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Wohnmieten und Smartphone-Preise: Wettlauf des Wuchers

Wohnmieten und Smartphone-Preise: Wettlauf des Wuchers

Es gibt Handys für 30 Euro. Es gibt Laptops für 300 Euro. Doch trotzdem kaufen Millionen von uns jedes Jahr Smartphones für 800 Euro. Das ist so viel wie manche Monatsmiete. Anhand der stark gestiegenen Preise für Googles Nexus- beziehungsweise Pixel-Smartphones und den ebenfalls wuchernden Mieten im Berliner Trendstadtteil Prenzlauer Berg zeigen wir, dass die Entwicklungen ziemlich parallel laufen.

Sophia und ich haben uns neulich am Esstisch über Smartphone-Preise unterhalten. Dabei ist die Behauptung aufgestellt worden, dass Top-Smartphones immer teurer werden, nicht weil sie mehr können oder ihre Produktion teurer wird, sondern weil Käufer der High-End-Geräte immer reicher werden. Ich habe gewettet, dass die Smartphone-Preise sich parallel mit den Mietpreisen im Prenzlauer Berg entwickelt haben.

Besonders dramatisch war der Preisanstieg der Smartphones, die auf Googles Geheiß auf den Markt gebracht wurden. Die ersten von HTC gebauten Modelle kosteten in den Jahren 2010 beziehungsweise 2011 mit 450 respektive 400 Euro für damalige Verhältnisse bereits viel. Doch inzwischen kostet ein Google Pixel das Doppelte.

Während Android und iOS zusammen mit Hunderten verschiedenen Geräten und Millionen iPhones den Markt stürmten, genoss der Berliner Stadtteil Prenzlauer Berg dank Renovierungen und Umgestaltungen ein großes Wachstum an Beliebtheit. Besonders die vielen neu Zugezogenen waren bereit, für die Wohnungen in den aufgepäppelten Nachbarschaften viel Geld auszugeben. Die Mieten entwickelten sich rasant.

berlin rent vs nexus vs pixel chart
Besonders die großen Modelle der Google-Phones kosten ein Vermögen. / © AndroidPIT

Der Wucher ist nicht für jedermann

Besonders aber im Stadtteil Prenzlauer Berg hat die Mietpreisentwicklung dafür gesorgt, dass alte Bewohner wegziehen und Geschäfte schließen mussten. Die Alternative war der Stadtrand, eine kleinere Wohnung oder eine andre Einschränkung der Lebensqualität. Bei Smartphones wiederum ist die Schieflage nicht so prenzlig brenzlich. Hier hat der Wucher lediglich dafür gesorgt, dass sich eine ziemlich gute Geräte-Mittelklasse entwickelt hat.

Die Auswahl an empfehlenswerter Alternativen im Preisbereich bis 400 Euro wächst weiter. Alte Schwächen wie ausbleibende Updates, knapper Speicher, schlechte Fotos oder schlechte Verarbeitung gehören der Vergangenheit an. Der Umzug in den Stadtrand bleibt uns also erspart, die Einbuße bei der Lebensqualität erträglich. Kollege Hans-Georg ging schon so weit, zu sagen...

Steffen wiederum hat in der Umfrage mit Euch herausgefunden, dass fast jeder zweite sein Smartphone-Budget bei 500 Euro deckelt. Schaut man sich Vertreter wie das OnePlus 5 an, wird schnell klar, dass man zu diesem Preis schon keine nennenswerten Einbußen mehr in Kauf nehmen muss.

AndroidPIT oneplus 5 vs honor 9 8655
OnePlus 5 und Honor 9 bieten etliche High-End-Features zum Preis eines halben Note 8. / © AndroidPIT

Aus Sicht derer, die wegen des Versagens der Mietpreisbremse die Wohnung gewechselt haben, sind bessere Mittelklasse-Smartphones ein schwacher Trost. Um so lauter stellt sich dann die Frage, wer freiwillig 800 Euro oder mehr für ein Smartphone ausgeben möchte. Besitzt Ihr ein teures Smartphone? Wenn ja, was war Euer Beweggrund? Welchen Mehrwert versprecht Ihr Euch von diesem Gerät gegenüber einer der vielen preiswerteren Alternativen?


