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Microsoft rät Mitarbeitern von eigener Software ab
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Microsoft rät Mitarbeitern von eigener Software ab

Microsoft hat eine Liste mit einer Reihe von Programmen an seine Mitarbeiter verteilt, die zum Schutz der Unternehmensdaten als unsicher gelten und deren Verwendung entweder verboten ist oder von der Microsoft abrät. Darunter sind nicht nur Slack und Google Docs, auch eine Plattform von Microsoft selbst.

Die Sicherheit von personenbezogenen Daten eines Unternehmens ist nicht immer einfach, Microsoft kennt dieses Problem gut. Aus diesem Grund hat sich der Software-Riese aus Redmond entschlossen, seine Mitarbeiter von der Nutzung von Webplattformen Dritter abzuhalten. Slack, Google Drive und Docs sowie Amazon Web Services (AWS): Das sind nur einige der großen Namen, die den Mitarbeitern des Riesen hinter der Marke Windows entweder verboten (Slack) sind oder von denen abgeraten wird (Google Drive, Docs und AWS). Kurios: In der Liste für die zwar nicht verbotenen, aber abgeratenen Produkte befindet sich auch GitHub ab, das Microsoft selbst gehört.

AndroidPIT Microsoft eats linkedin
Wusstet Ihr, dass LinkedIn auch Microsoft-Eigentum ist? / © AndroidPIT

Das Magazin GeekWire, das als erstes über die Liste berichtete, teilte auch einen Teil eines internen Dokuments des amerikanischen Unternehmens in Bezug auf die Verwendung von Slack:

"Die Versionen Slack Free, Slack Standard und Slack Plus bieten nicht die notwendigen Kontrollen, um das geistige Eigentum von Microsoft (IP) angemessen zu schützen. Bestehende Benutzer dieser Lösungen sollten ihren Chat-Verlauf und ihre Microsoft-Geschäftsdateien auf Microsoft Teams migrieren, die die gleichen Funktionen und integrierten Anwendungen wie Office 365, Anruf- und Besprechungsfunktionen bieten. Erfahren Sie mehr über die zusätzlichen Funktionen, die Teams Ihrem Team zur Verfügung stellen können. Die Version von Slack Enterprise Grid entspricht den Sicherheitsanforderungen von Microsoft; wir empfehlen jedoch die Verwendung von Microsoft Teams anstelle von Software von Wettbewerbern.

Kurz gesagt, Microsofts Sorge ist es, dass jemand auf sein geistiges Eigentum zugreifen kann, indem er sich einfach die Daten von Plattformen ansieht, über die das Unternehmen keine Kontrolle hat. Das kann man dem Unternehmen nicht übel nehmen, vor allem dann, wenn es - wie im Falle von Slack und Teams - selbst eine Alternative anbietet. In einer Welt, in der Datendiebstahl und Industriespionage an der Tagesordnung sind, ist es selbstverständlich, dass man Konkurrenten keine Möglichkeit bieten will, einen Blick hinter die Kulissen zu werfen.

Ihre Mitarbeiter zur Nutzung der eigenen Software zu zwingen, ist auch eine gute Möglichkeit, Programmierer dazu zu bringen, die Benutzerfreundlichkeit der Produkte zu verbessern, mit denen sie sich nun auch selbst jeden Tag auseinandersetzen müssen.

Quelle: GeekWire

5 Kommentare

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  • GitHub scheint das einzige zu sein, das zu MS gehört aber von den Mitarbeitern nicht genutzt werden soll. Ich kenne GitHub (durch verschiedene Hobby-Projekte) als offene Open-Source-Plattform. Das MS-Mitarbeiter ihre Arbeit nicht da offen legen sollen, leuchtet ein. Es würde mich aber auch wundern, wenn Windows- oder Office-Quellcode auf einer solchen Plattform zu finden wäre. ;-)


  • Slack ist doch kein MS Produkt? und GitHub sollte auch nicht für closed Source Projekte verwendet werden.
    Also ich kann hier nur Logik erkennen. Die Anweisungen macht doch jede vernünftige Firma und informiert was zu nutzen und was eben nicht zu nutzen ist. Das hierbei auch eigene Produkte dabei sein können ist auch nicht abwegig. Viele Firmen verkaufen nicht kommerzielle Produkte an den Endverbraucher, die Firma selbst nutzt das natürlich nicht produktiv sondern hat eine Enterprise/Business Variante davon im Einsatz.


  • Erinnert mich an einen Spruch meiner Schwester als ich noch bei der DB in Ausbildung war: "Dürfen Bahn-Mitarbeiter eigentlich mit dem Zug zu Arbeit kommen oder sollen sie pünktlich sein?" Für mich immer noch n super Witz, einfach weil da ein Fünkchen Wahrheit drin steckt. Eine Antwort drauf gabs leider nie :D


  • Das Titelbild und weitere Bild im Artikel irritieren etwas ...

    Aus Konzern Sicht sind das ganz normale Anweisungen und Empfehlungen ... Neben der Tatsache, dass es hier um die Sicherheit des geistigen Eigentums, also wahrscheinlich in der Entwicklung befindlicher Systeme, handelt, ist es absolut legitim, sparsam zu sein und Softwarekosten zu vermeiden, wenn man selbst ein Äquivalent anbieten kann.

    In meinem Konzern ist dies übrigens ähnlich: Alles wird auf einen Hersteller konzentriert, auch um Supportkosten zu sparen ...

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