufhaltsam. Und das soll nicht einmal unangemessen lustig sein. Ein Erfahrungsbericht.

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Minuum für Android: Zunächst ungewohnt, doch bald Teil Eurer DNA. / © ANDROIDPIT

Vergesst alles, was Ihr über eine Tastatur zu wissen glaubt. Dass eine ruhige Hand und Präzision beim Tippen wichtig sind, ist gelogen. Dass man gute Augen haben muss, um die einzelnen Tasten auf den kleinen Smartphone-Displays zu erkennen, ebenso. Minuum ist nicht nur eine Machbarkeitsstudie, sondern der Gegenbeweis.

Ein völlig neues Konzept

Hier liegen alle Buchstaben auf einer horizontalen Linie. Der Vorteil? Ihr spart viel Platz auf dem ohnehin schon kleinen Display und müsst Euch fast keine Gedanken mehr darüber machen, ob Ihr die richtigen Buchstaben nun getroffen habt oder nicht. Ein Kleinkind könnte mit Minuum lesbare Texte verfassen (auch wenn sie inhaltlich vermutlich Kauderwelsch wären), denn egal was für Buchstaben Ihr selbst im finstersten Vollrausch trefft, die Tastatur findet im größten Chaos das, was Ihr wahrscheinlich zum Ausdruck bringen wolltet, und das mittlerweile sogar in mehreren Sprachen gleichzeitig.

Das ist richtig, Minuum hat die vielleicht beste Worterkennung auf dem Markt, und so müsst Ihr die Buchstaben gar nicht richtig treffen (könnt Ihr auf der Buchstabenachse auch gar nicht). 

Ist Minuum für jeden?

Ich stehe nun am Ende meiner 30-tägigen kostenlosen Probezeit mit der App, und während ich mich anfangs zwingen musste, ihr treu zu bleiben, graut es mir nun davor, sie abzugeben (ein trauriges Schicksal, das sich für 2,79 Euro abwenden lässt, und ich stehe kurz davor, die Kreditkarte zu zücken).

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Minuum im Standard-Modus (links) und ausgeklappt (rechts). Die Leertaste lässt sich zusätzlich ausblenden. / © ANDROIDPIT

Die Anfänge waren nicht ganz einfach und mitunter frustrierend. Man fühlt sich zunächst wie ein Fisch an Land. Nicht etwa, was das eigentliche Schreiben angeht; die Buchstaben selber sind genau da, wo man sie gewohnt ist, nur eben auf einer Linie. Das heißt, Ihr könnt so wie eh und je weitertippen, müsst nur eben nicht mehr vertikal denken und Buchstaben suchen, das Ganze klappt weitestgehend blind. Lediglich die Sonderzeichen muss man neu finden, doch das ist eine nicht allzu große Hürde. Zusätzlich ist Minuum sehr anpassbar, sei es der Look, sei es die Größe oder die Position. So sieht Flexibilität aus.

Und wer das Handy mal aus der Hand gibt und jemand anderen tippen lässt, der zieht Minuum ganz einfach mit einem Daumen nach oben aus und hat eine konventionelle Tastatur vor sich. Diese werdet auch Ihr dann und wann brauchen, denn eine Schwäche hat Minuum: Da es durch und durch darauf ausgelegt ist, echte Wörter in Eurem blitzschnellen Herumgestochere zu erkennen, nutzt sie Euch nicht bei Wortschöpfungen. Künstler, Kreativlinge und Wortakrobaten - zu denen ich mich einfach mal ganz ungeniert zähle - müssen für ihre Neologismen also öfter mal die ganze Tastatur ausklappen, um tatsächlich Buchstabe für Buchstabe zu tippen; ganz Old-School. Doch auch das geht ohne Umstände.

Fazit

Man wird Euch in der Öffentlichkeit verständnislos anstarren, doch Ihr werdet schneller tippen als andere. Minuum ist sicherlich die ungewöhnlichste Tastatur, die Ihr je gesehen habt, wenn Ihr ihr jedoch eine bis drei Wochen Zeit gebt, stehen die Chancen gut, dass sie auch die letzte sein wird.

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39 Kommentare

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  • Momentan die Vollversion für 70 Cent!!!

  • Also ich benutze gerade Minuum, aber je nach App auch Hackers Keyboard oder auch zum schnell bzw. Vielschreiben swipe ich auch mit der sehr guten Xperia Tastatur. Bei den anderen Tastaturen ergibt sich insbesondere bei den Rechten (Datenschutz) Probleme!
    PS: Eine app die Tastaturen je nach app umschaltet wäre genial.