Die verwendeten Daten stammen unter anderem von immowelt. Der Preis der 65-m²-Wohnung wurde extrapoliert aus dem mittleren Mietpreis pro Quadratmeter (Mediane der Angebotsmieten, netto kalt bei Neuvermietung). Berechnungsgrundlage waren die in den Jahren 2011 bis 2016 auf immowelt.de in Prenzlauer Berg angebotenen Wohnungen und Häuser zur Miete. Diese Preise bilden den Median der Angebote ab, nicht gebunden an eine bestimmte Größe, Lage, Ausstattung etc., und zeigen den mittleren Preis bei Neuvermietung einer Wohnimmobilie.

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Top-Kommentare der Community

  • Michael K. 25.10.2017

    Der Vergleich ist schon eigenartig, und die Schlussfolgerung, die man daraus zieht, kann auch eine ganz andere sein. Wohnen muss man, ein Smartphone muss man nicht unbedingt haben. Wer sich eine Wohnung für 800 € im Monat leisten kann und muss, der zahlt im Jahr 9600 € dafür, entsprechend 19200 € in zwei Jahren. Kauft man sich in diesen zwei Jahren ein Smartphone für 400 € statt für 800 €, gibt man für Wohnung und Smartphone in zwei Jahren zusammen 19600 € statt 20000 € aus, die Ersparnis beträgt gerade mal 2% (!).
    Zieht man dagegen in eine Wohnung um, die nur 600 € statt 800 € im Monat kostet, kostet das mit dem High-End-Gerät in zwei Jahren 15200 € statt 20000 €, die Ersparnis beträgt dann immerhin 24 %.
    Was will ich damit sagen? Sparen kann man am besten da, wo es ohnehin richtig teuer ist: Wohnen, Auto, Energie (bei jährlichem Wechsel des Stromanbieters sind locker 300 € bis 400 € Ersparnis pro Jahr drin, in zwei Jahren also ein High-End-Gerät, Vergleicht man den Ölanbieter auch noch, sind 50 € bis 100 € pro Tankfüllung drin). Nicht knausern sollte man da, wo das Geldausgeben Spaß macht!

  • Sophia Neun 25.10.2017

    Ich fand den Vergleich und die Unterhaltung mit Eric zu dem Thema sehr unterhaltsam. Also warum nicht eine These aufstellen, die vielleicht etwas überspitzt ist, aber eigentlich alle sich einig sind: Mieten sind zu teuer und Smartphones auch. :D

  • user0815 25.10.2017

    Warum Wohnungen immer teurer werden, ist leicht erklärt und wurde in anderen Beträgen schon erläutert.
    Natürlich kann sich nicht jeder eine 800 Euro Wohnung leisten und prinzipiell können sich auch die Meisten kein 800 Euro Smartphone leisten.
    Da aber der Großteil der Smartphone User die Geräte mit Mobilfinkverträgen finanziert, geht das eben doch. Das sie dabei noch draufzahlen ist egal, es fühlt sich halt an, als hätte man das Gerät seiner Wahl günstig erstanden.
    Tja, und darauf reagieren die Hersteller. Warum sollen sie etwas für 500 Euro anbieten, wenn die Käufer auch 800, 900 oder 1000 Euro zahlen/finanzieren?
    Ändern wird sich erst etwas, wenn der Hochpreiskram nicht mehr gekauft wird. Aber da sehe ich schwarz!

60 Kommentare

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  • Die Lebenserwartung zwischen dem Ende des VORletzten Jahrhunderts und dem Anfang des 21. Jahrhunderts ist parallel zum Amalgamverbrauch in den Zahnarztpraxen gestiegen...


  • Ich habe eigentlich keine Schmerzgrenze, mich interessieren nur die Fähigkeiten die das Gerät bietet und die ich auch brauche.
    Letztes Jahr habe ich mir ein S7 Edge gekauft da das Note 3 nicht mehr wollte... d.h. das nächste wird wohl ein Mate 12a :)


  • Der Vergleich ist ein wenig wie der Vergleich zwischen Äpfeln und Birnen. Sei es drum. Allerdings umgeht der Autor völlig die Frage nach den Gründen. Es liegt alleine an der Politik. Das betrifft direkt die Mieten und indirekt auch alle anderen Märkte.

    Aber das ganze würde zu weit führen. Sonst würde hier ein mindestens 20 Seiten langer Text folgen mit offenem Ende.

    Ein erster Ansatz war in HaF am letzten Montag zu sehen. Das Thema Mieten und erneubare Energien fliegt den Politikern langsam um die Ohren. Wenn ich die dummen Aussagen von Özdemir und Göring-Eckhardt heute schon wieder höre muss ich feststellen das die Politik nichts begriffen hat.

    Am ende schreien alle Nazis. Nur das zieht nicht mehr. Das erinnert mich immer mehr an den Film "Die Brücke von Remagen" von 1969 mit Robert Vaughn. Der fragt am ende "Sind das unsere Flugzeuge oder ihre? Es sind feindliche! Ja, aber wer ist der Feind?".

    Jan


  • Irgendwann platzt die blase der steigenden Preise. Wenn das Kapital die steigenden Preise nicht mehr bedienen kann. Sobald der Lohn etwas steigt, steigt auch sofort bei einigen Dingen der Preis, so hat man nichts vom Lohn, also hat sich dann an der Lebensweise nichts verbessert.


    • Steigende Preise sind nicht unbedingt eine Blase, die platzen kann oder wird. Die Reallöhne sind seit den 90ern in Deutschland nicht mehr gestiegen (Quelle: Destatis) - wohl aber die Preise für Smartphones.


  • Alle Preise steigen nur die Gehälter der Arbeitnehmer nicht...

    Ich kaufe keine Smartphones über 300€ und auch eine Mietwohnung in hippen Viertel brauche ich nicht!

    Jeder hat die Wahl was er mit seinem Geld macht! YOLO halt und daher wird es so weitergehen bis endlich ein Umdenken passiert...

    Aber hey, die Wahlen haben gezeigt dass die Überschuldung der privaten Haushalte (3x Legislaturperioden in Folge) voll Hip/Trendy ist und die Mehrheit hat die gleichen Regierungstrools gewählt!


  • So lange wie es Menschen gibt, welche die Preise für die Smartphones bezahlen, so lange werden die Preise auch regelmäßig erhöht, die Hersteller testen quasi die Schmerzgrenze aus.
    Bei den Mieten ist es ähnlich, wer unbedingt in ein hippes Viertel ziehen will, der muß eben auch die hippen Preise bezahlen.


  • Und die meisten kaufen vieles auf ratenzahlung und fallen in die schulden.Die meisten kaufen sich teure Smartphones nicht weil sie reicher geworden sind sondern weil sie immer noch denken das Smartphone hat Angeber Priorität aber dabei vergisst man auch dass man sich damit total verschuldet. Meiner Meinung nach hat das Smartphone kein Vorzeigestatus zum angeben egal welches


  • C. F.
    • Blogger
    25.10.2017 Link zum Kommentar

    Warum wurde der Artikel wieder oben angepinnt?


    • Hm du bist ja nun nicht erst seit gestern hier aktiv und müsstest das eigentlich bemerkt haben. Mittwochs wird immer unser Newsletter versendet und daher geht ein Artikel gleich morgens online und wird um 20Uhr noch einmal nach oben geholt. :)


      • Danke für die Info. Bin zwar auch nicht erst seit gestern hier, aber das hat noch nie jemand erklärt - also woher sollte man es wissen???


      • Danke für die Auflösung des Rätsels :-) Ich wusste das auch nicht. Wäre das nicht mal eine Idee, einen Artikel (oder mehrere) über die "Innereien" von androidpit zu schreiben in dem ihr über Abläufe in der Redaktion berichtet? Wie entstehen die Artikel, gibt es eine Art Redaktionskonferenz, bei dem entschieden wird welcher Artikel veröffentlicht wird, treten die Hersteller direkt an Euch heran um z. B. Mobiltelefone zu testen u. a. m.? Vielleicht bin ich aber auch der Einzige, der sich dafür interressiert.


  • Es gilt, wenn man diesen Wohungs/Smartphone - Vergleich denn ziehen möchte, auch zu beachten dass die Preise für Highendgeräte innerhalb kürzester Zeit auf ein gewisses Normalniveau fallen,während die Mieten ja wohl eher die Tendenz haben zu steigen.
    Ausserdem besitzen viele ein Highendgerät ja eben nur aus dem Grund, weil sie den besagten Preisverfall abwarten. Versucht die Taktik mal bei der Wohnungssuche ;-)
    Noch interessanter wird es, wenn man bedenkt, daß viele ein Highendgerät in Verbindung mit einem Vertrag erhalten. Während einem in so einem Fall das Gerät nach zwei Jahren gehört, erwerbe ich bei einer Mietwohnung ja niemals Besitzrechte. Habe daher das Gefühl, das dieser Vergleich in vielen Bereichen hinkt.


    • C. F.
      • Blogger
      25.10.2017 Link zum Kommentar

      Autos werden auch immer teurer. Nahrungsmittel auch. Sprit....Klamotten.....sowieso.........so what?