  • Ich nutze seit langem die Google-Tastatur (2 Sprachen, mit Swipe-Funktion).. habe schon etliche andere ausprobiert. Aber keine kommt für mich da ran.. tut mir leid.
    Habe schon nach Tutorial, Minuum wieder deinstalliert.

  • Vorschlag an die AndroidPit Truppe: sucht doch mal einen Entwickler, der eine App schreibt, mit der man seine eigene Schreibgeschwindigkeit mit allen in Frage kommenden Tastaturen anhand eines Testtextes ermitteln kann.
    Ich bin begeisterter Swyper (TouchPal), glaube aber, dass die nötige Korrigiererei der oft saublöden Wortvorgaben sehr viel Zeit braucht. Die Worterkennung bei Minuum scheint mir wesentlich besser. Wenn ich Arschloch schreiben will, will ich kein Astloch vorgegeben haben, bei Scheiße nicht Scheibe.

    Bitte an die Minuum Macher: lasst uns trotzdem bei ausgeklappter Tastatur swypen...

    • Ich hab Minuum und Swiftkey ausführlich verglichen, also zumindest bei mir ist die Worterkennung bei Swiftkey nochmal besser.

      Minuum vertauscht bei mir gerne "die" und "dir", auch wenn ich genau die Buchstaben treffe und Schimpfwörter sowie manche andere Wörter erkennt Swiftkey ebenfalls besser.

      Finde ich schade denn Minuum gefällt mir an sich viel besser, kleine + große Tastatur plus Wischgesten sind einfach genial.

  • Minuum ist momentan meine Lieblingstastatur, der größte Nachteil ist nur dass kombinierte Wörter noch nicht unterstützt werden. So muss man zuerst beide Wörter getrennt schreiben und dann manuell verbinden. Aber es werden schnell Features nachgeliefert, Minuum wird immer besser.

  • Ich will ihr ja eine Chance geben. Aber obwohl ich das Teil auf deutsch gestellt habe wird jedes einzelne Wort rot unterstrichen. Was ist das?

  • Bei mir verwechselt die Autokorrektur ständig "die" und "dir", selbst wenn ich die Tasten genau treffe, hat das noch jemand?

    Das macht das verwenden der Tastatur unmöglich, da ist Swiftkey viel schneller.

  • Mikrofon gefunden 👍

  • Kostet im Moment nur 1.39€, und ich kann mir nicht vorstellen das das so gut sein soll.. Naja Download läuft

    edit: ich bleib der der Android L Tastatur

  • Das Swypen liegt mir irgendwie garnicht. Aber auch mit Minuum bin ich nicht warm geworden. Mit Passwörtern, Shell-Befehle, Wiki-Text oder Quelltext kommen die Algorithmen nicht klar. Und die Großtastatur ist dafür auch zu schlecht. Ich nutze schon seit Jahren MessagEase. Zugegeben, die Wortvorhersage von MessagEase ist miserabel, aber man braucht sie nicht. Ein wenig üben mit dem Spiel und man kann auch kompliziertes rasend schnell eingeben; z.B. for(;P("n"),R--;P("!"))for((e=C;e--;P("_"+(*u++/8)%2))

  • Ich gebe sie auch nicht mehr her. Hatte noch nie so eine genaue Worterkennung. Und auch ich gebe viele neue Wörter ein, ist aber nicht schwer. Entweder aufklappen oder in der minimierten Ansicht auf den Buchstaben bleiben und die richtigen aneinanderreihen. L

  • ich bin eigentlich auch ein swiftkey junkie, aber was ich jetzt bei meinem kurzen test gesehen habe macht lust auf mehr. die testphase werde ich auf jeden fall mal nutzen!

  • Bei mir klappt die Nummer mit der adaptiven Farbwahl nicht...
    Weis jemand warum?

  • Auch ich kann Stephan nur beipflichten. BIn von Swype zu MInuum gewechstl, und bis jetzt begeistert.

    Übrigens Stephan, nur aus Interesse: Was meint Nico in der Message, dass er W...echt überrascht ist, ihn zu sehen..." und Du hast offenbar zuvor von einem historischen Moment gesprochen.

    Oder war das nur eine Testkonversation für den Artikel....?? Du siehst, was uns alles auffällt ;-)

    • Hey Thomas. Nein, das ist eine echte Konversation, und ich sag Dir gerne, worum es gin: um den Trailer zu Jurassic World! Ergibt es jetzt mehr Sinn? ;)

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