      • Sich hier über zu teure Mieten und die allgemeine soziale Ungerechtigkeit auszulassen und das dann auch noch auf Biegen und Brechen mit dem Smartphonemarkt vergleichen zu wollen hat schon ziemlich Bildniveau. Stammtischniveau allemal.


      • Nicht immer alles so Ernst nehmen im Leben und meinen Kommentar weiter unten lesen. ;)

        Frk


      • Mein Kollege findet in München keine Wohnung oder ein Haus für sich, seine Frau und zwei Kinder. Nichts, absolut nichts was er sich leisten könnte. Dabei verdient er sogar sehr gut. Das nächste, was überhaupt in Frage käme, ist 80 km weit weg und verkehrsmaßig schlecht angebunden. Deswegen kann er seine Frau und seine Kinder aus Münster nicht nachholen. Sie sehen sich nur alle zwei Wochen. Solche Fälle kenne ich einige, teilweise sogar noch schlimmer als der meines Kollegen. Es gibt Leute, die wegen der hohen Mieten sozial absteigen, viele müssen wegziehen und Familie und Freunde verlassen, weil ihr Gehalt nicht für eine Miete reicht. Das Thema ist ernst, für einige sehr ernst und existenzbedrohend. Ihr macht hier das Thema durch diesen dämlichen Vergleich mit Smartphones einfach nur lächerlich.
        Ich finde es halt schade, dass ihr euch auf dieses Niveau begebt, denn das hättet ihr nicht nötig. Eure Inhalte sind in den letzten Monaten kontinuierlich besser geworden, auch eure Standpunkte haben sich verbessert. Und dann wieder sowas wie der Artikel hier. Schade.


      • München ist da am schlimmsten, es kam mal ein Bericht im TV da war ein obdachloser der Arbeit hatte und gut verdient hat, aber sich keine Wohnung davon leisten konnte. Soweit hat uns der Kapitalismus gebracht, die gier einzelner Menschen ist schon abartig. Wenn der Staat da nicht langsam Einlänkt enden wir alle Mieter mal so. Ich hatte mal ein Fall in Berlin, da hat der Vermieter ein Lohnschein verlangt und sich denjenigen mit dem meisten Gehalt rausgesucht. Als Student hat man da schlechte Karten.


      • Es ist ein Thema, welches dich sehr bewegt, deshalb siehst du den Artikel vielleicht etwas zu verbissen. Ich selbst habe auch erst eine Mieterhöhung um 15% erhalten und in meiner Gegend sieht es aktuell sehr traurig aus, was bezahlbaren Wohnraum anbelangt. In solchen Zeiten finde ich es gerade wichtig auf die Mietpreise hinzuweisen und das eben nicht immer nur Bierernst.


      • @Takeda: Suchen sich Vermieter nicht meist sowieso die Leute mit dem meisten Gehalt und den besten Sicherheiten heraus? Ich kenne kein Bewerbungsverfahren bei einer Wohnung, wo man nicht die letzten 3 Gehaltsnachweise vorlegen muss.


      • @Takeda
        Ja, der musste unter Brücken schlafen. Ich weiß nicht, ob das immer noch so ist, aber frag den mal, wie er einen Vergleich dessen, was zu seinen Lebensumständen geführt hat, mit aktuellen Smartphonepreisen findet.


      • @Sophia
        Nein, natürlich muß man über ernste Themen nicht auch immer ernst schreiben, man kann sowas auch mal witzig, zynisch oder satirisch machen. So wie zum Beispiel ein Harald Schmidt das macht. Damit kratzt man aber nicht an der Ernsthaftigkeit eines Themas. Euer Beitrag ist aber weder witzig noch satirisch, er verharmlost stattdessen ein wichtiges Thema durch einen Vergleich mit einem völlig unwichtigen Thema. Das ist ein feiner Unterschied.


      • Da haben wir beide wohl einfach eine andere Meinung zu dem Thema. Soll es ja auch mal geben und nicht immer muss man mit allem Einverstanden sein. :)


      • Sophia@ musste ich noch nie vorlegen und ich bin schon 5 mal umgezogen.


      • @Takeda: Hm ich bisher nur innerhalb Berlins und Potsdam und da war es bei allen Wohnungsbewerbungen pflicht. Vermutlich weil hier Wohnraum sowieso sehr gefragt ist.


      • aber wie weit wird es gehen, wenn nicht die Bremse gezogen wird. Schon mal ein Zelt kaufen, sicher ist sicher 😉


      • Nur so ein Zelt darf man halt auch nicht überall aufschlagen ;D



      • Darf D7k


  • Warum Wohnungen immer teurer werden, ist leicht erklärt und wurde in anderen Beträgen schon erläutert.
    Natürlich kann sich nicht jeder eine 800 Euro Wohnung leisten und prinzipiell können sich auch die Meisten kein 800 Euro Smartphone leisten.
    Da aber der Großteil der Smartphone User die Geräte mit Mobilfinkverträgen finanziert, geht das eben doch. Das sie dabei noch draufzahlen ist egal, es fühlt sich halt an, als hätte man das Gerät seiner Wahl günstig erstanden.
    Tja, und darauf reagieren die Hersteller. Warum sollen sie etwas für 500 Euro anbieten, wenn die Käufer auch 800, 900 oder 1000 Euro zahlen/finanzieren?
    Ändern wird sich erst etwas, wenn der Hochpreiskram nicht mehr gekauft wird. Aber da sehe ich schwarz!


  • Der Vergleich ist schon eigenartig, und die Schlussfolgerung, die man daraus zieht, kann auch eine ganz andere sein. Wohnen muss man, ein Smartphone muss man nicht unbedingt haben. Wer sich eine Wohnung für 800 € im Monat leisten kann und muss, der zahlt im Jahr 9600 € dafür, entsprechend 19200 € in zwei Jahren. Kauft man sich in diesen zwei Jahren ein Smartphone für 400 € statt für 800 €, gibt man für Wohnung und Smartphone in zwei Jahren zusammen 19600 € statt 20000 € aus, die Ersparnis beträgt gerade mal 2% (!).
    Zieht man dagegen in eine Wohnung um, die nur 600 € statt 800 € im Monat kostet, kostet das mit dem High-End-Gerät in zwei Jahren 15200 € statt 20000 €, die Ersparnis beträgt dann immerhin 24 %.
    Was will ich damit sagen? Sparen kann man am besten da, wo es ohnehin richtig teuer ist: Wohnen, Auto, Energie (bei jährlichem Wechsel des Stromanbieters sind locker 300 € bis 400 € Ersparnis pro Jahr drin, in zwei Jahren also ein High-End-Gerät, Vergleicht man den Ölanbieter auch noch, sind 50 € bis 100 € pro Tankfüllung drin). Nicht knausern sollte man da, wo das Geldausgeben Spaß macht!


  • "Schaut man sich Vertreter wie das OnePlus 5 an, wird schnell klar, dass man zu diesem Preis schon keine nennenswerten Einbußen mehr in Kauf nehmen muss."

    Da lach ich mich ja schlapp, diesen Ihr-dürft-unser-Podukt-nur-mit-Einladung-kaufen-Vollpfosten würde ich nicht mal für fuffi ein Telefon abkaufen.

    Bei den Smartphones ist es halt so, dass jeder seine Schwerpunkte was das telefon können muss anders legt.
    Der eine möchte ne lange Akkulaufzeit, der andere ne super Kamera, usw usw. Da wir aber leider noch etwas vom echten Modularem Telefon weg sind teilt es sich eben in den unterschiedlichen Klassen auf, mit den jeweiligen vor und nachteilen.

    Für die Hersteller wäre aus auch ziemlich sinnlos in ein Telefon der 300€ Klasse die super high-end Kamera einzubauen.


    Und man könnte jetzt auch die aktuellen Smartphones mit Autos vergleichen, was es früher nur in der Oberklasse gab ist heute selbst für einen Kleinwagen verfügbar. Was früher nur in den High-End Phones drin war, bekommt man heute schon zum teil in der 300€ klasse.


    Nachtrag: Zur Preislichen Schmerzgrenze ist es bei mir eher so dass ich den "Gegenwert" dafür sehen muss, ob der nun real vorhanden ist oder nicht steht auf einem anderen Blatt.

    Für'n neuen BMW gibt man gerne mal etwas mehr aus, aber für einen KIA oder Dacia würde man nicht den gleichen Preis bezahlen.


    • OnePlus-Geräte kann man ohne Einladung kaufen.
      Du zeichnest ein Bild der Vergangenheit. Würdest du dich mit dem aktuellen Geschehen befassen, hätte dein Kommentar differenzierter ausfallen können.
      Warum OnePlus in der Vergangenheit Geräte nur mit Einladung verkaufte, wurde u. a. auch bei AndroidPIT ausgiebig ventiliert.


    • "Was früher nur in den High-End Phones drin war, bekommt man heute schon zum teil in der 300€ klasse."

      Das ist eine unreflektierte These ohne Relation.
      Man bekommt heute auch das Premium Gerät von vor 2 Jahren um ca. 300 Euronen. Es ist aber eben überholte Technik die man dafür erhält, die aktuell beste Hardware bekommt man im hier und Jetzt immer nur für teures Geld.
      Der Vergleich zum Automobil hinkt auch etwas, wenn ich mir heute z.B. einen Audi A3 von vor 2,5 Jahren in neu kaufe, kostet der nicht so viel weniger wie heute ein z.B. neues S6 mit Release Anfang 2015.
      Der Werteverfall für neue Ware ist bei elektronische Produkten viel höher.


    • Sebastian " Ihr-dürft-unser-Podukt-nur-mit-Einladung-kaufen-Vollpfosten " diese Aussage ist falsch!


  • 200euro für ein smartfon reicht mir denn für mehr auszugeben wäre nicht sinnvoll


  • Hier wurde aber eins außer Acht gelassen: Wohnungen werden in besagtem Gebiet teurer, weil er hip ist und mehr zu bieten hat und dank Sanierung ein höherer Standard zu erwarten ist.
    Smartphones werden teurer und haben nicht mehr zu bieten. Innovationen fanden zu Zeiten des Nexus One und Galaxy S (das Erste) statt und nun verbaut man nur noch zugekaufte Komponenten, die Dank jahrelanger Erfahrung einfach, preiswert und schnell herzustellen sind. Obendrein ist auch im Komponentenbereich ein Markt entstanden mit all seinen Vorzügen für Smartphone Hersteller. Dazu nimmt die Datensammelwut bei Android Smartphones immer weiter zu. Gerade Nexus bzw. Pixel Smartphones müsste man vor dem Hintergrund geschenkt bekommen. Die einschlägigen Stakeholder verdienen ein Heidengeld mit den Daten von Nutzern - auch wenn diese angeblich anonymisiert sind.
    Mein aktuelles Gerät ist ein Xperia Z2, welches ich so schnell nicht aus der Hand gebe. Und wenn es Mal in naher Zukunft nicht mehr gehen sollte, hole ich mir ein generalüberholtes Z2 oder Z3 für unter 200 EUR.


  • Seit ich hier oder auch anderswo meine Gedanken zur digitalen Welt mache, Foren und Berichte betrachte und meine Meinung dazu gebe, stelle ich immer wieder dasselbe fest.
    Ein Hersteller eines Mob Device in seinen Anfängen versucht dem Kunden recht günstig ein passables Produkt zu verkaufen und das bei relativ moderatem Preis. Wenn die Masse dieses Model oder den Hersteller dann mit Beachtung sprich Käufen pusht und er aufsteigt zu den Grossen 5, dann wird nur noch Modellreihe an Modellreihe geschoben, weil die Chipfabriken um günstig produzieren zu können, eben auch eine Masse produzieren und an den Mann bringen müssen.
    Ein Handy und sein Preis.. oft unterscheiden sich die Dinger nur dadurch, dass sie eine besser ausgeklügelte Software in sich tragen, manche vielleicht noch besser abgestimmte Bauteile.
    ABER.. im Wesentlichen können viele stets dasselbe. Der Kunde ist die Hure die verführt werden will und deshalb wird der Hersteller nie ein Handy herstellen, welches den wirklichen Wünschen eines oder der Kunden entsprechen wird.
    Die Kunden jedoch, sind in ihrer Geilheit nach immer mehr auch nicht zufrieden zu stellen. Warum also wechseln die Hersteller nicht in die Strategie, das man aus 3 oder 4 Grundausstattungen sein Handy aufbauen kann und es dann für den entsprechenden Preis genau so hat wie mans möchte ? Klappt ja beinahe bei den Autoherstellern. Ich schreibe.. beinahe ;)
    Wenn ich in München beispielsweise weile und mir die Grundstückspreise, Baupreise etc ansehe, wird mir schlecht.
    Wenn ich mir Hersteller ansehe, die nun durch Designer ihre Handys mit ebenso ähnlicher Wollust preismässig in die Höhe fahren, beginne ich an der Denkkraft der User / Käufer zu zweifeln
    Denn es gilt anscheinend immer mehr, nicht das was ich benötige soll gekauft und genutzt werden, vielmehr was mich von anderen abhebt und über sie setzt , deren Bewunderung und oder Neid schürt und beinahe als Statussymbol das goldene Teil oder neu >> Keramik im Edeldesign , am besten noch mit BlingBling Karat, herhalten muss.
    Angebot und Nachfrage ? Nein, Dummheit und Kaufkraft sind wohl immer mehr die treibenden Faktoren.
    Ich nutze zwar Apple Geräte, jedoch kein iPhone mehr. Dennoch empfinde ich es als erfrischender, lediglich 3 Versionen eines Systems angeboten zu bekommen. Android würde sich etwas Gutes tun, ausgereifte Software über 5 Jahre anzubieten ( oder länger ) und die Palette der Devices schrumpften... doch das ist und wird eine Wunschvorstellung bleiben


    • C. F.
      • Blogger
      25.10.2017 Link zum Kommentar

      "Android würde sich etwas Gutes tun, ausgereifte Software über 5 Jahre anzubieten ( oder länger ) und die Palette der Devices schrumpften... doch das ist und wird eine Wunschvorstellung bleiben"

      Da liegt der Hase im Pfeffer. Google könnte (oder hat) mit deinem Pixel Software und Hardware wohl erstklassig aufeinander abgestimmt. So wie Apple mit den iPhones. Für Android OS gibt's jedoch hunderte verschiedene Typen von Smartphones, die alle funktionieren müssen. Die Menge der devices schrumpfen kann Android selbst nicht.


      • Da hast du sicherlich Recht, Vielleicht etwas misslich ausgedrückt. Jedoch denke ich weisst Du was ich meine damit.
        Würden die Hersteller nicht auch noch jede absolut unbedeutende und manchmal echt nicht nachvollziehbare Niesche mit einem Zwischenmodel befüllen, sondern eine Linie erstellen die sagen wir 3 bis max5 Modelle (günstig und gut bis absolut leistungsfähig im Highendbereich) umfasst, dann wären Ressourcen frei, die der Software gutgeschrieben könnten und auch etwas ältere Modelle noch mit aktueller Software versehen könnten.
        Aber daran hat die Industrie nur bedingt Interesse.
        Es ist , das klingt zu meinem Leidwesen leider etwas klagend, wie in der Autoindustrie. Man kann tolle Fahrzeuge kaufen, man kann sie sich aus einer durchaus umfangreichen Ausstattungslinie was ordern. Oft sind jedoch die Optionen ein Witz. Oder warum bauen Hersteller die neuen Modelle nicht nach Kriterien die der Kunde haben will ?
        Nein.. man holt sich eine teure Mannschaft ins Haus und sucht nach allem, aber irgendwie nicht nach dem was der Kunde haben will.
        Ich lese hier oft von Dingen, die so sehr gewünscht werden in den Devices, aber wenn das neue Handy dann rauskommt, lese ich , das dies oder jenes fehlt, nicht mehr da ist( klinke zB ) oder das woanders abgespeckt wurde um irgend so ein AR Feature reinzuhämmern, was kaum ein User derzeit wirklich nutzen wird.
        Deswegen sollte Android oder besser die Hersteller hier mutig neue Wege gehen. Aber jeder hüpft dem anderen lustlos hinterher.
        Bezelless ist schon toll, aber ein 4000mAh Akku sollte dann auch gut 2 Tage halten oder eine Zeitautomatik fürs Laden inklusive haben, damit man wenn Abends eingestöpselt wird, der Akku echt nicht überladen wird, denn wechseln kann man ihn ja auch nimmer .. usw. usw..

        Und was machen wir mit all den Phones, die nicht verkauft werden, oder jene die nach 4 oder 5 Jahren alt sind.. ??
        Afrika geben ? oder dem mutigen Pigmäen, der sich damit ein Urwaldselfie schiessen kann ?
        Deswegen wünschte ich mir einen Hersteller, bei welchem ich ein Handy exakt so bauen könnte wie ich es möchte.


  •   27
    Gelöschter Account 25.10.2017 Link zum Kommentar

    Diese scheiß steigenden Preise nerven einfach nur noch!!!

    Jens


  • Also ich für meinen Teil bin letztes Jahr nach 6 Jahren Apple auf Huawei umgestiegen. Einfach mal was neues ausprobieren. Habe mir daher ein P9 plus für 699€ gekauft und es bis heute nicht bereut.
    Nachdem mir die P10 Modelle mit dem vorderseitigen Fingerabdrucksensor nicht gefallen haben bin ich erstmal bei dem Modell geblieben. Werde aber nächsten Monat auf das Mate 10 Pro wechseln und dafür 799€ zahlen...
    Muss ich das haben ? Nein, aber ich möchte es...
    Und solange ich mir das erlauben kann werde ich auch weiterhin 800€ für ein Handy ausgeben.


    • 2,5 Jahre halte ich auch für eine vernünftigen Zyklus. Schon nachgeschaut, was du fürs P9 Plus noch bekommst?


      • Nein habe ich noch nicht nachgeschaut, spielt auch keine Rolle. Die Handys bleiben in der Familie, ein Verkauf steht also nicht an. Habe das P9 Plus jetzt 1,5 Jahre... ist ja letztes Jahr im April erschienen (oder Mai ) ?


  • Ich weiß gar nicht, ob ich wirklich eine Schmerzgrenze habe bei einem Smartphone. Natürlich könnte ich jetzt behaupten, dass ich nie mehr als 1000€ ausgeben würde, aber das dachte ich auch mal über 700€ und nun habe ich ein Gerät für 939€ vorbestellt. Dafür habe ich z.B. kein Auto und verstehe es nicht, wenn Menschen dafür mehr als nötig ausgeben. :D


    • Genauso gibt es Menschen , die für ein Handy nicht mehr ausgeben wollen, als nötig. Nicht weil es ein guter Hintergedanke ist, sondern weil Verstand und Nutzung / bedürfnisgerecht entschieden haben und nicht das Wohlgefühl in unserem Belohnungssystem im Gehirn.
      Aber eben das Bedürfnis steht erst an zweiter Stelle. Das SEIN durchs Handy oft an erster..


    • Ich überlege was ganz, ganz teures zu kaufen. Weil es 5 Jahre Updates gibt. :-O


  • Folgt man dieser schrägen Parallele im Artikel, würden hier in München alle Smartphones für über 2000 € kaufen?
    Ganz ehrlich, das eine hat mit dem anderen nichts zu tun und ist doch an den Haaren herbeigezogen. Die Menschen sind deswegen nicht reicher, nur weil sie teurere Mieten bezahlen müssen. Wieder einmal eine steile These nur um eine provokante Überschrift zu haben.

    Zur Frage: Ich gebe nicht mehr als 600 € für ein Smartphone aus.


  • Telefonieren, naviegieren, ein paar Schanpschüße mehr nicht. 250€ bin ich bereit auszugeben. Asus Zenfone 3 Laser kommt mit den Aufgaben klar.


  • Bie mir liegt die Schmerzgrenze für ein Smartphone bei 400 €. Mein aktuelles Gerät, ein BQ Aquaris X Pro, habe ich für 379 € gekauft und bin mehr als zufrieden damit. Wozu benötig man ein Mobiltelefon für >800 €? Damit kann man telefonieren, Fotos schießen, E-Mails checken... Das alles funktioniert genau so gut für deutlich weniger Euronen. Für mich erschließt sich der Sinn nicht, ein teures Telefon besitzen zu wollen. Vermutlich darf man sie dieser Frage nicht mit rationalen Überlegungen nähern. Der "Das-muss-ich-haben-Effekt" wird meiner Meinung nach durch Marketingmethoden künstlich angeheizt. Ist eine Marke ersteinmal hip, dann wollen viele sich damit identifizieren. Egal ob Samsung oder Apple. Genau so verhält es sich bestimmt auch mit den Mieten in P´b. Der Stadtteil ist hip, da muss man hin. Die Nachfrage regelt den Preis...


    • ich will einfach das möglichst beste, was es zu kaufen gibt, da ich es intensive nutze und mir Spaß machen soll.


    • "Vermutlich darf man sie dieser Frage nicht mit rationalen Überlegungen nähern." Das ist genau der Punkt. Das trifft auch auf den so ungeliebten Autovergleich zu. Skoda oder Audi, fast die gleiche Technik, aber bei den Preisen gibt es ein paar Unterschiede,


  • Ich liebäugle mit einem Note 8, weil ich beruflich viele der Funktionen nutzen und brauchen würde. Aber über 500-600 Euro bin ich nicht bereit auszugeben. Also warte ich. Ebenso bei Tablets: das Tab S 3 wäre genau das Richtige, aber für 700 (mit Tastatur) bekomme ich ein richtig gutes Notebook. Also warte ich auch hier. Schade, denn bei dieser (Hoch)Preispolitik kaufen einfach weniger Leute. Da haben die Hersteller also im Schnitt auch nicht mehr verdient, aber der Ruf leidet.

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